@ rr2017

    Zitat

    Gefühle kommen doch einfach von selber, man kann sie nicht beeinflussen.

    Verantwortung für etwas zu haben oder zu übernehmen heißt ja nicht dass ich dran Schuld bin, dass es so ist. Aber es kann eben niemand anders etwas an meinen Gefühlen ändern außer mir.

    Zitat

    Opferumkehr wie "selbst Schuld dass der Kerl dich begrabscht hat, was trägst du auch so ein kurzes Kleid - der konnte ja gar nicht anders" löst bei mir auch allergische Ausschläge aus. Aber so etwas habe ich ausdrücklich nicht gemeint.

    Das hab ich mir schon gedacht, aber die ersten Aussagen zu dem Thema hier waren stark verallgemeinernd und ich beobachte gesellschaftlich so eine Tendenz dazu, gerade in Bezug auf Krankheiten. Bis hin zu der Frage bei Tumoren was man denn da nicht aufgearbeitet hat, dass es soweit kommen konnte. (oder ob man sich falsch ernährt oder was immer da gerade im Schwange ist) Nur deshalb wollte ich da relativieren. Ansonsten bin ich ein großer Fan der Eigenverantwortung und der Eigenmächtigkeit. :-)

    Zitat

    Gefühle kommen doch einfach von selber, man kann sie nicht beeinflussen.

    Das stimmt zwar und doch auch wieder nicht so ganz.


    Sie erscheinen zunächst mal spontan und unbeeinflussbar. Wenn man aber seine Gedankenabfolge genau beobachten könnte, würde man merken: es hängt eben auch mit den inneren "Selbstgesprächen" zusammen. Mit der Zeit lässt sich manchmal sogar lernen, das die Gefühle nicht über einem zusammenschlagen und einen handlungsunfähig machen.


    Ich will damit nicht sagen, dass akute Gefühle allein durch ein Umdenken in den Griff zu bekommen sind - so einfach ist es nicht - andererseits wäre jede Therapie für die Katz, wenn das Überdenken bestimmter Überzeugungen nicht auch andere Gefühle nach sich ziehen könnten. Viele Gedanken sind schlicht und einfach falsch. Und wenn man das durch Hinterfragen erkannt hat, ist es vielleicht auch möglich, die daraus resultierenden Gefühle, zumindest nach und nach, zu ändern.

    Zitat

    Gefühle kommen doch einfach von selber, man kann sie nicht beeinflussen.

    Das stimmt so nicht, da habe ich schon andere Erfahrungen gemacht.


    Wenn man zB dabei ist, sich für jemanden zu interessieren, gibt es durchaus einen Point of no return, vor dessen Erreichen man noch was dazu oder dagegen tun kann ob/ wie sich da Gefühle entwickeln.

    Ich fand eigentlich schon die anfängliche Aussage ziemlich falsch, dass man als sozial unsichere Person besonderen Augenmerk darauf richten soll, andere nicht "zu verletzen". Das machen sie m. E. sowieso schon mehr als ihnen gut tut und dann hätten sie eben nur noch einen Grund mehr zum Grübeln und sich unzureichend zu fühlen. Vielmehr hätte es vielleicht einen Übungseffekt, ganz bewusst aktiv für seine Grenzen einzustehen und hinzunehmen, dass sich auch mal jemand verletzt (oder zumindest irgendwie übergangen) fühlt. Sowas passiert nämlich im Zusammenleben und wenn man's ständig zu verhindern versucht, geht das Leben halt auch an einem vorbei.


    Irgendwann kam hier mal der Begriff "Opfer" auf, wobei ich auch keines sehe, da wir hier m. E. nicht über Mobbing oder Straftaten sprechen (Krankheiten passen erstrecht nicht da rein), sondern alltägliches menscheln. Ich mag da auch den Begriff "jemanden verletzen" in diesem Zusammenhang nicht, weil er tatsächlich einen Angriff impliziert und dazu verleitet, gar nicht erstmal auf sich selbst zu gucken - d. h., was will ich eigentlich und was ist genau das Problem für mich? Die Reaktion kann dann ja immer noch nach außen erfolgen, man kann ja auch für sich zu dem Schluss kommen, über ein Problem zu kommunizieren, jemandem zu sagen, dass er ein Arschloch ist, oder einfach kommentarlos zu verschwinden. Natürlich kann man das auch in umgekehrter Reihenfolge tun, also erstmal reagieren und sich im Nachgang mal gedanklich selbst in den Mittelpunkt stellen, das ist vielleicht der verbreitetere Weg. Dass es am Ende immer um beide Seiten geht, ist ja sowieso schon durch den Begriff des Unterforums irgendwie ersichtlich ":/

    Hallöchen, ihr Lieben @:) !


    Bin gerade aus dem Urlaub zurück - hoffe, es hat mich keiner vermisst ??? Ich hatte ja geschrieben, dass ich in nächster Zeit etwas weniger online sein werde. Konkreter wollte ich nicht werden, wegen Wiedererkennbarkeit und so.


    Ich habe mich jetzt etwas gefangen, würde ich schätzen. Meine Mutter meinte letztens zu mir: "Aus so einer Gruppe auszutreten, das ist halt wie bei einer Trennung. Erst hast du mit der Entscheidung gehadert und überlegt, ob es noch einen Weg zurück gibt, dann hast du diesen Schritt gemacht und überlegt, was du falsch gemacht hast." Damit bin ich fast durch. Derzeit empfinde ich etwas Ärger, das ist wohl die nächste Stufe. Und am Ende ist es hoffentlich Frieden mit der Situation.


    Zwischendurch war ich so bekloppt, dass ich schon dachte, ich hätte Asperger ;-D . Also nicht, dass das schlimm gewesen wäre, aber ich habe so fieberhaft nach einer Erklärung gesucht, dass ich bei Seite schob, dass ich Emotionen in Gesichtern sehr gut lesen kann.


    Darüber bin ich jetzt hinweg, der Urlaub tat mir gut. Manchmal bin ich noch traurig, ganz selten zweifle ich noch, manchmal bin ich ärgerlich, aber es wird. Und dann werde ich mal etwas Neues wagen :)z .


    Ich habe auch überlegt, meine Psychotherapie erstmal auszusetzen - ich hatte dadurch am Schluss ja eher das Gefühl, alles falsch zu machen, wobei oft die anderen ja mal einen Therapeuten gebraucht hätten... Ich werde mir vielleicht noch ein gutes Buch zum Thema "Kontakte knüpfen" kaufen um neue Anregungen zu bekommen, das reicht dann aber auch :-) .


    Den Rest lasse ich dann einfach mal auf mich zukommen.


    Ich danke euch allen für eure Ratschläge und eure Mühe.


    Sollte das Thema nochmal aktueller werden, melde ich mich.


    GLG :)_ !

    Oh, entschuldigt, bitte |-o ! Aber ist ja auch schön, vermisst zu werden. Auch wenn ich euch keine Sorgen bereiten wollte @:)!


    Wenn ihr mögt, könnt ihr ja mal schreiben, wie es euch so ergangen ist in letzter Zeit @:)! Wir haben ja gerade alle unsere Gruppenthemen am Laufen und so ^^.


    Ansonsten bis bald *:)!

    asperger hast du nicht. da würde ich mich schon sehr wundern.


    ansonsten finde ich es gut, wie du das alles im moment siehst. erinnert mich ein bisschen an einen song von turisas. da geht es auch um neue ufer und das neue und unbekannte und dass es ja auch irgendwo eine suche ist aber dass man dadurch natürlich auch immer neue chancen hat.


    hinter der nächsten ecke kann schon die nächste gruppe auf dich warten, bei der du dich dann wohlfühlen könntest oder bei der du zumindest etwas weniger... nennen wir es mal inkompatible persönlichkeiten kennen lernst.

    @ anfangmitfreude

    Hallo @:) !


    Danke nochmal für deine Rückmeldung :-x ! Du wirst es ja wissen ;-D !


    Ich glaube auch, dass ich viel weniger falsch gemacht habe, als gedacht.


    Mein "Problem" war eigentlich, dass ich immer zuerst an die anderen und ihre Befindlichkeiten gedacht habe und nicht zuerst an mich selbst. Diese Gruppe wiederum war insofern homogen, dass fast alle zuerst an sich selbst gedacht haben. Ich glaube, ich harmoniere einfach besser mit Leuten, die da ähnlich gestrickt sind, wie ich. Es kann ja durchaus funktionieren, wenn jeder zuerst an sich selbst denkt. Aber für mich ist das nichts. Ich meine eher: "Wenn jeder ein bisschen an die anderen mitdenkt, ist an jeden gedacht."


    Und ich muss wohl irgendwie damit klarkommen lernen, dass es da nur sehr wenig "schwarz" und "weiß" gibt. Manchmal habe ich so eine Sicht auf die Welt... dass alle Menschen gut sind und alles, was sie tun, eigentlich gut meinen. So ein bisschen kindlich eben. Und wenn ich dann enttäuscht werde, bin ich ärgerlich, und die Menschheit kann mir irgendwie gestohlen bleiben. Einen Mittelweg habe ich da leider noch nicht gefunden.

    hi @:)

    Zitat

    Mein "Problem" war eigentlich, dass ich immer zuerst an die anderen und ihre Befindlichkeiten gedacht habe und nicht zuerst an mich selbst. Diese Gruppe wiederum war insofern homogen, dass fast alle zuerst an sich selbst gedacht haben. Ich glaube, ich harmoniere einfach besser mit Leuten, die da ähnlich gestrickt sind, wie ich. Es kann ja durchaus funktionieren, wenn jeder zuerst an sich selbst denkt. Aber für mich ist das nichts. Ich meine eher: "Wenn jeder ein bisschen an die anderen mitdenkt, ist an jeden gedacht."

    naja, dann such dir eben leute, die das genau so sehen, wie du und die auch erstmal an andere denken und dann an sich. ;-)

    Zitat

    Und ich muss wohl irgendwie damit klarkommen lernen, dass es da nur sehr wenig "schwarz" und "weiß" gibt. Manchmal habe ich so eine Sicht auf die Welt... dass alle Menschen gut sind und alles, was sie tun, eigentlich gut meinen. So ein bisschen kindlich eben. Und wenn ich dann enttäuscht werde, bin ich ärgerlich, und die Menschheit kann mir irgendwie gestohlen bleiben. Einen Mittelweg habe ich da leider noch nicht gefunden.

    den mittelweg musst du aber finden, denn sonst wird das leben für dich ja eine einzige tortur. :°_ alle menschen generell in einen topf zu stecken und ihnen bestimmte charaktereigenschaften zu unterstellen und dann enttäuscht/überrascht/böse zu sein, wenn sie diese nicht haben führt am ende eben nur dazu, dass die menschen um dich rum tun, was sie für richtig halten - dich enttäuschen - und du dann wütend/enttäuscht/böse bist. die leute haben also bekommen, was sie wollten und du hast miese laune bekommen. ;-D


    so, und dann die frage nach gut und böse. gibt es das denn? wenn ich z.b. bei monopoly gewinne, bin ich aus sicht der anderen der böse, aber aus meiner sicht bin ich gut, denn ich hab mich angestrengt, gut geplant, hatte dazu noch ein quantum glück und hab gewonnen. gut und böse ist immer ansichtssache.


    die menschen tun, was sie tun, weil sie bestimmte interessen haben und diese wahrnehmen, um ihre eigenen bedürfnisse zu erfüllen. gut zu sein ist für sehr wenige menschen ein bedürfnis, denn wozu auch?


    daher kann ich dir nur den rat geben, dass du deine haltung da nochmal überdenkst. man kann ja durchaus wütend/sauer auf jemanden sein, weil derjenige nicht gut zu einem selbst war. aber dann muss man sich eben bewusst sein, dass man so fühlt weil man sich zurückgesetzt, zurückgewiesen oder abgekanzelt fühlt. darauf kann man dann eben der person ggü. reagieren oder man kann versuchen selbst damit klar zu kommen. aber im stillen kämmerlein wütend auf jemanden zu sein und es darauf zu schieben, dass derjenige ja nicht generell gut sei, ist meiner meinung der falsche weg. aber das musst am ende du wissen. ;-)