• Bedeutet "auf Augenhöhe sein" auch gleicher Bildungsabschluss?

    Hallo, vor kurzem habe ich einen Thread aufgemacht mit der Frage, ob man sich vorstellen kann mit einem Menschen zusammen zu sein, der aufgrund psychischer Krankheit nicht arbeiten kann. Viele (Frauen) haben dort geschrieben, dass sie das ausschließen würden und einen Partner "auf Augenhöhe" suchen. Das hat mich zu folgender Frage gebracht: Bedeutet für…
  • 301 Antworten

    (upss....von allein zu früh gesendet....)


    wo vorher schon die Krankheit eines Partner bestand.


    Schonmal was von Liebe gehört? Das soll ja oft der Grund für das Entstehen von Beziehungen sein und nicht das Gesundheitszeugnis. ;-)

    Drückt sich hier etwa Fremdenfeindlichkeit aus? Wörter mit Migrationshintergrund sind vielleicht manchmal schwieriger zu verstehen und Anbiederungsversuche wirken - je nach Bildungshintergrund - mehr oder weniger lächerlich. Aber ich vermute, dass eine Beziehung zwischen Menschen, die sie ablehnen und solchen, die sich mit ihnen auseinandersetzen, eher nicht gelingen wird.

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    Meine Kollegin hat das ganze Gymnasium über keinen Schritt in diesen Beruf gemacht, aber ihn dann studiert und ist so zu ihrer Ausbildung gekommen. Sie ist halt jetzt 3 Jahre älter als ich - aber wir machen den selben Job.

    Nun bei uns sind zwar Facharbeiter, Fachhochschul- und auch Uniabsolventen auf gleichlautende Stellen und (bis auf die mit Doktortitel) gleichem Gehalt eingestellt. Der Schwierigkeitsgrad, Umfang unserer Aufgaben und die Verantwortung sind durchaus sehr unterschiedlich.

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    Am schlimmsten finde ich es immer, wenn sich im Brustton der Überzeugung irgendwelche küchenpsychologischen Dinge zusammengereimt werden, man aber taub für fundierte Erkenntnisse in dem Bereich sind

    … Ich tu mir das meist schon gar nicht mehr an und diskutiere dann gar nicht mehr.

    Ich kann das nur noch belustigend finden, wenn mir jemand der davon überhaupt keine Ahnung hat, groß und breit Detail erklärt, die ich studiert habe – besonders in einem Umfeld, in dem jeder meinen Studienabschluss kennt. Das ist dann ungefähr so, als würde ein Fließbandarbeiter einem Chirurgen sagen, wie er eine Blinddarm-OP durchzuführen hat.


    Normalerweise begebe ich mich in Gesprächen auf das Niveau meines Gegenübers, aber ich schaffe es durchaus, jemanden mit 3 Worten der Lächerlichkeit preis zu geben.


    Ich habe mit den "höheren"Aktivitäten" so mein Problem. Wer bestimmt denn, was diese Aktivitäten sind? Warum hat man ein "flaches freizeitverhalten" wenn man sich nicht für Theater, Musical, Kabarett, Musik, Ausstellungen, Weinabende etc. interessiert?


    Mein Mann stammt im Gegensatz zu mir aus einem Elternhaus, in dem regelmäßig ins Theater gegangen wurde. Wir würden uns beide jedoch mit dieser Art Kultur zu Tode langweilen.


    Ich unternehme grundsätzlich nichts nur "weil man es so macht".

    Mein Schwager als Student, versuchte meiner Schwester den Kontackt zur "ungebildeten Familie" zu nehmen.


    Sie selbst hat zwar nur Realschule - hat sich allerdings auch im Beruf sichtbar erfolgreich gemausert. Mein Mann hat diesem Kerl mal die Fakten serviert ! und voila plötzlich waren die handwerklichen Kenntnisse unseres Vater ihm doch etwas Wert. Er mag uns heute noch nicht, aber er hat sichtlich etwas gelernt.


    (Meine Schwester sollte zurück zu "Familie und Herd" nur für ihn - in seinem Kreisen! Sie hat ihm ebenso seperat von uns den Marsch geblasen :=o ]:D )


    Wenn er so viel besser bei allem ist darf er mal :


    -5 Sprachen flüssig sprechen können


    -sämtliche Gesetzesbücher beherrschen


    -Operieren und medizinische Fachgespräche führen


    -Löcher in die Wand bohren und einen Stuhl reparieren


    -kochen


    :-X


    Hatte selber sehr viel Kontakt zu Doktoren, privat wie beruflich, so aufgeblasene Objekte sind selten !

    Meine Erfahrung ist, dass Akademiker während und kurz nach dem Studium ziemlich naiv sind. So glauben doch manche aller ernstes, dass alle unstudierten Arbeiter nur dazu da wären ihnen zuzuarbeiten, Fliessbandarbeiten zu verrichten und niedere Dienste zu verrichten. Eine Einstellung, wie vor 100 Jahren...


    Aber auf eine ehem. gute Bekannte von mir trifft es absolut zu, dass sie sich nur Männer mit gleichem oder lieber mit höherem Bildungsstatus interessiert. Sie hat nach dem Studium gemerkt, dass sie in diesem Beruf nicht weiterarbeiten will und ist dann mit Glück kaufmännisch Quer in ein grosses renommiertes Unternehmen eingestiegen. Sie hat sich nun schon etwas hochgearbeitet, ist jedoch mittlerweile völlig auf ihre Karriere fixiert. Sie schämt sich, wenn sie vor ehem. Studienkollegen zugeben muss, welche Job sie nun hat und tut alles, um wieder auf deren Level zu kommen. Sie schleimt bei angesehenen Akademiker und äussert sich abfällig über alle anderen. Ihr Beuteschema ist ziemlich klar, nur wer intellektuelles Ansehen geniesst kann ihren Status korrigieren und somit ihren Ansprüchen gerecht werden.


    Apropos Beuteschema...immer wieder Lesenswert zu dem Thema ist das Interview mit Paartherapeut Dr. Woinoff bezüglich dem "falschen Beuteschema der Frau".


    http://www.spiegel.de/spiegel/a-541896.html

    @ Pythonist:

    Mein Diplom ist 10 Jahre alt. Ich hatte keine internationelen Mitstudenten; WG-Zeit hatte ich VOR dem Studium während meines nachgemachten Abis. Ich war dankbar, im Studium keinen WG-Stress mit fremden Leuten zu haben. Mein Studium war recht verschult; Nebenfächer gab es nicht bzw. aus den 3 Hauptrichtungen des Faches musste ich als Schwerpunkt und die 3. dann als Nebenfach wählen. Der Erlebnis der Abschlussarbeit war nicht spektakulär, sondern einfach noch eben abarbeiten, weil das "Danach" schon drängte. Im Ausland war ich nicht; war damals fast niemand und bringt für das Fach keine Vorteile. Meine Verdienstaussichten sind auch nicht berauschend; die Kosten für Pflichtweiterbildung im Anschluss dafür schwindelerregend.


    Viel gelesen habe ich vorher schon; mich ausdrücken konnte ich vorher auch schon. Trifft im Übrigen auf meinen Freund auch zu, der dennoch weit entfernt vom Abi die Schule verlassen hat. Diverseste Prüfungssituationen hat er aber auch konstant gemeistert. Erst dieses Jahr, dank Weiterbildung.


    Ja, das internationale wissenschaftliche Flair war mal spannend; mittlerweile (nach etlichen Jahren Jobs in dem Bereich) bin ich eher desillusioniert. Mein Freund kann übrigens super Englisch, weil er gerne Filme im Original schaut.

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    Auch wenn ich so typische Studienbegriffe wie "Uni-Mensa", "Fakultät", "Professor", "Dozent", "Hiwi", "Studentenwohnheim", "Wissenschaftlicehr Mitarbeiter", "Dekan", "Semester", "Vorlesung", "Referat", "Proseminar", "Bachelor-/Master-/Diplomarbeit", "Audimax" erst erklären muss, behindert das unsere Kommunikation. Sonst hingegen ist es etwas verbindendes, auch wenn jeder seine Erfahrungen gemacht hat. Für mich fühlt es sich gut an, wenn ich ohne große Nachfragen verstanden werde. Es bildet sich eher das Gefühl, auf einer Wellenlänge zu sein, damit Sympathie und Zuneigung und damit die wichtigste Vorraussetzung für eine Partnerschaft.

    Das sind auch nur Begriffe, die für einen Bildungsweg typisch sind. Der Job meines Feund bringt auch spannende Begriffe mit, die ich dennoch nicht verstehe, sondern mit mal erklären lassen musste.


    Fazit: Das ist für mich so ein Hauch Akademiker-Abgehobenheit. Nur sind die Uni-Fachbegriffe nicht besser oder relevanter als Fachsprache in jedem Beruf.


    Und mein Freund könnte mit seinen Beufserfahrungen und Qualifikationen in diversen Ländern arbeiten und dort besser verdienen als hier. Nur bin ich ja die "Bremse".

    @ Parazellnuss:

    :)^ :)^ :)^

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    Fazit: Das ist für mich so ein Hauch Akademiker-Abgehobenheit.

    Naja, das ist doch nicht schlimm. Pythonist mag mit seiner Freundin - jetzt - eben das Studentenflair teilen, was soll man da dagegen haben?


    Ich versteh nicht wo immer dieser Rechtfertigungsdrang herkommt. Offensichtlich hast zB gerade du mit deinem Freund einen ausgesprochen passenden Partner gefunden, du scheinst sehr glücklich mit ihm zu sein, wenn man dich so liest. Wenn andere ihr Glück von was anderem abhängig machen, oder schlicht andere Neigungen / Präferenzen haben, so what?

    @ Liverpool

    Was studierst du denn und wo? Denn das, was du über dein Studium schreibst, klingt nicht nach einer Art von Studium wie ich es kenne.

    Najo, welcher Mann möchte schon etwas mit einer klugscheissenden Langweilerin zu tun haben? Ich bin immer wieder erstaunt und belustigt, dass auf diesem Niveau noch untereinander herumgebissen wird. Da hackt eine Krähe der anderen tatsächlich noch ein Auge aus. Mädchen. Wer da tatsächlich mit einer solchen verkopften Auffassung und Einstellung noch erfüllende Sexualität erlebt, möge sich bitte melden.

    @ CoteSauvage

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    Naja, das ist doch nicht schlimm. Pythonist mag mit seiner Freundin - jetzt - eben das Studentenflair teilen, was soll man da dagegen haben?

    Dann ist da ein falscher Eindruck entstanden - mein Diplom ist 12 Jahre her. :-) Dann Promotion, dann Arbeit in der Industrie. Und wenn ich von meiner Partnerin rede, ist dies derzeit eine Wunschvorstellung. Ich habe eine Partnerschaft in einer anderen Konstellation gehabt - da habe ich gemerkt, dass mir bei ihr etwas fehlte. Und aus dieser Erfahrung heraus finde ich es klüger für mich, meinen Vorstellungen mehr Gewicht einzuräumen, in der Hoffnung weitere letztlich für beide Seiten nicht zufriedenstellende Beziehungen eben auch nicht einzugehen. Aus formalen Kriterien wie Abschlüssen allein erwächst sicher nie direkt sowas wie Zuneigung oder Sympathie oder Liebe, aber ganz ohne eigene Vorstellungen in die Frauenwelt zu schauen hat für mich nicht Züge von Toleranz und Gleichheit, sondern von Beliebigkeit und Gleichgültigkeit.


    Und mal ehrlich: es gibt so viele Frauen als mögliche Partnerin und an sich müsste man jede näher kennenlernen, ihre Persönlichkeit, ihren Charakter, Hobbys, Interessen, Eigenheiten, die gemeinsame Kommunikation und den Umgang miteinander und dann in sich reinspüren und entscheiden. Und anders herum sie ja genau so. Ist das in der Tiefe wirklich realistisch? Für mich eher nicht. Also braucht es Kriterien oder eine Konkretisierung der eigenen Wunschvorstellungen.


    Und so "suche" ich schon seit einiger Zeit nach einer studierten, gern promovierten Frau Anfang/Mitte/Ende 30 aus den MINT-Fächern/Psychologie/Medizin/Ingenieurwissenschaften, gern mit braunen schulterlangen Haaren. Na klar wird damit sofort das Feld deutlich kleiner, aber meiner Vorstellung einer Partnerin kommt das schon recht nahe. Und damit, dass sicherlich viele ganz wundervolle Frauen durch diese "Vorauswahl" erstmal rausfallen und mir richtig tolle Chancen entgehen, nun ja, damit lebe ich.

    Ich studiere Medizin. Habe dieses Fach an zwei Unis in verschiedenen Teilen Deutschlands studiert und an beiden läuft es so wie beschrieben. Auch kenne ich Leute an nahezu jeder medizinischen Fakultät in Deutschland und kann berichten, dass es da überall so läuft.


    Und wie frei und spaßig mein Studium ist, sieht man an der Uhrzeit dieses Beitrages. Mache mich gerade für die Uni fertig. Einige meiner Komilionen dürften sogar schon in der Uni sein....


    Medizinerinnen müsstest du also von der Liste streichen. ;-) ??Psychologinnen auch, das war nämlich sunflowers Fach, da läufst wohl ähnlich??

    @ Pythonist

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    da habe ich gemerkt, dass mir bei ihr etwas fehlte.

    Ich glaube dir, dass dir die gemeinsamen Erlebnisse fehlten, aber man sollte die Studienjahre nicht zu hoch bewerten.


    Als ich als eine der wenigen Frauen zwischen lauter Studenten saß, die alle frisch von der Armee kamen, konnte ich auch nicht mitreden. Die Erfahrungen die mein Mann in diesen Jahren geprägt haben, kann ich bis heute nicht nachvollziehen.


    Wir haben zwar dasselbe (aber nicht gemeinsam) studiert und arbeiten im selben Beruf, doch die Branchen sind völlig andere. Bei den spezifischen Fachbegriffen können wir untereinander auch nicht mitreden.


    Als unsere Kinder studiert haben, kam zwar die ein oder andere Erinnerung hoch (einige Dozenten gibt es tatsächlich noch), aber diese Jahre nehmen ansonsten überhaupt keinen Raum mehr in unseren Gesprächen ein.


    Was sind schon 5 Jahre eines Studiums, gegen ein ganzes gemeinsames Leben mit zig Einflussfaktoren?


    Viele meiner verheirateten Kollegen/Kolleginnen haben sich im beruflichen Umfeld kennengelernt. Dass da ein ähnlicher Bildungshintergrund besteht, ergibt sich von selbst.

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    Und so "suche" ich schon seit einiger Zeit nach einer studierten, gern promovierten Frau Anfang/Mitte/Ende 30 aus den MINT-Fächern/Psychologie/Medizin/ Ingenieurwissenschaften…

    Wenn ich so zwischen den Zeilen lese, vermute ich, was Du nicht suchst. Nun so viele Frauen gibt es im MINT-Bereich tatsächlich nicht, mein Mann hat da mit mir ziemliches Glück gehabt.

    Aber unter den Medizinern, sind da nicht vorwiegend Frauen?


    Aber nebenbei bemerkt. einen Beziehung lebt von neuen Impulsen, alles zu teilen, kann da manchmal (meine Erfahrung) ziemlich öde sein.

    @ Liverpool

    Ja ein Medizinstudium ist noch mal eine ganz eigene Klasse für sich, das habe ich ??bei meinen beiden Töchtern?? bemerkt.


    Genauso wenig kann man aber direkte Vergleiche zwischen ein Fachhochschul- und ein Universitätsstudium ziehen.

    Ich sehe das Problem irgendwie gar nicht richtig ;-)


    Ob die Ebene der Kommunikation passt, das kann man doch schon beim ersten Gespräch mit einer Person feststellen.


    Wie sich jemand ausdrückt, welchen Horizont jemand hat... diesbezüglich kann man sich doch gar nicht verstellen.


    Um festzustellen, dass das gar nicht passt, muss man meist nur ein einziges Gespräch führen.


    Ist das wirklich bei manchen so, dass ihr jemanden kennenlernt, euch mit ihm blendend unterhaltet und die Chemie komplett stimmt, und dann kommt die Rede auf die Ausbildung....


    Die neue Bekanntschaft sagt, dass sie vielleicht Krankenschwester oder Büroangestellte ist oder vielleicht PTA, irgend etwas ohne Studium. Und dann schließt ihr sie sofort aus???


    Ich kann gut verstehen, dass man z.B. gerne einen Partner mit ähnlichen Interessen finden möchte und sich somit an entsprechenden Orten aufhält. Jeder wie er möchte.


    Oft genug lassen sich Menschen aber nicht in Schulbaden einsortieren. Die Lebensläufe sind manchmal abenteuerlich.


    Gerade was die Hobbys betrifft... wie kommt jemand darauf, dass Leute die nicht studiert haben gerne zum Ballermann reisen, während andere sich die Welt anschauen.


    Einer meiner Kunden (studiert) hat mir ganz begeistert von seiner Ballermann Kegeltour berichtet, während mir Südafrika, ein Wanderurlaub auf Madeira oder eine Tour durch die USA deutlich mehr Spaß bereitet haben, als so eine Sauftour.


    Wenn ich in diesem Forum eines gelernt habe, dann dass es unglaublich arrogante Menschen gibt. Sie halten sich für intelligent und weltgewandt, schaffen es aber nicht ihre Mitmenschen differenziert zu betrachten.


    Das wäre dann der Punkt, an dem ich sortieren würde. Ganz unabhängig von der Ausbildung.

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    Wer da tatsächlich mit einer solchen verkopften Auffassung und Einstellung noch erfüllende Sexualität erlebt, möge sich bitte melden.

    Wer noch nie im Kopf gefickt wurde, im Geiste schwanger war und einen neuen Gedanken geboren hat, weiß nicht was wirklich erfüllende Sexualität ist o:) :=o .

    es gibt Gruppen, wo man einfach nicht "dazugehört", fällt mir nachträglich grad ein, können beispielsweise Bauern sein (hab das irgendwie früher im dorf bemerkt, dass man da relativ wenig Kontakt hatte, als Nicht-Bauer).


    Ist manchesmal auch bei Geschäftsleuten so ähnlich (Ladenbesitzern, Handwerkern etc.).