Aufgabenverteilung Familie mit Kind(ern)

    Angeregt durch einen kürzlich aktuellen Faden, in welchem klar wurde wie unterschiedlich dies doch in unseren Familien gelebt wird, starte ich diesen Faden.


    Gerade vor dem Hintergrund der Berufstätigkeit (Arbeiten beide Partner voll? Einer Teilzeit? Einer Hausfrau/mann?) oder auch im Krankheitsfall gibt es da oft unterschiedliche Vorstellungen bzw. Erwartungen und Konfliktpotenzial:


    • Speielt das Geschlecht vielleicht doch immer noch eine Rolle?


    • Wieviel leistet der, der (mehr?) arbeiten geht?


    • Habt ihr einen Plan? Feste Routinen? Hilfe?


    • Usw.


    Dieser Faden könnte dazu dienen, sich selbst zu verorten, bzw. neue Impulse zu bekommen oder auch einfach mal über den sprichwörtlichen Tellerand hinauszublicken.


    Wie sehen Eure Wochentage aus? Wie Eure Wochenenden?




    Ich fange einfach mal an. :-)


    Hintergrund:


    Ich bin in Elternzeit, Partner arbeitet Vollzeit, ein gemeinsames Kind (8 Monate alt).


    Wochentage:


    Er:


    1) Halb sieben bis halb zwei:


    • Arbeitszeit + Fahrtweg


    • Davor räumt er morgens noch die Spülmaschine aus (läuft bei uns immer über Nacht).


    2) Halb zwei bis sieben:


    • Einkaufen auf dem Heimweg und dann Kochen.


    Falls ich damit nicht dran bin (meistens kocht er drei mal unter der Woche und ich zwei mal).


    • Der, der nicht gekocht hat macht den Abwasch/Küche


    • Spaziergang mit dem Kleinen von ca. 16:30 bis 17:30


    • Baby baden (oder alternierend Katzenwäsche) und bettfertig machen


    3) Abend und Nacht: Ab und zu Büroarbeiten


    Zusatzaufgaben:


    • Müll rausbringen


    • Altglas + Altpapier


    • Sprudelkästen be- und entsorgung


    • Wohnküche täglich fegen


    • Pflanzen (wir haben viele)




    Ich:


    1) Halb sieben bis halb zwei:


    • Baby (alles was dazugehört eben :-) )


    • Wäsche waschen, trocknen zusammenlegen, einräumen


    • Betten machen


    • Einkaufen und kochen.Falls er damit nicht dran ist (s.o.)


    2) Halb zwei bis acht:


    • Mittagschläfchen mit Baby (ca. 1 Stunde)


    • Gemeinsame Einkäufe/Erledigungen


    • Den Kleinen füttern und ins Bett bringen (~ 1 Stunde)


    3) Abend und Nacht:


    • Aufstehen/trösten/stillen/wickeln falls Baby erwacht, mein Partner darf immer durchschlafen


    Zusatzaufgaben:


    • Toiletten/Waschbecken täglich putzen


    • Herd/Kühlschrank/Arbeitsflächen sauber halten


    • Einkäufe planen, Überblick über Haushalt


    • Babykleider Überblick (kaufen/verkaufen/aussortieren)


    -> Einmal die Woche kommt zusätzlich für drei Stunden eine Putzfrau für's Grobe (Böden/Bäder/Fenster).




    Am Wochenende bringe ich den Kleinen wenn er erwacht zu meinem Partner ins Zimmer (gegen halb sieben, manchmal auch erst um acht, dass mein Partner auch mal länger schlafen kann), und darf dann selbst noch zwei Stunden schlafen.


    Das ist ein Zugeständnis von ihm, da ich die Nächte ja immer komplett übernommen haben/übernehme, und er jede Nacht von sieben bis sechs/halb seinem seinen seine Ruhe hat.


    In der Zeit (wenn ich noch schlafe) macht mein Partner Frühstück oder holt Brötchen oder kauft was ein oder spielt mit dem Kleine oder liest...oder...


    Nach dem gemeinsamen Frühstück machen wir am WE meist Ausflüge/Besuche und/oder meine erwachsenen Kinder kommen zu Besuch. Beim Kochen wechseln wir uns ab - je nachdem wer Lust und Muße hat.


    Der, der nicht gekocht hat, macht wie gesagt den Abwasch.


    Wäsche macht am WE meist mein Partner, auch möchte er dann das mit täglicher und abendliche Füttern des kleinen Manns :-@ übernehmen

  • 19 Antworten
    Zitat

    Das ist ein Zugeständnis von ihm, da ich die Nächte ja immer komplett übernommen haben/übernehme, und er jede Nacht von sieben bis sechs/halb seinem seinen seine Ruhe hat.

    Öh... ja! ;-D


    Bitte entschuldigt die vielen Fehler, hab's leider nicht nochmal durchgelesen. @:)

    Ich finde jetzt aber, dass dein Partner viel mehr macht als du. Ist das Absicht?


    Bei uns ist alles gerecht verteilt, aber wir haben keine festen Aufgaben. Jeder sieht, was gemacht werden muss und macht es eben dann. Augen auf, heißt es da. Es gibt aber Dinge, die einer weniger gern macht und dann macht sie halt der andere.


    Wer zu Hause ist, versorgt die Kinder, jeder darf mal was für sich machen. Wie oft das ist, ist individuell.


    Wir arbeiten beide, er hat durch Kundentermine keine festen Arbeitszeiten und ist oft sehr lange unterwegs. Ich habe feste Arbeitszeiten und kann deshalb Termine der Kinder besser koordinieren.

    Bei uns wird Einkaufen und Kochen geteilt. Keine feste Rhythmus, da wir beide freiberuflich sind. Wer zu Hause ist, macht.


    Aufräumen mache ich (arbeite weniger)


    Spülmaschine, Müll, kleine Einkäufe und manchmal aufräumen und kochen, machen die Kinder. Jede wäscht sein eigenen Wäsche und schmeisst Handtücher je nach Platz mit rein. So kommt die Wäsche nicht durcheinander. Die Jungs haben die gleiche Grosse und kaufen oft alleine ihre Klamotten. Ich kann nicht mehr unterscheiden.


    Die Kinder stehen selbstständig auf. Ich muss nur manchmal meine Tochter Druck machen, damit sie sich beeilt.


    Die Kinder sind schon Teenager und mache ihre Ding. Zum Sport oder zur Freunde gehen sie alleine.


    Wir haben aber keine festen Plan, da wir alle zu verschiedene Zeiten unterwegs sind. Ich treffe mich mit die Kinder meistens nur Abends und am Wochenende - falls sie überhaupt da sind.

    Danke erst mal für Eure Beiträge! @:)


    Ihr klingt ja alle zufrieden mit Euren individuellen Wegen. Schön. :)^

    Zitat

    Ich finde jetzt aber, dass dein Partner viel mehr macht als du. Ist das Absicht?

    Findest Du? Wir finden beide, dass es ausgeglichen ist bzw. sind so zufrieden.


    Jetzt wo die Nächte besser sind (In den ersten Monaten habe ich ja teilweise alle zwei Stunden gestillt und gewickelt nachts) könnte ich sicher mehr machen.


    Aber ich glaube das passt so einfach für uns - er macht es gerne. Manchmal "entreißt" er mir auch unter der Woche die Wäsche und legt sie zusammen. :-)


    Aber ich frage ihn mal! @:)


    Luci32


    Toll, dass Eure Kinder so mithelfen!

    Zitat

    Jede wäscht sein eigenen Wäsche und schmeisst Handtücher je nach Platz mit rein.

    Hä? Wascht ihr dann Kleider, Unterwäsche und Handtücher im selben Programm?


    Ich mache Handtücher und Unterwäsche immer auf 60 Grad (mit Hygienespüler), und Kleider je nachdem Wolle/30/40 Grad.

    LebenshungrigeMama

    Zitat

    Ich kümmere mich um Baby und Haushalt, mein Mann geht 8 Stunden am Tag arbeiten und hat dann noch Freizeit.

    Hast Du dann auch mal Freizeit?


    Mein Mann arbeitet auch ca. 7-8 Stunden am Tag (abends ja noch Schreibtisch).

    Bei uns ist es so:


    Ich arbeite bei meinem Mann mit im Büro an drei Tagen vormittags unter der Woche.


    Dann fahre ich meine Kinder (6 und 3) holen aus Schule und Kindergarten.


    Mache mit der großen Hausaufgaben.


    Montag und Donnerstag ist Sport bzw reitstunde der großen und ich muss sie fahren und abholen.


    Kochen tu ich jeden Tag. Er macht mal Spaghetti oder bringt was mit.


    Hausarbeit (160 qm) und Wäsche für vier Personen mache ich. Mülltonne und ähnliches auch.


    Mein Mann hilft mir am Wochenende wenn was liegen geblieben ist mit dem Haushalt.


    Er arbeitet von 8:00-open end da Geschäftsführer.


    Teilweise muss er auch am Wochenende was tun.


    Da nehm ich ihn die Kinder ab und guck das er in Ruhe ausarbeiten kann.


    Klar mach ich mehr aber er bringt ein gutes Gehalt mit heim und nur so können wir uns den Standard leisten den wir haben.


    Freitag nachmittag oder Samstag vormittag ist unser wocheneinkauf den wir zusammen mit den Kindern erledigen.

    Hat sie hier im Eingangsbeitrag auch nochmal geschrieben ;-)

    Zitat

    -> Einmal die Woche kommt zusätzlich für drei Stunden eine Putzfrau für's Grobe (Böden/Bäder/Fenster).

    ..und ich verkrümle mich hier mal wieder, weil ich als kinderloses Ferkelchen hier sonst nichts beizutragen habe ;-D

    Bei uns ist es unter der Woche so:


    Mein Freund ist von sieben bis halb fünf arbeiten. Morgens räumt er die Spülmaschine aus und deckt den Tisch für die Samen.


    Sobald er abends zuhause ist, beschäftigt er sich mit unserem Baby. In der Zeit erledige ich das Chaos vom Tag oder, wenn sich das in Grenzen hält, weil das Baby tagsüber kooperierte, was anderes, was ansteht (Staubsaugen, Papierkram, Aufräumen, Küche im Ordnung bringen etc. ).


    Einmal die Woche ist Wohnungsputz angesagt (Bad, Toilette, Küchenoberflächen, Pflanzen, Staub wischen, Böden wischen etc.), 85 qm sind das bei uns. Das mache ich abends, während er das Baby bespaßt. Kochen hingegen ist seine Aufgabe - erledigt er, während ich das Baby ins Bett bringe. Er kümmert sich nach dem Kochen dann auch meist um die Küche, wenn ich im Bett bin - gehe sehr pünktlich schlafen, da wir getrennt schlafen und ich das Baby nachts komplett übernehme.

    Mein Partner steht um 5 Uhr auf und kommt gegen 16/17 Uhr von der Arbeit nach Hause.


    In der Zeit kümmere ich mich um das Baby. Wir gehen sehr viel spazieren, besuchen Babykurse, treffen uns mit Freunden (selten) oder spielen daheim.


    Nach der Arbeit kümmert sich mein Partner ca. zwei Stunden allein um's Kind, während ich zum Sport gehe, Hobbys nachgehe, Freunde treffe oder chille :=o Ich liebe diese tägliche Auszeit und Freund und Baby genießen die Zeit ganz allein zu Zweit sehr.


    Anschließend essen wir, kümmern uns zusammen um unser Kind oder ich allein, damit mein Freund seinen Hobbys nachgehen kann. Oft treffen wir uns aber auch irgendwo zur Babyübergabe, zum Beispiel direkt beim Sport. Ich übernehme dann dort das Baby, während mein Freund trainiert.


    Die Wochenenden sprechen wir vorher durch, wer was wie lange unternehmen möchte und organisieren uns dementsprechend mit der Kinderbetreuung.


    Ich finde, wir bekommen Kind und Hobbys sehr gut unter einen Hut.


    Kochen und Haushalt laufen nebenbei. Oft kochen wir vor und essen mehrere Tage hintereinander das Gleiche oder bestellen was oder essen einfach Brot.


    Spülmaschine, Waschmaschine, Wäsche macht immer derjenige, der gerade nichts mit dem Kind macht. Geputzt und eingekauft wird einmal die Woche. Kleinigkeiten wie frische Dinge einkaufen oder durchsaugen erledige ich unter der Woche schnell selbst.


    Ich finde, um den Haushalt wird oft zuviel Gewese gemacht. Als wir beide noch Vollzeit gearbeitet haben, lief der Haushalt auch irgendwie nebenbei. Das Kind hat nichts daran geändert, dass wir beide ein bisschen was machen, aber keiner das Gefühl hat, an ihm bliebe der ganze Haushalt hängen.

    Zitat

    Mein Mann arbeitet auch ca. 7-8 Stunden am Tag (abends ja noch Schreibtisch).

    Und wann hat dein Mann Freizeit?


    Bei uns war/ist es so:


    Als die Kinder klein waren, hat mein Mann Vollzeit gearbeitet (wobei Vollzeit bei ihm bedeutet hat, dass er nicht vor 20 Uhr wieder zu Hause war), ich habe mich um Kinder und Haushalt gekümmert. Wollte ich abends weg, brauchte ich meist einen Babysitter (was wir uns aber problemlos leisten konnten). Außerdem hatten und haben wir eine Putzhilfe.


    Als die Kinder größer wurden, habe ich zunächst Teilzeit wieder angefangen zu arbeiten, wobei sein Job ein größeres Engagement im Haushalt einfach nicht zuließ. Dafür mussten die Kinder mehr und mehr ran (was denen sehr gut getan hat). Für uns war es immer wichtig, miteinander und mit den Kindern so viel Zeit wie möglich zu verbringen.


    Seit die Kinder aus dem Haus sind, arbeite ich Vollzeit. Er hat sich selbständig gemacht und arbeitet viel von zu Hause aus. Jetzt kann er sich endlich seine Zeit freier einteilen, hat Spaß am Kochen gefunden, und wenn ich aus der Schule nach Hause komme, empfängt er mich meist mit einem gedecktem Tisch und leckerem Essen. Hat er viel zu tun, essen wir in der Stadt. Die Hausarbeit ist kaum noch vorhanden (jedenfalls im Vergleich zu den Zeiten, als hier noch drei Kinder Unordnung und Dreck verbreitet haben). Es reicht, wenn die Putzfee einmal pro Woche hier wirbelt. Ordnung ist ohne Kinder leicht zu halten, wenn sich jeder um seinen eigenen Kram kümmert. Auch die Wäsche ist innerhalb kurzer Zeit erledigt. Und um den Garten kümmern wir uns gemeinsam.