Für mich wäre alles, was du, Maggie, aufgezählt hast, ein absolutes NO-GO !!!


    Ich kann auch nicht sagen, ob ich das, selbst wenn er sich ändern könnte, jemals vergessen könnte... Stell mir das ureklig vor, wenn sich seine Lippen deinen nähern und du weisst, dass er grade eben genüßlich einen Popel verspeist hat... Da würd ich immer dran denken müssen, selbst wenn er es nicht mehr tut... Mein Ex-Mann hat sich im Bad immer die Nase abgewischt, weil er dachte, dass sie "glänzt" und hat das gebrauchte Taschentuch dann am Waschbeckenrand liegen lassen... Das ist vergleichsweise harmlos, aber selbst das hat mich schon massiv gestört...


    Was mich auch interessieren würde... Nachdem du ja nichtmal mit ihm kuscheln möchtest - was ich total nachvollziehen und verstehen kann - ist das nicht schon Grund genug für ihn, sich von sich aus ändern zu wollen? Oder akzeptiert er deinen "Liebesentzug" einfach so...


    Ich für mich bin nicht sicher, ob ich so ein "Ekelpaket" noch lieben könnte....


    Wenn du dich nicht trennen möchtest, würde ich ihm ein Ultimatum stellen, dass er etwas ändern MUSS - auch wenn es dann den Anschein hat, dass er es sich abgewöhnt hat, würde ich doch, da du einen besonderen Geruchssinn hast, sozusagen zwischendurch testen, denn es nützt nichts, wenn er es bloß nicht mehr in deiner Gegenwart, aber doch eifrig weiter macht.


    Alles Gute wünsch ich dir, wie auch immer du dich entscheidest.


    L.G.


    Limes

    Das Ekelempfinden ist bei jedem anders. Aber ein gesteigertes Ekel-Empfinden ist auch ein Problem mit dem man sich mal beschäftigen sollte. Ich mein was ist an einem Popel ekeliger als an Spucke oder Vaginalsekret? Bakterien sind da auch drin. Ist das wirklich ein Trennungsgrund?

    Kam das plötzlich oder war er schon immer so?

    Zitat

    Und er duscht fast jeden Tag. Und wir haben auch feuchtes Toilettenpapier.

    Dann verstehe ich beim besten Willen nicht, wieso seine Hände nach dem bloßen Anfassen dieser Körperregionen stinken können ??? ":/

    Zitat

    Stell mir das ureklig vor, wenn sich seine Lippen deinen nähern und du weisst, dass er grade eben genüßlich einen Popel verspeist hat...

    Ich stelle es mir eklig vor, meine Popel zu essen. Ich hab zwar nicht den Drang das zu ändern, aber rational betrachtet gibt es dafür keinen guten Grund, ist eben anerzogen. Wir nehmen auch andere Sekrete und Stoffe in den Mund, ohne uns zu ekeln. Ist eben auch anerzogen ;-D Aber wenn jemand anderes meint das mit Popeln machen zu wollen, naja, soll er. Er wird ja nicht solche Mengen produzieren und verputzen, dass der Mundraum permanent voll damit ist und man es beim Küssen auch abbekommt ;-D

    @ miri80

    Willst du damit sagen, dass alle, die das ekelig finden, zum Therapeuten sollten, weil ihnen Sauberkeit und Ekelempfinden anerzogen wurde und der Therapeut sie dazu "umpolen" sollte, alles ekelige als "normal" zu sehen? Gehörst du auch zu den "Popelgeniesserinnen", weil du das so verteidigst?


    Ich sage halt, alles zu seiner Zeit... Dass beim Sex Körperflüssigkeiten ausgetauscht werden ist sicherlich etwas anderes, als wenn jemand zwischendurch einfach so in der Unterhose fummelt und sich sofort danach mit ungewaschenen Händen ein Butterbrot streicht.


    Wie man bei uns so schön sagt: Manchem graust vor gar nix...


    Nichts für ungut, aber du dürftest zu dieser - wie man in dem Faden nachlesen kann - seltenen Kategorie gehören, denn es empfinde ja nicht nur ich solche Aktionen als ekelig.


    :=o

    Nein, hier muß keiner zum Therapeuten. Ich verstehe nur diesen gesteigerten Ekel einfach nicht. Wenn dich schon ein Tempo stört, mit dem man sich an der Nase berührt hat, wie kannst du dann z.B. in öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, wo Leute niessen und die selbe Luft atmen.

    Zitat

    Dass beim Sex Körperflüssigkeiten ausgetauscht werden ist sicherlich etwas anderes, als wenn jemand zwischendurch einfach so in der Unterhose fummelt und sich sofort danach mit ungewaschenen Händen ein Butterbrot streicht.

    Eigentlich ist das nichts anderes. Du berührst mit dem Mund seine Intimregion, et vice versa. Nur ohne Butterbrot.

    Zitat

    Willst du damit sagen, dass alle, die das ekelig finden, zum Therapeuten sollten, weil ihnen Sauberkeit und Ekelempfinden anerzogen wurde und der Therapeut sie dazu "umpolen" sollte, alles ekelige als "normal" zu sehen?

    Ob das neutral betrachtet nun eklig ist oder nicht, ergo ob man es so empfinden sollte, lässt sich nicht beantworten. Deswegen kann man auch nicht pauschal von eklig oder normal reden. Man muss sich auch nicht umpolen, aber vorstellen, dass manch anerzogenes Ekel- und Schamgefühl eigentlich unsinnig ist, sollte man sich schon können. Das heißt ja nicht, dass man den Drang verspüren muss, diese Gefühle abzulegen, wenn es einen nicht stört, wie es ist. Das gilt dann aber auch wieder für beide Seiten.


    Den Punkt Sauberkeit lasse ich mal außenvor, denn ob er unhygienisch ist und stinkt oder ob er sich wirklich täglich wäscht und die TE überempfindlich ist, ist ja nicht geklärt.

    Zitat

    Gehörst du auch zu den "Popelgeniesserinnen", weil du das so verteidigst?

    Das finde ich übrigens ziemlich unsachlich, jede Antwort mit "ach du bist auch so eine" abzuwatschen. Ich bin nicht so eine und ja ich finde es seltsam, wenig erotisch und habe null Drang auch sowas zu machen, aber man kann es mit seinen Ausrufen "iiih wie eeeekelig" auch übertreiben bzw. einfach mal selbst versuchen mit Rationalität über Sinn&Zweck dieses Ekelgefühls nachdenken, statt mit "Ist eben so normal, alles andere somit unnormal" zu rechtfertigen.

    Zitat

    ist sicherlich etwas anderes, als wenn

    Sicher ist es das. Aber ob es eigentlich logisch ist, dass es als etwas anderes empfunden wird, ist auch etwas anderes. ;-D


    %:|

    Muß mich auch anschließen, daß ich dem übersteigerten Empfinden von Ekel (was gelegentlich auch zum Hysterischen neigt) wenig Verständnis abgewinnen kann. Man gewinnt auch immer wieder den Eindruck, daß es Leute gibt, die gezielt nach etwas zum Ekeln suchen um sich darüber ausladend echauffieren zu können. Ekel ist in der Tat etwas Gelerntes und es wird uns deswegen beigebracht, damit wir uns vor gesundheitlich schädlichen Dingen schützen können. Was jetzt aber nichts mit den überdrehten Vorstellungen zu tun hat, die wohl manch einer in fremde Handlungen interpretiert (wenn ein anderer Popel ißt muß ich das nicht auch tun).


    Interessant ist es auch, daß das einerseits sooo eklig ist wenn der Partner den Finger am Po hat. Andererseits hätten dieselben Leute vermutlich keinerlei Hemmungen, dem eigenen (vermutlich auch einem Fremden) Säugling ne vollgemachte Windel zu wechseln mit allem was dazugehört. Andere Situation, aber die Substanz ist zu 100% identisch.


    Hände waschen und gut.

    Sunset


    Babykacke ist erstmal in keinster Weise mit dem Kot von Erwachsenen zu vergleichen. Die Ausscheidungen eines Säuglings riechen bei weitem noch nicht so intensiv.


    Außerdem ist es auch noch ein großer Unterscheid, ob es sich um das eigene Kind oder um das Fremder handelt.


    Außerdem gibt es nicht gerade wenig Männer, die es nicht über sich bringen, dem eigenen Baby die Windeln zu wechseln. Da wird das vom Nacken bis zum Hacken vollgesch... Baby dann notfallmäßig zur Oma o. ä. gebracht, wenn die Mutter mal außer Haus ist. Das habe ich schon mehrfach erlebt ;-)


    Ekel hin oder her. Fakt ist, dass die TE das ekelig findet und somit ist es unerheblich, ob hier mancher pro Popelessen eingestellt ist oder es für absolut normal und gesellschaftsfähig befindet, sich permanent an den Allerwertesten zu fassen usw.


    Bei mir würde da auch die Erotik flöten gehen. Sex ohne Erotik? Eine Beziehung ohne Sex? Nun – die entsprechenden Fäden kennen wir ja alle, oder?


    Letztlich ist diese Steinzeitangewohnheit allem Anschein nach in diesem Fall ein Beziehungskiller und das kann ich gut nachvollziehen.


    By the way: Mich nerven Leute, die an allem herumrüsseln müssen (Nahrung etc.) extrem. Ich mag das überhaupt nicht. Klar, das sind frühmenschliche Instinkte, die damals ja auch überlebensnotwendig waren. Bei manchen ist das eben noch "so drin". Bei meinen Hunden kann man ich auch noch viel Wölfisches beobachten, obwohl die Haushunde ja schon seit mehreren Jahrtausenden "zivilisiert" leben.


    Ich finde es primitiv – das trifft es glaube ich.

    Primitiv... da kommt bei mir gerade die Verknüpfung zum Begriff "Primat" ;-D


    Und jetzt weiß ich auch, woher mir die Angewohnheiten des TE-Gatten so vertraut sind. Wenn ihr im Fernsehen mal wieder Affen seht, dann beobachtet diese mal ganz genau. Oftmals sind genau die von der TE geschilderten "Angewohnheiten" zu sehen. :=o

    Zitat

    Ich denke das hier ist eher eine unbewusste Handlung bzw. vielleicht sogar ein Zwang, der nichts mit Gleichgültigkeit, Desinteresse oder Respekt zu tun hat. Ähnlich wie z.B. Nägelkauen oder Räusperzwang.

    Denken oder spekulieren kann man viel - tatsächlich ist es aber so, dass der Typ dieses Verhalten nicht ändert, obwohl die TE ihm bereits unmißverständlich klargemacht hat, wie eklig sie das empfindet.


    Wäre es ein Zwang oder Tick, hätte er längst versucht, das - ggf. mit professioneller Hilfe - abzustellen.

    Er möchte stinken an seinen Fingern, er möchte auch mal einen schönen saftigen Popel, oder einen Schmierpopel genüsslich verspeisen und sich am Arsch rumspielen und seinen Penis nicht aus der Hand geben, dann soll er das doch tun, aber wenn er alleine ist und sich nicht in einer Ehegemeinschaft befindet.


    Ich würde nur gerne mal wissen, sein Verhalten, außerhalb der Wohnung.

    Feuchtes Toilettenpapier? ":/


    Also ich bin da auch echt pingelig und achte sehr auf Hygiene ??kann es zB auch nicht verstehen, wie erwachsene Menschen noch "Bremsspuren" in ihrer Unterwäsche hinterlassen?? , aber das finde ich dann doch übertrieben. Bzw., wurde mir auch mal gesagt, dass es gar nicht gesund ist, wenn man sich im Intimbereich zu oft (also bei jedem Toilettengang) wäscht. Und theoretisch haben wir daheim auch eine Toilette, die mit Wasser reinigt, aber auch das finde ich für jedes Mal zu viel.


    Und zum eigentlichen Problem:


    Wenn er mal kurz in die Hose greift und dann an den Händen riecht – na ja, nicht die tollste Angewohnheit, aber von mir aus. Er soll sich halt danach die Hände waschen.

    Wenn ich das so lese, ekelt es mich auch.


    Nach dem Entsorgen sollte man sich schon gründlich seine Ausscheidungsorgane reinigen, so dass olfaktorische Emissionen minimiert werden. Sich hin und wieder, insbesondere vor den Mahlzeiten die Hände zu waschen, sollte auch zum Allgemeingut der Hygiene gehören.


    Aber Popel zu fressen und dazu noch im Angesicht anderer, insbesondere der Partnerin, ist an Ekelhaftigkeit kaum noch .zu überbieten.