• Angst vor meinem Mann

    Hallo, mein Mann und ich haben vor 9 Monaten geheiratet, nachdem wir anderthalbe Jahre zusammen waren. Mein Mann war schon vor der Hochzeit etwas agressiv (hat wenn er beim Onlinepoker verloren hat vor Wut Tische, Brille, Fernbedienung usw zertrümmert). Ich habe dann aus Angst immer sofort losgeheult, obwohl ich eigentlich eine starke Person bin.…
  • 38 Antworten
    Zitat

    Schwierig ist aber, dass ich kein eigenes Geld habe zur Zeit

    Sorry, das hatte ich noch nicht gelesen, als ich meinen Beitrag schrieb.


    Wie sieht es jetzt aus, wissen Deine Eltern und Freunde, was bei euch los ist oder schweigst Du?

    quarkbart

    Zitat

    Ich glaube, dass ich es auch ein wenig zu krass dargestellt habe. Mein Mann ist ein sehr friedlicher Mensch, solange ich ihn nicht "ärgere".

    Solange du ihn nicht ärgerst %-| , er nicht beim Pokerspielen verliert, die Nachbarn nicht zu laut sind, das Essen warm genug ist (was aber vielleicht auch zu "ihn nicht ärgern" zählt")...

    Zitat

    Schwierig ist aber, dass ich kein eigenes Geld habe zur Zeit und dass ich hier viele wichtige Verpflichtungen habe. Sonst hätte ich ruckzuck meine Tasche gepackt und wäre bei meinen Eltern.

    Wie lange sagst du dir das schon?

    Das Problem ist dein Mann und nicht Du. Solch ein Mann hat dich nicht verdient. Leider weiß man das nicht von Beginn an, viele verstellen sich zu Beginn auch einfach.


    Dein 5-Stufen-Plan sieht so aus:


    1. Frauenhaus


    2. Einen Anwalt suchen wegen Unterhalt (im Frauenhaus gibt's ganz viel kompetente Hilfe!)


    3. Eine eigene Wohnung suchen, wenn er dich verfolgt – immer gleich Polizei rufen


    4. Nach einem Jahr getrennt leben: die Scheidung beantragen


    5. Die Freiheit genießen!


    Welche wichtigen Verpflichtungen hast du denn?


    Die ersten Schritte sind hart, wenn du aber langfristig "richtig" leben möchtest, ist es wichtig, das frühzeitig zu erkennen. Du kannst ihn auch zur Rede stellen (ABER: Nur wenn du starke Mithörer hast, sonst passiert vielleicht noch etwas wirklich schlimmes!), das wird seine Verhaltensweise aber auch nicht wirklich ändern.


    Nur wenn man solche Sorte von Männern ignoriert, wird es sie in ein paar Jahrzehnten nicht mehr so oft geben :=o

    @ quarkbart:

    bist du sicher, dass du schon dafür bereit bist ihn zu verlassen? Auf einer Seite schilderst du, wie schlimm dein Mann ist usw. und wenn dann hilfreiche Tipps kommen, dann schreibst du direkt, dass es doch nicht so schlimm ist, solange du dich ihm fügst. Habe das schon mal bei einer Freundin erlebt, der Freund war ähnlich drauf wie dein Mann. Solange sie nach seiner Pfeiffe getanzt hat war alles gut. Aber als sie probiert hat sich mehr und mehr durchzusetzten wurde er immer brutaler bis sie schließlich im Krankenhaus gelandet ist und im Anschluß flucht im Frauenhaus gesucht hat.


    Wenn du wirklich nicht ins Frauenhaus willst, dann fahr doch einfach mal für ein paar Wochen zu deinen Eltern wichtige Termine hin oder her du bist jetzt wichtig. und wenn du den praktischen Teil deiner Diplomarbeit in der nähe deiner Eltern abschließt? Ich denke es gibt für alles eine Lösung man muss es nur wirklich wollen. Bitte finde dir Kraft da raus zu kommen, es wird nicht besser :)*

    @ quarkbart

    du sagst "die ganz schlimmen fälle", aber du bist einer davon. er schlägt dich nicht körperlich, macht dich aber geistig zugrunde.


    so ein ähnliches exemplar hatte ich auch mal. am ende war ich geistig ein wrack, aber körperlich hat er mir nie etwas getan. ich hatte noch ein jahr nach der trennung alpträume von ihm.


    ich finde diesen psychologischen schaden schlimmer und tief gehender. rede bitte deinen mann und deine beziehung nicht schön. du ruderst momentan ganz stark zurück. aber halte dir bitte vor augen: es geht dir tatsächlich so schlecht, wie du geschildert hast. du bist eine kandidatin fürs frauenhaus.


    für dein studium wirst du eine lösung finden. rede mit deinen eltern, besorg dir hilfe. aber erst kümmere dich darum, dass du da raus kommst. danach fällt dir alles einfacher!

    Hallo,


    tut mir leid, dass ich mich jetzt erst melde. Ich hatte auf euren Zuspruch hin meine Termine abgesagt und meine Sachen gepackt und bin spontan zu meinen Eltern gefahren. Leider waren meine Eltern der Meinung, dass zu so einem "Streit" immer zwei gehören und dass wir uns aufraffen müssen und wieder zueinander finden. Haben mit meinem Mann telefoniert, der hat natürlich seine Sicht der Dinge dargelegt und er ist ein guter Redner, so dass es letztendlich hieß, dass ich wohl meinen großen Teil dazu beigetragen habe. Mein Vater meint beispielsweise, dass mein Mann eben dann nur jeden Tag zwei Stunden Poker spielen soll und wir müssten uns eben einigen. Und wir müssten mal etwas zusammen unternehmen und nicht jeder nur für sich seine Sache machen. Mein Vater begreift leider auch nicht, dass mein Mann den gewissen "Bierdurst" hat. Wenn er einmal Blut geleckt hat, dann ist alles zu spät. Mein Vater mag meinen Mann – vielleicht fast mehr als mich, weil er mit ihm gerne Angeln geht oder über Pcs plaudert. Tja, was macht man da, wenn der eigene Vater sich auf die Seite des Mannes stellt? Und meine Mutter war völlig überfordert. Ein paar Tage könnte ich bleiben, aber sie gab mir unmissverständlich das Gefühl, dass ich wieder zurück müsse mit meinem Krempel.


    Ein bisschen verstehen kann ich sie. Ich wollte ihren Alltag mit meinen Problemen und meiner Anwesenheit durcheinander bringen und das hat ihnen Angst gemacht. Naja. Ich bin nun also wieder daheim und habe meine Sachen wieder in die Schränke geräumt. Mein Mann muss glücklicherweise morgen früh für 4 Tage verreisen und ich habe meine Ruhe.


    Vermutlich nicht nur ihr, sondern auch ich selbst bin sehr von mir enttäuscht. Ich bin mir sicher, dass es bald wieder so kommen wird und ich wieder an dem Punkt bin. Wie es dann weiter geht, weiß ich auch nicht.


    Ich habe dann noch dort geschlafen und bin halb 6 morgens wieder heim gefahren.

    PN!


    (ich bin entsetzt, wieviel Frauen auch diese Misshandlung über sich ergehen lassen mussten!


    Ich habe 4 Jahre gebraucht um von meinem Tyrannen los zu kommen!


    Ich bin stolz auf alle, die ihr Leben wieder leben dürfen :)_ :)^


    Und allen anderen die Kraft, sich bald trennen zu können :)_ )

    Quarkbart


    Das ist ja niederschmetternd, wenn man von den Eltern keine Unterstützung bekommt, deshalb: Sieh zu, dass Du so schnell wie möglich woanders unterkommst, den mit Angst zu leben ist furchtbar... :°_

    Nutze die 4 Tage, um Dich zu erkundigen, Sachen zu organisieren etc.


    Dir ist ja selbst bewusst, dass der punkt wiederkommen wird, an dem Du nicht mehr kannst :°_

    Zitat

    dass der Punkt wiederkommen wird, an dem Du nicht mehr kannst

    also greif dem vor und mach, dass Du da weg kommst. Echt enttäuschend, dass Deine Eltern keine Hilfe waren

    quarkbart

    Zitat

    Vermutlich nicht nur ihr, sondern auch ich selbst bin sehr von mir enttäuscht.

    Ich finde es sehr gut, dass du diesen Schritt gegangen bist. Ich bin eher von dem Verhalten deiner Eltern entsetzt. :|N

    Zitat

    Ich wollte ihren Alltag mit meinen Problemen und meiner Anwesenheit durcheinander bringen und das hat ihnen Angst gemacht.

    Deinen Eltern hat es Angst gemacht, dass die Notlage ihrer Tochter ihren Alltag durcheinander bringt? ":/

    erstmal gratuliere ich dir zu deinem Mut diesen Schritt zu gehen. Wie deine Eltern reagieren kann ich nicht ganz nachvoll ziehen. Du bist ihr kind nicht er. Meine Eltern würden mich sofort wieder aufnehmen. Dein Partner ist abhängig und auch gewaltbereit. Zu ihm zurück würde ich an deiner Stelle nicht. Hast du eine gute Freundin, die dich eventuell aufnehmen würde? Von ihr aus könntest du dein weiteres Leben in aller Ruhe planen.


    Ich finde es total erschreckend, dass deine Eltern dich wieder zu einem gewaltbereiten und abhängingen Mann schicken. Gerade meiner Mutter käme das nie in den Sinn, weil sie selbst durch ihren Vater Gewalt erlebt hat. Habe gestern mit meinem Freund über ein ähnliches Thema gesprochen, wo ein guter Bekannter meines Freundes seine Frau durch den Einfluss von alkohol krankenhausreif geschlagen hat. Noch kommst du daraus, du kannst in aller Ruhe planen während dein Mann weg ist. Nutze die Zeit. :)*

    Zitat

    Mein Vater meint beispielsweise, dass mein Mann eben danln nur jeden Tag zwei Stunden Poker spielen soll und wir müssten uns eben einigen.

    nur??? zwei stunden? toller vater, echt...


    was sind denn die gründe die genannt wurden, weshalb du angeblich auch schuld daran trägst dass dein mann süchtig ist und wutanfälle bekommt?

    Hi, danke zunächst für eure Antworten.

    @ letthereberock

    ich beantworte mal deine frage, das beantwortet auch die fragen davor (denke ich).


    dass mein mann süchtig ist und ich daran schuld bin, wurde nicht gesagt. ich müsste ihm eben den freiraum lassen und ihn zwei stunden oder so spielen lassen jeden tag, das wäre doch ok, meinte mein vater. dass mein mann solche angebote mit festen zeiten auf vorschlag meinerseits bereits abgelehnt hat (es wäre sein "hobby" und ich dürfe ihm das nicht verbieten), das hat mein vater nicht verstanden trotz dass ich es mehrmals gesagt habe.


    an den wutanfällen sei ich schuld, weil ich meinen mann nach streitigkeiten nicht die ruhe lasse sich zu fangen. er habe dann wut und das müsse raus. und weil ich das nicht akzeptiere, würde ich das ganze noch verschlimmern, soweit, dass er auf sich oder gegenstände einkloppt.


    allerdings hat mein mann recht schnell wut, wenn er vom poker schon total aufgekeult ist und dann reicht schon das kleinste bisschen (er fühlt sich zb ungerecht behandelt von mir), da tickt er schon völlig aus.


    ich bin allerdings der typ, der eben akzeptiert, dass es in einer beziehung unstimmigkeiten gibt und der die sofort klären will und kann – durch reden. ich will es garnicht erst eskalieren lassen. ich hatte das auch in vorherigen beziehungen nicht. da hat jeder langsam bis 10 gezählt und dann wurde sich geeinigt. die aggressionen, die hier aufkommen, die kannte ich so bisher nicht. und das überträgt sich dann auch auf mich und ich werde auch aggressiver.

    Möglich ist aber schon, dass ihr euch gegenseitig aufschaukelt.

    Zitat

    ich bin allerdings der typ, der eben akzeptiert, dass es in einer beziehung unstimmigkeiten gibt und der die sofort klären will und kann – durch reden.

    Das geht nicht mit jedem, manche Menschen brauchen erst Zeit, um die Dinge für sich selbst zu bearbeiten und geraten in Druck, wenn man dann reden will. Sie fühlen sich an die Wand geredet. Wut ist häufig ein Zeichen von Ohnmachtsgefühlen, vor allem, wenn sie sich an Gegenständen entlädt. Ich kenne derartige "Wutnickel" auch, allerdings macht es mir keine Angst, es nervt mich im Zweifelsfall eher.


    Du willst dich ja sowieso trennen, vielleicht wär es dann besser, du lässt ihn mehr in Ruhe, um selbst Ruhe zu haben. Dann kannst du vielleicht noch dein Diplom abschließen und dir schnellstens eine eigene Wohnung suchen. Von deinen Eltern aus, hättest du da überhaupt deinen Abschluss machen können?