Ich habe das selbe Problem. Stark sogar.


    Meiner findet es soweit auch unproblematisch, aber er sieht wie sehr ich darunter leide und das will er dann auch nicht. zudem erkennt er, dass auch unsere Beziehung leidet, einfach weil ich ihn so massiv beleidigt habe, dass auch ihm klar wurde, dass wir ein Respektproblem bekommen haben.


    Listen haben nicht geholfen, wurden ignoriert. Platz lassen hat ihm geholfen, mir aber leider gar nicht, weil ich halt einfach eine gewisse Erwartungshaltung an den Partner habe.


    Problem bei uns: er kann es, nämlich immer dann wenn er single ist. Das Syndrom totaler Bewegungslosigkeit tritt relativ schleichend in beziehungen auf. Ob wir das hinkriegen? Ich weiß es nicht, auf Dauer trag ich das nicht und Kinder machen es schlimmer, viel viel schlimmer, weil man ganz anders aneinander gebunden ist und den Müll halt nicht einfach wochenlang liegen lassen kann, wenn man nicht will, dass der Nachwuchs ihn auffuttert.


    Ich würde gucken ob es mit klar zugewiesenen Verantwortlichkeiten besser wird. Hier halt zusammen damit eine Strafkasse ein wenig weiter. Aber schließlich und endlich komplett klar ist hier, liebe hin, stärken her, gar nichts.

    Ich gebe auch mal meinen Senf dazu ;-D


    Mein Freund ist auch extrem faul was die Hausarbeit betrifft. Geschirr wird auf die Spülmaschine gestellt, weil einräumen zu lange dauert. Die Pizza kommt in Ofen,der Karton bleibt aber liegen.


    Post wird zwar geöffnet,aber wenn es nicht unbedingt wichtige Dinge sind,dann lässt er es auch mal länger liegen.


    Ihn stört das Chaos leider überhaupt nicht,während ich ab einem gewissen Punkt die Krise bekomme.


    Genau das weiß er leider auch. Erreicht unsere Wohnung ein gewisses "Dreck-Level",dann räume ich auf.


    Er sagt, "ich gehe arbeiten und du machst den Haushalt". Ich bin seit längerer Zeit krank geschrieben und dadurch mehr zu Hause. Problem ist,dass er auch nicht mehr im Haushalt macht,Wenn ich arbeiten bin. Ich habe dann vor ihm Feierabend und darf dann einkaufen gehen,essen kochen/vorbereiten etc.


    Oder dann auch die Wohnung aufräumen und putzen.


    Was mich am meisten stört ist,dass er einfach alles stehen und liegen lässt.


    Heute alles aufgeräumt ist am nächsten Tag schon wieder Chaos da


    Und wenn ich mal nichts machen kann,Weil ich selbst Termine habe,dann sieht es nach ein paar Tagen wieder aus als wäre eine Bombe eingeschlagen.


    Er ist (m)ein absoluter Traummann,jedoch stört mich das (nicht vorhandene) Putz-Verhalten sehr!


    Die Idee mit den Zetteln hatte ich auch schon. Nur ist mir das zu blöd,wie seine Mutter hinter ihm her zu laufen und Zettel zu schreiben. Da denk ich mir dann lieber gleich selbst machen,geht schneller. :-/

    Habt ihr genug Platz, dass er ein eigenes Zimmer haben kann? Dann würde ich ihm da einfach alles reinschmeißen, was mich nervt und laut Absprache da nicht liegen sollte, feddich. Hat der Kerl mit mir früher auch so gemacht, war nicht uneffektiv.

    (Also wenns um Dreck und so geht. Mit Rechnungen und so geht das natürlich nicht.)


    Mein Job ist es zum Beispiel, die Wäsche zusammenzulegen - mach ich oft eher schleppend, und wenn der Kerl Wäsche aufhängen will und da kein Platz ist, weil mir immer beim Anblick der Wäsche eingefallen ist, dass ich DA DRÜBEN ganz dringend zu tun habe, dann schmeißt er mir die saubere Wäsche auf den Schreibtisch, egal, was da gerade steht, das heilt mich immer für mindestens ein halbes Jahr. |-o

    Hab ich mal mit dem Abwasch bei einem Mitbewohner gemacht. Man war der Sauer als das Zeug vor und auf seinem Bett stand, aber danach hat er regelmäßig abgewaschen.


    Noch ein argument für getrennte Betten. ]:D ]:D

    Zitat

    und Kinder machen es schlimmer, viel viel schlimmer, weil man ganz anders aneinander gebunden ist und den Müll halt nicht einfach wochenlang liegen lassen kann

    Hier sprichst Du einen wichtigen Punkt an. Aber es geht auch anders.


    Wir sind damals schon mit Kind in die erste gemeinsame Wohnung überhaupt gezogen. Mein Mann hat zumindest das Nötigste gemacht: groben Dreck beseitigt, Kram aufgeräumt und auf Anforderung mit angepackt,... Was wirklich geholfen hat, war die feste Aufgabenteilung, auch wenn es auch nicht 50/50 war.


    Über viele Jahre war der größte Teil der Hausarbeit mein Part, bzw. einiges hatten dann auch die Kinder übernommen. Das war soweit ok, da mein Mann ja immer einen wesentlich längeren Arbeitsweg hatte und zudem noch viele Auswärtstermine. In der Zeit waren die regelmäßig anfallenden Putzarbeiten natürlich längst erledigt und die Wäsche hing oft auch schon auf der Leine.


    Dafür hat er vieles für und mit den Kindern gemacht, für uns alle die Fahrdienste übernommen, eingekauft, Papierkram erledigt. Was sonst noch anfiel, haben wir am Wochenende gemeinsam oder im Wechsel gemacht. Nur von sich aus gesehen, was zu tun ist, das hat mein Mann so gut wie nie.


    Eine wirkliche Schieflage ist erst entstanden, seit keine Kinder

    mehr unverhofft auf der Matte stehen können. Sein kindisches Argument, wozu und für wen? Er hat mir auch sehr deutlich zu verstehen gegeben, dass ich ihm mit meinen (in seinen Augen völlig überzogenen) Forderungen nur noch lästig bin. :°(


    Derzeit mache ich also gezwungenermaßen den Haushaltskram nahezu komplett selbst. Soviel ist das ja meist nicht, aber öde. Wenn er zu Hause ist, bekommt mein Mann den Staubsauger, das Bügeleisen, den Einkaufszettel, den Müllbeutel,… in die Hand gedrückt. :=o

    Mh, offenbar ist das Ende der Zeit als Eltern eine nicht minder herausfordernde Umstellung als die Umstellung in die andere Richtung.


    Ist er denn ansonsten glücklich? Es gäbe da ja noch das empty-nest-syndrom. Also eine emotionaler Schieflage in Folge der Umstellung der Lebensumstände, die in eine Depression ausarten kann. Und gerade wenn dann auch noch mehr als nur die Kinder weggefallen sind ist das ja schon ziemlich viel aufeinmal. ":/

    Die getrocknete, zum Glück! Der Mann liebt Computer, nasse Wäsche täte er keinem elektronischen Gerät an. ;-D Aber es gibt schon Eskalationsstufen ... zuallererst landet die Wäsche auf meiner Bettseite, dann auf meinem Stuhl, und spätestens dann ist es dringend an der Zeit, sie wegzunuken, denn wenn ich sie von meinem Stuhl, sagen wir mal, dezent aufs Sofa verräume, dann landet sie mit Schwung und Karacho auf dem Schreibtisch, und außerdem erfahre ich dann sehr unschmeichelhafte Dinge über meine Eignung als Mitmensch und die Frage, inwieweit sich die Zahl meiner Lebensjahre und der Grad meiner inneren Reife denn so miteinander vertragen, ohne dass Wurmlöcher im Universum entstehen oder auch Einschusslöcher ringsum von all den Schüssen, die ich mal wieder nicht gehört habe, und wenn ich dann versuche, ihm zu erklären, dass ich süß, bezaubernd und einzigartig bin und einfach ganz feste liebgehabt werden muss, dann ... nee, also das versuch ich, glaub ich, nicht noch mal. Zumal er ja sozusagen schon recht hat, noch bevor die erste Eskalationsstufe entsteht.


    Früher zu Studiumszeiten hatten wir eine Strafkasse. Ich bin sehr daran interessiert, dass wir die nicht wieder einführen müssen. Ich ... gehe jetzt mal rasch Wäsche zusammenlegen, sie lag gestern auf meinem Kopfkissen und liegt jetzt auf dem Sofa. Muss nur noch kurz die anderthalb schlafenden Katzen verscheuchen, die sich darin eingenistet haben. |-o |-o Sind aber sehr, sehr süß. Vielleicht warte ich auch noch ganz kurz, bis sie ausgeschlafen haben?

    @ danae87

    Zitat

    Es gäbe da ja noch das empty-nest-syndrom.

    Daran habe ich auch schon gedacht.


    Ich hatte so ein "kleines" Tief, als unser Sohn und jüngstes Kind auszog und das erste Mal in seiner Wohnung übernachtet hat. Mein Mann hat das gar so nicht so richtig registriert.

    Damals wohnten aber alle 3 Kinder noch in erreichbarer Nähe. Jetzt sind sie alle wirklich richtig weit weg und mit mal kurz bei seiner Lieblingstochter vorbei fahren, ist nicht mehr. Nun hat es wohl bei meinem Mann Klick gemacht, während ich mich in die Situation längst rein gefunden habe.


    Aber wir haben beide zur Zeit noch andere Baustellen: job- aber auch gesundheitsmäßig. Es wäre ein Wunder, wenn der ganze Mist keine Spuren hinterlassen würde. Aber es fällt mir immer schwerer, das gleichmütig wegzustecken.

    Zitat

    die in eine Depression ausarten kann.

    ich hoffe nicht.

    Mein Mann ist härter im Nehmen als du. Der räumt den Mist auch vom Rechner einfach wieder runter und wenn ich ihn dann anmaule und ähnlich angehe wie dein Kerl dich, dann guckt er wie Öffi wenn er weiß das er Mist gebaut hat und sagt:"Ich weiiiiiiß ja. Aber mh." Und vielleicht geht er dann etwas zusammen legen. Vielleicht. reicht aber meistens nichtmal für das Derviat EINES Waschtages. Die Strafkasse tut es hier weit besser.

    Zitat

    zuallererst landet die Wäsche auf meiner Bettseite, dann auf meinem Stuhl, und spätestens dann ist es dringend an der Zeit, sie wegzunuken, denn wenn ich sie von meinem Stuhl, sagen wir mal, dezent aufs Sofa verräume, dann landet sie mit Schwung und Karacho auf dem Schreibtisch, und außerdem erfahre ich dann sehr unschmeichelhafte Dinge über meine Eignung als Mitmensch und die Frage, inwieweit sich die Zahl meiner Lebensjahre und der Grad meiner inneren Reife denn so miteinander vertragen, ohne dass Wurmlöcher im Universum entstehen oder auch Einschusslöcher ringsum von all den Schüssen, die ich mal wieder nicht gehört habe, und wenn ich dann versuche, ihm zu erklären, dass ich süß, bezaubernd und einzigartig bin und einfach ganz feste liebgehabt werden muss, dann ... nee, also das versuch ich, glaub ich, nicht noch mal.

    WIE GEIL IST DENN DIESER SATZ BITTE?!?! Ich feier dich! ;-D ;-D ;-D ;-D


    Also ich habe meinen Freund mal so extrem genervt, dass es mich selbst schon genervt hat. Immerhin er hat seine ganzen schriftlichen Dokumente dann mal sortiert. Aber diese stehen nun auch wieder seit fast 2 Jahren unbeachtet im Arbeitszimmer herum. In Ordner heften ist dann doch zu viel verlangt.


    Unser Arbeitszimmer müsste eigentlich Rumpel-Abstell-reinschmeiß-Kammer heißen.


    Es ist schon kein Raum mehr, da dort so viel rumsteht, dass es schon an Sport grenzt, dass ich mir beim Wäsche machen nicht die Beine breche!


    Wäsche ist bei uns auch ein Punkt: Ich wasche, hänge sie auf, lege sie zusammen. NUR wegräumen wäre seine Aufgabe. Stelle ich sie im Korb in den Flur steht sie da nach Tagen/Wochen noch. Darauf angesprochen heißt es dann "Oh, hab ich nicht gesehen".


    Daher habe ich sie dann MITTEN aufs Bett bzw. auf seine Seite gelegt. Aber abends wenn der Herr müde ist, wird die dann nur vom Bett RUNTER geräumt. Aber nur in auf den Boden oder in den Korb, aber nicht in den Schrank.


    Dort bleibt sie dann so lange liegen bis ich sie wegräume oder sie entweder nochmal zusammen gelegt oder nochmal gewaschen werden muss.


    Abends wird gegessen, aber der Teller bleibt im Wohnzimmer stehen...obwohl er auf dem Weg ins Bett an der Küche vorbei geht.


    Es ist echt zum durchdrehen! Ich weiß echt nicht, wie ich ihn noch "erziehen" kann. :|N :|N :|N :|N


    Er hat sein Sonntag-Abend-Ritual, da geht er immer am Computer spielen.


    Werfe ich es ihm auf den Schreibtisch in der Hoffnung, dass er es wegräumt, nimmt er den Haufen und legt es aufs Sofa/aufs Bett etc.


    Es ist zum Wahnsinnig werden! :(v :(v