Zitat

    diese Null-Bock-Einstellung bei jungen Erwachsenen ist so groß, wie nie zuvor. Hartzen wird zum Selbstverständnis. Wenn die meisten dieser Leute nur halb so viel Engagement in Arbeits- und Ausbildungssuche stecken würden, wie dahinein, sich dem System zu "entziehen", wäre schon viel erreicht.

    Wieso entzieht man sich denn bitteschön dem System, wenn man das System insofern nutzt als dass man, wenn es einem zusteht, Arbeitslosengeld oder Hartz IV bezieht? Das ist durchaus eine Möglichkeit wie man sein Leben gestalten kann. Wenn du auf Arbeitslose neidisch bist, nur zu, dann kündige doch und beziehe auch Hartz IV? Hält dich ja keiner davon ab.


    Davon abgesehen denke ich auch, dass es Kriterien gibt, die erfüllt werden sollten, damit es sich wirklich auch lohnt Arbeiten zu gehen. Und zwar nicht nur aus finanzieller Hinsicht. Zum Beispiel


    - sehr guter Verdienst


    - weniger Arbeitsstunden pro Woche


    - Spaß an dem, was ich da mache.


    Dass alle 3 Kriterien zugleich erfüllt werden, das mag utopisch sein, ja. Aber ich denke niemand will für einen Hungerlohn Vollzeit (+Überstunden) in einem Bereich arbeiten, den man verabscheut.


    Antriebslosigkeit und Resignation finde ich deutlich unsexier als wenn jemand schlicht nicht arbeiten gehen möchte. Gibt ja auch andere Dinge, die man mit seinem Leben anfangen kann.

    Zitat

    oder man erhält aufstockende Leistungen (weil das Einkommen nicht ausreicht für eine 4köpfige Familie) und hat trotzdem mehr als jeder andere Hartz-4-Bezieher, weil man auf das Einkommen noch Freibeträge angerechnet bekommt.

    Und die sind genau wie hoch? Ich meine so um die 110-120€ Freibetrag... DAS ist mal ein Ansporn...

    @ blackheartedqueen:

    Zitat

    Wieso entzieht man sich denn bitteschön dem System, wenn man das System insofern nutzt als dass man, wenn es einem zusteht, Arbeitslosengeld oder Hartz IV bezieht?

    Das Prinzip hinter Hartz 4 heißt "fördern und fordern". Und es soll dazu da sein, eine vorübergehende Notlage zu beseitigen, und keine Dauereinrichtung für "Ich-hab-keinen-Bock-auf-Arbeit-Kandidaten".


    Entsprechend hat man da auch gewisse Pflichten (Teilnahme an Maßnahmen, Bewerbungen nachweisen, zu Terminen erscheinen, etc.). Aber selbst das Erfüllen dieser Pflichten ist den Leuten ja zu viel Aufwand. Deshalb statt zur Maßnahme direkt zum Arzt, sich ne Gefälligkeits-AU abholen und fertig. So entgeht man ja den Sanktionen.

    Zitat

    Das ist durchaus eine Möglichkeit wie man sein Leben gestalten kann

    Nein, das ist es nicht. Das ist Schmarotzerei. Und wer selbst solchen lapidaren Pflichten nicht nachkommt, der sollte eher überlegen aus der Gesellschaft auszusteigen (sich selbst versorgen und im Wald leben), auszuwandern oder Gott weiß was.

    Zitat

    Wenn du auf Arbeitslose neidisch bist, nur zu, dann kündige doch und beziehe auch Hartz IV? Hält dich ja keiner davon ab.

    Ne du, lass mal. Da bin ich nicht neidisch drauf, sondern verabscheue nur deren Haltung.


    Da leb ich lieber mein Leben so, wie ich es tue. Und kann mir schöne Dinge erlauben, weil ich mir das erarbeitet habe.


    Und - damit wir uns richtig verstehen - ich habe nichts gegen Hartz-4-Bezieher per se. Ich finde es gut, dass es ein solches System gibt. Und es ist wichtig, dass wir es haben. Aber nicht für faule Menschen, die keinen Bock haben, sondern für die, die in die Situation gekommen sind und versuchen, da wieder rauszukommen.

    Nicht nur aus finanzieller Hinsicht, aber als 1. sehr guter Verdienst. ???


    Und wer hält dich ab, dich zu bilden, zu bewerben und den Job zu ergreifen, den du dir wünschst?


    Und ja, manchmal lässt es sich nicht in Einklang bringen. Wenn dem so wäre, wäre ich auch Astronaut gworden und würde für die NASA ins All fliegen. Aber dazu hat es nunmal nicht gereicht; deshalb musste ich was Anderes machen.


    Und da liegt auch ein Problem in meinen Augen. Dass Leute, die mit einem Hauptschulabschluss mit einem Notendurchschnitt von 4 in den Hauptfächern einen Job als Bürokaufmann machen wollen. Da passt aber was nicht zusammen. Entweder muss dann schulisch was getan werden, oder man muss seine Ansprüche an einen Job anders definieren. Ich kann nunmal nur das beruflich machen, wozu ich auch die Fähigkeiten mitbringe.

    @ This Twilight Garden:

    Verdient Jemand 1.200€ hast du von einem Freibetrag i. H. v. 280,00€. Und 280,00€ monatlich ist wohl nicht wenig Geld.

    Zitat

    Und Arbeit lohnt sich in Deutschland. Entweder lebt man dann unabhängig von Sozialleistungen und hat mehr Geld zur Verfügung als ein Hartzer, oder man erhält aufstockende Leistungen

    Oh, das finde ich ja wirklich "anreizend": Vollzeitbeschäftigung und soviel Lohn, dass man trotzdem noch zum Amt aufstocken muß! Das ist kein Anreiz sondern eine Riesensauerei.


    Nein, da kommen wir wohl nicht überein. Ich hab den Eindruck, dass bei Dir ein gewisser Neid mitschwingt, so von wegen, dass es Dir aufstößt, dass H4-Empfänger einen Plasma-TV haben. Du kapierst nicht, dass man froh sein kann, eine gut bezahlte Arbeit zu haben anstelle den Armen das Wenige auch noch zu mißgönnen. :(v

    Zitat

    Nein, das ist es nicht. Das ist Schmarotzerei. Und wer selbst solchen lapidaren Pflichten nicht nachkommt, der sollte eher überlegen aus der Gesellschaft auszusteigen (sich selbst versorgen und im Wald leben)

    Dir ist schon klar, dass das nicht mal einfach so geht, oder? Der Wald und ebenso Bäume, Pflanzen, Rehe und Häschen, die gehören schon jemandem. Du kannst schlicht nicht in den Wald gehen, dir mal einen Apfel pflücken und ein Reh erlegen.


    Und was machen wir jetzt mit den Menschen, die nicht arbeiten können oder wollen? Sollen die einfach ins Gras beißen?

    Zitat

    Dir ist schon klar, dass das nicht mal einfach so geht, oder? Der Wald und ebenso Bäume, Pflanzen, Rehe und Häschen, die gehören schon jemandem. Du kannst schlicht nicht in den Wald gehen, dir mal einen Apfel pflücken und ein Reh erlegen.

    So ist es. Prinzipiell ist es ja so, dass man, wenn man nicht gerade Grundstückseigentümer ist, praktisch permanent den Fuß auf fremden Boden setzt, Miete und Pacht, ist entweder fremdes privates oder staatliches Eigentum. Alles ist schon längst verteilt, und der Spielraum wird immer kleiner, was man überhaupt noch darf. Ganz schnell ist man dabei ein Dieb, ein Wilderer oder ein Landstreicher zu sein. Aussteigen aufgrund von Armut ist zumindest in Deutschland praktisch unmöglich, im Gegenteil, dafür braucht man Geld. Das ist auch das, was ich so bedenklich finde, man ist in diesem Getriebe drin, man kann sich all dem nicht entziehen, aber man kann verdammt schnell am Rande der Gesellschaft landen.

    WM 2014

    Zitat

    Wie ich persönlich dadurch belastet bin? Also ich bin so Teil unserer Gesellschaft, in der es an vielerlei Stellen doch so Einiges an Bedarf gibt. Sei es, dass es zu wenig KiTa-Plätze gibt, zu wenige Lehrer, dass die Straßen in NRW eine Großbaustelle darstellen, etc.! Schlecht ausgestattete Spielplätze & Sportanlagen. Die Liste kann man unendlich fortführen. Überall könnte man Geld gebrauchen, um es der gesamte Bevölkerung zukommen zu lassen, anstatt es zu verwenden, um "ich-hab-keinen-Bock-auf-Arbeit-

    " hinterherzuwerfen.

    Da machst du meiner Meinung nach einen Denkfehler. Dass es an etlichen Ecken und Enden mangelt ist eben nicht dem finanziellen Aufwand durch ALGII-Empfänger geschuldet. Der Staat hätte locker die Möglichkeit, Spielplätze, Sportanlagen und Kitas in angemessenem Zustand zu halten, dass es zu wenig Lehrer gibt ist auch nicht Schuld der ALGII-Bezieher und die von dir genannten Straßenbaustellen sind ja eigentlich gerade ein Zeichen dafür, dass was für die Allgemeinheit getan wird. ":/


    Das alles hat rein gar nichts mit "Hartz 4" zu tun.

    Zitat

    Oh, das finde ich ja wirklich "anreizend": Vollzeitbeschäftigung und soviel Lohn, dass man trotzdem noch zum Amt aufstocken muß! Das ist kein Anreiz sondern eine Riesensauerei.

    Was soll denn Jemand verdienen, der zwar in Vollzeit (aber als ungelernte Kraft) arbeitet?


    Vielleicht sollte man eher darüber nachdenken, ob man dann 2 Kinder haben muss, wenn man sich das finanziell nicht erlauben kann. Es zwingt einen ja Niemand, Kinder zu bekommen.


    Eine Familie mit 2 Kindern (unter 6 Jahren) hätten folgenden Anspruch:


    2 x 364,00€ (für beide Ehegatten)


    2 x 237,00€ (für die Kinder)


    600,00€ (Warmmiete / das ist jetzt ein Durchschnittswert -> kann auch etwas höher ausfallen)


    Das macht unterm Strich 1.565,00€ an Bedarf.


    Wenn der Familienvater jetzt 1.400,00€ Netto verdient, dann bekommt er zu seinem Nettogehalt noch 165,00€ (Fehlbetrag) zzgl. des Erwerbseinkommensfreibetrag i.H.v. 280,00€.


    Somit verfügt die Familie über 1.845,00€.


    Jetzt sagt mir, dass ein ungelernter Mensch in Vollzeit das von seinem Arbeitgeber bekommen muss, damit es sich lohnt in Deutschland zu arbeiten!!? ":/ Das ist doch Irrsinn. Woher sollen denn die Betriebe das Geld hernehmen, um solche Gehälter zahlen zu können...


    Oh, mir ist aufgefallen, dass ich das Kindergeld oben bei der Berechnung vergessen habe... Sind nochmal ich glaube 190,00€ pro Kind... :)^

    Louisiana, du kannst Menschen, welche mit Mainstreammedien großgeworden sind (und dann obendrauf noch aus "gutem Hause" stammen), nicht zu anderen Betrachtungswinkeln, geschweige denn echter Empathie zwingen. Ist zumindest meine Erfahrung.


    Ist ja schon mal gefallen hier, "Teile und Herrsche". Läuft.

    Zitat

    Was soll denn Jemand verdienen, der zwar in Vollzeit (aber als ungelernte Kraft) arbeitet?

    Auf jeden Fall soviel, dass er sich ein einfaches, bescheidenes Leben leisten kann. Ein Leben ohne großen Luxus, aber mit kleinen Annehmlichkeiten und Freuden, vielleicht auch mal eine Woche Urlaub und ein kleines Auto.

    Zitat

    Vielleicht sollte man eher darüber nachdenken, ob man dann 2 Kinder haben muss, wenn man sich das finanziell nicht erlauben kann. Es zwingt einen ja Niemand, Kinder zu bekommen.

    Natürlich soll man nur Kinder in die Welt setzen, die man ernähren kann. Allerdings scheinst Du nicht zu merken, dass etwas im System nicht stimmt, wenn ein voll berufstätiger Mensch sich kein Kind "leisten" kann.

    Zitat

    Jetzt sagt mir, dass ein ungelernter Mensch in Vollzeit das von seinem Arbeitgeber bekommen muss, damit es sich lohnt in Deutschland zu arbeiten!!? ":/ Das ist doch Irrsinn. Woher sollen denn die Betriebe das Geld hernehmen, um solche Gehälter zahlen zu können...

    Früher konnte ein Mann mit einem durchschnittlichen Gehalt eine Familie ernähren, gehen wir von einer Frau und zwei minderjährigen Kindern aus, wo die Frau Hausfrau war bzw nur stundenweise außer Haus gearbeitet hat. - Das ist heute nicht mehr denkbar. Hier hat sich also einiges verschoben. Es ging nur so langsam, dass es vielen gar nicht auffällt.


    Die Betriebe hätten sicherlich mehr Geld für Löhne, wenn die Lohnnebenkosten im Laufe der Jahrzehnte nicht so immens gestiegen wären. Schau Dir doch an, wie groß die Differenz brutto - netto mittlerweile ist. Wenn die ganzen Abgaben, die Lohnsteuer allem voran, nur halb so hoch wären und diese Differenz durch zwei geteilt zum einen dem AG, zum anderen dem AN zugute käme, dann könnten sich viele Betriebe mehr Angestellte leisten. So aber wird gedrückt und getrickst, es werden lieber zwei Mini-Jobber als eine Vollzeitkraft eingestellt, weil der Betrieb dadurch richtig viel spart, nur dass das zur Folge hat, dass der Minijobber später gnadenlos in die Altersarmut kippt. - Nein, das Problem ist nicht derjenige, der nicht einsieht, seine Arbeitskraft und seine Gesundheit einem System zu opfern, das ihn verheizt, das Problem ist das System selbst.


    Vom viel gepriesenen Kindergeld wird man übrigens als deutscher Durchschnittsbürger mit einem Kind oder zweien nicht reich, das lohnt sich nur, wenn man sehr viele Kinder hat und in großen Clanstrukturen lebt, wodurch die Lebenskosten pro Kopf deutlich geringer ausfallen.


    Also hör auf hier zu erzählen, dass die H4-ler Schuld sind, dass kein Geld mehr für vernünftigen Straßenbau, den angemessenen Erhalt von Schulen und Kindergärten, Sportplätzen, Schwimmhallen, Turnhallen, Spielplätzen, Theaterbühnen, Kinos etc vorhanden ist. Diejenigen, die diese Mittel umleiten und abschöpfen, beziehen ganz sicher kein H4.

    Louisiana


    :)^ Ich sehe es ganz genauso wie Du. Und möchte noch ergänzen das im Jobcenter mehr Geld für das ganze System (Mitarbeiter, Bürokratie, sinnlose Beschäftigungsmaßnahmen) ausgegeben werden, als für die Arbeitslosen selbst. Die Kosten für die Arbeitslosen betragen ungefähr ein Drittel.


    Trotzdem bin ich auch der Meinung das sich junge gesunde Menschen in die Gesellschaft einbringen können, oder zumindest versuchen diese Gesellschaft zu verändern oder zu verbessern, wenn es ihnen so nicht passt wie es gerade läuft. Ich kann jeden verstehen der bei dem Neoliberalen Mist nicht mitmachen will, aber garnichts machen, sich für keine Sache engagieren, nur die Hand aufhalten und andere machen lassen, nee also da hört es bei mir auf. In der Diskussion klingt das immer so raus als will man von einem Extrem ins andere.

    Zitat

    Trotzdem bin ich auch der Meinung das sich junge gesunde Menschen in die Gesellschaft einbringen können, oder zumindest versuchen diese Gesellschaft zu verändern oder zu verbessern, wenn es ihnen so nicht passt wie es gerade läuft. Ich kann jeden verstehen der bei dem Neoliberalen Mist nicht mitmachen will, aber garnichts machen, sich für keine Sache engagieren, nur die Hand aufhalten und andere machen lassen, nee also da hört es bei mir auf. In der Diskussion klingt das immer so raus als will man von einem Extrem ins andere.

    Das sehe ich ähnlich. Gerade als junger Mensch hat man viel Potential, ist gesünder als 30 Jahre später, aufnahmefähiger etc pp. All das wird verschwendet, weil es brachliegt. Nur dafür möchte ich nicht allein dem jungen Menschen die Schuld geben. Natürlich soll er seinen Beitrag leisten, aber dafür braucht er erst einmal die Möglichkeit. Ich erinnere mich zurück, und das ist schon gute 20 Jahre her, wie schwer es ist, trotz Berufsausbildung und guter Noten, aber ohne Berufserfahrung (logisch, wenn man anfängt) eine Anstellung zu finden. Und wie frustrierend es war, immer wieder Absagen zu bekommen, wenn man überhaupt eine bekommen hat. Denn jede Ablehnung ist ja doch so etwas wie "verloren", je mehr man davon bekommt, desto frustrierender ist es, da ist es auch völlig egal, dass es vielen anderen genauso geht. Und nun stelle man sich das mal vor, wie es bei jungen Leuten ist, die vielleicht kein Elternhaus haben, das sie gefördert hat, so dass man mit Ach und Krach den Schulabschluss geschafft hat. Die wissen doch ganz genau, dass sie nicht wirklich gute Perspektiven haben, wenn schon Schulabgänger mit guten Noten Probleme haben. Junge Menschen sind wunderbar zu motivieren und zu begeistern, aber ich glaube, genauso schnell kann man sie demotivieren und frustrieren. Sie können noch nicht auf Erfahrungen zurückgreifen, die sie stabilisieren, sie sind darauf angewiesen, dass das System sie fördert, bis sie mit eigenen Beinen im Leben stehen. Ich glaube nach wie vor nicht, dass es sich gut anfühlt, wenn man nur die Hand aufhält ohne sich einzubringen. Ich sehe dahinter Lethargie und auch eine Form von Protest. Gerade, wenn man arbeiten und sich ein Leben aufbauen will, trifft es einen umso mehr, wenn einem nur Steine in den Weg gelegt werden. Noch ein Punkt, den ich sehr sehr schwierig finde: Unsere Gesellschaft vermittelt neben dem Leistungsgedanken und dem Konsumwahn noch etwas: "Wenn du etwas willst, kannst du alles erreichen." Damit macht sie sich zum einen von jeglicher Verantwortung frei (ist ja jeder selbst schuld, der nicht das erreicht, was er will). Zum anderen hinterlässt das bei vielen das Gefühl zu versagen, wenn man eben trotz aller Anstrengung nicht jeden Traum erfüllen kann. Ich bin, abgesehen davon, auch der Meinung, dass dieser Leitspruch falsch ist. Nicht alles ist möglich, und das pauschal zu behaupten ist ein Stück grausam.


    Was "Verweigerer" fühlen, kann man nicht so pauschal sagen, aber ich glaube, man fühlt sich ausgeschlossen von der Gesellschaft, und wenn sie einen nicht wollen, gut, dann will man sie auch nicht, und wenn sie einem keine Chance geben, dann sollen sie zahlen. So stelle ich mir die Denke vor. Das soll keine Entschuldigung sein, aber vielleicht ein Erklärungsansatz.

    Louisiana


    Da hast Du recht, so ist es bestimmt, obwohl es sicher auch einen kleinen Prozentsatz gibt der gewöhnt ist das andere für ihn machen, erst die Mutti, dann der Staat ;-) . Schöner wäre es, Sie würden sich trotzdem wenigstens ehrenamtlich engagieren...

    Zitat

    Unsere Gesellschaft vermittelt neben dem Leistungsgedanken und dem Konsumwahn noch etwas: "Wenn du etwas willst, kannst du alles erreichen."

    Das halte ich auch für sehr gefährlich. Ohne Superlative geht heute nichts mehr. Schöner, größer, schneller, weiter...


    Andererseits muss es ja auch immer "der Traumjob" sein, aber so was gibt es gar nicht in der Realität, man muss immer Kompromisse machen. Am ehesten kommt man vermutlich der Sache wenn man schon viele Scheißjobs hinter sich hat.