Re:Kerstin

    Mir gehts genauso wie dir.


    Habe vor einen Jahr meinen linken Unterschenkel verloren.


    Durch einen Bruch im linken Oberschenkel kann ich leider bis


    heute noch nicht mit einer Prothese laufen.


    Meine Erfahrung.Höre nicht soviel azf das was dir Nchtbetroffende sagen,oder Sprüche wie wird schon wieder.


    Liebeskummer ist schon so eine Sache für sich,meistenz


    kann dir nur die betroffende Person helfen.


    Aber wie soll man das machen,Hallo ich habe nur ein Bein


    und würde dich gerne mahl ins Kino einladen,


    oder so änlich.


    So nun lass den Kopf nicht hängen.


    Schreibe mir doch mal wie du über dieses Problem denkst.


    Gruss Achim

    @Achim und Kerstin

    Hallo Achim,


    ich halte es für eine gute Idee, daß Du Kerstin den Mailverkehr anbietest, im Gegensatz zu den anderen und mir weißt Du nunmal, wie sie sich fühlt. Ich habe eben meine älteren Ansichten nochmal gelesen und meine, sie sind etwas plump formuliert. Ich hab's nur gut gemeint, Kerstin, und ich will Dir nicht die Augen wischen mit "wird schon wieder" oder so, und ich hoffe, Du hast das auch gemerkt. Ich wünsche Achim und Dir viel Glück im Leben, denn die meisten Menschen haben Vorbehalte gegen Unbekanntes. Traurig.

    na und?

    is doch egal-finde ich jedenfalls! wenn du sonst ganz hübsch bist, würde mir das überhaupt nichts ausmachen! für mich wärst du dann perfekt!


    ich denke, die männer wissen einfach nicht, wie sie dir gegenübertreten sollen, wie sie mit dir umgehen sollen. sie sind eingeschüchtert, und fühlen, dass du ihnen überlegen bist, weil du mit deiner behinderung etwas hast, was sie nicht haben. das macht uns männer unsicher, obwohl du sicher bei ihnen nicht viel weniger chancen hast als andere mädels. verstehste, wie ich das meine?

    Kerstin sagt sie sieht gut aus. Es gibt bestimmt einige Jungs die gespannt sind wie das rein technisch beim Sex funktioniert wenn ein Bein ganz fehlt oder eben nur noch ein kurzer Rest da ist. Bestimmt reizvoll wenn man auf Akrobatik steht und gern viel miteinander ausprobiert. Auf jeden Fall ist sie was besonderes. Im täglichen Leben stört das bestimmt auch keinen . Ist eben Gewöhnung an das Besondere

    Das liegt an Deiner Einstellung

    Hallo,


    ich kann Dich einerseits verstehen, aber andererseits wider nicht. Ich habe ebenfalls 1991 links im Bereich des Oberschenkels das Bein verloren. Im Anfang wars nicht leicht. Aber heute - ich stehe voll im Berufsleben, habe keine Angst Leute kennenzulernen, gehe mit der Behinderung recht offen rum. Bin optimal versorgt.


    Ich denke, dass es bei Dir ein wenig Gesprächsbedarf gibt. Wenn Du magst, dann mail mir. Ich denke, dass Du das eigentliche st - nicht die anderen Männer. Meld Dich mal bei mir.


    Gruß, Chris (chris.s@debitel.net)

    Re: Kerstin und Achim:

    Ich bin w 38 Jahre alt und vor 20 Jahren nach einer Tumorerkrankung in Münster Oberschenkelamputiert worden. Es war die bisher schlimmste Zeit im meinem Leben. Ich kämpfte ums nackte Überleben. Dabei halfen mir Verwandte, Freunde,-innen, Lehrer, Bekannte. Ohne sie hätte ich keinen Lebensmut mehr gehabt-ich war gerade 17 Jahre alt. Irgendwann lbegann der Alltag. Ich war vor meiner Behinderung sehr sportlich (Ballett, Handball,Volleyball,Geräteturnen, Leichtathletik und Schwimmen) und sehr traurig,weil davon kaum noch was ging. Durch eine sehr liebe, mütterl.Frau kam ich zum Behindertensport. Im laufe der Jahre wurde ich mehrfache deutsche Meisterin in verschiedenen Disziplinen. Sehr schöne Begegnungen hatte ich im Sport. Natürlich habe ich darüber auch attraktive, behinderte Männer kennengelernt

    Erfahrungsaustausch

    Ich würde gern mit anderen Frauen und Männern aus der Region Münsterland /NRW über deren Erfahrungen mit ihrer Prothese oder Behinderung ein wenig reden.


    Vielleicht hat der eine oder andere noch einen Tipp oder benötigt vielleicht Tipps.


    Lieben Gruß


    Der Chris

    Beinamputation

    hallo kerstin,


    ich bin auch seit 1996 unterschenkelamputiert. zudem bin ich seit meiner geburt gehbehindert. aber was solls!!!


    okay, ich hatte auch meine probleme, was natürlich in der pubertät am schlimmsten ausgeprägt war: keiner mag mich, keiner wird mich so lieben etc. das volle programm eben.


    aber ich habe im lauf der jahre festgestellt, dass es nicht die behinderung ist die eine barriere aufstellt sondern die eigene einstellung dazu. hierbei kann ich einigen vorredner wirklich nur zustimmen.


    am schlimmsten war für mich, dass wenn ich einen potenziellen partner kennenlernte, ich immer nen rückzug gemacht habe weil ich die gleichen bedenken hatte wie du. dabei habe ich einige chancen verpasst. es macht den menschen nämlich gar nicht so zu schaffen wie man sich das selber immer einredet.


    habe seit einer kurzem auch wieder einen neuen partner. ich habe ihn von anfang damit konfrontiert und er hat trotzdem nicht aufgegeben. komisch? nein, er hat in mir die frau gesehen die er liebt und nicht meine behinderung in den vordergrund gestellt. und glaube mir, wenn du das zulassen kannst wirst du der glücklichste mensch werden.


    vergiss deine behinderung, die macht dir das leben im alltag schon schwierigkeiten genug, und genieße das leben wie es kommt. flirte mit netten jungs und du wirst sehen, dass das leben wirklich schöne momente bieten kann.


    "träume nicht dein leben sondern lebe deinen traum". ein schöner spruch der gar nicht mal so abwegig ist.


    lieben gruss, silvi ;-)

    Re: Beinamputation

    Hallo Kerstin!


    Also ich würde nicht die Behinderung als Grund dafür ansehen, dass einfach "der richtige" - noch - nicht dabei war. Es geht doch auch vielen nicht behinderten so, dass sie eine ganze Weile warten müssen, bis der/die richtige kommt.


    Und wenns dann mal wirklich "funkt" und wahre Liebe im Spiel ist, dann wird die Behinderung keine Rolle spielen. Nicht für Dich, weil Du Dich wegen Deiner Behinderung der Liebe nicht vollkommen öffnen willst (aus Ängsten und Vorbehalten heraus), und nicht für den Partner, denn wenn er Dich wirklich liebt, dann spielt es keine Rolle ob Du nun ein Bein verloren hast oder nicht.


    Du schreibst, dass Du attraktiv bist. Und auch dazu kann ich nur sagen, wirkliche Liebe, eine Beziehung gründet sich doch ohnehin nicht auf Äußerlichkeiten. Oder - wenn sie das tut - dann ist es (ich zumindest seh das so) ohnehin nicht die wahre Liebe und meist auch nur von begrenzter Haltbarkeit. ... wie die Attraktivität meist auch ...


    Weiter schreibst Du, Du sitzt viel zu Hause, gehst kaum aus und das nimmt Dir natürlich Möglichkeiten, Männer kennenzulernen. Aber - das stimmt so nun auch wieder nicht. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass gerade das Internet eine tolle Plattform ist, tolle Menschen kennenzulernen. Und man lernt sie "von innen" kennen, in dem man mit Ihnen Mails austauscht oder chattet und so den "inneren Menschen" kennenlernt, bevor man überhaupt nur eine Ahnung hat, wie das Gegenüber denn ausschaut. Und - glaube mir - man kann die wahre Liebe so finden - mir zumindest ist es so ergangen.


    Und wenn wahre Liebe im Spiel ist - und das führt uns nun wieder zum Thema des Forums zurück - dann ist auch die Sexualität eine ganz normale und natürliche (ok, ich geb ja zu, dass es vielleicht andere Techniken braucht) - ob nun mit 2 Beinen, mit einem Bein oder mit gar keinem - weil sie von der Liebe bestimmt wird und von dem unbändigen Wunsch, sich mit dem geliebten Menschen körperlich zu vereinigen.


    Ja - und es gibt auch Männer, die einfach nur neugierig sind, wie es denn sein könnte, Sex mit einer einbeinigen Frau zu haben. Und es gibt Männer, die eine Frau mit Behinderung kennenlernen wollen und eine solche Beziehung auch leben wollen. Mit denen ist es, wie mit den "normalen" Männern - es gilt, die Spreu vom Weizen zu trennen.


    Die einzige Wahrheit daraus ist, eine liebevolle Beziehung kann durch eine Behinderung nicht beeinträchtigt werden - und im Gegenzug - eine liebevolle Beziehung kann nicht alleine auf Behinderung aufgebaut werden (wie sich das viele Amelos vorstellen).


    In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Glück bei Deiner Suche! Und ... vielleicht schreibst Du mir ja mal ...

    ja, tatsächlich versetzt mich dieser Thraed (richtig geschrieben?) in Erstaunen. Sind wir hier in einem Behindertenforum gelandet? So viele amputierte die hier plötzlich auftauchen. Kann ich mir fast nicht vorstellen.


    Kann aber Kerstin voll verstehen. Lieber unversehrt, denn das ist das höchste was man im Leben hat. Viele "veständnisvolle" bemitleiden die Versehrten und das bring niemandem etwas. Da lob ich mir die "Ehrlichen" die da sagen: "geh mit Deiner Behinderung um als sei sie nicht vorhanden, oder ich würd mir schon überlegen ob ich mit einer Behinderten zusammen leben möchte.


    Bü.


    PS. Schaut mal auf mein Motto in meinem Profiel.

    Bümie

    nur mal zum verständnis:


    "ja, tatsächlich versetzt mich dieser Thraed (richtig geschrieben?) in Erstaunen. Sind wir hier in einem Behindertenforum gelandet? So viele amputierte die hier plötzlich auftauchen. Kann ich mir fast nicht vorstellen."


    warum kannst du dir das nicht vorstellen? ist es so schlimm wenn sich andere behinderte hier plötzlich angesprochen fühlen und die gleichen probleme/bedürfnisse haben?


    "Kann aber Kerstin voll verstehen. Lieber unversehrt, denn das ist das höchste was man im Leben hat. Viele "veständnisvolle" bemitleiden die Versehrten und das bring niemandem etwas. Da lob ich mir die "Ehrlichen" die da sagen: "geh mit Deiner Behinderung um als sei sie nicht vorhanden, oder ich würd mir schon überlegen ob ich mit einer Behinderten zusammen leben möchte."


    in dem punkt geb ich dir teilweise recht. es fragt sich nämlich ob die "ehrlichkeit" wie du sie nennst auch ehrlich ist. sprücheklopfer gibt es leider sehr viele auf dieser welt...haha. glaub mir die erfahrung hab ich selber gemacht. wenn einer den letzten spruch sagt glaub ich ihn, aber der erste ist leider nicht immer die wahrheit. denn im wahren gedankengang: mit deinen einschränkungen kannst du einem wirklich leid tun....bäh!

    Re: Beinamputation

    Hallo Kerstin.


    Bin kürzlich eher durch zufälliges Stöbern im Netz auf Deinen Brief gestoßen. Eigentlich wollte ich gar nicht schreiben, aber in den letzten Tagen musste ich immer wieder an das, was Du gesagt hast, denken. Offenbar hat es mich doch sehr beschäftigt. Gleich vorab, ich bin 31 Jahre alt und wohne in Süddeutschland (nahe München).


    Was nun Dein Problem anbelangt: Es ist natürlich richtig, dass in einer Beziehung (wenn sie von Dauer sein soll) das Aussehen nebensächlich ist. Eine "schöne" Frau (was immer das auch sein soll) mag wichtig sein bei einem "One-night-stand" oder bei der "Ersten Liebe" eines pubertierenden Teenagers. Damit es zwischen zwei Menschen funkt, muss schon der Charakter stimmen, die Werte, Vorlieben und Interessen, kurz: alles, was man sogenannte "Innere Werte" nennt. Schön und gut, das ist jedoch nur insofern Theorie, als man diese inneren Werte erst mal kennen lernen und erfahren muss. Das heißt, man muss sich dem potentiellen Partner erst einmal nähern, ihn ansprechen und kennen lernen wollen - und das funktioniert meist halt nur über das oberflächliche Äußere. Also ist die reine Äußerlichkeit (zumindest am Anfang) doch nicht so ganz unwichtig. Was nun als schön gilt, muss jeder für sich selbst beurteilen. Was Deine Behinderung anbelangt, so kann ich natürlich nur für mich selbst sprechen. Klar halte auch ich einige körperliche Beschaffenheiten unattraktiv. Zum Beispiel finde ich ein durch Brandnarben oder Geschwüre entstelltes Gesicht nicht besonders anziehend - zumindest rein äußerlich! Schön oder Hässlich ist für mich eine Frage der Ästhetik und Harmonie. Meiner Meinung nach beeinträchtigt das Fehlen eines Armes oder Beines die Ästhetik des Körpers in keiner Weise. Die Frage, ob ich bereit wäre, eine Beziehung mit einer Frau einzugehen, der ein Bein fehlt, stellt sich für mich überhaupt nicht. Denn ich sehe dies weniger als Behinderung, vielmehr höchstens als Beeinträchtigung. Du bist doch auch mit nur einem Bein in der Lage, Dein Leben unabhängig und frei zu gestalten. Sicher bist Du in einigen Bereichen eingeschränkt, aber mal ehrlich: wer ist das nicht.


    Ich empfinde den Gedanken, dass Du anders bist, als die meisten (zumindest -soweit ich das beurteilen kann- in körperlicher Hinsicht), in keiner Weise als abstoßend, sondern vielmehr faszinierend und beeindruckend.


    Ich würde gern mehr über Dich erfahren, über Dein Leben und Dich als Person.


    Wenn Du Lust hast, dann schreibe mir doch einfach.


    Machs gut, Kopf hoch und halt die Ohren steif (wer sich selbst klein macht, wird von anderen gerne übersehen)

    Hallo liebe Kerstin,


    ich bin im Internet aus Zudfall auf deine Geschichte gestoßen.Du schreibst das dir das linke Bein fehlt und das du keine Prothese tragen kannst.Sowie,daß du aus diesen


    Grund keinen Freund finden kannst.Attraktivität ist natürlich so eine Sache jeder hat anderVorstellungen von seinem Partner.Der eine mag Blond der andere mag Schwarz,der eine schlank der andere etwas molliger.Es mag sein das du


    wegen deiner Behinderung das eine oder andere mal auf Ablehnung gestoßen bist.Aber jetzt überlege doch mal,wären das die richtigen Partner eventuell sogar für eine feste Beziehung gewesen ? Würde es nicht mehr weh tun ?


    Wenn man beide beine noch hat dann eines verlieren würde und der vielleicht langjährige Partner mit dem man vielleicht schon die Zukunft geplant hätte,wäre von heute auf morgen weg (nur weil ein Mensch jetzt behindert ist). Solltest du nur aus diesem Grund auf ablehnung gestoßen sein waren es wirklich nicht die richtigen Leute,denke doch mal darüber nach.Leute die so denken sind wirklich die falschen,bei einem Menschen ist der Charakter entscheident nicht ob er einen Behinderung hat oder nicht.


    Aber auch ich als Nichtbehinderter bin mehr als einmal von meinen "Wunschfrauen" abgelehnt worden.Schau her ich bin diesen Sommer 30 geworden und ich habe schon einige Freundinen gehabt von der hübschen bis zur fettleibigen.Nur wir waren immer zu charakterlich zu verschieden.Aber ich will es mal so sagen,ich habe mit jeder mal probiert.Aber es war einfach nicht die richtige dabei.Deswegen bitteich dich verliere nicht den Mut in diesen Punkt ich als Nichtbehinderter bin nämlich nicht weiter als du.Solltest du einmal eine schwere Enttäuschung


    haben ich kann dich trösten ich habe sie auch mehr als einmal gehabt.Bitte steh wieder auf wenn du am Boden liegst,es hilft dir nichts wenn du am Boden liegen bleibst.Auch ich habe mehr als eine schwere Enttäuschung hinnehmen müssen.Ich bin nicht ohne Grund manchmal das


    Stehaufmännchen genannt worden.Wie schnell ein Unglück über einen Menschen herreinbrechen kann habe ich selbst erfahren.An einer Kreuzung wurde ich mit 17 fast angefahren nur wenige Zentimeter vor meinen rechten Bein blieb das Auto stehen.Eine bißchen schneller,hätte der Fahrer noch eine Sekunde gezögert hätte ich wohl auch ein Bein oder sogar beide verloren.Vor zwei Jahren nam mir ein entgegenkommender Autofahrer auf das brutalste die Vorfahrt.Fast ungebremst in mein Auto rein.Der Rettungsarzt behandelte mich sehr vorsichtig da ich von den Halswirbeln ab hätte gelähmt sein können.Zum Glück blieb alles heile nur ich war längere Zeit krankgeschrieben


    und mußte eine Halskrause tragen.Mit 28 fast schon ein Pflegefall und gelähmt ich will nich weiter darüber nachdenken.Genau deswegen will ich dir Mut machen für dein weiteres Leben.Aber auch für dich wird sicher der richtige Partner kommen.Solltest du mir schreiben wollen ich gebe dir meine E-Adresse.Ich wünsche dir viel Erfolg für deine Partnersuche sowie für deinen weitern Lebensweg.

    Nach amputation verheiratet

    Hi Kerstin ich heiße michi Bin 25 Jahre und wohne in MÜnchen Ich hatte 1999 Eine oberschenkelamputatio ganz oben Und ich kann auch keine prothese Tragen und ich möchte dir eine Geschichte ärzählen:


    Als ich nach neinen unfall im krankenhaus aufgewacht bin Sah ich nur ein bei´n das war schrecklich aber als ich nach zwei monaten zu meinen artzt auf krücken hüpfte und zu dem empang lernte ich eine süse sekräterin kennen und als ich in den Behandlungs raum kam fol´gte sie mir und schloss die türe hinter sich ab Und sagte du Hast was was ich gerne sehen will sie kam her Zog mir die hose runter und leckte mit ihrer zunge an meinem 6cm langen stumpf................... und wir sind heute Verheiratet

    Jeder Topf findet seinen Deckel

    Ja, abgedroschener Spruch, ich weiss. Aber es stimmt und gilt tatsächlich für jeden. Ich selbst (31) warte zwar auch noch auf den richtigen "Deckel" aber die Devise lautet: Nie aufgeben! Die Welt ist groß und es gibt die seltsamsten Dinge. Ich sage nur: "Nach amputation verheiratet". Dieser Beitrag von Michael sagt alles, was Du wissen musst.


    Alles Gute, Ciao, Peter

    Hallo Kerstin,Ich kann dich verstehen

    Hallo,ich bin der Tommy aus Wien und ich habe seit meiner Geburt am rechten bein keine Zehen!Ich weiß was du meinst aber du darfst dich nicht unterkriegen lassen,Du findest schon jemanden der dich so nimmt wie du bist!!!Auf das äusere schaut nicht jeder!!!Du kannst mir ja gerne mal mailen dann unterhalten wir uns genauer darüber!!


    mfg.:Tommy

    Hallo Kerstin

    Ich kann dich bestens verstehen. Ich habe 1990 einen Starkstrom-Unfall mit 14 gehabt und dabei beide Arme verloren. Ich habe mich auch nicht unter Menschen getraut, es war mir so peinlich. Aber ein guter Freund hatte mich regerecht rausgeschliefen müssen, um unter Leute zu kommen. Was ich ihm heute sehr danke. Ich hatte dadurch auch die Gelegenheit das ein oder andere Madchen kennen zu lernen. Habe aber auch viel erfahren müssen dass mich viele noch nicht mal mit dem Asch anschauen, wegen meiner Behinderung.


    Ok meine erste Freundin hatte damals sowieso alles gevögelt was bei drei nicht auf dem Baum war, daher war es ihr egal. Aber es war schön dass ich überhaupt mal die Chance hatte mit ein Mädchen zu schlafen, wovon ich sonst träumte. Sie hat bis heute keinen anständigen Mann und würde mit mir gerne zusammen sein, sie hat erkannt was wirklich zählt und das der Sex wie ich ihn mit ihr hatte was Besonderes war. Was ihr bis heut keiner geben konnte. Nach ihr hatte ich die eine und die andere kennen gelernt, es ist auch ab und zu was gelaufen, mochten mich sehr, aber machten Schluss weil sie nicht mit der Behinderung umgehen konnten. Diese Mädels waren nicht stark genug, denke ich.


    Ich habe doch noch das Glück gehabt eine Frau zu finden, die mich mit meiner Behinderung liebt. Mit ihr bin ich jetzt 10 Jahre zusammen und wir haben einen 4 jährigen Sohn. Ich bin Technischer Zeichner habe einen guten Job, fahre Auto, hab ein Haus und ein Boot. Ich habe für alles hart gekämpft und kämpfe weiter dass ich meinen Standart halten kann.


    Ich denke ich habe viel Glück gehabt und das ganze Leben mit Behinderung ist Glücksache des Schicksals. Wobei man eine ganze Menge selber dazu beitragen kann, wenn man sich nicht verkriecht.


    Ich bin auch mit der Zeit offener geworden und las mich nicht mehr unterkriegen.


    Leute die mich damals gehänselt haben, sitzen fast alle auf dem Sozialamt und haben ihr Leben nicht in den Griff bekommen und können das nicht begriffen wie ich das geschafft habe.


    Ich hätte auch den Weg gehen können, den einige andere Behinderte gehen, die sogar eine minderwertige Behinderungen haben. Invalidenrente abkassieren und kein Beitrag für die Gesellschaft leisten. Ich leiste meinen Beitrag so lange ich kann.


    Ps: Kerstin du musst die Gelegenheit haben, dich nett mit einen Mann über einen längeren Zeitraum zu unterhalten und so versuchen ihn zu zeigen das du auch innere Werte hast. Du hast doch viel mehr Möglichkeiten als ich, z.B. Koch doch was für ihn, wenn du ihn eingeladen bekommst, zeige ihm dass du innerlich stark und lieb bist. Oder z.B. fahre Romantisch mit ihm Ruderboot wenn du ihn überredest bekommst. Nicht überrumpeln und langsam die Sache angehen.


    Um solche Gelegenheiten zu bekommen musst du dringendst unter Menschen unternimm mit deiner besten Freundin was, geh bloß raus!


    Mach das Beste


    Maik

    Hallo Kerstin,


    mein linkes Bein wurde wegen Knochenkrebs 1995 ganz oben amputiert. Ich dachte niemals daran, in meinem nun einbeinigen Zustand jemanden fürs Leben zu finden. Ich konnte mir das einfach nicht vorstellen. Dass ich nicht auf nur auf Männer stehe, wusste ich zunächst noch nicht; ich habe es erkannt als ich mich in der Reha in eine Therapeutin verliebt habe und sie in mich. Wir lebten einige Zeit zusammen.


    Später war ich dann mehr oder weniger alleine, da wir uns auseinandergelebt hatten.


    Im Urlaub lernte ich dann vor einigen Jahren eine Frau kennen, mit der ich heute sogar offiziell verpartnert bin. Das nahm seinen Lauf relativ schnell; sie hatte mir in einer prekären Situation geholfen; eine Krücke war mir ins Wasser gefallen, sie hat sie rausgeholt und ich konnte wieder laufen. Wir waren uns von Anfang an sympatisch. Sie sagt dass sie mich liebt so wie ich bin; dass ich nur ein Bein habe spielt dabei keine Rolle. Es spielt auch eine untergeordnete Rolle, dass sie mich vielleicht gerade wegen meines Handicaps liebt. Ich fühle mich aber keinesfalls auf meine Behinderung reduziert. Das ist auch sehr wichtig.:)^