• Angst niemals Mutter zu werden

    Hallo, ich bin mir nicht sicher, ob ich hier so ganz richtig bin – eventuell gehört mein "Problem" eher in das Forum Kinderwunsch. Ich finde mich hier allerdings besser aufgehoben, weil es bei mir nicht um das Hibbeln nach einer Schwangerschaft geht. Ich habe nur einfach Angst niemals Mutter zu werden. Wie es dazu kommt? Ich bin inzwischen 36 Jahre alt…
  • 28 Antworten

    Podsnap

    Also ich kann dich auch gut verstehen. Ich bin zwar "erst" 29, aber mir kommen zeitweise die gleichen Gedanken... Dass ich evtl. nie Mutter sein werde :-/


    Früher dachte ich immer, dass ich so mit 24, 25 mein erstes Kind bekommen möchte, weil ich einfach keine "alte" Mutter sein wollte. Naja, zu der Zeit hatte ich keine Beziehung und danach nur 2 kurze, die einfach nicht gut genug liefen, als das man da an Kinder hätte denken können.


    Zur Zeit habe ich keinen Freund, und es ist auch irgendwie keiner "in Aussicht" :|N


    Und ich denke auch, dass vom Kennenlernen bis zur Erfüllung der Kinderwunsches ca. 2-3 Jahre eingeplant werden müssen. Das würde bedeuten, dass ich frühestens mit 33 schwanger werden könnte, aber auch nur dann, wenn ich in absehbarer Zeit den "richtigen" Mann kennen lernen würde. Tja, und da stehen die Chancen meiner Erfahrung nach nicht besonders gut :-(


    Ich konnte dir zwar jetzt nicht wirklich weiterhelfen, aber du siehst, es geht anderen ähnlich wie dir.


    Allerdings würde auch ich dir raten, dass du schnellstmöglich mit deinem Partner sprechen solltest, ob er (in naher Zukunft) Kinder haben möchte. Ich wünsche dir viel Glück :)*

    Zitat

    Also ich bin dankbar meine Großeltern noch außerhalb des Altersheims kennengelernt zu haben. :-/


    Und hoffe meinen Kindern ähnliches bieten zu können.

    dann solltest Du aber mal loslegen....


    Nein, im Ernst Podsnap:


    Bei dieser Angst, daß die Beziehung wieder nicht die Richtige ist, liegt meiner Ansicht nach der Knackpunkt.


    Ich versuche jetzt mal zu erklären, was ich meine: So um die 30 hat jeder Mensch ein paar Beziehungen hinter sich. Und dann stellt man auch irgendwann fest, daß die Probleme in den Beziehungen sich immer wieder ähneln und sei es nur, daß man immer wieder zweifelt. Und dann kommt man irgendwann drauf, daß es an einem selbst liegt, eine Beziehung zu gestalten, zumindest zu 50 Prozent.Was ich damit meine, daß es so ein Irrglaube ist, mit diesem oder jenen Partner würde alles besser werden oder "ach wäre er doch nur so und so, oder hätte er diese oder jene schlechte Angewohnheit nicht"...


    Wie glücklich das eigene Leben verläuft hat viel weniger mit dem Partner zu tun, als mit einem selbst. Natürlich sollte es schon jemand sein, mit dem Grundsätzliches z. B. Treue geklärt ist, aber ansonsten liegt es sehr viel an einem selbst, den Partner anzusehen und ihn immer schöner und toller werden zu lassen, ihm sozusagen beim Wachsen zuzusehen.

    Erst einmal vielen Dank für eure Beiträge.


    Tenor ist ja hauptsächlich, dass ich erst einmal grundlegend klären sollte, ob meine Zukunftsvorstellungen mit denen meines Freundes konform laufen und da habt ihr sicherlich auch Recht. Da muss ich meinen Mut einfach mal zusammenraffen - vielleicht helfen mir eure "Anfeuerungen" diesbezüglich ja. Auf jeden Fall werde ich nicht extra das Thema ansprechen, sondern es einfließen lassen, wenn es passt, aber ich habe auch einfach Schiss.

    Zitat

    Woran liegt es denn, dass du 36 Jahre alt bist und deine längste Beziehung bisher nur 2 Jahre gedauert hat?

    Wenn ich das mal wüsste, gewünscht hätte ich es mir auch anders, aber nun ist es so. Es hat halt irgendwann nicht mehr gepasst, bei dem mit den zwei Jahren ist es übrigens an den unterschiedlichen Zukunftsplänen gescheitert (Kind ja, Familie nein, siehe Eingangspost).

    Zitat

    Bei dieser Angst, daß die Beziehung wieder nicht die Richtige ist, liegt meiner Ansicht nach der Knackpunkt.

    Dazu in vorbehaltloses JA! Und was mache ich, wenn das so ist?

    Zitat

    Wie glücklich das eigene Leben verläuft hat viel weniger mit dem Partner zu tun, als mit einem selbst. Natürlich sollte es schon jemand sein, mit dem Grundsätzliches z. B. Treue geklärt ist, aber ansonsten liegt es sehr viel an einem selbst, den Partner anzusehen und ihn immer schöner und toller werden zu lassen, ihm sozusagen beim Wachsen zuzusehen.

    Das hast du toll gesagt und es macht doch Hoffnung, es wächst ja auch im Moment super zusammen…

    @ oros-lan

    Ich verstehe leider nicht, was du mir damit sagen willst.

    Kennst Du Hirschhausen? Den Comedian?


    Der sagte sinngemäß folgendes:


    Manche Menschen blättern im Restaurant die gesamte Karte durch, hin und her, stellen sich etwas zusammen, müssen alles lesen, aus Angst etwas zu verpassen.


    Andere schlagen die Karte auf, sagen "Gut, das nehme ich."


    So ist es auch mit der Liebe. Manche suchen nach dem Glück, manchmal werden sie nie fündig, denn es könnte ja noch etwas besseres kommen. Andere greifen zu und sagen: So, und das gibt es jetzt für den Rest des Lebens.


    Was ich damit sagen will? Liebe und Beziehung sind nicht nur ein Gefühl sondern ein Stück weit auch Einstellungssache.


    Wünsche Dir, dass Deine Wünsche in Erfüllung gehen! @:)

    Zitat

    Bei dieser Angst, daß die Beziehung wieder nicht die Richtige ist, liegt meiner Ansicht nach der Knackpunkt.

    Zitat

    Dazu in vorbehaltloses JA! Und was mache ich, wenn das so ist?

    Alchemilla29 hat diese Frage eigentlich schon beantwortet. Die Erkenntnis, daß es nicht der Partner ist, der für unser Glück verantwortlich ist, sondern wir selbst, ist schon mal sehr hilfreich.


    Warum hast Du denn eigentlich Bedenken, daß es mit diesem neuen Mann nicht klappen könnte?

    Zitat

    Warum hast Du denn eigentlich Bedenken, daß es mit diesem neuen Mann nicht klappen könnte?

    Weil es die zwei Male, wo ich mir dieses diese kleine, heile Familienwelt vorstellen konnte nicht geklappt hat...

    Zitat

    Weil es die zwei Male, wo ich mir dieses diese kleine, heile Familienwelt vorstellen konnte nicht geklappt hat...

    Und das ist für dich notwendige Voraussetzung?

    @ Biancata

    Das eine Mal hat es nicht geklappt, weil der Junge Mann zwar ein Kind mit mir wollte, aber nicht zusammenleben (siehe Eingangspost). Ich wollte aber mehr. Warum er nicht mit mir zusammenleben wollte, liegt mE daran, dass er so verkopft war. So Typ zerstreuter Professor. Er konnte sich wohl nicht wirklich vorstellen Kompromisse eimzugehen, was ja zwangsläufig hätte sein müssen. Er ist sich einfach selber genug gewesen und wollte an seinem eingefahrenen Leben nichts ändern.


    Beim anderen Mal war es besonders hart. Liebe auf den ersten Blick, von Anfang an Kinderwunsch und gemeinsame Zukunftsplanung. Ich war im 7. Himmel und wie aus dem Nichts macht der Kerl Schluss. Er würde mich doch nicht genug lieben.

    @ Highball

    "kleine, heile Familienwelt" ist schon ironisch gemeint. Dass das kein Sonntagsspaziergang ist Familie zu haben weiß ich.

    aber es kann einem ja nie einer garantieren, das eine beziehung für ewig hält!


    es gibt genug leute, die sich nach 20 jahren ehe scheiden lassen.


    wie meine eigenen eltern.ich muss ganz ehrlich sagen, ich wünschte mein vater wäre von anfang an gegangen, da wäre mir so vieles erspart geblieben.


    ich kenne auch genügend alleinerziehende mütter, deren kinder total glücklich sind und es ihnen an nichts fehlt.


    damit wollte ich eigentlich nur sagen, auch eine beziehung, die seid 10 jahren bestand hat, nicht ewig halten muss und kinder kriegen somit immer eine große entscheidung ist, weil man nie weiß, wie es ausgeht.


    also vielleicht einfach mal nicht so viele gedanken machen....umso unsicherer wird man.


    :)*

    Zitat

    "kleine, heile Familienwelt" ist schon ironisch gemeint. Dass das kein Sonntagsspaziergang ist Familie zu haben weiß ich.

    Ich wollte darauf hinaus, ob das Konzept "funktionierende Familie" überhaupt notwendige Voraussetzung für dich ist, ein Kind zu bekommen. Oder ob auch ein Kind haben willst, wenn die Perspektive möglicherweise die ist, dass du für ein paar Jahre alleinerziehende Mutter sein wirst. Manche Frauen bekommen ein Kind und finden den dazu passenden Mann erst später. Die Reihenfolge ist ja nicht vorgeschrieben - es ist höchstens eine Konvention. ;-)

    Also hast Du jetzt Sorge, daß Du Dich womöglich einlässt und dann Dein Partner sagt: Nee, tut mir leid, ist mir doch zuviel, ich will noch nicht kann nicht etc?


    Was mich noch interessiert:Wer hat denn die erste Beziehung mit dem Professortypen beendet, Du oder er?

    Zitat

    Ich wollte darauf hinaus, ob das Konzept "funktionierende Familie" überhaupt notwendige Voraussetzung für dich ist, ein Kind zu bekommen.

    Ja, eigentlich schon. Ich bin da ganz klassisch eingestellt. Aber je älter ich werde, desto mehr überlege ich, ob es nicht vielleicht im Notfall nicht doch anders laufen muss. Das Problem dabei wäre aber, dass ich mit irgendeinem Heiopei nicht ohne Gummi schlafen würde und einem Partner einfach ein Kind anhängen finde ich auch nicht fair.


    Im Moment habe ich ja erst einmal (berechtigte?) Hoffnung, dass das doch noch mit Partner werden könnte, aber ein halbes Jahr Beziehung ist ja auch noch nicht allzu lang.


    Gefragt habe ich meinen Freund noch nicht, das muss ja auch passen. Ich bin aber dran. Versprochen liebe Helfenden!

    Zitat

    Also hast Du jetzt Sorge, daß Du Dich womöglich einlässt und dann Dein Partner sagt: Nee, tut mir leid, ist mir doch zuviel, ich will noch nicht kann nicht etc?

    Ja, die Angst habe ich. Nicht nur auf eine mögliche gemeinsame Familie bezogen, sondern auch darauf, dass das mit mir nicht das Richtige ist. Dass ich als Mensch (unabhängig von meinen Plänen) zurückgewiesen werde - aber wer hat diese Angst nicht?

    Zitat

    Was mich noch interessiert: Wer hat denn die erste Beziehung mit dem Professortypen beendet, Du oder er?

    Ich wollte schon lange Zeit fragen, wie es mit der weiteren Planung mit uns als Paar aussieht. Wollte halt mit ihm gerne zusammenziehen, um einfach einen Schritt weiter zu kommen und zu sehen ob die Beziehung das trägt. Dass er sich ein Kind mit mir vorstellen konnte, hatte er mir schon lange vorher gesagt und da schien es mir in meinem gutbürgerlichen, begrenzten Geist nur logisch erst einmal zusammenzuziehen. Nicht sofort, aber es sollte halt auch nicht prinzipiell ausgeschlossen sein. Der Herr Professor konnte sich das eher nicht vorstellen und meinte, dass er das für die nächsten 2 Jahre für sich ausschließen könne und auch danach hielt er es für unwahrscheinlich. Oh Mann, ich wollte einfach eine Option sehen und nicht einmal die konnte er mir geben.


    Ich habe dann Schluss gemacht, weil unsere Lebensplanung ja nun mal augenscheinlich nicht identlisch war.


    Wir haben beide furchtbar gelitten und um mich wieder zu bekommen ist er dann auf meinen Wunsch "eingegangen". Das heißt er meinte, dass er sich das nun doch vorstellen könne, besser diese Option als gar nicht mit mir zusammen zu sein.


    Wir waren dann noch mal ein paar Monate zusammen, aber da war der Wurm drin. Ich wusste ja, dass er nur eingelenkt hatte, damit er mich zurück bekam.


    Er selber hatte ja gegen seine Überzeugung was versprochen, was er so nicht wollte (wie gesagt, wir reden immer noch von einer Option, nicht dem Versprechen zusammen zu ziehen).


    Naja, es lief dann auseinander. Es gab keine Basis mehr und wir beide beschlossen gemeinsam nach zwei Monaten oder so, dass wir uns trennen sollten.