Angst vor der Ehe ?

    Hallöchen :)


    Mein Freund 27 und ich 24 sind nun seit über 4 Jahren zusammen ( meine erste Beziehung) leben aber nicht gemeinsam, dies passiert in unserer Kultur erst nach der Ehe.


    Seit längerem c.a 1-2 Jahren will er mich heiraten, seine Familie liebt mich auch sehr und Möchte das wir endlich heiraten.


    Immer wenn er anfängt über dieses Thema zu reden werde ich nervös.


    ICh möchte garnicht heiraten.


    Was mich so sehr belastet ist, dass ich nicht weiß ob ihn noch liebe oder einfach nur angst vor der Ehe habe. Manchmal denke ich, ob ich nicht für einen anderen bestimmt wäre.


    In den 4 Jahren haben wir uns schon 2-3 mal getrennt aber immer wieder zueinander gefunden weil es ohne einfach nicht ging.


    Liebe oder Angewohnheit ?


    Bindungsängste Oder die gier nach Einem anderen/ besseren mann ?


    War schon mal jemand in der selben Situation und hat einen Rat für mich ?

  • 13 Antworten

    Huhu!


    Bitte fasse die Frage nicht falsch auf, aber du schreibst "andere Kultur" - wie würde denn eine Ehe für dich als Frau aussehen, hast du davor evtl Angst?


    Wie fühlst du dich denn, wenn du dir vorstellst, allein zu sein. Ohne Partner für dich, evtl. In einer anderen Stadt ?

    Zitat

    Was mich so sehr belastet ist, dass ich nicht weiß ob ihn noch liebe oder einfach nur angst vor der Ehe habe. Manchmal denke ich, ob ich nicht für einen anderen bestimmt wäre.

    Ich finde es nicht so wichtig, was genau dahinter steckt, dass du nicht heiraten willst. Auch "Angst vor der Ehe" (dafür gibt es ja auch Gründe..) reicht, um nicht zu heiraten. Zudem klingt es tatsächlich danach, als ob dieser Mann nicht so passend für dich ist nach mehreren Trennungen.

    @ mazikeen

    Das einzige was sich nach der Ehe für mich ändern wird ist das ich geschlechtsverkehr haben darf und mit einem bzw mit meinem Mann gemeinsam lebe :)


    Ansonsten wird die Ehe wie bei anderen auch mit Höhen und tiefen verlaufen :)


    Bin ein absoluter Familienmensch, kann nicht alleine leben und wünsche mir auch wirklich so sehr eine Familie und paar kids :)


    Eigentlich habe ich nicht wirklich was gegen die Ehe, irgendwie komisch.

    Zitat

    Mein Freund 27 und ich 24 sind nun seit über 4 Jahren zusammen ( meine erste Beziehung) leben aber nicht gemeinsam, dies passiert in unserer Kultur erst nach der Ehe.

    Och, in der deutschen Kultur der 60er Jahre war das auch noch so (z.B. bei meinen Eltern). Insofern nicht der Rede wert - nichts, was man nicht schon kennen würde ;-)

    Zitat

    ICh möchte garnicht heiraten.

    Dann trenn dich doch. :-/


    Anders kann ich diesen Satz nicht interpretieren.


    Denn: dir scheint deine Kultur ja keine Probleme zu bereiten. Nie zu heiraten bedeutet daher, dass du nie mit ihm zusammenleben wirst und nie Sex haben wirst.


    Welchen Sinn hat es dann, einen Freund zu haben? Oder wie muss ich diesen Widerspruch verstehen?

    Du solltest dir schon sicher sein, ob du heiraten willst und vor allem ihn heiraten willst, sonst übersteht eure Ehe den ersten Sturm nicht. Und es macht mehr als den Unterschied zwischen Geschlechtsverkehr und Nicht-Geschlechtsverkehr aus, ob man verheiratet ist oder nicht. Du hast dann mit deinem Mann einen eigenen Haushalt und denkst und handelst im WIR statt im ICH.


    Überleg dir gut, ob du das willst

    Zitat

    ICh möchte garnicht heiraten.

    Möchtest du generell nicht heiraten oder speziell ihn nicht?


    Wenn du generell nicht Heiraten willst, ist das eine beziehungsunabhängige Sache. Wenn es zweiteres ist, dann gibt es wohl ein Problem mit der Beziehungsqualität.


    Ich möchte auch nicht heiraten und würde sagen: Angst ist beileibe nicht der einzig mögliche Grund, warum man das nicht will. Da können auch ganz rationale Überlegungen dahinter stecken.

    Ich denke (ist nur meine Meinung), dass man vor der Ehe doch auch erstmal zusammen wohnen sollte. Man weiß doch gar nicht, ob das funktioniert ohne es ausprobiert zu haben. Ebenso verhält es sich mit den zwischenmenschlichen Dingen. Ich respektiere andere Kulturen, allerdings finde ich manches "umständlicher". Man kauft praktisch die Katze im Sack. Wenn man Glück hat, geht es gut, wenn man Pech hat, steht man dann da. Da du dir eher unsicher bist, was das Heiraten betrifft, würde ich es dann auch dabei belassen. Heiraten würde ich nur, wenn ich es auch zu 100% möchte. Alles andere wäre dem Partner gegenüber nicht fair.

    ich gehe jetzt einfach mal davon aus, daß ihr christen seid, brüdergemeindlich oder in die richtung, die das so praktizieren, daß man erst nach der hochzeit zusammenzieht und auch GV hat.


    ich habe auch so geheiratet. ich war damals 21.


    aus heutiger sicht (21 jahre später) denke ich, ich war viel zu jung für eine solche entscheidung.


    und wenn ich sehe, du bist erst 24, aber schon seit 4 jahren mit ihm zusammen und kannst nichtmal ein richtiges -ja- finden,


    dann denke ich, es ist tatsache noch zu früh für dich.


    wenn man sich mit 19 derart festlegt, hindert einen das an eigenständiger entwicklung, reifung (zumindest war das bei mir so)


    wenn du also an deine rliebe zweifelst, es schon 3 trennungen gab und du so derart bauchschmerzen bei dem gedanken hast.. dann solltest du dir die zeit wirklich nehmen, dich erstmal zu festige, zu reifen, richtig erwachsen und selbstständig zu werden. und wenn das getan ist, kommt der wunsch nach einem festen partner fürs leben sicherlich von alleine- oder eben nicht, aber dann isses ja auch okay

    Zitat

    Mein Freund 27 und ich 24 sind nun seit über 4 Jahren zusammen ( meine erste Beziehung) leben aber nicht gemeinsam, dies passiert in unserer Kultur erst nach der Ehe.

    Mir ist schleierhaft wie man das Beziehung nennen kann. Ihr wohnt nicht zusammen, hattet bisher keinen Sex usw. Ihr wisst doch überhaupt nicht ob ihr zueinander passt. Das ist vielleicht eine Freundschaft aber als Beziehung würde ich das nicht bezeichnen.

    Schon traurig, dass man volljährig, erwachsen mit 27 Jahren sich von der Kultur vorschreiben lässt, dass es nicht angebracht ist, zusammen zu wohnen und Sex zu haben. Aber das muss ja jeder für sich selber entscheiden. Ich bin ganz froh, ein paar Jahre testen zu können, dass das mit dem zusammen leben klappt, bevor man das für ewig festlegt. Die Ehe ist ein Vertrag ohne Rückgaberecht. Auch bei Trennung bleiben manche finanzielle Dinge ein Leben lang bestehen, z.B. der Rentenanspruch. Solche schwerwiegenden Entscheidungen zu treffen, nur weil es die Kultur so will.. Oha.


    Aber wenn es denn so ist, dann sollte man sich doch umso mehr sicher sein, dass es der richtige ist. Und wenn man nicht erst nach 10 Jahren Ehe sondern schon nach 4 Jahren Beziehung Zweifel hat und einige Trennungen gemeinsam hatte, dann sollte man das vielleicht lieber lassen und sich jemanden suchen, wo man dann merkt: DER ist es!!

    Zitat

    Seit längerem c.a 1-2 Jahren will er mich heiraten, seine Familie liebt mich auch sehr und Möchte das wir endlich heiraten.

    Das wäre mir völlig schnuppe was seine Familie von mir will. Das ist dein Leben und du musst hinterher mit ihm zusammenleben.

    Zitat

    Eigentlich habe ich nicht wirklich was gegen die Ehe, irgendwie komisch.

    Aber scheinbar gegen die Ehe mit ihm. Wenn das Bauchgefühl nicht passt, würde ich drauf hören. Dass man den "erstbesten" nicht heiratet, ist jetzt auch nicht so ungewöhnlich...

    Zitat

    Bin ein absoluter Familienmensch, kann nicht alleine leben und wünsche mir auch wirklich so sehr eine Familie und paar kids :)

    Dieser Fakt spricht deutlich dafür, dass Du nicht generell die Institution eine Ehe einzugehen ablehnst für Dich.


    Du hast in Deinem Beitrag nicht dazu geschrieben, ob eure 'Beziehung' auf einer freiwilligen Basis von beiden Seiten eingegangen wurde oder ob es der Wunsch zweier Familien war. Deshalb aus euch vordergründig ein 'Paar' wurde und ihr beide den Traditionen eurer Kultur folgt.


    Leider ist es in einigen kulturellen Gesellschaften so, dass es den Kontakt zwischen männlichen und weiblichen Menschen vordergründig nur innerhalb der eigenen Familienstrukturen gibt oder zumindest eingeschränkter, was das Erlernen vom flirtigen Umgang zwischen Mann und Frau betrifft.


    Habe es häufiger im Bekanntenkreis erlebt, dass Verlobungen und Ehen auf Hochzeiten anderer Verwandter/Bekannter "gestiftet" wurden und man war dann einfach "zusammen" und lebt dies als "Beziehung", ohne sich wirklicher näher kennenlernen zu können außer im Beisein anderer Verwandter.


    Welche Gründe führten zu den erwähnten Trennungen zwischen euch? Waren es mehr Handlungen aus einer Streit/Affektsituation heraus? Oder gab es massive Unstimmigkeiten zwischen euch, (vielleicht) auch deshalb, weil Du der Hochzeit immer noch nicht zustimmen konntest?


    Wenn Du die Möglichkeit hast ohne Druck einen Partner zu erwählen, dann nutze diese Möglichkeit und lass Dich nicht zu etwas überreden oder überzeugen, was nicht Deiner/m "inneren Stimme/Bauchgefühl" entspricht. Ehen werden in verschiedenen kulturellen Gesellschaften nicht einfach so wieder geschieden, weil man spürt, dass es doch nicht die Liebe ist und gemeinsame Vorstellungen aneinander vorbei gehen.


    Manchmal gehört sogar dazu, dass die Kinder nach einer Trennung beim Vater bleiben (müssen). Deshalb ist es wichtig, dass Du Dir über die Konsequenzen Deines Handelns richtig klar wirst.


    Gibt es die Möglichkeit Deinen Freund eine Weile nicht zu sehen, vielleicht eine Weile wegzufahren zu Verwandten? Möglich, dass Dir eine räumliche Trennung, in denen ihr euch nicht seht und hören könnt mehr Sicherheit gibt, wie Dein Herz schlägt. Lass nicht einzig die Familie mit ihren Vorstellungen darüber entscheiden, wie Dein Leben verläuft.


    Die euch einschränkenden Möglichkeiten einer "Probebeziehung" sind problematisch genug. So sollten wenigstens Deine Gefühle so sicher sein, dass Du ein gutes Gefühl für Dich hast, wenn Du JA zur Deinem künftigen Ehemann sagst.