Als wäre ich nicht Teil seines Lebens!

    Hallo,


    mir geht es im Moment nicht gut. Ich bin seit 2 Jahren, mit einem wundervollen Mann zusammen.


    Ich habe sehr starke Gefühle für diesen Menschen, und wünsche mir, dass wir noch lange zusammen bleiben.


    Jedoch habe ich oft ein komisches Bauchgefühl, und kann nicht mal klar benennen weshalb.


    Es fühlt sich so an, als ob es einen Teil in seinem Herzen gäbe, der für mich nicht zugänglich ist, als wäre ich nur ein kleiner Teil seines Lebens, was gleichzeitig total verrückt ist, da wir zusammen wohnen und viele schöne Stunden miteinander verbringen. Manchmal überkommt mich auch das Gefühl, dass ich nicht die einzige Frau in seinem Herzen bin. Ich habe keinen konkreten Anlass sowas zu befürchten, und auch keine bestimmte Frau auf die ich eifersüchtig bin.


    Es fühlt sich dann so an, als würde er nicht wirklich zu mir gehören.


    Gleichzeit sticht es richtig in meinem Herzen, mein Magen zieht sich zusammen, und mir kommen die Tränen.Es ist alles sehr diffus, und für viele mag es komplett verrückt klingen, auch ich bin überfordert.


    Mein Partner ist unglaublich liebevoll, und immer für mich da. Eigentlich besteht kein Anlass sowas zu denken!


    Im Moment ist er im Urlaub, und selbst an solch einem schönen Ort, lässt er mich an seinem Glück durch Telefonate oder Bilder teilhaben. Dennoch fühle ich so eine starke Distanz zwischen uns, und es sticht so in meinem Herzen.Es liegt aber nicht an der Reise, auf welcher er sich derzeit befindet. Er ist oft beruflich weg, und auch wenn er Zuhause ist, überkommen mich diese Gedanken und Gefühle.


    Ich bin wirklich verzweifelt. Sowas kenne ich nicht aus früheren Beziehungen. Ich kann mich an keine vorherige Beziehung erinnern, in welcher ich solche Ängste und Gedanken hatte.


    In den anderen Bereichen meines Lebens läuft alles sehr gut, und ich müsste eigentlich glücklich sein.


    Ich habe in unserer Beziehung jedoch nur sehr selten das Gefühl, das "alles gut " ist, obwohl augenscheinlich alles gut läuft.Es ist sehr beunruhigend für mich, da ich mich ganz hilflos fühle und überhaupt nicht weiß, was das zu bedeuten hat und wie ich damit umgehen kann. Gleichzeitig möchte ich nicht ständig meine Beziehung damit belasten, denn wir haben schon des öfteren darüber gesprochen. Mein Freund geht wirklich sehr liebevoll auf mich ein, kann aber nicht verstehen, warum ich solche Ängste habe.


    Ich weiß überhaupt nicht was ich mir von fremden Leuten erhoffe, aber vielleicht hat ja der ein oder andere ein paar Worte für mich.


    Im Moment ist es wirklich schlimm, denn die Ängste überkommen mich alle paar Tage.


    Vielleicht ging es jemanden von euch sogar schon ähnlich.

  • 14 Antworten

    Ich kenne genau diese Gefühle... mir ging es auch einige Jahre so.... 3 genauer gesagt...


    Mein Bauchgefühl hat mich damals nicht getäuscht....


    Es war genau wie bei dir.... eigentlich hätte ich glücklich sein müssen... eigentlich.


    Ein Mensch hat viele Teile im Herzen, das ist normal... ab und an gibt es aber welche die verborgen sind. Die er vielleicht gar nicht bemerkt sondern nur du als Außenstehende.


    Wie ist seine Vergangenheit? Wie alt seit ihr? Eltern?


    Gibts Ungereimtheiten?

    Hallo @Blue2011


    Ich kenne dieses Gefühl auch. Ich denke aber das ist normal wenn man sich selten sieht. Mein Freund ist selbstständig und ich bin Verkäuferin, ich arbeite oft bis Abends und gehe noch ins Fitnessstudio.


    Wir verbringen auch nicht sooo viel Zeit miteinander. Und da denke ich das dieses Gefühl ganz normal ist. Wird vielleicht bei ihm auch so sein.


    Ich habe mir deswegen oft den Kopf zerbrochen und gegrübelt und mir ging es deswegen auch sehr schlecht, aber irgendwann habe ich losgelassen.


    Nur das leider damit auch das Gefühl für ihn etwas nachgelassen hat :(v

    Wenn du das alles wirklich an gar nichts konkretem festmachen kannst, dann kann es auch einfach "nur" eine ziemliche Verlustangst sein, die früher oder später zur selbsterfüllenden Prophezeiung wird.


    Ansonsten sind 2 Jahre ja auch noch nicht die Welt, da gibt es noch viel Luft nach oben, was das Zusammenhörigkeitsgefühl angeht.

    Ein Denkmuster das ich auch sehr gut kenne ... aus dem auszubrechen aber ganz wichtig ist.


    Anstatt ständig darüber nachzudenken das irgendetwas passieren oder es irgendwann vorbei sein könne, solltest du viel mehr die Momente mit ihm genießen. Das klingt nach 'Schneidersitz-Meditation', ist aber wirklich wichtig und hilfreich.


    Ich hatte auch Situationen in denen ich mit meinem Freund, ganz eng aneinandergekuschelt, auf der Couch gelegen und einen Film geschaut hab ... dann kam wuuusch der Gedanke ihn zu verlieren vorbei - und ich habe angefangen zu weinen.


    Total deplatziert, denn ich war bis zu diesem Gedanken verdammt glücklich und entspannt.


    Lass diese Angst nicht zu groß werden. Ich denke, so wie du deinen Freund beschreibst, kannst du mit ihm auch offen darüber reden wenn du es möchtest.


    Ich weiß nicht wie deine letzten Beziehungen waren; Aber denke mal darüber nach ob es etwas in diesen gibt, was du noch 'ausschwitzt'. :)_ @:)

    Ich war eine lange Zeit mit einer Frau zusammen, die eine Art 100%igen Anspruch auf mich hatte. Obwohl ich immer wieder betont habe, wie wichtig für mich Arbeit (ich habe die Kohle rangeschafft), Familie und Freunde sind. Ich habe immer gesagt, an erster Stelle die Arbeit, dann alles andere. Ich glaube sie nahm mir das furchtbar übel. Und das kuriose war, ich stand bei ihr nie an der ersten Stelle. Zuerst ihr Vater, dann die Mutter, dann die Geschwister, dann der puckelige Verwandtschaft, und dann irgendwann ich. Probleme mit Untreue gab es bei uns nie, das hätte ich, obwohl es an Gelegenheiten nicht gefehlt hat, nie getan, weil mir viel an der Beziehung lag. Ich konnte und wollte mich nicht zu 100% übergeben, das machen Männer einfach nicht.

    Warum ist er denn allein in den Urlaub gefahren?


    Ich kenne dieses Gefühl nicht, aber es hätte sein können, dass jemand so ein Gefühl in Bezug auf mich hat. Ich kann gut allein leben, fahre auch alleine weg, "brauche" keinen Partner, fühle mich ohne Partner nicht "unvollständig" etc. Es kann schon sein, dass jemand mit einem geringeren Selbstbewusstsein ein Problem mit sowas hat.

    Erstmal Danke für eure Worte! Es tut gut zu lesen, dass auch andere diese Gefühle kennen.


    Ich bin 27 und er ist 40. Es ist mir auch sehr unangenehm, dass ich in diesem Alter solche Ängste habe.


    Er ist mit seinen Eltern im Urlaub, dass machen die drei jedes Jahr . Aus beruflichen Gründen kann ich leider nicht mitfahren. Aber ich verstehe, dass ihm dieser Urlaub sehr viel bedeutet und da seine Eltern schon älter sind, bedeutet ihm die gemeinsame Zeit mit den beiden einfach umso mehr.


    Vielleicht ist es so wie du schreibt @CoteSauvage, dass ich spüre , dass er einfach auch sehr gut ohne Partner kann. Meine schlimmste Befürchtung ist, dass irgendwas wirklich nicht stimmt und ich deswegen ein schlechtes Bauchgefühl habe.Ich muss dazu sagen, dass ich nicht wirklich sagen kann, ob es sich hierbei um Intuition handelt, oder einfach nur Ängste sind.


    Deswegen verwirrt mich das alles so enorm, da ich es nicht einordnen kann. Es fühlt sich manchmal wirklich so an, als wäre er nur zur hälften mein Freund.


    Es kann auch sein, dass ich spüre, dass ich viel mehr an ihm und der Beziehung hänge als er es tut. Ich spüre, dass er mich wirklich sehr gerne hat und verliebt ist, seine Blicke, seine Aufmerksamkeit und auch, dass er immer versucht auf meine Bedürfnisse einzugehen- all das zeigt mir das ich ihm viel bedeute. Dennoch bleibt das komische Gefühl!


    Ich hatte vor ihm schonmal einen Partner der relativ oft weg war und wo wir aufgrund seiner Arbeitszeiten sehr, sehr wenig Zeit zusammen hatten (Viel, viel weniger als in dieser Beziehung) und dennoch habe ich mich nicht einsam gefühlt oder hatte so seltsame Ängste.

    Zitat

    Meine schlimmste Befürchtung ist, dass irgendwas wirklich nicht stimmt und ich deswegen ein schlechtes Bauchgefühl habe.Ich muss dazu sagen, dass ich nicht wirklich sagen kann, ob es sich hierbei um Intuition handelt, oder einfach nur Ängste sind.

    Wie steht es denn sonst um dein Bauchgefühl, kannst du dich sonst drauf verlassen? Oder neigst du zu diffusen Bauchgefühlen und Ängsten, die keine konkrete Ursache haben?


    Wenn ich so ein blödes Gefühl habe, dann überlege ich, woher das kommt, und dann fällt mir auch der Grund dafür ein. Und dann überlege ich, ob der Grund relevant ist und was ich ggf für Konsequenzen draus ziehen sollte.


    Dass er mit seinen Eltern wegfährt wie er es immer tut, und nicht etwa mit einer Kollegin oder einer Ex, ist doch jedenfalls total harmlos.

    Zitat

    Es kann auch sein, dass ich spüre, dass ich viel mehr an ihm und der Beziehung hänge als er es tut.

    Wenn das so wäre, könntest du das nun mal nicht ändern. Ich kann dir sagen, dass mir mein Freund auch sehr wichtig ist, obwohl ich nicht daran zugrundegehen würde wenn er eines Tages nicht mehr da wäre und obwohl ich auch viel ohne ihn mache. Damit dass ich weniger intensive Gefühle für ihn hätte als andere Leute für ihren Partner hat das nichts zu tun.


    Stecken da vielleicht noch andere Punkte dahinter? ZB dass du langsam einen Kinderwunsch entwickelst, aber Schiss hast, dass er keine Kinder (mehr) will? Ist jetzt nur Spekulation angesichts eures Alters, aber du kannst ja mal überlegen, woher diese Ängste kommen könnten.

    Ich glaube, dass der Wunsch, jemand anderen zu 100 % zu besitzen, immer nur aus einer Störung des Selbstgefühls heraus kommen kann. Er ist ohnehin illusorisch, und sobald er zum Klammern führt, wird es echt brenzlig.


    Mach Dich unabhängiger, schöpfe Deinen Wert und Deine Bedeutung nicht so sehr aus der Beziehung mit ihm, lass auch andere Menschen in Deinem Leben wichtiger sein - dann wirst Du unabhängiger und glücklicher sein - und hast gleichzeitig viel bessere Chancen, dass auch er das merkt und die Beziehung mit Dir noch höher schätzt.

    Zitat

    Ich hatte vor ihm schonmal einen Partner der relativ oft weg war und wo wir aufgrund seiner Arbeitszeiten sehr, sehr wenig Zeit zusammen hatten (Viel, viel weniger als in dieser Beziehung) und dennoch habe ich mich nicht einsam gefühlt oder hatte so seltsame Ängste.

    Bei meinem letzten Partner, mit dem ich 3 Jahre zusammen war, war es auch so. Ich hatte mir keine Gedanken gemacht und absolut kein Vertrauensproblem.


    Haben uns auch selten bzw wenig gesehen.


    Bei meinem jetzigen ist es anders. Hab auch oft das Gefühl das wir gar nicht zueinander gehören.


    Das wir nur "zusammen" sind weil wir das Haus haben.


    Ich denke 'wir Frauen machen uns da oft Gedanken um nichts.....


    Glaube kaum das der Partner dasselbe denkt. Aber wir denken zu viel, oft unnötiges und komisches :)* @:)

    Zitat

    Ich denke 'wir Frauen machen uns da oft Gedanken um nichts.....


    Glaube kaum das der Partner dasselbe denkt. Aber wir denken zu viel, oft unnötiges und komisches :)* @:)

    Ich finde, wenn man nicht grundsätzlich ein ängstlicher oder eifersüchtiger oder weniger selbstbewusster Mensch ist und sich dann beim einen Partner keine solchen Gedanken macht und beim anderen schon, dann hat das schon was zu bedeuten. Entweder dass man selber aus bestimmten Gründen ängstlicher etc wurde oder dass es ein ungutes Bauchgefühl ist, das auf konkrete Anhaltspunkte zurückgeht. Wenn ich plötzlich in Bezug auf einen Partner so empfinden würde, würde ich jedenfalls nachdenken, woher dieses Gefühl kommen könnte.

    Kann es sein dass Du das Gefühl hast, dass dein Freund häufiger andere Menschen oder Unternehmungen als 1. Priorität setzt und Du somit nicht seine 1. Priorität bist? Zum Brispiel seine Eltern oder Freunde? Hast Du das Gefühl dass Du nicht das wichtigste für dein Freund bist? Wenn Ja, hat es meistens auch ein Grund.


    Wenn dass der Fall ist, solltest Du es mit dein Freund offen besprechen. Es gibt Menschen die schwer Prioritäten setzen können. Es muss nicht heißen dass er dich deswegen nicht liebt, manche denken einfach nicht richtig darüber nach.


    Menschen haben unterschiedliche Bedürfnissen was Nähe und Aufmerksamkeit angeht. Der eine mehr der andere weniger.


    Ich würde es persönlich ziemlich doof finden wenn mein 40 jährige Freund mit seine Eltern im Urlaub fahren würde, wenn Ich keine Möglichkeit hätte mit zu kommen. Ich wäre zum Beispiel nicht ohne mein Freund im Urlaub gefahren, wenn er keine Möglichkeit hätte mitzukommen.


    Bist Du dir sicher dass es nicht auch darum geht?

    Ich kann deine Gefühle gut nachvollziehen, denn mir geht es in meiner Beziehung gerade ähnlich. Durch deinen Beitrag habe ich bewusst noch einmal reflektiert wodurch diese Gefühle evtl. Bei mir ausgelöst wurden.


    Ich denke in meinem Fall liegt es an dem absolut unerwarteten plötzlichen Ende meiner vorherigen Beziehung. Ich hab mich damals so sicher gefühlt und nie die Beziehung in frage gestellt und dann relativ unerwartet nahm sie ein trauriges Ende. So erkläre ich mir zumindest zum Teil diese ständigen latenten Verlustängste.


    KAnn sowas bei dir evtl auch sein?


    Du bist jedenfalls nicht alleine:)