Angst niemals Mutter zu werden

    Hallo,


    ich bin mir nicht sicher, ob ich hier so ganz richtig bin – eventuell gehört mein "Problem" eher in das Forum Kinderwunsch. Ich finde mich hier allerdings besser aufgehoben, weil es bei mir nicht um das Hibbeln nach einer Schwangerschaft geht.


    Ich habe nur einfach Angst niemals Mutter zu werden.


    Wie es dazu kommt? Ich bin inzwischen 36 Jahre alt und wollte eigentlich (zumindest früher) unbedingt viele Kinder haben. So richtig schön mit Haus, Hof und Mann. Inzwischen ist der Wunsch schon ziemlich der Realität angepasst und 1-2 Kinder mit einem Mann in einer Mietwohnung wäre auch ok.


    Warum ich das noch nicht umgesetzt habe? Erst einmal habe ich ziemlich lange einfach nur gelebt. Freunde treffen, Party machen und so, manchmal bin ich auch heute noch so, aber mit den Jahren wurde ich doch merkbar ruhiger. Außerdem fehlte auch meist der Mann dazu. Dachte, dass ich einmal einen für diesen ganzen Familienkram hatte, das war allerdings eine Fehleinschätzung. Er hätte sich durchaus ein Kind mit mir vorstellen können, aber so richtig mit Familie wollte er nicht, also zusammenziehen und gemeinsame Zukunft planen. Doofe Haltung von ihm, die ich auch gar nicht weiter bewertet haben möchte. Damals war ich 33 oder so und meinte nur zu ihm, dass ich nicht so verzweifelt bin, dass ich mir ohne das passende drum und dran ein Kind machen lassen würde, er könne noch mal anklingeln, wenn ich Ende Dreißig sei (oh Gott, höre ich da gerade eine Klingel im Hintergrund?):=o


    Ein weiterer Grund ist, dass ich einfach zu zuverlässig bin. Ich verhüte zu zuverlässig. Wahrscheinlich kann man das nicht wirklich ausschließen, aber ich bin sicher, dass ich niemals ungeplant schwanger werde. Ich denke, dass viele Kinder aus Versehen gezeugt werden und sich die betreffenden mit der Situation anfreunden. Das hat es bei mir aber nie gegeben und wird es auch nicht geben. Also müsste ich mich aktiv für ein Kind entscheiden und das ist schwer. Es hat in meinem Leben nicht einen Moment gegeben, wo es gepasst hätte. Ich hatte sicherlich schon mehrere Beziehungen, aber die längste dauerte 2 Jahre (der Kerl, von dem ich weiter oben schrieb), da setzt man ja nicht gleich einen Kinderwunsch um.


    Inzwischen habe ich seit einem halben Jahr einen Freund und habe meinen Kinderwunsch noch nicht thematisiert. Ich will ja nicht als die verzweifelte End-Dreißigerin rüberkommen. Ich bin auch noch nicht so sicher in der Beziehung, dass ich sagen kann, dass das der Mann ist, mit dem eine gemeinsame Zukunft geplant werden sollte. Klar kann ich mir im Moment alles vorstellen, aber ob so was von Dauer ist, kann man so früh ja noch nicht unbedingt abschätzen. Manchmal denke ich echt, dass ich bei der Verhütung etwas mehr "schluren" sollte um "aus Versehen" schwanger zu werden und mich im Notfall halt alleine mit dem Kind durchschlagen, aber das ist echt nicht meine Art…Keine Angst.


    Ganz nüchtern betrachtet sollte ich also erst mal sehen, wie sich das mit meinem Freund entwickelt um dann weiter zu planen. Ich habe aber Angst, dass sich nach einiger Zeit mal wieder rausstellt, dass das mit meinem Freund nicht so richtig passt, um dann mit 38 oder so wieder von vorne anzufangen. Wenn das in meinem Leben so weitergeht, dann ist irgendwann alles zu spät und davor habe ich echt am meisten Schiss.


    So, nun hätte ich mein Problem also mal dargelegt. Fragen habe ich eigentlich keine, bin aber für Anregungen offen. Eventuell geht es andern ja ähnlich…

  • 28 Antworten

    Ganz ehrlich: Wenn ich mir vorstelle meine Mutter wäre jetzt 62 oder 64, dann bin ich froh, dass es nicht so ist.


    Nicht böse gemeint.


    Bist du dir sicher, dass du dir diesen Wunsch noch unbedingt erfüllen willst/musst?


    Was hältst du von der Adoption? Ein Waisenkind so um die 10 Jahre, passt doch wesentlich besser in deine Lebenssituation, oder?


    Ist zumindest meine Meinung.

    Ok, wenn man hier seine Anliegen formuliert, dann muss man wohl auch mit vollkommen unerwarteten Antworten rechnen. Deine zähle ich jetzt mal zu dieser Kategorie.


    Dein Vorschlag ein etwa 10jähriges Kind zu adoptieren würde keines meiner Probleme lösen sondern nur eins, dass ich nun weiß Gott nicht habe: eine "alte" Mutter zu sein.


    Wie gesagt, das ist nicht mein Problem.


    Nun frage ich mich allerdings, woher die Sicherheit kommen sollte ein Kind zu adoptieren, wenn es derzeit nicht genug Sicherheit gibt eines zu machen? Soll ich meinen Freund jetzt (nach einem halben Jahr) fragen: "Sag mal, wie sieht es mit einer gemeinsamen Zukunft aus, wollen wir nicht ein Kind adoptieren? Wir sind doch beide schon Mitte 30". Ist diese Frage etwa leichter zu stellen als die nach einem gemeinsam gemachten Kind?


    Deinem Namen entnehme ich, dass du so 26 / 27 Jahre alt bist. Ich hoffe für dich, dass du schon ein Kind bzw. Kinder hast, sonst müsstest du ja in 5 Jahren ein 5jähriges Waisenkind adoptieren oder in 10 Jahren ein 10jähriges…

    Ich bin auch Jahrgang 1982, ich wüßte nicht was an einer inzwischen 62 oder 64 Jahre alten Mutter falsch sein sollte? Mit 26 brauche ich keine Mutter mehr, die mit mir auf dem Spielplatz rumtollt. ;-D

    Zitat

    Inzwischen habe ich seit einem halben Jahr einen Freund und habe meinen Kinderwunsch noch nicht thematisiert.

    Das Abklären der Kompabilität in der Kinderfrage halte ich in einer Beziehung für unverzichtbar. Weil es da keine Kompromisse gibt. Finde am besten beiläufig wenn es sich ergibt heraus wie er zu Kindern steht und ob er irgendwann mal welche will. Die Methode "ich will ein Kind und du?" ist zu abschreckend.

    [z]Das Abklären der Kompabilität in der Kinderfrage halte ich in einer Beziehung für unverzichtbar.[/z]


    Du hast sicherlich Recht, aber wenn man zu früh mit sowas auf der Matte steht, dann kommt das schnell so verzweifelt rüber, gerade wenn die 40 winkt.


    Dass er Kinder toll findet weiß ich und er hat in einem Nebensatz schon mal gesagt, dass er die Kinderwunschfrage noch nicht mit sich selbst zu Ende diskutiert hat. Ich bin mir trotzdem sicher, dass er Kinder nicht ausschließt.


    Aber das Thema ansprechen? So direkt... ??? Ist halt schwer und wie geschrieben fühle ich mich in der Beziehung ja auch noch nicht so gefestigt, dass ich derzeit zu 100% dahinter stünde.


    Normalerweise wartet man mit sowas ja ein paar Jahre - nur allzu viele habe ich ja nun nicht mehr.

    ich bin zwar noch lange keine mitte dreißig, aber ich kann dich voll verstehen. ich hätte da auch auf jeden fall meine bedenken.... und umso länger man wartet, desto komplizierter wird das alles.


    schwierig....hmm

    ... ach seht es doch nicht so schwierig, wer weiß wie sich alles weiter im Leben entwickelt,


    wer nichts wag der nichts gewinnt.


    Bin Mutter von 4 Kindern , die Kleinen sind 3 und 15Mon. und werde dieses Jahr 40, na und.


    Alter spielt doch heute fast keine Rolle, die Einstellung ist wichtig. :)*

    Zitat

    Ich bin auch Jahrgang 1982, ich wüßte nicht was an einer inzwischen 62 oder 64 Jahre alten Mutter falsch sein sollte? Mit 26 brauche ich keine Mutter mehr, die mit mir auf dem Spielplatz rumtollt.

    Also ich bin dankbar meine Großeltern noch außerhalb des Altersheims kennengelernt zu haben.:-/


    Und hoffe meinen Kindern ähnliches bieten zu können.

    Zitat

    Dein Vorschlag ein etwa 10jähriges Kind zu adoptieren würde keines meiner Probleme lösen sondern nur eins, dass ich nun weiß Gott nicht habe: eine "alte" Mutter zu sein.

    Meine Meinung kennst du ja jetzt.

    Hi Podsnap,


    ich werde heuer 35 und Deine Bedenken kommen mir sehr bekannt vor.


    Auch ich wollte immer Kinder, früher sagte ich mit 30 ist der richtige Zeitpunkt (habe bis mitte 20 studiert, dann gearbeitet - und sehr oft bekommen Frauen in meinem Umfeld ca. 5 Jahre nach Ende der Ausbildung Kinder).


    Dann war ich 30 und single. Hm, und nun? Eine etwa 1-jährige Beziehung ging kurz davor zu Ende.


    Und danach war ich lange single. Aber immer mit dem Gedanken im Hinterkopf: irgendwann kann es zu spät sein - zuerst muss ich den richtigen kennelernen, dann möchte ich ja die Beziehung auf ihre Alltagstauglichkeit testen und dann erst ein Kind. Vom Kennenlernen bis zum Kind vergehen mindestens 2 - 3 Jahre (das sage ich heute, früher dachte ich da eher an 5 Jahre). Wie soll sich das ausgehen? Vor allem wenn sich eine Beziehung nach gewisser Zeit als nicht-fürs-Leben herausstellt? Natürlich weiß ich, dass ich nie Garantie für die Ewigkeit habe, trotzdem muss ich mir bei einem Mann zumindest sicher sein, dass ich mit ihm immer zusammenbleiben könnte.


    Eine Freundin von mir ist 1 Jahr älter als ich und auch noch kinderlos (mit Kinderwunsch). Sie allerdings ist in einer langjährigen Beziehung. Wenn wir über das Thema gesprochen haben sagte ich immer: Du bist in einer anderen Situation als ich, denn Du weißt mit wem Du Kinder haben willst/wirst. Ich jedoch muss diesem Mann erst begegnen (sehr schwierig, zumal ich ja nicht mal auf der Suche war, wie es oft andere tun).


    Die nächste magische Grenze war 35. Für mich war immer klar - wenn ich mal einen Mann kennenlerne, dann müssen gewisse Dinge im Vorhinein geklärt sein (in Bezug auf diesen Thread -> ich möchte ein Kind. Nicht unüberlegt gleich auf der Stelle (sonst könnte ich ja schon Kinder haben), ich suche keinen liquiden Vater, sondern ich suche in erster Linie einen Mann fürs Herz, fürs Leben, der aber ebenso wie ich den Wunsch nach einer Familie hat). Die Leute in meinem Umfeld waren schon davon überzeugt, dass ich alleine alt und grau werde, da ich mich nie - wie "empfohlen" - auf die Suche begab ;-)


    Tja, nun werde ich heuer 35 - bin nicht schwanger und kinderlos - aber ich bin seit ziemlich genau einem Jahr mit meinem Freund zusammen, mit dem ich mir ein Kind (oder 2) wünsche. Und umgekehrt. Schon beim Kennenlernen (als wir noch nicht zusammen waren), sprachen wir über Zukunftsvorstellungen und in den wichtigen Dingen waren sie ident. Wir sind uns in Vielem sehr ähnlich (wenn wir auch sonst recht unterschiedlich sind).


    Natürlich habe ich keine Garantie auf die Ewigkeit, aber wie ich oben erwähnte habe ich das Gefühl, mit ihm alt werden zu wollen.


    Und plötzlich sind diese Gedanken, wie Du sie hast, wie weggeblasen. Der Druck ist weg, denn ich habe einen Mann an meiner Seite, mit dem ich - sobald die Umstände passen - loslegen könnte. :-) Zum heutigen Zeitpunkt würde ich sagen, dass ich eine Schwangerschaft nächstes Jahr durchaus in Erwägung ziehe.

    Zitat

    Inzwischen habe ich seit einem halben Jahr einen Freund und habe meinen Kinderwunsch noch nicht thematisiert.

    Ich denke genau das solltest Du aber tun, wenn Du weißt dass dieser Wunsch bei Dir im Vordergrund steht. Er muss wissen, dass ein Kind für Dich zum Leben gehört. Und wenn Du weißt, dass ihr beiden die gleichen Zukunftsvorstellungen habt, dann kannst Du viel gelassener in selbige schauen.


    LG Tanja

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    Was hältst du von der Adoption? Ein Waisenkind so um die 10 Jahre, passt doch wesentlich besser in deine Lebenssituation, oder?

    ich hab selten so nen unsinn hier gelesen :|N

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    Also ich bin dankbar meine Großeltern noch außerhalb des Altersheims kennengelernt zu haben. :-/

    meine oma war 60 und mein opa 62, als ich auf die welt kam und ich habe sie nicht im altersheim kennen gelernt. weißt du warum? weil meine eltern ihre eltern nicht einfach in altersheime stecken. ;-)

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    Inzwischen habe ich seit einem halben Jahr einen Freund und habe meinen Kinderwunsch noch nicht thematisiert.

    Ich denke genau das solltest Du aber tun, wenn Du weißt dass dieser Wunsch bei Dir im Vordergrund steht. Er muss wissen, dass ein Kind für Dich zum Leben gehört. Und wenn Du weißt, dass ihr beiden die gleichen Zukunftsvorstellungen habt, dann kannst Du viel gelassener in selbige schauen.

    das halte ich auch für sehr wichtig. sprich mit ihm, dann hast du klarheit und "verschwendest" keine zeit. du kannst dabei ja klar machen, dass es dir nicht darum geht, so schnell wie möglich ein kind zu bekommen. dann sollte dein freund auch keine panik bekommen. ;-)

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    Inzwischen habe ich seit einem halben Jahr einen Freund und habe meinen Kinderwunsch noch nicht thematisiert. Ich will ja nicht als die verzweifelte End-Dreißigerin rüberkommen.

    :-/ Aber letztlich ist das ja die Realität, in gewisser Weise. Gut, du bist noch nicht Ende 30:-), aber die Zeit vergeht schnell. Ich schließe mich meiner Vorschreiberin an, solche Lebenspläne gehören gleich zu Anfang auf den Tisch, gerade wenn man nicht mehr 20 ist und das getrost nach "irgendwann mal" verschieben kann. Einem Mann in diesem Alter dürfte das doch auch klar sein, dass er entweder eine Frau vor sich hat, die keine Kinder hat, weil sie keine will, oder eben eine, die welche will und nicht mehr so viel Zeit hat.

    Zitat

    Also müsste ich mich aktiv für ein Kind entscheiden und das ist schwer.

    DAS kann ich verstehen, ging mir auch so, obwohl ich viel jünger war, aber egal wann, das Problem hätte ich immer gehabt.

    Podsnap,


    Woran liegt es denn, dass du 36 Jahre alt bist und deine längste Beziehung bisher nur 2 Jahre gedauert hat?

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    Dass er Kinder toll findet weiß ich und er hat in einem Nebensatz schon mal gesagt, dass er die Kinderwunschfrage noch nicht mit sich selbst zu Ende diskutiert hat. Ich bin mir trotzdem sicher, dass er Kinder nicht ausschließt.

    Kinder toll finden und selber welche haben wollen sind durchaus zwei verschiedene Dinge. Ich nehme an, dein Freund ist etwa so alt wie du. Wenn er bis jetzt "die Kinderwunschfrage noch nicht mit sich selbst zu Ende diskutiert hat", wann möchte er das dann überhaupt tun? Dass er in einer noch jungen Beziehung nicht konkret an Kinder denkt, ist in Ordnung. Die grundsätzliche Bereitschaft sollte er aber meiner Meinung nach schon lange geklärt haben. Wenn nicht, ist jetzt ein guter Zeitpunkt dafür.


    Und wenn du unbedingt Mutter werden willst, solltest du dich vielleicht mal mit dem Gedanken beschäftigen, dass es "das passende drum und dran" nicht immer gibt.

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    Und wenn du unbedingt Mutter werden willst, solltest du dich vielleicht mal mit dem Gedanken beschäftigen, dass es "das passende drum und dran" nicht immer gibt.

    Wenn Du damit Eigenheim (Haus), Hund, Garten usw (also die meist materiellen Dinge) meinst, bin ich 100% damit einverstanden. Das Zwischenmenschliche, Vorstellungen vom "richtigen" Partner (Charakter) - da würde ich niemals Abstriche machen.

    Zitat

    Also müsste ich mich aktiv für ein Kind entscheiden und das ist schwer. Es hat in meinem Leben nicht einen Moment gegeben, wo es gepasst hätte.

    Wenn ich so gedacht hätte, hätte ich auch bis heute keine Kinder bekommen ;-)

    Hallo Podsnap,


    ich schreibe Dir, weil ich selber 3 Jahre Kinderwunschzeit hinter mir habe. Sicher aber in einer anderen Situation, denn ich bin mit meinem Mann 8 Jahre zusammen und 3 davon verheiratet.


    Bei mir war die Grenze immer 30 Jahre, danach hätte ich mein Leben einfach anders einrichten wollen. Vermutlich weil ich selbst eine junge Mutti hatte. Nun hat es mit knapp 29 Jahren doch noch mit Zwillingen geklappt, bei uns leider nur mit einer Behandlung, und ich bin sehr froh darüber.


    Beim Lesen Deines Beitrages hat mich sehr nachdenklich gestimmt, dass Du bisher nur recht kurze Beziehungen hattest. Ich kenne zwar Paare, die sich kennen gelernt und dann ziemlich zügig Kinder bekommen haben (und es funktioniert gut), aber das ist schon ziemlich selten. Ein Kind ist die größtmöglichste Bindung an einen anderen Menschen. Mir persönlich wäre da wichtiger, erst einmal eine gute Beziehung aufzubauen.


    Wenn ich mir überlege, was die Zwillinge uns derzeit abverlangen, und wie schwierig es mit der Partnerschaft in dieser Zeit ist - bin ich froh, dass wir uns schon lange aufeinander verlassen können und die gleichen Vorstellungen haben. Leicht ist es dennoch nicht (habe ja gerade erst selbst hier Rat gesucht).


    Naja, was ich Dir eigentlich sagen will: ich würde die Karten in der Beziehung klar auf den Tisch legen. Und dann solltet Ihr gemeinsam schauen, wie wichtig Euch beiden ein Kind ist. Das ist ja niemals eine einseitige Sache.


    Aber vor allem schaut nach Euch als Paar. Es braucht einfach eine gesunde Basis. Und, mit Verlaub, je älter man wird, umso anstrengender wird es auch irgendwie. Da spreche ich sicher nicht für alle, aber wir hätten mit Anfang 20 manche Nacht leichter weg gesteckt, als jetzt. Ich würde mit Ende 30 das nicht noch mal haben wollen. Und auch jetzt schon haben die Kinder bereits einen Opa verloren, es ist halt schon so, dass ein großer Abstand eben bedeuten kann, dass die Zeit mit den Großeltern recht knapp wird. Meine Schwiegermama ist oft traurig, weil sie meint, dass sie bestimmte Punkte im Leben ihrer Enkel wohl nicht mehr miterleben wird. Ich denke da an eine Hochzeit zum Beispiel. Ich selbst hatte das Glück, dass bei mir alle Großeltern dabei sein konnten. Habe aber eben auch mit 25 geheiratet....


    LG!