• Belastende Geheimnisse bewahren

    Vorhin rief mich der Vater meines Mannes an und bat mich das, was er mir dann erzählen würde, niemandem weiterzuerzählen. Nicht mal seinem Sohn, meinen Mann. Und ich muss es irgendwo loswerden, da es mich stark belastet. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen: Er hat wahrscheinlich mehrere 10.000 € in den Sand gesetzt. Ich vermute, es bestand/besteht da eine…
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    Wenn ich da an Weihnachten hingehe und mich verstellen muss, nett sein muss, ja nichts falsches sagen darf usw. übergehe ich meine eigenen Gefühle.

    Wenn Du Dir im Vorfeld schon so klar darüber bist und für mich hört sich das recht gut selbstreflektiert an, dann würde ich an deiner Stelle da auch nicht hingehen. Normalerweise sollte man Vermeidungsverhalten ja nicht fördern, aber diese im Jahr einmalige Situation zusammen mit der ehe schon künstlichen Weihnachtswelt kann man mal getrost aus dem Wege gehen.

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    Wenn ich da an Weihnachten hingehe und mich verstellen muss, nett sein muss, ja nichts falsches sagen darf usw. übergehe ich meine eigenen Gefühle.

    Nichts und niemand zwingt dich nett zu sein oder "ja nichts falsches" zu sagen - außer vielleicht du selbst. Spreng doch einfach die Weihnachtstafel. ]:D Irgendeinen Grund muss es ja geben, dass Weihnachten auch die Zeit der familiären Konflikte sein kann. Da hockt die ganze Mischpoke so eng aufeinander und kann nicht weg.

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    Nichts und niemand zwingt dich nett zu sein oder "ja nichts falsches" zu sagen - außer vielleicht du selbst. Spreng doch einfach die Weihnachtstafel.

    Sie muss es ja nicht vorsätzlich tun. Aber im Prinzip sehe ich das auch so. Fernbleiben ist Konfliktvermeidung und sie übernimmt schon wieder die Verantwortung, dass alles schön harmonisch ist. Muss es ja nicht. Aber es ist ein gutes Training für ihr Bewusstsein, dass sie nichts dafür kann und somit auch nicht alles zurechtrücken muss, wenn andere Mist gebaut haben.

    Es schwankt von Tag zu Tag, aber vermutlich werde ich mitgehen an Weihnachten. Schön langsam kriege ich ein Gefühl dafür, wie ich mich erfolgreicher abgrenze. Ich habe jeden Tag Gelegenheiten, mich in Gelassenheit zu üben, indem ich "bei mir bleibe". Vielleicht verbinde ich es noch mit einer Imaginationsübung, aber momentan sage ich mir immer wieder mantramäßig "Das hat nichts mit mir zu tun. Das ist nicht mein Problem. Das liegt nicht in meiner Verantwortung. Das berührt mich nicht." und ich entwickle langsam tatsächlich so eine "Scheißegal-Einstellung". Keine Frustrierte, Resignierte wie sonst, sondern voller (Selbst-)Zufriedenheit - es liegt Weihnachten in der Luft ;-D


    So werd ich auch den Nachmittag bei den Schwiegereltern als Gelegenheit sehen, zu üben, bei mir selbst zu bleiben.


    Ich brauche das Wohlwollen meiner Schwiegereltern nicht. Ich denke, ich war vor allem deshalb so enttäuscht, weil der Schwiegerpapa ja durchklingen hat lassen, er sei enttäuscht, dass er mir nicht vertrauen konnte. Ich habe im Grunde wiedermal die Emotionen eines anderen übernommen.


    Das nimmt so eine unheimliche Last von mir!


    Danke danke danke an euch für die Tipps @:)

    Ich wünsche dir angesichts der Gesamtumstände schöne Feiertage und dass du zumindest in dir ruhen kannst. Nur dann findet man zu sich selbst und seinen eigenen Bedürfnissen, und wer weiß, zu welchen Wendungen in deinem Leben dies führen kann, wenn du dich selbst besser wahrnimmst. @:)

    Ein Update:


    Die Weihnachtszeit haben wir gut überstanden und das Thema geriet in Vergessenheit.


    Ich hab wirklich nicht mehr daran gedacht und es hat mich nicht belastet.


    Der Schwiegervater hat meinen Mann dann vor 2-3 Wochen mal gefragt, ob wir schon das Geld von unserem Hausverkauf auf dem Konto haben, ob wir ihm 3.000 € leihen könnten, aber mein Mann hat beides verneint.


    Vorgestern habe ich dann mit meiner Schwiegermutter telefoniert, weil sie an diesem Tag in den Urlaub losfuhren und wir auf ihr Haus aufpassen und dann erzählt sie mir so nebenbei, dass sie von Bekannten ihres Mannes - ich nenn ihn jetzt mal Josef - belästigt werden, weil sie sich von Josef 3000 € leihen möchten.


    Sie erzählte, Josef würde die Familie von seiner Arbeit kennen und er hatte ihnen auch nach seiner Pensionierung geholfen, z.B Anträge ausfüllen/Beratung und sowas. Die Familie hat Josef immer mit dem Auto aus der Straße abgeholt, daher wissen sie zum Glück nicht, wo er wirklich wohnt, aber in den letzten Wochen wurden die Anrufe immer penedranter. Sie vermutet, die sind total verschuldet und nachdem er klargestellt hätte, er würde generell nie Geld verleihen %-| :=o sind sie richtig aggressiv geworden und meinten "dann werden sie sich schon etwas anderes überlegen".


    Ich hab so Herzklopfen gekriegt am Telefon und sie abgewürgt, hab gesagt, mich würde das gerade sehr mitnehmen und ihr deshalb nun lieber ihren Sohn geben.


    Ich war kurz davor, es ihr zu sagen.


    Ob meine Reaktion sie stutzig gemacht hat, weiß ich nicht.


    Meinem Mann hat sie dann noch gesagt, dass sie Angst vor einem Einbruch hat und dass sie den Namen vom Briefkasten abgemacht und mit Straße und Hausnummer ersetzt haben. Dies erfuhr ich erst, als sie schon in den Urlaub losgefahren waren - ich wies meinem Mann dann an, ihnen eine SMS zu schicken, dass sie SO keine Post zugestellt bekommen werden!


    Ich bin so stinksauer auf den Schwiegervater, dass er nun auch noch mit Halbwahrheiten daherkommt. Ja er hält den Druck wohl nicht mehr aus und muss mit seiner Frau wohl über diese Leute reden, aber wir/ich werde ihm nun bei ihrer Rückkehr sagen, dass wir ihm kein Geld leihen und er zur Polizei gehen soll und seiner Frau die Wahrheit sagen muss. Von mir aus verschweige ich es weiterhin, aber wenn mich die Schwiegermam frägt, anspricht, werde ich nicht lügen und sie bitten, mit ihrem Mann zu sprechen.


    Oder was haltet ihr davon?


    Der Bruder meines Mannes und mein Mann wären eher für "Kopf in den Sand" und lügen/schweigen.

    Ich wollte mal berichten, wie es ausgegangen ist (nicht gut).

    Nachdem mein Schwiegervater in letzter Zeit immer wieder meinen Mann und meinen Vater angerufen hat (mit hanebüchenen Geschichten) und zuletzt 50.000 € geliehen haben wollte, denn "danach würde er jetzt endlich und final 500.000 über Kuriere einer Mafia bekommen", hab ich zum Glück, aber leider etwas zu spät die Reißleine gezogen und meine Schwiegermutter eingeweiht. Leider musste ich es tun, da mein Mann immer noch nichts unternehmen wollte.


    Über 180.000 € (!) hat er diesen Betrügern in bar und ohne jegliche Quittung übergeben. Das Girokonto ist seit Wochen überzogen, wo vorher 30.000 drauf waren, er hat laufend seine Rente abgehoben, einen Kredit aufgenommen und seinen Altersfonds aufgelöst und war aktuell auch dabei den der Schwiegermutter zu kündigen.


    Schwiegermama ist mir unendlich dankbar aber dennoch nervlich am Ende, aber da darf sich jetzt mein Mann - "Mr Kopf-in-den-Sand - drum kümmern. Scheiden lassen will sie sich anscheinend nicht.

    Mit meinem Schwiegervater möchte ich vorerst keinen Kontakt.