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    Immerhin er hat seine ganzen schriftlichen Dokumente dann mal sortiert. Aber diese stehen nun auch wieder seit fast 2 Jahren unbeachtet im Arbeitszimmer herum. In Ordner heften ist dann doch zu viel verlangt.

    ;-D meine kinder habe ich sehr rabiat erzogen (das sind ganz wundervolle partner geworden ]:D ) indem ich tatsächlich müllsäcke und feuerzeuge mit in meine methoden eingebaut habe... und nicht nur damit gedroht!!!

    Hier tun sich ja Abgründe auf...


    Bei uns in der Beziehung bin ich der, dessen Schwelle für Ordnung deutlich schneller überschritten ist und der aufräumt, während meine Frau auch mal im Chaos versinkt. Aber Wäsche und Abwasch und dergleichen war nie ein Thema, das stört uns beide. Mit jemandem, der nicht in der Lage ist, sein dreckiges Geschirr weg zu räumen, zu spülen oder sich um seine Wäsche zu kümmern, könnte ich nicht zusammen leben. :-X

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    ;-D meine kinder habe ich sehr rabiat erzogen (das sind ganz wundervolle partner geworden ]:D ) indem ich tatsächlich müllsäcke und feuerzeuge mit in meine methoden eingebaut habe... und nicht nur damit gedroht!!!

    Vom Partner-werden sind meine noch entfernt, aber die Methoden kenne ich auch. Die Androhung, daß ich aufräume und den großen Müllsack mitbringe zieht ganz ganz schnell. Und Platz in der Tonne ist auch immer.


    Bisher mußte es noch nicht so weit kommen. Aber wer weiß, was uns noch so bevorsteht.

    Oh, da habe ich meinen Mann wohl doch schon ganz gut "erzogen".


    Bei uns wird Wäsche direkt vom Wäscheständer abgenommen, zusammengelegt bzw. wenn nötig sogar gebügelt ??das funktioniert aber erst, seitdem wir ein Zimmer übrig haben?? und weg geräumt. Ist mein Mann mit dieser hochwichtigen Aufgabe betraut, braucht er dazu inzwischen nur noch 3 (oder 4, oder 5… ) Anläufe.


    Aber immerhin habe ich vor der einen oder anderen Schreiberin hier schon einige Jährchen Vorlauf – wir leben nun bald 40 Jahre zusammen.

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    ;-D meine kinder habe ich sehr rabiat erzogen (das sind ganz wundervolle partner geworden ]:D ) indem ich tatsächlich müllsäcke und feuerzeuge mit in meine methoden eingebaut habe... und nicht nur damit gedroht!!!

    Da war ich ja mit meiner Schrankauskippaktion noch harmlos.

    Als er Single war hat er immer auswärts gegessen,sodass er zu Hause so gut wie nie dreckiges Geschirr hatte. Das ist mir aber zu teuer,weshalb ich halt lieber selbst koche.


    Wäsche wurde immer direkt vom Wäscheständer wieder angezogen und hing deshalb so lange bis er quasi wieder leer war.


    Jetzt geht das nicht mehr,weil wir mehr Wäsche haben und auch nicht den Platz,damit der Wäscheständer wochenlang stehen bleiben kann.


    Gut Staub wischen,Fenster putzen etc. sind auch in der alten Wohnung nicht gemacht worden.

    ich würd mich ENTWEDER bezahlen lassen ;-D


    oder (und das jetzt realistisch) würde darauf bestehen, dass der werte Herr eine Haushaltskraft bezahlt. Das wäre mir echt zu blöd, irgendwem irgendwas dauerhaft und wiederkehrend hinterherzutragen. Da muss ich mir selbst schon genug hinterhertragen

    Hallo LovelyGirl, ich weiß jetzt nicht, ob Dich das tröstet, aber ich denke mal: so sind sie alle, mal mehr mal weniger stark ausgeprägt. Ich jedenfalls kenne genug Freundinnen mit exakt Deinem Problem und habe das Problem selbst auch, wenn auch in abgeschwächter Form. Mein Mann ist auch das Gegenteil von Antrieb wenn es um so Sachen wie Finanzen, Versicherungen, Auto, Elterngeld (viel Spass jetzt schon mal beim Beantragen ;-) geht und im Haushalt insgesamt. Wenn es hoch kommt, bringt er mal unaufgefordert den Müll runter oder räumt die Spülmaschine aus, Wäsche hat er seit dem wir zusammen wohnen nicht mehr gemacht und von Putzen will ich gar nicht reden.


    Eine echte Lösung für das Problem habe ich nicht und gibt es glaube ich auch nicht. Ich glaube, Männer verstehen nur, um was es geht, wenn es ihnen mal wirklich weh tut, wenn die Dinge nicht erledigt werden. Aber selbst bei dem Thema mit dem Auto hat Deiner ja nicht gezuckt :(v .


    Die "Währungen" von Männern sind in der Regel Sex, Geld und Zeit für Hobbies. Wenn sie merken: oh, das gibt es weniger wenn ich jetzt nicht mal mitmache, dann könnte es sein, dass Reaktion gezeigt wird. Aber das ist eben immer noch kein Eigenantrieb, weshalb mir das Handeln mit diesen Währungen immer zu doof ist.


    Ich habe aber auch schon die Erfahrung gemacht, dass es sehr gefährlich für eine Beziehung ist, wenn man sich derart in die Mutterrolle (nichts anderes haben Du und ich) drängen lässt. Denn wie soll erotische Anziehung länger funktionieren (m.E. die Basis und auch die Berechtigung einer Ehe/Partnerschaft, sonst könnte man ja in eine WG ziehen), wenn Mutti alles macht?


    Wie gesagt, eine echte Lösung habe ich auch nicht. Ich bin derzeit in Elternzeit zuhause und finde es ok, alles zu machen, wenn er arbeiten geht. Das wird sich dramatisch ändern, wenn ich wieder arbeiten gehe. Ich denke, es wird mir nur eines übrig bleiben: Listen und ständiges Auffordern. Ich finds jetzt schon ätzend. Wünsche Dir eine schöne Restschwangerschaft und Geburt *:)

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    Wie gesagt, eine echte Lösung habe ich auch nicht. Ich bin derzeit in Elternzeit zuhause und finde es ok, alles zu machen, wenn er arbeiten geht. Das wird sich dramatisch ändern, wenn ich wieder arbeiten gehe. Ich denke, es wird mir nur eines übrig bleiben: Listen und ständiges Auffordern. Ich finds jetzt schon ätzend. Wünsche Dir eine schöne Restschwangerschaft und Geburt

    Ich kann nur empfehlen: von Anfang an dranbleiben. Bei uns waren die Voraussetzungen zwar von Anfang an, also auch ohne Kind, immer schon anders. Mein Mann ist ganz gut erzogen worden und mußte auch daheim mithelfen (wie ich auch). Die gängigen Hausarbeiten haben wir vorher schon halbwegs aufgeteilt.


    Ich habe schon vor der Schwangerschaft, als es um die Entscheidung für Kinder ging, gesagt, daß das nur geht, wenn er da mitzieht. Da ich so ohne weiteres meinen Job nicht wechseln kann und er ja auch selbst will, daß ich wieder arbeite. Er hat alles zugesagt. Da ich Schicht arbeite war ich aber bis zuletzt am Zweifeln, ob es dann, wenn ich nach der Geburt wieder arbeiten gehe, auch funktioniert, daß er in meinen Spätschichtzeiten entsprechend daheim ist. Ich hatte schon Bedenken, daß er dann jeden zweiten Tag anruft nach dem Motto "ich kann jetzt nicht weg". Aber diese Bedenken waren umsonst. Es funktioniert mittlerweile seit 10 Jahren. Habe ich Spätschicht kümmere ich mich früh und er abends. Habe ich Frühschicht, kümmert er sich früh und ich mich am Nachmittag und Abend. Sicher war er auch mal zu spät, die Bahnen haben hier bei uns regelmäßig Verspätung oder er hing tatsächlich mal fest. ABer das sind absolute Ausnahmen und die löst er dann auch selbst (wir haben ja noch unsere Ersatzoma für meine Spätschichttage). Ist ein Kind krank, finden wir gemeinsam eine Lösung. Grad letzte Woche wieder, da haben wir den Tag aufgeteilt.


    Ich habe das Glück, daß ich ihn wirklich nicht auffordern muß und mußte. Listen sind allerdings manchmal hilfreich und wie schon geschrieben, er sagt selbst, ich soll ihm ruhig sagen, wenn er was erledigen soll. Viele Jahre hab ich immer mir selbst alles aufgehalst und war am Ende frustriert. Dabei lag es nicht daran, daß er nicht wollte, sondern ich hab es einfach gemacht statt mir Unterstützung bei ihm zu holen/einzufordern. Seit das geklärt ist läuft es (wieder) sehr gut. Und über das Thema Kinderbetreuung mußten wir halt nie reden. Das hat immer so geklappt.


    Aber ich sehe das auch in meinem Umfeld. Man muß ihnen die Aufaben dann auch lassen. Wenn man dann doch immer wieder in die Bresche springt, lernen sie es nie. Wenn er sich früh um das Kind kümmern soll/muß, dann muß er das tun. Bringt er es dann zu spät in die Schule/den Kindergarten, muß er die Konsequenzen tragen. Oder wenn er zu spät zum Abholen kommt. Er hilft nicht im Haushalt? Ich würde seine Klamotten mal eben liegen lassen. Irgendwann ist der Schrank leer. Essen kochen? Für mich und die Kinder. Ich denke, im Zweifel hilft nur die harte Tour. Es fällt uns Frauen nur meist schwer, uns da wirklich komplett rauszunehmen, weil wir dann wieder wissen, drei Handgriffe und es ist erledigt. Genau der falsche Weg - in meinen Augen.

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    so sind sie alle, mal mehr mal weniger stark ausgeprägt.

    Es charakterisiert weniger die Männer an sich, sondern vielmehr die Menschen, von denen du umgeben bist bzw. mit denen du zusammenlebst.

    Im übrigen mache ich das mit meinen Kindern auch so. Gemaule weil sie den Tisch decken sollen? Gut, dann decke ich für mich und meinen Mann und sie sitzen nicht mit am Tisch. Da helfen die ganz schnell (ich mußte das bisher nicht durchziehen - würde es aber machen).


    Und so mache ich das mit vielen Dingen. Also guter Rat an alle Eltern: Fangt schon bei den Kindern an. Es gibt manche Diskussion und manchen Zoff deswegen, aber am Ende zahlt es sich aus. Meine wissen genau, was ich alles lassen kann, wenn sie meinen, ihre paar Pflichten nicht erledigen zu wollen. Und mein Sohn mußte vor ein paar Jahren schon mal seine Klamotten nach dem Waschen eine Woche selbst zusammenlegen und in den Schrank packen, wegen irgendeiner Sache, die er nicht machen wollte (und er MUSSTE sie zusammenlegen und wegpacken, sonst wäre wieder alles aus dem Schrank geflogen).

    es wird hier nicht sauber getrennt zwischen einem allgemeinen grad an eigeninitiative und dem grad der eigeninitiative für vom partner als wichtig angesehenen dingen.

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    Die "Währungen" von Männern sind in der Regel Sex, Geld und Zeit für Hobbies.

    offensichtlich ist eigeninitiative für ein hobby da (ich unterstelle mal, dass mit hobby kein nachmittag auf dem sofa mit bier und präkariats-tv gemeint ist). also ich finde es löblich, wenn sich jemand (mann oder frau) zeit für ein hobby schafft statt an fensterputzen und wäschezusammenlegen zu denken.

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    Ich mein klar, wir arbeiten beide, in der Freizeit spielt er Playstation / PC-Spiele, Online Surfen (u.A. Technikblogs etc), bildet sich für den Beruf weiter (liest Fachbücher, weil sein Beruf auch sein Hobby ist), ab und zu geht er ins Fitnesstudio.

    mit so jemand kann man arbeiten :)^. der ist mit dem kopf beim job und nicht im geist schon beim kind-zum-ballett-fahren, einkaufsliste-bei-biomarkt-zusammenstellen, essensplan-für-nächste-tage-ausdenken etc.

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    also ich finde es löblich, wenn sich jemand (mann oder frau) zeit für ein hobby schafft statt an fensterputzen und wäschezusammenlegen zu denken.

    Ja mit Hobby sind drei Sportarten gemeint, teilweise in Mannschaften. Da ist jede Menge Eigeninitiative da. Und natürlich sind Hobbies wichtig. Nur: wenn ich genauso drei Hobbies hätte und mich sonst um nix kümmern würde: wie soll das gehen? Ich finde Hobbies haben Raum, wenn alles andere jedenfalls organisiert ist, man muss es ja nicht zwingend zu den Zeiten des Hobbies machen. Aber: ohne gewaschene Sachen spielt sich auch schlecht Tennis. Wir reden hier nicht von poliertem Silberbesteck, sondern Notwendigkeiten.

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    Es charakterisiert weniger die Männer an sich, sondern vielmehr die Menschen, von denen du umgeben bist bzw. mit denen du zusammenlebst.

    Das stimmt. Hier wird einem aber auch keine Plattitüde gegönnt.


    Natürlich gibt es sie bestimmt, die Männer, die die Staubersaugerbeutelnummer im Kopf haben und schnell nach der Arbeit im Supermarkt vorbei fahren, weil gestern klar war, dass heute das Milchpulver leer sein würde. Ist aber eher ein seltenes Pflänzchen, denke ich.

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    Fangt schon bei den Kindern an.

    Das ist richtig und werde ich bei meinem Sohn tun. Mir ist sehr wichtig, dass er schnell versteht, dass sein Zuhause kein Hotel und seine Mama keine Dienstleisterin ist. Selbst bei diesem Ansatz geht mein Mann aber nicht so ganz mit. Er findet es völlig richtig, sein Kind mal zu verwöhnen und hält insbesondere den Rundumservice-Ansatz seiner Mutter für richtig. Dabei hat er aber leider übersehen, dass seine Mutter nie gearbeitet hat und es immer noch eine zusätzliche Haushaltshilfe gab. Dieses Bild wird mein Sohn nicht vermittelt bekommen, und ich glaube, es wird ihm bei seiner späteren Partnerwahl sehr zugute kommen.