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    Und was die Dating-Platformen angeht, von dem, was man hört und liest von Leuten, die sich dort angemeldet haben, glaube ich, dass man dort noch viel weniger fündig wird als im normalen Leben, weil sich dort vor allem Leute treffen, die irgendwie problembehaftet sind und es daher im "normalen Leben" nicht gebacken kriegen.

    Wo gibt's schon Menschen, die überhaupt nicht auf irgendeine Art und Weise als "problembehaftet" kategorisiert werden könn(t)en? ;-D


    Karl Popper hat gesagt: Alles Leben ist Problemlösen. :-)


    Davon abgesehen: Die Zahl der Beziehungen und Ehen, die über Kontaktbörsen begonnen haben ist schon ganz schön groß. Es weden also durchaus viele fündig.

    Zitat

    Wenn man weiß, dass es nicht irgendein Mensch sein soll, der die Funktion "Beziehungspartner" übernehmen muss, weil das eigene Leben sonst keinen Lebenssinn hat, kann es schwierig werden im Umgang miteinander.

    Das hab ich doch mit keinem Wort gesagt. Nur zu erwarten, dass es einen perfekten Partner gibt, empfinde ich als naiv. Jeder Mensch hat seine Eigenheiten und ein Partner darf auch Eigenheiten haben, die ich nicht als positiv empfinde. Ich sollte halt damit leben können. Ändern kann man solche Eigenschaften sowieso nicht und einen Partner formen bis er mir passt will ich auch nicht. Er soll sich mit mir entwickeln nicht für mich. Ich will mich mit ihm ja auch weiterentwickeln.


    Der Mensch ist ein soziales Tier, mit natürlichem Bedürfnis auf Nähe, natürlich ist es mit Partner schöner als ohne, das heisst aber nicht, dass mein Leben ohne Partner nicht lebenswert oder ohne Sinn ist, oder dass ich von jemanden erwarte "mich glücklich zu machen".

    ;-) :-D Stopp !

    Zitat

    Dazu muss man sich halt aufeinander einlassen und zwar beide Personen und das scheinen mir immer weniger zu wollen...

    Nur auf diese Passage bezog sich mein Beitrag. Mit allem anderen gebe ich Dir durchaus recht. :)z


    Das Menschen allgemein weniger bindungswillig sind glaube ich nicht. Vielmehr kann dieser Eindruck häufig entstehen, wenn sich nach einer positiven Kennenlernphase und mehreren Treffen, noch nicht die klare Aussagen treffen lässt oder getroffen wird, "Ja, wir haben ab jetzt eine feste Beziehung".


    Es gibt Menschen, die sich das gar nicht mit speziellen Worten sagen müssen, weil sie es einfach wie von selbst leben. ;-)

    sugarlove hat geantwortet


    30.09.16 14:10


    ****


    Schön, dass wir das kleine Missverständnis klären konnten. :-)

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    Aber ja das mit dem undefinierten Beziehungsstatus hab ich schon oft mitbekommen... ich, ich mags lieber klar und ausgesprochen...

    Das ist völlig in Ordnung, wenn Du es in dieser Form bevorzugst. Ich bin da eher locker entspannt, wenn es passt dann passt es, und ich muss das nicht mehr lang und breit verbal kommunizieren.


    Dafür sind wir individuell, damit jeder es so für sich händeln darf wie er es mag. ;-)

    Ich finde, man sollte vorallem auch mal auf sich selber schauen. Das ist hier so ein Forums-Phänomen. Bei Beziehungsproblemen wird dem beschriebenen (also hier nicht schreibenden Partner) gerne Beziehungsunfähigkeit attestiert, irgendeine andere Störung und überhaupt findet der/die TE eine(n) bessere(n) bzw. hat was besseres verdient. Ja, wo sind sie denn dann, diese Schlechteren, diese Gestörten, diese Typen, die es nach einhelliger Meinung "nicht wert" sind, noch einen weiteren Gedanken an sie zu verschwenden? Offensichtlich nicht in diesem Forum.


    Daher kann ich nur jedem/r nahelegen, mal auf die eigenen Macken, die eigene Beziehungsfähigkeit, den eigenen Beitrag zur Dynamik usw. zu schauen.


    Und zum Titelthema: "Auf der Suche nach einer langfristigen, dauerhaften Beziehung..."


    Ob es langfristig und dauerhaft ist, zeigt sich nunmal leider erst mit der Zeit. Vorrausgesetzt ist natürlich erstmal der Bindungswille von beiden Seiten, wobei dieser auch nicht selten nur vordergründig ist. Denn manche Menschen suchen sich ziemlich zielsicher (potentielle) Partner, mit denen eine langfristige Bindung eigentlich ausgeschlossen ist.


    Auf der anderen Seite sehe ich oft "Bindungsüberwillige", die eine Leidensfähigkeit an den Tag legen, dass mir schwindelig wird, nur um den Status "Beziehung" aufrecht zu erhalten. Wobei ich nicht meine, dass man bei jeder Klippe sofort alles hinschmeissen muss oder eine Beziehung dauerhaft Happy-Wolkenland ist. Eine gute Partnerschaft erfordert Investition von beiden Seiten. Aber eine Beziehung um jeden Preis? Das erlebe ich im Umfeld leider nur allzu oft..

    Naja ich spreche tatsächlich gerne darüber was man unter Beziehung versteht und ob und wenn ja, welche Regeln es gibt. Einfach um Missverständnisse vorzubeugen. Woher soll mein Partner auch schmecken was ich möchte oder nicht, vorraussetzen dass beide das gleiche Bild von richtig und falsch haben kann man leider nicht...

    Zitat

    Ich bin da eher locker entspannt, wenn es passt dann passt es, und ich muss das nicht mehr lang und breit verbal kommunizieren.

    wir kommen aber auch aus einer generation, wo es all diese zu definierenden "nebengeräusche" noch gar nicht gab - freundschaft+ und reine sexaffären, offene beziehungen... der normalfall war: wir sind jetzt zusammen und dazu gehört sexuelle exklusivität (das galt fast immer unausgesprochen, spätestens nach dem ersten sexuellen gedingse ;-))


    deswegen war das hier eher überflüssig

    Zitat

    Naja ich spreche tatsächlich gerne darüber was man unter Beziehung versteht und ob und wenn ja, welche Regeln es gibt.

    Die Seherin hat geantwortet


    30.09.16 14:46

    Zitat

    wir kommen aber auch aus einer generation, wo es all diese zu definierenden "nebengeräusche" noch gar nicht gab -

    Du hast absolut recht, :)z mir kam das alles immer so einfach vor in jüngeren Jahren. Da gab es nicht dieses lange hin und her. Heute ist es vielleicht nur deshalb etwas anspruchsvoller was die Partnersuche angeht, weil man im reiferen Alter die Probleme, wenn es nicht stimmig verläuft früher erkennt.

    Zitat

    der normalfall war: wir sind jetzt zusammen und dazu gehört sexuelle exklusivität (das galt fast immer unausgesprochen, spätestens nach dem ersten sexuellen gedingse ;-))

    :)^


    Kenne ich auch so. Wir haben wohl sehr ähnliche Erfahrungen gemacht. ;-D

    Zitat

    dazu gehört sexuelle exklusivität (das galt fast immer unausgesprochen

    Naja. Ist ja nicht so, dass früher immer alle treu gewesen wären. :|N Seherin ja auch nicht. Besonders weit her ist es mit "Treue gehört automatisch dazu" also eigentlich nicht.


    Früher hat man vielleicht öfter Dinge, die eigentlich gar nicht selbstverständlich sind (gemessen am Verhalten der Menschen, nicht nach ihren Beteuerungen!), als selbstverständlich angesehen.


    Heute ist viel mehr Menschen bewusst, dass es schon in den Vorstellungen, wie eine Beziehung idealerweise sein sollte, viele Unterschiede gibt. Daraus resultiert mehr Gesprächs- und Abklärungsbedarf. Weil man einfach nicht wissen kann, was für das Gegenüber selbstverständlich ist und was nicht.

    Bezogen auf den Fadentitel: Wer kann denn z.B. heute wirklich von sich sagen, in erster Linie eine "langfristige und dauerhafte Beziehung" zu wollen?


    Einigen ist ohnehin ein regelmäßiger Wechsel lieber.


    Und für die meisten, die sich Dauerhaftigkeit wünschen, ist das auch nicht das eigentliche Ziel, sondern eher eine "Nebenwirkung": Man wünscht sich eine Beziehung, die GUT ist. Daraus resultiert dann - wenn man Glück hat und achtsam miteinander umgeht - auch die Dauerhaftigkeit.


    Aber es kann auch jederzeit eine Änderung eintreten, sodass die Leute, die Dauerhaftigkeit mit dem Gegenüber nicht mehr wollen. Weil die Qualität der Beziehung (mMn zurecht!) als wichtiger angesehen wird, als die Dauerhaftigkeit.

    Insofern hast du sicher Recht. Ich zum Beispiel will eine dauerhafte, gute und von Liebe getragene Beziehung. Dauerhaft und gut sind ja glücklicherweise nicht notwendigerweise sich gegenseitig ausschließende Kriterien ;-D

    Das erste was mir spontan dazu einfällt ist dass du eventuell das in die Beziehung projizierst, was du dir darunter selbst vorstellst, ohne daran zu denken, was sie eigentlich will. Die meisten Frauen werden mir sicherlich wiedersprechen, aber so dumm es auch klingt, Frauen wollen immer das, was sie nicht haben können. Wenn sie dich als selbstverständlich ansehen, werden sie schnell gelangweilt und suchen sich einen neuen. Einen Job haben und in einer Band spielen ist nun mal nicht das einzige, auf das ein Partner Wert legt. Man muss (ich rede jetzt besonders von Frauen, da ich bezüglich Jungs keine Erfahrung habe) sie immer aufs neue überraschen und sie mental stimulieren. Frauen haben kein Sex mit ihrem Geschlechtsorgan, sondern das ist bei denen pure Kopfsache. Eine Studie besagt z.B. auch, dass Frauen eher auf den Player-Typen abstehen, der auch mal Risiken eingeht und die Beziehung in einer spielerischen Art und Weise herangeht (ja, das weiss man ja bekanntlich). Aber vielleicht solltest du das im Hinterkopf behalten und es auch wirklich so umsetzen. Am besten gelingt das, indem man auf die Beziehung keinen allzu großen Wert legt. Wenn du dich um deine eigenen Ziele kümmerst und die Freundin an zweite Stelle stellst dann wird das auch. Aber sobald eine Frau merkt dass sie im Mittelpunkt steht, ist es ihr nicht mehr Wert zu kämpfen.


    Sehr widersprüchlich, ich weiss, besonders da Frauen ja immer von den Goodguys träumen aber trotzdem so naiv sind, immer mit den Egoisten auszugehen.


    Ich bin selber kein Frauenheld (besonders da ich es momentan nicht nötig habe), aber über die Zeit ist mir das wirklich aktiv aufgefallen. Das ist nicht nur Gerede und selbst dann wenn es Frauen nicht direkt zeigen, sie mögen keine zu freundlichen Jungs, die alles für sie tun würden.


    Vielleicht weisst du das ja alles, aber ich wollte es einfach nochmal klarstellen.

    @ random_dawg

    Aber das ist doch nicht wahr. Du packst hier Klischees unterster Kategorie aus, sowas die Richtung kann man über Männer auch sagen. Ich mein, wenn ein Kerl sich als nicht interessiert gibt, warum zum Teufel soll Frau dann irgendetwas anderes denken als "er ist nicht interessiert" ":/ Dem rennt man ja nicht hinterher, dieses Jägerzeugs unterstellt man doch eher den Männern ;-) Und selbst da muss es nicht immer stimmen ;-)

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    der normalfall war: wir sind jetzt zusammen und dazu gehört sexuelle exklusivität (das galt fast immer unausgesprochen, spätestens nach dem ersten sexuellen gedingse

    Das war bei mir Anfang/Mitte der 90er auch noch so. Mein jetzt- Mann und ich haben nie konkret gesagt, daß wir jetzt in einer Beziehung sind. Wir waren es ab dem ersten richtigen Kuscheln und Küssen (und bis dahin gab es viel Vorlauf, den ich auch heute nicht als Beziehung ansehen würde, das war so ein Herantasten und "Sich-nicht-getrauen-den-Anfang-zu-machen" ;-D ).