@ Polarfuchs

    Hallo *:) @:) !

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    Den Spruch finde ich gut, aber für damals Gleichaltrige hört sich das "komisch" an aka "zu geschwollen" - und für 20-Jährige wird das idR immer noch so gelten. Als Professor könntest du dir das dagegen problemlos leisten. ??Mir ist mal sowas ähnliches passiert, auch so das Alter rum. Da war es ein eigentlich gängiges Fremdwort, das ich verwendet hatte, ohne mir bewusst zu sein, dass das für die anderen unbekannt ist bzw. überhaupt ein Fremdwort. Die Reaktionen der anderen waren ziemlich identisch wie bei dir. (War allerdings nicht in der Schule - da hatte ich mir das bereits abgewöhnt).??


    Wenn du die Sprachcodes situationsangepasst verwenden kannst, ist der Vorteil, dass du dich in verschiedenen Gruppen gut bewegen kannst, da du mehrere "Ausdrucksarten"/Sprachcodes beherrschst.

    Hm, danke. Es hilft, zu sehen, dass ich damit nicht alleine dastehe.


    Es stimmt auch, dass ich mich so theoretisch in unterschiedlichen Umfeldern bewegen kann. Ob ich das will, muss ich mal sehen. Im Moment versuche ich eigentlich, mein altes Ich wiederherzustellen. Also das, womit ich mich immer wohlgefühlt habe und auch noch wohlfühle :-) . Das hat mir die derzeitige Erfahrung wieder nähergebracht, dass ich gerne zu mir selbst finden möchte.

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    (Das Aliengefühl wird vermutlich im Laufe deines Lebens irgendwann besser bzw. weniger unangenehm werden, wenn du selbstsicherer wirst und mehr Selbstvertrauen aufgebaut hast. ... Und ein konstruktives Umfeld. Dafür würde ich mir persönlich nämlich Gruppen suchen, die nicht auf Dinge fixiert sind, die du bei dir als Minuspunkt siehst (z. B. Gruppen, in denen "krumme Lebensläufe" auf Verwunderung stoßen), sondern in denen du dich so wie du bist akzeptiert fühlst. ... Wenn du später mal eine innere Ihr könnt mich mal-Einstellung entwickelt hast bzw. du nicht mehr so großen Wert darauf legst, was andere über dich denken (könnten) müssen auch andere Gruppen kein Problem sein, wenn man sich da insgesamt eher wohlfühlt und es nur um einzelne pers. Punkte geht wie bei dir deinen aus der Gruppe herausfallenden Lebenslauf (verknüpft mit deinem Alter))

    Ja, genau solche Gruppen suche ich :)z ! Aber wo finde ich die? Bisher scheint sich herauszukristallisieren, dass ich da wohl einfach nach dem Prinzip "Versuch und Irrtum" vorgehen muss.

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    Das kann dir auch mit Gymnasiasten aus einem eigentlich nicht bildungsfernen Elternhaus passieren. Und gute Noten machen auch alles andere als beliebt bei Mitschülern, wenn man aus deren Sicht nichts hat, womit man das kompensieren und diesen Makel wettmachen kann.

    Ich glaube, ehrlich gesagt, dass man gute Noten in dem Alter mit nichts kompensieren kann ;-) . Denn da hatte ich schon genug zu bieten. Und es gab auch sonst niemanden mit guten Noten, der beliebt war.


    Übrigens war das auch ein Gymnasium, aber in einem schlechten Stadtteil. Meine Eltern haben eher darauf geachtet, dass die Schule nah dran ist, und nicht darauf, dass sie gut ist %-| . Naaaaja.


    Bin die nächsten Tage vielleicht nicht so viel online, wollte nur schon mal Bescheid sagen *:) !

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    viele Menschen entwickeln ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein erst mit de Zeit, gerade, wenn sie aus ungünstigen Verhältnissen stammen.

    Ich hab (durch viele Gespräche mit Freunden und Beobachtungen) festgestellt, dass die Erziehung bzw wie man aufgewachsen und von den Eltern behandelt wurde, da tatsächlich eine sehr große Rolle spielt.

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    Hm... wenn man den Durchschnitt der Reaktionen hier nimmt, war meine Reaktion aber durchaus angemessen, auch wenn eben für mein Alter ungewöhnlich ;-) .


    Da ich aber manchmal tatsächlich nicht weiß, wie ich reagieren könnte, wäre das eine Überlegung wert.


    Vielleicht rede ich darüber auch nochmal mit meiner Psychologin. Denn das ist ja was Konkretes, wobei sie mir helfen kann, das klappt in ner Verhaltenstherapie vielleicht gut.

    Es geht doch nicht darum, wie heute ein zufällig zusammengewürfelter Haufen von Fremden eine Aktion von dir aus deiner Kindheit bewertet. Durch alle deine Threads in der letzten Zeit zieht sich doch, dass du irgendwie ein Problem mit sozialen Interaktionen hast. Du fühlst dich bzw wirst missverstanden, du schwankst zwischen abgelehnt werden und dich verbiegen, du verstehst Reaktionen anderer nicht bzw kannst sie nicht akzeptieren usw. Ich dachte, wenn du vielleicht mal eine Art "Weiterbildung" in Sachen Sozialkompetenz machst, dann kommst du mal weg davon, dass irgendwas an dir komisch, nicht richtig, therapiebedürftig usw ist. Du kämst dann in eine Gruppe von Leuten, die was dazulernen will. Das was ich meine ist was anderes als eine Therapie. Vielleicht bist du gar nicht "therapiebedürftig". Außerdem scheint dir deine Psychologin nicht recht weiterhelfen zu können. Daher würde ich vielleicht mal einen ganz anderen Ansatz probieren an deiner Stelle.

    Natürlich kann man nicht "einfach" aufhören, aber sich selbst klar machen, dass man da übertreibt und sich nicht so ernst nehmen kann man schon. Da sprech ich aus Erfahrung. Und nein, für viele Menschen besteht die Welt nicht nur aus Worten, die gehen zum Filmabend um den Film zu gucken und nicht um sich darüber hinterher stundenlang auszutauschen. Die Leute gehen ihren Hobbys nach weil sie diese Sachen gerne machen, nicht um unbedingt Freunde zu finden oder so. Vielleicht wäre es für dich sinnig in einen Leseklub oder so zu gehen, etwas wo das "drüber reden" der Sinn der Veranstaltung ist. Denn sonst gehst du da unter Umständen mit ganz anderen Erwartungen hin als alle anderen und läufst dann logischerweise auf.


    Und woher weißt du denn, weshalb die anderen dich aussortiert haben? Haben sie direkt gesagt, dass sie mit jemandem der schon Ü30 ist und noch nicht X oder Y erreicht hat, nichts zu tun haben wollen? Oder könnten es auch Sachen sein die du gerade nicht auf dem Schirm hast und sei es der dringende Wunsch über alles zu reden?


    Und ob oder was deine Eltern dir mitgegeben haben oder nicht, ist ja nun auch wumpe. Denn das lässt sich ja nun nicht mehr ändern oder? Fakt ist, dass du hier und heute nicht sonderlich Kritikfähig bist, sieht man hier auch gerade an deiner Reaktion auf CoteSauvages Anmerkung. Du verteidigst dich ganz stark, statt den Gedanken zu zulassen, dass du damals vielleicht jemanden mit deiner Art bloßgestellt hast. Mag sein, dass die anderen bei der Aktion einfach ein doofes Gefühl hatten und sich das in diesen Hänseleien in Bezug auf die Wortwahl ausgedrückt hat. Ist ja nicht jeder super selbstreflektiert und kann den Finger genau darauf legen, weshalb er dies oder das irgendwie doof fand. Schon gar nicht in dem Alter.


    Ich weiß nur, ich an Stelle des Mädels wäre vor Scham gestorben, wenn du das mit mir gemacht hättest, weil ich nämlich empfindlich für Kritik war, keine Rückendeckung von zu Hause hatte und kein Selbstwertgefühl.

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    Da magst du recht haben. Aber sollten einen dafür Eltern nicht den Rücken stärken?

    eigentlich schon. ;-)

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    Hm... d.h. du hast andere gehänselt, um selbst nicht gehänselt zu werden :-/ ?

    jep. man muss mit den wölfen heulen, sonst wird man von ihnen gefressen.


    allerdings hab ich bei meinem hänseln immer sehr aufgepasst. ich hab mir nie die ganz schwachen vorgenommen oder die, bei denen ich merkte, dass die das nicht abhaben können. bei mir waren es die, die es vertragen konnten oder die, die eben auch oft gern austeilten.

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    Das haben sie ja, irgendwo. Aber eher auf diese: "Die anderen sind doch alle Idioten-Art." Auch wenn ich Cote Sauvage's Ansicht nicht teile, dass ich mich falsch verhalten hätte, bringt es mir halt doch was, wenn ich sehe: "Okay, die anderen sind nicht grundlos doof zu mir, sondern haben auch Gefühle." So kann man Situationen ja auch besser einzuschätzen lernen. Aber bei meinen Eltern kam mir das so oberflächlich vor, ich war dann einfach alleine und hilflos unter Idioten. Und da ich mir nicht vorstellen konnte, dass alle außer mir selbst Idioten sein sollen, hat sich das dann umgedreht und irgendwie war ich die einzige Idiotin und alle anderen toll. Einfach, weil ich keine realistischen Informationen bekommen habe. Es ist erwiesenermaßen genauso schlecht für die kindliche Entwicklung, immer kritisiert zu werden wie es ist, nie kritisiert zu werden, weil sich das genauso anfühlt wie ständige Kritik.

    stimmt. das war meiner meinung auch nicht so gut von deinen eltern. denn dadurch wird ja auch ein stück weit narzissmus kreiert: man wandelt durch eine welt von idioten. jede kritik prallt von einem ab, weil alle nur idioten sind. man selbst ist der grösste und beste und tollste, weil alle anderen idioten sind. und wenn dann doch mal kritik von nicht-idioten kommt wie von den eigenen eltern, dann leidet man sofort darunter, weil man dann berechtigterweise die welt nicht mehr versteht.


    ausserdem ist es ein totales totschlagargument. du wirst dadurch zum opfer. DU musst die idioten einfach ertragen. DU musst aushalten, wenn sie dich mobben oder dir blöd kommen. ich seh da nicht, dass DU aktiv wirst und etwas gegen das mobbing unternimmst. zur not hätten deine eltern dir eben beibringen können, zurück zu mobben. dann merkst du wenigstens, dass du selbst deines glückes schmied bist und etwas an dem ändern kannst, wie die leute dich behandeln. aber nein, die leute sind ja alles idioten und man kann nichts daran ändern, sondern muss sich passiv in sein los beugen. ":/


    das ist meiner meinung keine gute richtung, in die man ein kind schubsen sollte.

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    Aber warst du nicht auf einer sehr guten Schule und da ging es dann trotzdem richtig rund ;-) ? Ich weiß nicht, ob das gebracht hätte. Vielleicht hätte es ein Internat für Hochbegabte gebracht, mit entsprechendem Einfühlungsvermögen der Lehr- und Betreuungspersonals. Aber das ist auch nur Spekulation.

    ich würde schulen da ja eben nicht in gut und schlecht unterteilen. es gibt gymnasien oder internate wie das meine, da geht es dann auch mal verbal rund. das wird ein stück weit auch gewünscht, denn die absolventen müssen sich später ja auch in der geschäftswelt oder als anwalt durchsetzen können. nichtsdestotrotz wurden eben etwas schüchternere oder stillere schüler immer geschützt und von allen akzeptiert. gruppenbildung gab es nicht, was alle beteiligten sehr mochten. sehr oft flogen die fetzen dann zum beispiel auch im unterricht in irgendwelchen sachlichen diskussionen.


    andere gymnasien, die ich erlebt habe waren da ganz anders aufgestellt - da ging es auch hoch her, aber dafür auf dem schulhof und es ging oft gegen die schwachen und schüchternen und zu hitzigen diskussionen im unterricht kam es gar nicht erst, weil die lehrer viel zu beschäftigt damit waren die sozialen probleme der kids zu lösen.


    ja, ich denke schon dass dir eine andere/bessere schule hätte helfen können. :)*


    aber du bist doch heute trotzdem ein toller mensch geworden und das trotz all der steine die dir in den weg gelegt wurden. :)*

    schön, dass du dich entschieden hast, dass du etwas besseres verdienst.


    trage deine Vergangenheit aber nicht in Form von Zukunftsprojektionen mit dir rum ("habe Angst wieder auf die Fresse zu fallen") - sondern ändere dein Selbst-und Weltbild.


    Die Welt, die wir erfahren, ist nur ein Spiegel unserer inneren, tiefsten Überzeugungen und Annahmen. Auch Konditionierung genannt.


    Die beste, wirklich aller-allerbeste Annahme lautet:


    "Ich kann nicht verletzt werden. Weder emotional, noch mental, noch spirituell, noch sonst irgendwie.


    Und ich kann auch niemanden verletzen."


    Damit fährst du immer sicher auf friedlichen Pfaden. Gesundheit, Glück, Fülle sind dein auf ewig.


    klingt komisch, is' aber so :)_


    Daher stelle nicht so viel Fragen, sondern gestatte dir zu Vertrauen und die oben genannte Annahme als Hauptquelle deiner Entscheidungen und deines Denkens zu nutzen.


    Dann wird eine andere Wahrnehmung zu dir kommen, in der alles Vergangene, was dir nicht gefiel, keinen Bestand mehr hat.


    Viel Spaß dabei! :p>

    Ich habe nach wie vor den Eindruck, Du suchst "etwas" bei anderen Leuten, und nun versuchst Du das "Projekt" so zu gestalten, dass Du das, was Du suchst, auch bekommst.


    Nicht falsch verstehen, vernünftigen Freundschaften sind natürlich wichtig und ein verständliches Bedürfnis, aaaaber..


    ich würd trotzdem erstmal versuchen, das, was ich suche, bei mir selber zu finden, und das Thema "andere Leute" weiter nach hinten zu stellen. Wenn man mit sich selber im reinen ist, finden sich die richtigen Leute im Laufe der Zeit eh von selber, und erzwingen kann man da gar nix..


    Allein die Tatsache dass Du in der alten Gruppe trotz offensichtlicher Unzufriedenheiten relativ lange, weiterhin versuchend, verblieben bist, zeigt ja, dass Du durchaus bereit bist, Kompromisse in Kauf zu nehmen, um das, was Dir fehlt (was auch immer das sein mag) zu bekommen. Da ist also ein gewisser Druck.

    Gefällt mir. :)^ Das lässt die "Macht" bei uns selbst.

    Wie ich in Cinnamons anderem Faden auch versucht habe zu erklären, ist gerade bei Leuten mit eher zu wenig Selbstwertgefühl das Wissen, dass sie selber die Macht haben, andere zu verletzen, eher zu gering ausgeprägt (weil man irgendwie intuitiv davon ausgeht, dass einen eh keiner ernst nimmt, insofern kratzt es auch keinen, wenn man zum A-loch wird). Genau das ist aber die Basis für egozentrisches, narzisstisches Verhalten, welches die Probleme nur noch größer Macht.


    Von daher denke ich, sollte man sich durchaus klar machen, dass man zwar selber bestimmen kann, inwieweit anderen einen verletzen (da stimme ich Dir zu), aber keineswegs den Einfluß, den man auf andere hat, unterschätzen.

    Cinnamon4,

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    Ja, das sehe ich auch so. Nur wird es halt schwierig, sowas wie vorher zu vermeiden. Vielleicht sollte ich mir ein Hobby suchen, das preisgünstiger ist und weniger erfolgsorientiert und vielleicht auch erstmal frauenlastiger. Mal schauen. Nur so als Gegenentwurf.

    Ich bin da wie ich schonmal schrieb ja durchaus ein Freund einer gewissen Experimentierfreude. Anstatt also alle Ideen immer wieder hin- und herzusieben, kann man sie einfach alle ausprobieren, notfalls auch nur genau ein mal ;-) Allerdings wüsste ich z. B. bei einem Golfclub schon im Voraus, dass ich da am falschen Platz bin. Aber auch ein Klischee kann man erstmal in Frage stellen, bevor man es kultiviert :=o

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    Darf ich mal was fragen? Klingt vielleicht blöd für Leute, die "sowas ergibt sich" als selbstverständlich sehen, aber:


    WIE ergibt sich sowas denn? Wartet man da einfach ab? Und wenn beide Seiten abwarten?


    Ich steige einfach nicht dahinter, wie sowas funktioniert ":/ .

    Es war ein Musikkurs, bei dem der Kursleiter für uns erstmalig ein Konzert angesetzt hat. Daraufhin haben einige, auch ich, alle mal zum Üben zu sich nach Hause eingeladen. Dann hatte eine Teilnehmerin mich und eine andere Teilnehmerin (die ich auch schon von gemeinsamen U-Bahn-Heimfahrten etwas näher kannte), zu einem ihrer eigenen Konzerte eingeladen. Mit beiden hatte ich später auch mal ein date und mit einer irgendwas zwischen Affaire und Kurzbeziehung. Irgendwie gab es da plötzlich so eine Gruppendynamik, wo ich durchaus mitgezogen habe, also ich hab da irgendwie meine Rolle gespielt. Ein Jahr zuvor hätte ich mich sonstwie abstrampeln können (das wäre mir aber auch nicht in den Sinn gekommen, da ich es als Hobby sah, die anderen vermutlich auch), da hätte es das nicht gegeben. In dem Fall war übrigens sogar die Gruppe mal für etwas gut ^^


    Von deinen Fragen her klingt es für mich, als würdest du um die Freundschaft von bestimmten Personen "werben" wollen und dich ein Stück weit auf sie festlegen. Das konnte mir als Jugendlichem auch passieren, irgendwie fand ich da manche Leute immer unheimlich cool, vor allem im Vergleich zu mir selbst. Das habe ich mittlerweile aber abgelegt. Ich versuche da eher, in viele Richtungen kontaktfreudig zu sein und ein bisschen zu "flirten", wenn mir jemand sympathisch erscheint.

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    Das finde ich ja irgendwie drollig ;-) Ich habe auch eine Freundin, mit der ich sehr gerne Zeit verbringe und bei ihr bekomme ich immer den Eindruck, für sie besteht die Welt aus Wörtern.

    Ja, das ist bei mir auch so. Ist das denn bei anderen nicht so?

    Also ein klein wenig Witz ist da von dir schon dabei oder meinst du das wirklich gänzlich so? ;-) Man braucht da ja gar nicht mit irgendwelchen Fakten ankommen, aber wie wär's denn, sich auf Telefonsex zu beschränken, über gutes Essen zugunsten der Kalorienbilanz auch nur noch zu reden und Urlaube immer nur zu planen, statt wirklich hinzufahren? ^^ Sicherlich sind das auch alles wieder potentielle Gesprächsthemen, aber das Glas Wein wird auch nicht schlechter, wenn man ihn einfach mal nur trinkt.

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    Ich respektiere das absolut, vermute dahiner auch viel Neurologie, bloß ist es dann so, dass ich sie in der anderen Hälfte der Welt nicht antreffe.

    Was meinst du mit Neurologie? Und wo triffst du sie dann nicht an?

    Na es geht irgendwie um die Verschaltung vom emotionalen Erleben und Sprache auf neuronaler Ebene. Je besser die verdrahtet sind, desto weniger kann man die beiden vielleicht unterscheiden. Oder positiv formuliert: Desto besser und leichter kann man (meistens aber wohl frau ;-) ) ihr Erleben in Worte fassen und findet Worte in jeder Lebenslage so immens wichtig. Mir kommt das immer wie eine Übersetzungsarbeit vor. Besagte Freundin treffe ich daher nur bei Aktivitäten, wo das Reden eine Rolle spielt. Irgendwass rein Sinnliches oder etwas Zielgerichtetes fällt damit als gemeinsame Beschäftigung schonmal weg. Filme hat es bisher auch nicht gegeben, weil ich mir schon vorstellen kann, wo das hinführt. Mir fällt das schon jedes mal auf, wenn sie nach Filmtipps fragt und ich ihr wirklich welche geben will, dann aber merke, dass sie sich eigentlich nur über Filme unterhalten will ;-D

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    :-p

    ;-D

    @ rr2017

    Man kann jemanden psychisch nur da verletzen, wo er eh schon eine Wunde hat. Ein gefestigter, in sich ruhender Mensch hat sicherlich auch keine Lust darauf und wird ärgerlich reagieren, wenn jemand ihm aus Spaß Beleidigungen an den Kopf haut, aber es wird nicht grundsätzlich seinen Selbstwert in Frage stellen. Für einen sehr empfindlichen Menschen mit vielen Wunden reicht schon eine hochgezogene Augenbraue, um zutiefst verletzt zu sein. Man überschätzt seine eigene Macht da wirklich.

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    Man kann jemanden psychisch nur da verletzen, wo er eh schon eine Wunde hat.

    Das finde ich eine total abwegige Theorie. Abgesehen davon: Irgendwer wird ihm dann ja erstmals diese Wunde zugefügt = ihn verletzt haben müssen.

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    Ein gefestigter, in sich ruhender Mensch hat sicherlich auch keine Lust darauf und wird ärgerlich reagieren, wenn jemand ihm aus Spaß Beleidigungen an den Kopf haut, aber es wird nicht grundsätzlich seinen Selbstwert in Frage stellen. Für einen sehr empfindlichen Menschen mit vielen Wunden reicht schon eine hochgezogene Augenbraue, um zutiefst verletzt zu sein.

    Ich bin ein gefestigter, in mir ruhender Mensch. Sicher werde ich nicht wegen irgendeinem Schwachsinn gleich meinen Selbstwert in Frage stellen. Aber verletzen kann man mich (natürlich) durchaus.

    Genau. Wirf mehreren Menschen dieselbe verletzende Bemerkung an den Kopf, und sie werden jeder anders reagieren: da ist von Weinen über In-die-Luft-gehen bis hin zu schlagfertiger Entgegnung und darüber Lachen alles drin. Jeder RE-agiert, nichts geschieht da von allein und automatisch, weil man ja verletzt "sein muss". Die Gefühle sind völlig unterschiedlich, je nach persönlichem Hintergrund.


    Deshalb hat keiner von sich aus die Macht, zu verletzen. Es gibt höchstens die, die es versuchen und die, die daraufhin die Verletzung annehmen.