@ danae

    Zitat

    Ehrlich, Cinnamon, mach dir nicht so eine Birne.

    Das ist halt nicht so leicht. So, wie Depressive eben nicht einfach weniger im Bett liegen können und mehr Sport machen, können so Grübeltanten wie ich eben nicht einfach damit aufhören. Es ist schon besser geworden, aber halt noch nicht weg.


    Auf der anderen Seite habe ich aber wirklich nur einen geringen Erfahrungsschatz, was soziale Interaktion betrifft, und der Erfahrungsschatz, den ich habe, ist ziemlich verschoben. Ich hatte da halt bisher viel Pech und weiß nicht so richtig, wie ich das ändern könnte.

    Zitat

    Entweder man weicht so aus, wie Cote Sauvage oder man geht damit eher offensi um, so wie ich. Du bist du, dein Weg war nicht so wie es Mustermanns, aber das ist halt einfach so. Wenn du Leute kennenlernen willst, die dich mögen wie du bist, wie willst du die finden, wenn du dich verstellst?


    Mal im ernst, was willst du mit Leuten die sich schon von einer leicht krummen Vita abschrecken lassen? Was glaubst du wie lange hält so eine Bekanntschaft, wenn du das verstecken kannst?

    Da hast du ja Recht. Aber ich stehe auch einfach immernoch unter Schock, dass ich das letzte Mal so... aussortiert wurde für näheren Kontakt aufgrund solcher... ja... eigentlich sind es ja Bagatellen. Sollten es sein.

    @ Forensiker

    Zitat

    Ist sicherlich richtig, dass eine konkrete Zeitspanne irgendwie nicht weiter hilft. Ich würde mich so schnell vom Acker machen, dass sich kein Frust aufbaut, ich die Angelegenheit einfach abhaken und etwas Neues ausprobieren kann. Das kann ja auch etwas Ähnliches sein, zum Beispiel einfach ein anderer VHS Kurs mit anderem Thema und anderen Leuten. Für die Auswahl hilft es sicherlich, wenn man möglichst genau weiß, was einem vorher nicht gefallen hat, womit dann der vorherige "Fehlschlag" dann irgendwie auch seinen Sinn bekommt. Das ist übrigens auch etwas, was ich früher nie kapiert habe und m. E. auch viele andere nicht kapieren - dass was wie ein Fehlschlag aussieht hier eigentlich nur ein Lerneffekt ist, den man sich gar nicht erst eingestehen muss.

    Ja, das sehe ich auch so. Nur wird es halt schwierig, sowas wie vorher zu vermeiden. Vielleicht sollte ich mir ein Hobby suchen, das preisgünstiger ist und weniger erfolgsorientiert und vielleicht auch erstmal frauenlastiger. Mal schauen. Nur so als Gegenentwurf.

    Zitat

    Dass ein realer Aufbau von Freundschaften und Beziehungen eine Sache von Jahren sein kann, kann ich auch bestätigen. Ist mir tatsächlich mal in einem VHS Kurs passiert, an dem ich schon Jahre Teil nahm und sich irgendwann eine Gruppendynamik ergab, wo sich für mich sowohl einige freundschaftliche Treffen, Dates und eine Beziehung ergaben. Es ist aber nicht so, dass ich all die Jahre darauf gewartet hätte, sondern ich bin einfach meinem Hobby nachgegangen ;-)

    Darf ich mal was fragen? Klingt vielleicht blöd für Leute, die "sowas ergibt sich" als selbstverständlich sehen, aber:


    WIE ergibt sich sowas denn? Wartet man da einfach ab? Und wenn beide Seiten abwarten?


    Ich steige einfach nicht dahinter, wie sowas funktioniert ":/ .

    Zitat

    Das finde ich ja irgendwie drollig ;-) Ich habe auch eine Freundin, mit der ich sehr gerne Zeit verbringe und bei ihr bekomme ich immer den Eindruck, für sie besteht die Welt aus Wörtern.

    Ja, das ist bei mir auch so. Ist das denn bei anderen nicht so?

    Zitat

    Ich respektiere das absolut, vermute dahiner auch viel Neurologie, bloß ist es dann so, dass ich sie in der anderen Hälfte der Welt nicht antreffe.

    Was meinst du mit Neurologie? Und wo triffst du sie dann nicht an?


    Ich finde es ja eher ungewöhnlich, wenn die Welt für einen nicht aus Wörtern besteht. Wie geht denn sowas ;-D ?

    Zitat

    Ich finde nun Reden und Schreiben schon irgendwie wichtig, genieße es aber auch, einfach mal eine Stunde im Matsch einem Fußball hinterherzuhecheln und nachher nie wieder eine Silbe darüber zu verlieren. Und bin dann doch manchmal etwas befremdet, wenn ein schönes Erlebnis für sie überhaupt erst stattfindet, wenn sie darüber reden kann.

    Ja... Ich glaube, für mich wäre das auch nichts. Das Tollste am Flimgucken z.B. ist doch zum Beispiel auch, sich danach darüber auszutauschen. Was fand man gut, was fand man schlecht. Geht mir zumindest so.

    Zitat

    Übrigens kannst du ja hobby-mäßig schon daran anknüpfen. Da ist die Frage ja vielmehr, über was du reden willst. Eine reine Frauenrunde ist da, mindestens testweise, sicherlich nicht verkehrt.

    Hm... Ich rede eigentlich gerne über alles Mögliche. Vor allem über Wissenschaft, Science Fiction, Nerd-Zeug, Politik, Stilfragen, Beziehungen, das Leben an sich, Probleme, schöne Erlebnisse, etc.

    Zitat
    Zitat

    Auch nicht tauchen ;-D ?

    In Psychoanalyse kommt auch nichts mit "tief" vor ^^

    :-p

    Hm... Irgendwie denke ich gerade darüber nach, dass ich mich mein ganzes Leben lang schon verstelle. Angefangen hat das so in der 6. Klasse. Wir haben eine Arbeit im Latein-Unterricht geschrieben und eines der Mädchen hat die ganze Zeit die Nase hochgezogen, wirklich die ganze Zeit. Ich konnte mich nicht konzentrieren. Ich habe mich dann gemeldet und gefragt: "Besitzt jemand die Freundlichkeit xxx ein Taschentuch zu reichen? Dankeschön." Danach wurde ich SO gehänselt. Es war richtig schlimm. Wie geschwollen ich reden würde. Eigentlich mochte ich das an mir, aber ich habe es mir dann abgewöhnt und war mit nichts mehr zufrieden, was ich sagte. Heute kann ich das schon gar nicht mehr so schön, wie früher, aber ich versuche, es mir wieder anzugewöhnen, weil ich es an mir mag und es mich glücklich mag.


    Oder ein anderes Mal habe ich auf dem Schulweg vor mich hingesungen und wurde dann dafür gehänselt, dass ich Selbstgespräche führen würde.


    Manchmal fühle ich mich einfach zu sensibel für den ganzen Kram.


    Trotzdem starb mein "Ich" bei jeder Kritik irgendwie tausend kleine Tode, bis ich heute gar nicht mehr so genau weiß, wer und wie ich eigentlich bin.


    Irgendwie traurig, aber naja... Ich hatte halt noch nie ein dickes Fell ^^.


    Vermutlich zu wenig Rückhalt in der Familie, da gab es auch nur Kritik.


    Es ist wirklich schwierig für mich. Immer versuche ich, mich anzupassen. An meiner alten Schule war ich die Streberin, an meiner neuen Schule dann die Schwänzerin - irgendwie konnte ich es nie jemandem recht machen.


    Das ist ein ganz schönes Gejammer, ich weiß, aber es ist auch einfach mein Dilemma.


    Ich weiß einfach nicht, wie ich zu mir selbst finden kann. Eigentlich will ich nur Schmerz vermeiden, aber der entsteht ja trotzdem immer wieder.


    Im Nachhinein wundert es mich nicht, warum ich so lange am Liebsten alleine war. Da hat dann niemand versucht, mich zu beeinflussen.

    Zitat

    "Besitzt jemand die Freundlichkeit xxx ein Taschentuch zu reichen? Dankeschön."

    In der 6. Klasse muss das absurd gewirkt haben. Mit 20 wäre das ein souveräner Spruch gewesen. Mir gefällt die Lösung ;-D .

    Zitat

    Oder ein anderes Mal habe ich auf dem Schulweg vor mich hingesungen und wurde dann dafür gehänselt, dass ich Selbstgespräche führen würde.

    Du warst deiner Zeit halt voraus und hast dir die Freiheit genommen, zu sein, wie du bist. Aber wenn man einem Kind einredet, dass es Falsches tut, fühlt es sich schuldig. Das konntest du nicht mit der gleichen Sorglosigkeit wegstecken, wie du dein Verhalten geformt hast. Die Vergangenheit lässt sich aber nicht ändern, höchstens abhaken. Heute solltest du die alte "Schmach" abgeschüttelt haben und dich höchstens ärgern, dass du dich damals gegen die Kritiker nicht durchgesetzt hast.

    Zitat

    aber ich versuche, es mir wieder anzugewöhnen, weil ich es an mir mag und es mich glücklich mag.

    Genau. Mach das. :)_

    Zitat

    Und wenn die dann weiter bohren? Sorry, aber die Leute, die ich kennengelernt habe, sind so.

    Das ist doch ganz einfach:


    Bei Einzelnen in deinem Priavtleben: Künftig ihnen aus dem Weg gehen, weil sie den Schuss nicht hören.


    Bei Einzelnen in einer Gruppe, in der du bleiben willst: Lächeln und wieder was Spontanes sagen, zB: "Ich glaub du hast nicht gehört, was da zwischen den Zeilen stand. Da stand: Sag ich nicht".


    Ich hatte auch so eine Verwandte, die immer neugierig war. Es war mir egal was sie über mich dachte, weil sie kein wichtiger Mensch in meinem Leben war. Wenn die mich was Neugieriges gefragt hat hab ich entweder so getan als hätte ich nichts gehört oder sowas gesagt wie "Du weißt doch, darüber rede ich nicht" oder auch mal mit einem Augenzwinkern: "Das geht dich nichts an".

    Zitat

    Aber ich stehe auch einfach immernoch unter Schock, dass ich das letzte Mal so... aussortiert wurde für näheren Kontakt aufgrund solcher... ja... eigentlich sind es ja Bagatellen. Sollten es sein.

    Wieso denn unter Schock? Ich steh auch nicht unter Schock, wenn ein Mann, den ich interessant finde, mir zu verstehen gibt, dass er nur Frauen mit Riesentitten als Partnerin in Betracht zieht. Ich find das nicht mal oberflächlich, er darf doch Vorlieben haben, und wenn ich denen nicht entspreche, hab ich eben Pech gehabt. Gibt ja noch genügend tolle Männer, die andere Vorlieben haben.


    Wenn du zu dir stehst so wie du bist und dir das nicht peinlich ist, kann es dir egal sein ob dich jemand deswegen "aussortiert".

    Zitat

    "Besitzt jemand die Freundlichkeit xxx ein Taschentuch zu reichen? Dankeschön."

    Hm, weißt du was ich da gemacht hätte? Ich hätte dem Mädchen selber ein Taschentuch zugesteckt und gar nichts gesagt. Wenn man sich mit so einem Spruch laut in die Klasse hinein meldet, fühlt sich das Mädchen (vielleicht war das gar kein Schnupfen sondern ein Tick, oder einfach schlechtes Benehmen) doch total an den Pranger gestellt.


    Mir ist da gerade nochwas eingefallen:


    Bei uns in der Arbeit gibt es Fortbildungskurse auch für soft skills, einen zB für Sozialkompetenz. Vielleicht gibt es sowas ja auch an einer VHS oder so? Da kann man dann Reaktionen üben, die einerseits zu einem selber passen und andererseits beim Durchschnitt der Menschen ankommen.

    Zitat

    Oder ein anderes Mal habe ich auf dem Schulweg vor mich hingesungen und wurde dann dafür gehänselt, dass ich Selbstgespräche führen würde.

    ich wurde auch schon oft wegen irgendwas gehänselt. man darf das dann eben nicht zu nah an sich ran lassen. kinder sind kleine widerliche monster aus der hölle und sind den ganzen tag nur damit beschäftigt, abzuklären, wer das alpha-kind ist. da sucht man sich jede beliebige schwäche raus und nutzt das dann aus.


    ich für meinen teil hab das für mich dadurch geklärt, dass ich einerseits sehr darauf geachtet habe, mit welchen kindern ich mich umgebe und andererseits darauf, dass ich das alpha-kind bin oder zumindest unter den top drei. heisst, dass man zwar auch mal was einfängt, aber dafür eben auch austeilt. am anfang war das bei mir noch eher holprig, aber mit der zeit hab ich es dann doch sehr gut gelernt.

    Zitat

    Vermutlich zu wenig Rückhalt in der Familie, da gab es auch nur Kritik.

    das ist schade, denn grade deine familie sollte eigtl. hinter dir stehen und dich darin unterstützen was du für richtig hältst. :)*

    Zitat

    Wir haben eine Arbeit im Latein-Unterricht geschrieben und eines der Mädchen hat die ganze Zeit die Nase hochgezogen, wirklich die ganze Zeit. Ich konnte mich nicht konzentrieren. Ich habe mich dann gemeldet und gefragt: "Besitzt jemand die Freundlichkeit xxx ein Taschentuch zu reichen? Dankeschön." Danach wurde ich SO gehänselt. Es war richtig schlimm. Wie geschwollen ich reden würde.

    das spricht nicht grade gegen dich, sondern eher für dich. allerdings auch nicht gegen dein umfeld oder die mitschüler.


    ich sag es mal so: wenn mein kind sich gewählt ausdrückt, etwas kultivierter ist als andere und auch ansonsten sehr ambitioniert ist, dann suche ich für es eben eine gut passende schule.


    wenn mein kind in der 6. klasse aber eher noch kindlich drauf ist oder aber sehr hemdsärmelig, dann fühlt es sich in so einer schule/klasse wohl eher total unwohl.


    letzten endes wäre es da an deinen eltern gewesen, eine besser passende schule für dich zu suchen. aber dafür muss man sich mit den schulen in der gegend eben auch erstmal auskennen und das tut nicht jeder.


    ich für meinen teil finde dein beispiel auch nicht schlimm und ich glaube in der 6. klasse hätte ich es auch nicht weiter schlimm gefunden. dafür hatten wir andere idioten, die gehänselt und gemobbt haben. nachdem die mich vermöbeln wollten und sich selbst eine gefangen hatten hatte ich aber auch meine ruhe. ;-D

    Zitat

    Ich habe mich dann gemeldet und gefragt: "Besitzt jemand die Freundlichkeit xxx ein Taschentuch zu reichen? Dankeschön." Danach wurde ich SO gehänselt. Es war richtig schlimm. Wie geschwollen ich reden würde. Eigentlich mochte ich das an mir, aber ich habe es mir dann abgewöhnt und war mit nichts mehr zufrieden, was ich sagte. Heute kann ich das schon gar nicht mehr so schön, wie früher, aber ich versuche, es mir wieder anzugewöhnen, weil ich es an mir mag und es mich glücklich mag.

    Den Spruch finde ich gut, aber für damals Gleichaltrige hört sich das "komisch" an aka "zu geschwollen" - und für 20-Jährige wird das idR immer noch so gelten. Als Professor könntest du dir das dagegen problemlos leisten. ??Mir ist mal sowas ähnliches passiert, auch so das Alter rum. Da war es ein eigentlich gängiges Fremdwort, das ich verwendet hatte, ohne mir bewusst zu sein, dass das für die anderen unbekannt ist bzw. überhaupt ein Fremdwort. Die Reaktionen der anderen waren ziemlich identisch wie bei dir. (War allerdings nicht in der Schule - da hatte ich mir das bereits abgewöhnt).??


    Wenn du die Sprachcodes situationsangepasst verwenden kannst, ist der Vorteil, dass du dich in verschiedenen Gruppen gut bewegen kannst, da du mehrere "Ausdrucksarten"/Sprachcodes beherrschst.

    (Das Aliengefühl wird vermutlich im Laufe deines Lebens irgendwann besser bzw. weniger unangenehm werden, wenn du selbstsicherer wirst und mehr Selbstvertrauen aufgebaut hast. ... Und ein konstruktives Umfeld. Dafür würde ich mir persönlich nämlich Gruppen suchen, die nicht auf Dinge fixiert sind, die du bei dir als Minuspunkt siehst (z. B. Gruppen, in denen "krumme Lebensläufe" auf Verwunderung stoßen), sondern in denen du dich so wie du bist akzeptiert fühlst. ... Wenn du später mal eine innere Ihr könnt mich mal-Einstellung entwickelt hast bzw. du nicht mehr so großen Wert darauf legst, was andere über dich denken (könnten) müssen auch andere Gruppen kein Problem sein, wenn man sich da insgesamt eher wohlfühlt und es nur um einzelne pers. Punkte geht wie bei dir deinen aus der Gruppe herausfallenden Lebenslauf (verknüpft mit deinem Alter))

    Zitat

    ich sag es mal so: wenn mein kind sich gewählt ausdrückt, etwas kultivierter ist als andere und auch ansonsten sehr ambitioniert ist, dann suche ich für es eben eine gut passende schule.

    Das kann dir auch mit Gymnasiasten aus einem eigentlich nicht bildungsfernen Elternhaus passieren. Und gute Noten machen auch alles andere als beliebt bei Mitschülern, wenn man aus deren Sicht nichts hat, womit man das kompensieren und diesen Makel wettmachen kann.

    @ Comran

    Hallo *:) @:) !

    Zitat
    Zitat

    "Besitzt jemand die Freundlichkeit xxx ein Taschentuch zu reichen? Dankeschön."

    In der 6. Klasse muss das absurd gewirkt haben. Mit 20 wäre das ein souveräner Spruch gewesen. Mir gefällt die Lösung ;-D .

    Dankeschön |-o . Ja, heute sehe ich das ja auch anders. Es war ja wirklich nicht schlimm. Die waren halt doof.

    Zitat
    Zitat

    Oder ein anderes Mal habe ich auf dem Schulweg vor mich hingesungen und wurde dann dafür gehänselt, dass ich Selbstgespräche führen würde.

    Du warst deiner Zeit halt voraus und hast dir die Freiheit genommen, zu sein, wie du bist. Aber wenn man einem Kind einredet, dass es Falsches tut, fühlt es sich schuldig. Das konntest du nicht mit der gleichen Sorglosigkeit wegstecken, wie du dein Verhalten geformt hast.

    Ja, das ist wohl wahr. Es war einfach, mich zu verändern, als Widerstand zu leisten.

    Zitat

    Die Vergangenheit lässt sich aber nicht ändern, höchstens abhaken. Heute solltest du die alte "Schmach" abgeschüttelt haben und dich höchstens ärgern, dass du dich damals gegen die Kritiker nicht durchgesetzt hast.

    Naja... ich denke mir irgendwo auch: Ich war 11. Da konnte ich es eben noch nicht besser. Hat mir ja auch keiner beigebracht. Aber ich kann es jetzt ja lernen, hoffentlich :)z .

    Zitat
    Zitat

    aber ich versuche, es mir wieder anzugewöhnen, weil ich es an mir mag und es mich glücklich mag.

    Genau. Mach das. :)_

    :)_ *:)

    @ Cote Sauvage

    Zitat

    Das ist doch ganz einfach:


    Bei Einzelnen in deinem Priavtleben: Künftig ihnen aus dem Weg gehen, weil sie den Schuss nicht hören.


    Bei Einzelnen in einer Gruppe, in der du bleiben willst: Lächeln und wieder was Spontanes sagen, zB: "Ich glaub du hast nicht gehört, was da zwischen den Zeilen stand. Da stand: Sag ich nicht".

    Ja, das klingt so einfach ^^. Aber ich kriege dann irgendwie immer Panik und habe den Impuls: "Mach, was der andere will, dann ist es vorbei." Ich bin da irgendwie nicht gut drin.

    Zitat

    Ich hatte auch so eine Verwandte, die immer neugierig war. Es war mir egal was sie über mich dachte, weil sie kein wichtiger Mensch in meinem Leben war. Wenn die mich was Neugieriges gefragt hat hab ich entweder so getan als hätte ich nichts gehört oder sowas gesagt wie "Du weißt doch, darüber rede ich nicht" oder auch mal mit einem Augenzwinkern: "Das geht dich nichts an".

    Das ist wirklich bewundernswert. Ich wähle dann tatsächlich eher die Flucht, also vermeide die Situation oder lüge, dass sich die Balken biegen. Das bereitet mir am wenigsten Stress. Vielleicht kann ich das mit dem ehrlich sein und Grenzen setzen ja mal mit jemandem üben, den ich kenne. Damit ich es zumindest schon mal gemacht habe. Irgendwie fühlt sich das für mich ganz fremd an.

    Zitat

    Wieso denn unter Schock? Ich steh auch nicht unter Schock, wenn ein Mann, den ich interessant finde, mir zu verstehen gibt, dass er nur Frauen mit Riesentitten als Partnerin in Betracht zieht. Ich find das nicht mal oberflächlich, er darf doch Vorlieben haben, und wenn ich denen nicht entspreche, hab ich eben Pech gehabt. Gibt ja noch genügend tolle Männer, die andere Vorlieben haben.


    Wenn du zu dir stehst so wie du bist und dir das nicht peinlich ist, kann es dir egal sein ob dich jemand deswegen "aussortiert".

    Hm... Ich habe halt noch nicht so ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Ich glaube, dass du da gleichzeitig ein gutes Vorbild und eine große Ausnahme bist - viele Menschen entwickeln ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein erst mit de Zeit, gerade, wenn sie aus ungünstigen Verhältnissen stammen.

    Zitat
    Zitat

    "Besitzt jemand die Freundlichkeit xxx ein Taschentuch zu reichen? Dankeschön."

    Hm, weißt du was ich da gemacht hätte? Ich hätte dem Mädchen selber ein Taschentuch zugesteckt und gar nichts gesagt. Wenn man sich mit so einem Spruch laut in die Klasse hinein meldet, fühlt sich das Mädchen (vielleicht war das gar kein Schnupfen sondern ein Tick, oder einfach schlechtes Benehmen) doch total an den Pranger gestellt.

    Denkst du denn, ich hatte eines zur Hand ;-) ?


    Natürlich hatte ich keines zur Hand, sonst wäre die Frage ja obsolet gewesen.


    Außerdem haben wir eine Prüfung geschrieben. Getuschel und rüberreichen über die Bankreihen hinweg hätte uns allen ne 6 einbringen können.


    Dann hatte ich also die Wahl, aus meiner Sicht höflich auf die Sache hinzuweisen - so höflich ich eben konnte (tatsächlich wohl für die anderen zu höflich ;-D . Jetzt kann ich schon fast darüber lachen.). Oder es zu ignorieren und die Prüfung zu verhauen.


    Es hat ja eh jeder gehört. Klar war es blöd für sie, aber da stand dann eben Interesse gegen Interesse und so blöde Sprüche im Nachhinein habe ich da meiner Meinung nach trotzdem nicht verdient :-/ .

    Zitat

    Mir ist da gerade nochwas eingefallen:


    Bei uns in der Arbeit gibt es Fortbildungskurse auch für soft skills, einen zB für Sozialkompetenz. Vielleicht gibt es sowas ja auch an einer VHS oder so? Da kann man dann Reaktionen üben, die einerseits zu einem selber passen und andererseits beim Durchschnitt der Menschen ankommen.

    Hm... wenn man den Durchschnitt der Reaktionen hier nimmt, war meine Reaktion aber durchaus angemessen, auch wenn eben für mein Alter ungewöhnlich ;-) .


    Da ich aber manchmal tatsächlich nicht weiß, wie ich reagieren könnte, wäre das eine Überlegung wert.


    Vielleicht rede ich darüber auch nochmal mit meiner Psychologin. Denn das ist ja was Konkretes, wobei sie mir helfen kann, das klappt in ner Verhaltenstherapie vielleicht gut.


    Und, wie gesagt, auch wenn ich manchmal mangels Erfahrung keine passende Reaktion zur Hand habe/nicht gut Grenzen setzen kann. In diesem speziell geschilderten Taschentuch-Fall fand ich meine Reaktion adäquat.

    Also... man, bin müde und vermisse die Edit-Funktion:


    Auch die anderen haben mir ja die Reaktion nicht angekrittelt, sondern eben die Ausdrucksweise. Ich kann also mit allen Informationen von damals und heute hier davon ausgehen, dass meine Reaktion von allen (bis auf Eine) als angemessen eingestuft wurde und wird.

    Zitat

    ich wurde auch schon oft wegen irgendwas gehänselt. man darf das dann eben nicht zu nah an sich ran lassen. kinder sind kleine widerliche monster aus der hölle und sind den ganzen tag nur damit beschäftigt, abzuklären, wer das alpha-kind ist. da sucht man sich jede beliebige schwäche raus und nutzt das dann aus.

    ;-D


    Da magst du recht haben. Aber sollten einen dafür Eltern nicht den Rücken stärken?

    Zitat

    ich für meinen teil hab das für mich dadurch geklärt, dass ich einerseits sehr darauf geachtet habe, mit welchen kindern ich mich umgebe und andererseits darauf, dass ich das alpha-kind bin oder zumindest unter den top drei. heisst, dass man zwar auch mal was einfängt, aber dafür eben auch austeilt. am anfang war das bei mir noch eher holprig, aber mit der zeit hab ich es dann doch sehr gut gelernt.

    Hm... d.h. du hast andere gehänselt, um selbst nicht gehänselt zu werden :-/ ?

    Zitat
    Zitat

    Vermutlich zu wenig Rückhalt in der Familie, da gab es auch nur Kritik.

    das ist schade, denn grade deine familie sollte eigtl. hinter dir stehen und dich darin unterstützen was du für richtig hältst. :)*

    Das haben sie ja, irgendwo. Aber eher auf diese: "Die anderen sind doch alle Idioten-Art." Auch wenn ich Cote Sauvage's Ansicht nicht teile, dass ich mich falsch verhalten hätte, bringt es mir halt doch was, wenn ich sehe: "Okay, die anderen sind nicht grundlos doof zu mir, sondern haben auch Gefühle." So kann man Situationen ja auch besser einzuschätzen lernen. Aber bei meinen Eltern kam mir das so oberflächlich vor, ich war dann einfach alleine und hilflos unter Idioten. Und da ich mir nicht vorstellen konnte, dass alle außer mir selbst Idioten sein sollen, hat sich das dann umgedreht und irgendwie war ich die einzige Idiotin und alle anderen toll. Einfach, weil ich keine realistischen Informationen bekommen habe. Es ist erwiesenermaßen genauso schlecht für die kindliche Entwicklung, immer kritisiert zu werden wie es ist, nie kritisiert zu werden, weil sich das genauso anfühlt wie ständige Kritik.

    Aber warst du nicht auf einer sehr guten Schule und da ging es dann trotzdem richtig rund ;-) ? Ich weiß nicht, ob das gebracht hätte. Vielleicht hätte es ein Internat für Hochbegabte gebracht, mit entsprechendem Einfühlungsvermögen der Lehr- und Betreuungspersonals. Aber das ist auch nur Spekulation.