Aussereheliche Beziehung

    Es klingt ganz banal und ich weiß dass es moralisch nicht vertretbar ist. Ich erwarte nicht dass ich auf Verständnis treffen werde...und doch frage ich mich ob es jemand gib der ähnliches erlebt und mich verstehen kann.


    Ich bin lange verheiratet, habe meinen Mann als Jugendliche kennen gelernt. Wir haben inzwischen erwachsene Kinder, ein Haus. Unsere Beziehung ist harmonisch, wir haben auch in der Freizeit gleiche Interessen. Alles ist sehr ...vernünftig. So bin ich auch: vernünftig. Es gibt aber wie so oft noch eine andere Persönlichkeit von mir.


    Vor zwei Jahren habe ich eine Beziehung zu einem ebenfalls verheirateten Mann begonnen. Es war einfacher als ich dachte, die Beziehung zu verbergen. Es war großartig für mich, ich habe mich in eine andere Frau verwandelt wenn ich mit ihm zusammen war. Er hat vor einem Jahr seine Frau verlassen - nicht wegen mir, es stimmte schon länger nicht - und wenn ich es gewollt hätte, hätte er mit mir einen Neuanfang gestartet. Ich hab es nicht getan, und er sagte mir schon vor einem Jahr dass er wieder eine feste Beziehung haben möchte und auch nach einer Partnerin suchen wird. Er hat jetzt eine Frau kennen gelernt .... Jetzt sollte es zwischen uns aus sein und ich sollte wieder an meiner Ehe arbeiten. Das ist schwer, er fehlt mir sehr. Ich möchte ihn wieder sehen, mit ihm über alles reden. Ich weiß aber auch wenn ich ihn sehe wird das abschließen schwerer.


    Mit meinem Mann über alles zu reden ist ausgeschlossen, wer würde es nie verstehen.


    Ich wollt mir das von der Seele schreiben weil ich mit niemandem darüber reden kann. Gibt's jemanden, dem es ähnlich geht? Möchte jemand etwas dazu sagen?

  • 22 Antworten

    Du klingst sehr traurig. Das tut mir leid. Vielleicht solltest du dir ein Herz fassen und doch einmal versuchen, mit deinem Mann darüber zu reden. Oft denkt man, dass das Glück weit entfernt ist und übersieht, dass es einem vor der Nase sitzt.


    Ich denke, dass du dir nicht vorstellen kannst, mit deinem Mann darüber zu reden. Aber manchmal ist 'Reinen Tisch machen' ein schwerer, aber richtiger Schritt. Viel Glück dir...

    Zitat

    Unsere Beziehung ist harmonisch, wir haben auch in der Freizeit gleiche Interessen. Alles ist sehr ...vernünftig. So bin ich auch: vernünftig.

    Ich glaube, dass du dich selbst belügst. Du vermisst etwas in deiner Beziehung. Vermutlich fehlt es an Spannung und Aufregung. Wenn ich lese, dass alles harmonisch ist, dann assoziiere ich das eher mit Langeweile und Gleichförmigkeit.


    Die Scheinharmonie beruht auf Lüge und Betrug.

    Zitat

    er fehlt mir sehr. Ich möchte ihn wieder sehen, mit ihm über alles reden.

    Was hindert dich? Nur weil du dann eure Scheinharmonie der Ehe zerstörst? Lege deinem Mann alles offen, dann könnt ihr immer noch entscheiden, ob ihr weiter zusammen sein wollt, oder ob ihr eure Ehe als gescheitert erklärt.

    Zitat

    Mit meinem Mann über alles zu reden ist ausgeschlossen, wer würde es nie verstehen.

    Du raubst ihm Entscheidungsmöglichkeiten, weil du Hintergründe verbirgst, und manipulierst ihn einzig zu deinem Gunsten. Auch wenn dein Mann es am Anfang nicht verstehen wird, er kann dann vor dem Hintergrund wahrer Information treffendere Entscheidungen treffen- vor allem kann er selbst eine unmanipulierte Entscheidung treffen.


    Ich glaube auch nicht, dass dein Mann keinerlei Verdacht hegt- es ist für ihn vermutlich nur sehr unbestimmt und er möchte an dem Traum einer "harmonischen" Ehe festhalten- so verdrängt er vermutlich. Eure Ehe ist nicht harmonisch, sondern verlogen.


    Wenn dein Mann dich vor dem Hintergrund wahrer Information verlässt, dann vermutlich viel eher deiner Verlogenheit wegen als der Anziehung durch einen anderen Mann.


    Solltest du ihn weiterhin im Ungewissen lassen, wirst du dein Problem nicht lösen können. Ich vermute, du wirst den anderen Mann nicht zurückangeln können, erst recht nicht, solange du in deiner "harmonischen" Ehe festhängst.


    Ich selbst halte eine "Harmonie" oft nur aufrechterhaltbar, wenn Menschen sich nicht offen und ehrlich gegenübertreten, wenn sie ehrliche Gefühle und Gedanken einer "Pseudoharmonie" wegen verbergen.


    Wenn die Partner sich offen und ehrlich gegenübertreten, kommt es schon ab und zu zu Reibereien, weil nicht jedes Gefühl und nicht jeder Gedanke dem Partner schmeckt- es ist aber ehrlich, man kann sich darüber austauschen und man kann sich streiten.


    Sofern eine passende Streitkultur in der Beziehung existiert, können die Probleme gelöst oder aus dem Weg geräumt werden. Nicht selten ist danach die Beziehung gefestigter.

    Grüß dich "Herbst"

    Zitat

    Ich bin lange verheiratet, habe meinen Mann als Jugendliche kennen gelernt. Wir haben inzwischen erwachsene Kinder, ein Haus. Unsere Beziehung ist harmonisch, wir haben auch in der Freizeit gleiche Interessen. Alles ist sehr ...vernünftig. So bin ich auch: vernünftig. Es gibt aber wie so oft noch eine andere Persönlichkeit von mir.

    Du bestehst nun mal nicht nur aus Vernunft und Verstand, sondern eben auch aus Emotionen und Leidenschaft, auch wenn die eine Zeit lang keine große Rolle gespielt haben sollte. In der Lebensmitte sucht uns das alles noch mal heim. Wir sehnen uns danach, leidenschaftlich sein zu dürfen und die Gefühlsorgie, die ein Frischverliebter erleben darf, ist – zumindest in diesem Moment – durch nichts anderes zu ersetzen.


    Es ist also nicht die "andere Persönlichkeit" in dir, sondern es ist Bestandteil deiner eigenen Persönlichkeit. Ein Bestandteil, der immer da war, wenn auch eine Zeit lang unwichtiger. Das ist jetzt anders, denn du wurdest geliebt, begehrt und in dir wurde etwas lebendig gemacht, das dich verändert hat. und das wird dir nun gemeinerweise einfach wieder genommen. Du bist auf "Entzug". Das ist hart.

    Zitat

    Vor zwei Jahren habe ich eine Beziehung zu einem ebenfalls verheirateten Mann begonnen. Es war einfacher als ich dachte, die Beziehung zu verbergen. Es war großartig für mich, ich habe mich in eine andere Frau verwandelt wenn ich mit ihm zusammen war.

    Auch wenn du das anders sehen wolltest, hast du damit deine eigenen Beziehung/Ehe eine wichtige Grundlage genommen. Das wolltest du vielleicht nicht, vielleicht hast du dir sogar besonders viel Mühe gegeben und dein Mann hat es nicht gemerkt. Möglicherweise hat er es aber auch nicht gemerkt, weil er dir gegenüber nicht mehr sehr aufmerksam war.


    Fest steht aber, dass du damit die "Exklusivität" deiner Beziehung aufgekündigt hast. Und das hatte Folgen, auch wenn dein Mann es wirklich nicht gemerkt haben sollte. Diese Folgen spürst du jetzt. Bei deinem Geliebten wurden die Folgen deutlicher und er hat seine Ehe beendet.


    Hat er damals ausdrücklich die Hoffnung geäußert, dass du das auch tun würdest?


    Habt ihr über eine mögliche gemeinsame Zukunft gesprochen? Hat er versucht, dich dazu zu bewegen?


    Hast du darüber nachgedacht, ob das für die eine Option sein könnte?

    Zitat

    Er hat vor einem Jahr seine Frau verlassen - nicht wegen mir, es stimmte schon länger nicht - und wenn ich es gewollt hätte, hätte er mit mir einen Neuanfang gestartet. Ich hab es nicht getan…

    Warum hast du es nicht getan? Was waren genau deine Gründe dafür?

    Zitat

    und er sagte mir schon vor einem Jahr dass er wieder eine feste Beziehung haben möchte und auch nach einer Partnerin suchen wird. Er hat jetzt eine Frau kennen gelernt .... Jetzt sollte es zwischen uns aus sein und ich sollte wieder an meiner Ehe arbeiten.

    Das klingt alles sehr "technisch", distanziert und wenig emotional. Hat dein Geliebter das gesagt, dass es zwischen euch aus ist und du an deiner Ehe arbeiten solltest? Hat er gar keinen Kontakt mehr mit dir, hat er sich von dir expressis verbis getrennt?


    Oder könnte das alles so etwas wie eine Strategie sein, um dich dazu zu bewegen, dich von deinem Mann zu trennen und mit ihm eine Beziehung zu beginnen? Hältst du das für möglich?

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    Das ist schwer, er fehlt mir sehr. Ich möchte ihn wieder sehen, mit ihm über alles reden. Ich weiß aber auch wenn ich ihn sehe wird das abschließen schwerer.

    Nicht unbedingt. Manchmal braucht man das letzte Treffen zum Abschließen, auch wenn es hoch emotional wird und mit vielen Tränen verbunden ist. dann muss es allerdings bei diesem einen Treffen bleiben.

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    Mit meinem Mann über alles zu reden ist ausgeschlossen, wer würde es nie verstehen.

    Das ist mir zu einfach. Natürlich muss er kein Verständnis dafür haben, dass du ihn Jahre lang betrogen hast und die Wahrscheinlichkeit, dass er sich nun seinerseits trennen würde, ist hoch. Du schreibst aber so gut wie gar nichts über deine Ehe und Beziehung und darum kann man da nur raten. Das bringt nichts.


    Es wäre auch viel zu kurz gegriffen, wenn du jetzt sozusagen der Not gehorchend dich wieder deinem Mann zuwendest, weil " nun mal kein anderer da ist". Damit tust du ihm unrecht und benutzt ihn. Wenn es also wirklich ernsthaft darum gehen sollte, deine Ehe wieder so zu beleben, dass auch dort Liebe, Leidenschaft und starke Gefühle eine Rolle spielen, dann hast du einen langen Weg vor dir, in den dein Mann auf Augenhöhe eingebunden werden muss. Und nicht als Lückenbüßer.

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    Ich wollt mir das von der Seele schreiben weil ich mit niemandem darüber reden kann. Gibt's jemanden, dem es ähnlich geht? Möchte jemand etwas dazu sagen?

    Ich könnte eine ganze Menge dazu sagen, vermutlich auch einiges Hilfreiches. Aber dazu weiß ich noch viel zu wenig. Vielleicht gehst du ja mal auf die Fragen ein.


    Ich wünsche dir viel Kraft für die vor die liegende Zeit. Du wirst sie brauchen.

    Zitat

    Ich möchte ihn wieder sehen, mit ihm über alles reden.

    Wozu? Dein Exgeliebter ist zumindest seit seiner Trennung konsequent und zieht sein Ding durch, du eben nicht. Daran ändert alles Reden nichts.

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    Ich bin lange verheiratet, habe meinen Mann als Jugendliche kennen gelernt. Wir haben inzwischen erwachsene Kinder, ein Haus.

    Das erinnert mich an meine Ehe. Auch wir lernten uns als Jugendliche kennen (mit 15 und 19), haben jung geheiratet und sind nun seit 35 Jahren zusammen, davon 29 verheiratet. Die Kinder sind erwachsen und aus dem Haus. Der Unterschied zu euch ist, dass wir diese neue Zweisamkeit nun sehr genießen können.


    Vielleicht kann dir meine/unsere Erfahrung aber doch helfen. Darum ein paar Fragen:

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    Vor zwei Jahren habe ich eine Beziehung zu einem ebenfalls verheirateten Mann begonnen. Es war einfacher als ich dachte, die Beziehung zu verbergen. Es war großartig für mich, ich habe mich in eine andere Frau verwandelt wenn ich mit ihm zusammen war.

    Wie warst du denn mit ihm zusammen? Denn, wie schon Oldie schrieb, bist du ja immer du geblieben. Es ist nur eine andere Seite von dir in den Vordergrund gerückt.

    Zitat

    ich sollte wieder an meiner Ehe arbeiten

    Willst du das denn? Warum? Was erwartest du dir davon? Und: Wie stellst du dir dieses "arbeiten" vor?

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    Mit meinem Mann über alles zu reden ist ausgeschlossen, wer würde es nie verstehen.

    Was würde er nicht verstehen?


    Herbst, könnte es nicht sein, dass dein Mann genau diese andere Seite von dir auch vermisst? Dass auch ihm der vernunftbestimmte Alltag nicht reicht? Was weißt du über die Träume und Sehnsüchte deines Mannes?


    Ich sehe es wie die anderen hier: Du wirst ums Reden mit deinem Mann nicht herumkommen, wenn du etwas ändern willst. Ihr müsst mehr voneinander erfahren, euch gemeinsam auf den Weg machen. Deine lange außereheliche Beziehung macht das natürlich schwieriger. Damit hast du ihn sehr verletzt und bist darauf angewiesen, dass er das verzeihen kann. Vielleicht ist das möglich. Aber ich sehe nicht, wie ihr eine neue, tragfähige, lebendige, auch leidenschaftliche Beziehung aufbauen könntet, wenn er davon nichts erfährt.

    Güß dich Oldie,


    in deiner Antwort habe ich viele Gedanken gefunden, die ich auch schon hatte und ich werde versuchen, deine Fragen so offen wie möglich zu beantworten.


    "Hat er damals ausdrücklich die Hoffnung geäußert, dass du das auch tun würdest?"


    Für eine kurze Zeit, ja. Er hat aber sehr schnell erkannt dass ich nicht so weit bin und mich nicht weiter gedrängt. Es war sehr bald klar dass er seine Frau auf jeden Fall verlassen wird weil es einfach nicht mehr ging. Egal was ich mache.


    "Habt ihr über eine mögliche gemeinsame Zukunft gesprochen? Hat er versucht, dich dazu zu bewegen?


    Hast du darüber nachgedacht, ob das für die eine Option sein könnte?"


    Wir haben darüber gesprochen, ja. Es war keine wirkliche Option für mich. Ich war - und bin - mit vielen Dingen in meiner Ehe nicht zufrieden und teilweise unglücklich aber nicht so dass ich diesen Schritt wage. Ich habe schon oft darüber nachgedacht, schon Jahre vor dieser Beziehung. Ich finde nicht den Mut und die Energie. Ich möchte eben nicht die Sicherheit die ich jetzt genieße aufgeben...klingt nicht schön, aber ich denke so ist es.


    "Oder könnte das alles so etwas wie eine Strategie sein, um dich dazu zu bewegen, dich von deinem Mann zu trennen und mit ihm eine Beziehung zu beginnen? Hältst du das für möglich?"


    Das halte ich nicht für möglich. Das was er jetzt macht ist einfach das, was er auf jeden Fall gemacht hätte, was er tun muss um in Zukunft zufrieden und glücklich zu sein. Er hat mir gesagt, wenn ich mein Leben umkrempeln möchte kann ich auf ihn zählen - und das war sein voller Ernst - aber ich habe es eben nicht getan. Wie gesagt, ich finde den Mut und die Energie nicht.


    Meine Ehe ist in meinen Augen so gut oder nicht gut wie viele Beziehungen, es ist viel Gewohnheit. Ich kenne meinen Mann praktisch mein ganzes Leben. Er ist bei Problemen (in der Arbeit, in der Familie) für mich da. Was mir fehlt ist das was vielen nach so langer Zeit fehlt, Spontanität, wohl auch Abenteuer. Dass ich nur ein Abenteuer gesucht habe ist auch kein schöner Gedanke und trifft auch nicht den Punkt.


    Ich denke ich werde nicht mit meinem Mann über diese Beziehung reden. Ich werde versuchen wieder zu der Frau zu werden die ich vorher war. Wenn es mir nicht gelingt wird es Zeit für eine Aussprache. Hältst du das für falsch?


    Und nein, mein Geliebter hat nicht gesagt dass Schluss ist. Der Plan war eine freundschaftliche Basis zu finden.


    Was ich jetzt tun muss ist meine Gedanken sortieren und heraus finden was ich wirklich will. Ich denke es ist normal im Leben mal ins Straucheln zu geraten, das gehört dazu. Die Zeit wird mir helfen.

    @ Herbst051115

    Ich bin ein einer ähnlichen Situation.


    Ich habe nicht danach gesucht, es hat sich einfach so ergeben.


    Da es recht schwierig ist, hier darüber zu schreiben (zu viele Moralapostel), kann ich dir nur anbieten, mich anzuschreiben, wenn du magst.

    Hallo Mae,


    ich denke wenn ich mit meinem Mann über meine Beziehung spreche, bekommt unsere Ehe eine Knaks der nicht zu reparieren ist. Wenn ich es nicht tue, habe ich die Chance mit meinem Mann weiter zu leben wie zuvor. Ich denke es kann gelingen. Ich bin mir ziemlich sicher dass meinem Mann der vernunftbestimmte Alltag nicht reicht. Aber zur Zeit ist das alles was ich ihm geben kann. Und ja, wenn ich etwas ändern möchte muss ich mit ihm reden, das stimmt. Sonst läuft es weiter wie bisher....

    Zitat

    Was mir fehlt ist das was vielen nach so langer Zeit fehlt, Spontanität, wohl auch Abenteuer.

    Spontanität und Abenteuer haben nicht zwingend etwas mit der Dauer einer Beziehung oder mit der Häufigkeit von Partnerwechseln zu tun.


    Ich glaube, es ist viel mehr eine Lebenseinstellung.


    Mann kann auch mit dem dauerhaft gleichen Partner sehr spontan und abenteuerlustig sein und es kann sehr abwechslungsreich sein.


    Da du deinen Mann heimlich betrogen hast, ohne auf die angenehmen Seiten deiner Ehe zu verzichten, bist du jetzt in eine Sackgasse geraten, deine Unetschlossenheit, dein fehlender Mut, deine fehlende Energie rauben dir genaugenommen Spontanität und Abenteuer von dir aus (vermutlich auch in deiner Ehe selbst). Das wurde dann von außen durch deine Affäre ersetzt.


    Solange du dich nicht ehrlicherweise von deinem Mann trennst, um deine Unzufriedenheit aufzulösen, wirst du kaum eine Chance haben, deine ehemalige Affäre zu erreichen (wenn es nicht schon längst zu spät ist). So wird vermutlich deine Ehe weiterhin vor sich hindümpeln.


    Theoretisch hättet ihr natürlich als Paar auch die Chance, mal wieder etwas Schwung in eure Ehe zu bringen, aber dazu fehlt dir offenbar der Mut, die Energie und vor allem der eigene Antrieb. Eine langweilige Ehe ist nirgendwo in Stein gemeißelt. Die schafft man sich ganz alleine oder als Paar.

    @ sensibelmann99:

    Sorry, aber das ist Westentaschenpsychologie!


    Wenn man mit einem Partner eine gewisse Zeit zusammen ist, stellt sich nicht nur eine gewisse Vertrautheit, sondern auch eine Gewöhnung ein.


    Man weiß genau, wie der Partner auf gewisse Dinge reagiert.


    Das kann durchaus schön und erfüllend sein; es gibt aber Menschen, denen reicht das nicht.


    Die Bedürfnisse der Menschen sind derart unterschiedlich, es gibt kein schwarz oder weiß, richtig soder falsch.


    Die Frage nach Moral stellt sich hier n. m. M. nicht.

    Und das ist Egoismus pur!


    Menschen, denen oben beschriebenes nicht reicht, sollten auch keine Ehe oder Beziehung eingehen oder eben nur mit entsprechenden Absprachen. Das einzige, was man hier zugute halten kann ist, dass man eigene (zukünftige) Verhaltensweisen und Wünsche vielleicht noch nicht kennt, wenn man sehr jung zusammenkommt.

    Zitat

    mein Geliebter hat nicht gesagt dass Schluss ist. Der Plan war eine freundschaftliche Basis zu finden.

    Davon würde ich dir abraten. Und wenn ich seine Neue wäre würde ich mich auch herzlich bedanken. Abgesehen davon dass er seiner Neuen wohl nicht erzählt hat dass er eine Affaire hatte und du das warst, oder?