• An der Beziehung festhalten???

    Hallo Forumgemeinde, würde gerne Eure unvoreingenomme Meinung zu meinem Problem hören: Ich bin geschieden und lebe zusammen mit einer neuen Partnerin in ihrer Wohnung. Ich habe zwei Kinder die bei meiner Exfrau leben zu denen ich sehr guten Kontakt habe. Meine Lebensgefährtin hat ebenfalls zwei Kinder (14+16). Ich habe Sie als aktive, lebenslustige Frau…
  • 21 Antworten
    Zitat

    Nur, wie bringe ich es Ihr bei? Mal sehen .....

    Ich schlage den Klassiker schlechthin vor: Wenn Du weg bist, entdeckt sie den Post-it am Kühlschrank.

    Also über manche Postings hier, kann ich mich nur wundern. Gut, der TE ist hier die Hauptperson, es ist ja schliesslich SEIN Faden. Aber hat irgendwer mal an die Partnerin gedacht? Soooo einfach ist das nicht. Für sie ist die Welt womöglich noch in Ordnung, da es doch auf einigen, nicht ganz unwesentlichen, Ebenen noch funktioniert. Möglicherweise sieht sie das alles noch nicht so schlimm. Dass Kinder bei einem neuen Partner rebellieren, kommt sehr oft vor. Immerhin "könnte dieser Mann ja versuchen, den Papa aus dem Feld zu schlagen" – es spielt dann primär erst mal keine Rolle, ob der TE solche Absichten hatte oder nicht. Kinder (egal wie alt) schustern sich manchmal ihre eigene Welt und Wahrheit zusammen.


    Wenn man all diese Punkte mit einbezieht, wäre es wohl weit entfernt von einer erwachsenen Trennung, wenn man einfach geht, ohne grosse Worte oder womöglich mit einem Post-it am Kühlschrank (ich gehe mal davon aus, dass diese Variante scherzhaft gemeint war.


    Wo ist bitte die Empathie für ALLE Beteiligten? Man kann auch aus gescheiterten Beziehungen etwas lernen. Das geht aber nur, wenn man auch die andere Seite wahrnimmt und respektiert. Ich bin auch nicht dafür, eine Beziehung auf Biegen und Brechen aufrecht zu erhalten. Aber was bringt eine Schnellschussentscheidung, die auch noch herzlos und trocken mitgeteilt wird? Ich frage mich manchmal, ob das der Grund ist, warum manche Menschen (damit meine ich nun nicht spezifisch den TE) immer wieder Bruchlandung erleiden. Möglicherweise liegt es eben genau an SOLCHEN Vorgehensweisen – jeder möchte ich seinem eigenen Empfinden, Schmerz, Frust möglichst in allen Schichten wahrgenommen und verstanden werden und wo bringt man genau das dem Gegenüber auch entgegen?

    Garfield_68

    Da Du Dich entschieden hast, diese Beziehung nicht weiter zu führen, finde ich es nicht verkehrt, wie Du Dir Gedanken darüber machst, wie Du es ihr sagst und wie Du den Auszug planst. Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und die Zeit "danach" aktiv nutzen, um zur inneren Ruhe in Dir selbst zu kommen und Dir zu überlegen, was Du vom Leben erwartest. Ich empfehle Dir wärmstens eine neue Partnerschaft erst in Betracht zu ziehen, wenn Du es schaffst, auch mit Dir selber und allein klarzukommen. Vielleicht klingt das für Dich jetzt böser, als ich es meine. Aber vielleicht magst Du ja doch mal darüber nachdenken, auch wenn es grad nicht so bequem klingt.


    Ich wünsche Dir, dass Du in Deiner Wortwahl die richtige Mischung von Eigenständigkeit, Entschlossenheit und Empathie finden kannst. :)*

    Zitat

    oder womöglich mit einem Post-it am Kühlschrank (ich gehe mal davon aus, dass diese Variante scherzhaft gemeint war.

    Ok, erwischt. Würde aber zu den bisherigen Überlegungen vom Themenersteller passen.

    Zitat

    Wo ist bitte die Empathie für ALLE Beteiligten?

    Die Sache ist schon seit dem Eingangspost herzlos gewesen. Dass Du neben der Beziehungs- und Streitkultur auch eine Trennungskultur mit Niveau forderst, ist aber löblich und erscheint sinnvoll. Aber man muss der Typ dazu sein – manche mögen es so, andere kurz und knackig, wieder andere dramatisch und schmutzig.

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    miguelmariachi

    Zitat

    manche mögen es so, andere kurz und knackig, wieder andere dramatisch und schmutzig.

    Ich glaube nicht, dass es irgendwer mag, wenn es wirklich dramatisch, schmutzig oder sonst wie fies abläuft – praktiziert wird es dennoch. Ich finde, dass man es auch anders machen kann – immerhin hat man sich ja mal geliebt. Warum verdient das (vergangene) Gegenüber in der Trennungsphase weniger Respekt als jemand anderes?

    Opti ... deine Worte sind alle richtig, das Maß sollte er selbst festlegen können ... manchmal muss man zum eigenen Schutz einfach handel und alles andere ist egal (zunächst) ... das kann nur jeder für sich entscheiden ... wie heisst es: "Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei .... " also ....

    Diese beiden Enden können aber sehr verschieden sein. Ich bin der Meinung, dass es für eine dauerhaft funktionierende Beziehung eigentlich "nur" drei Dinge braucht.


    1. Eine respektvolle, achtsame, offene Kommunikation


    2. Liebe


    3. Eine für beide befriedigend gelebte Sexualität


    Alle drei sind gleichwertig und beeinflussen sich gegenseitig. Das 3. scheint beim TE offenbar noch einwandfrei zu funktionieren. Immerhin.


    Die Kommunikation hat gelitten – streiten als solches ist nicht schlimm – bleibt die Frage, WIE das geschehen ist. Hat man sich Gemeinheiten, Vorwürfe oder gar Schimpfwörter an den Kopf geworfen? Es geht auch anders. Das ist übrigens lernbar – jederzeit.


    Die Liebe wird durch eine gute Kommunikation und befriedigenden Sex genährt – unter anderem. Die gemeinsamen Interessen sind auch noch vorhanden... Vielleicht liegt sie grad etwas verschüttet?


    Ich frage mich, warum viele Paare bei den "ersten" Problemen auseinander laufen, statt nach Lösungen zu suchen, einfach den jeweils anderen für die "Misere" verantwortlich machen. Nein, das ist kein versteckter Vorwurf – es ist meine Frage, die ich mir aufgrund von vielen Beobachtungen stelle.


    Der TE stört sich am Putzfimmel – Frauen tun soetwas mitunter, weil sie etwas im wahrsten Sinne des Wortes wegputzen wollen. Wenn das am Anfang nicht so war, könnte es doch sein, dass die Partnerin auch spürt, dass etwas anders ist, als am Anfang und sie bemüht sich nun mit allem, was ihr zur Verfügung steht, um wieder Ordnung rein zu bringen. Wäre doch möglich, oder?


    Der TE tut sich schwer mit den Teenies der Partnerin – es sind Teenies! Die wollen prinzipiell nicht auf einer Wellenlänge mit einem Erwachsenen in ihrer näheren Umgebung sein. Das ist normal. Sie versuchen sich selbst zu finden und nicht jemanden "nachzuahmen". Er schreibt aber, sie akzeptieren ihn – das ist sehr viel. Manche Kinder tolerieren einen neuen Partner nicht mal, geschweige denn dass sie ihn sogar akzeptieren.


    Sollte der TE sich zur Trennung entscheiden, oder den Schritt gar schon gemacht haben, kann ich nur hoffen, dass er für sich selber all diese Dinge auch bedacht hat und wirklich die richtige Entscheidung getroffen hat.

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    ....also wenn es nach nur zwei Jahren (!) schon in einer Beziehung kriselt, warum auch immer, dann ist das Ganze eh nichts.


    Nach zwei Jahren hatten wir immer noch Schmetterlinge im Bauch wenn man an den anderen nur gedacht hat............


    was soll denn so etwas langfristig bringen