Betrogen mit Kollegin - Verlangen dass er kündigt?

    Hallo,


    mein Freund und ich sind seit 4 Jahren zusammen und wohnen seid 2 Jahren in der gemeinsamen Wohnung. Eigentlich sind/waren wir sehr glücklich. In den letzten 3 Monaten kam es vermehrt zu heftigen Streitereien, an denen ich wohl die Hauptschuld habe durch enormen Stress. Wir hatten uns daraufhin irgendwie entfernt. Vor ca. 1,5 Monaten verbrachte ich das Wochenende bei einer Freundin, die in einer anderen Stadt wohnt. Er ging Freitagabend mit seinen Kollegen aus und mit seiner Kollegin heim und sie hatten Sex und auch noch das ganze Wochenende miteinander verbracht. Sie ist schon länger in ihn verliebt und wollte daraufhin dass er sich von mir trennt. Er hat gleich klar gemacht, dass er das nicht wird und sie erzählte mir davon. Am Anfang stritt er es noch ab. Nach gefühlten 2 Stunden auf ihn einreden gab er es endlich zu und erzählte mir alles bis ins Detail auf mein Drängen hin. Er entschuldigte sich tausend mal, hat geweint usw. aber ich hab mich davon erstmal nicht beeinflussen lassen.


    Ich packte erstmal meine Sachen und bin zu meinen Eltern gegangen, habe mich eine ganze Woche nicht bei ihm gemeldet. Als ich ging hatte ich noch gesagt, dass ich erstmal über alles nachdenken müsse. Nach dieser Woche trafen wir uns und ich sagte ihm, dass ich mich trennen möchte. Das nahm er aber nicht so einfach hin. Nach ca. 3 Wochen um mich kämpfen, während ich bei meinen Eltern wohnen blieb und einigen Treffen mit ihm habe ich ihm noch eine Chance geben, denn ich glaube wirklich, dass wir es nochmal schaffen können. Ich bin dann auch wieder in unsere Wohnung zurück.


    Nun ist es so, ich komm einigermaßen damit klar, bekomme aber Ausraster sobald er in die Arbeit geht. Er arbeitet mit ihr nicht nur einfach zusammen, nein die beiden arbeiten auch noch in einem Team. Andere Möglichkeiten in dem Unternehmen gibt es nicht, da dieses sehr klein ist.


    Ich habe mit ihm nochmal ruhig geredet und habe gesagt, dass ich es nicht ertrage, dass er dort weiterhin arbeitet mit dieser Frau. Und das ist die Wahrheit. Ich gehe kaputt, wenn ich es weiterhin noch aushalten muss, dass er mit dieser Frau zusammenarbeitet. Ich habe ihm gesagt, dass es mich innerlich zerreißt und ich es unter keinen Umständen weiterhin ertragen kann und dass er bitte kündigen soll sonst müsse ich mich trennen.


    Ich weiß man stellt keine Ultimaten, aber ich halte diese Situation so wie sie ist auf gar keinen Fall aus (eher würde ich mich umbringen, als das mir noch weiterhin anzutun) Es belastet mich so sehr. Ich kann meine Arbeit nicht mehr ausüben, da ich sobald er in der Arbeit ist mit dieser Frau Heulkrämpfe bekomm und den ganzen Tag mit furchtbaren Bauchschmerzen im Bett liege.


    Heute teilte er mir schließlich mit, dass er seine Arbeit nicht kündigen wird, da das sein absoluter Traumjob ist und er sowas nie mehr findet mit so tollen Kollegen (im selben Moment viel ihm wohl ein was er da eigentlich gesagt hatte und meinte dann noch "ich meine die anderen Kollegen").


    Und es außerdem sehr unmoralisch wäre von mir so etwas zu verlangen es ihm sehr leid tut, dass er weiterhin mit ihr zusammenarbeiten muss, aber wir das auch so hinbekommen werden.


    Ich habe darauf gar nichts mehr gesagt. Nun ist er im Bett und ich überlege was ich tun soll. Einerseits will ich uns noch eine Chance geben, auf der anderen Seite ertrage ich es nicht, dass er mit dieser Frau zusammenarbeitet die auch noch in ihn verliebt ist und sicher versuchen wird ihn für sich zu gewinnen.


    Gerade hatte ich doch tatsächlich impulsiv überlegt, dass wenn er morgen in der Arbeit ist ich meine Sachen einfach alle zusammenpacke und ausziehe. Andererseits will ich ihn nicht verlieren.


    Oder kann es sein, dass er nicht glaubt ich mache mein "Drohen" war und wenn ich einfach gehe er vielleicht doch kündigt? Findet ihr das wirklich so verwerflich so etwas zu verlangen? Es ist nicht so, dass er woanders keinen ähnliche Stelle mit sogar mehr Gehalt bekommen würde.

  • 195 Antworten

    Mal zusammengefasst:


    - Er betrügt Dich, verschweigt es Dir und streitet es ab.


    - Er "kämpft" um Dich, ist aber nicht bereit, etwas zu ändern.


    Willst Du mit diesem Mann langfristig Dein Leben verbringen?




    Ich denke nicht, dass Du verlangen kannst, dass er kündigt.


    Du hast jedoch sehr wohl das Recht, die Situation nicht zu ertragen.




    Meiner Meinung nach wäre es die sinnvolle Lösung, dass Du zu Dir Sorge trägst ??er hat das weder mit dem ausgedehnten Seitensprung noch mit seiner Weigerung, seine berufliche Umgebung zu ändern, getan!?? und Abstand nimmst. Ergo: Ausziehen. Wenn er dann nicht reagiert – mit konkreten Schritten! - Trennung und den Kerl vergessen.

    Zitat

    Und es außerdem sehr unmoralisch wäre von mir so etwas zu verlangen

    Ich hoffe du hast ihm geantwortet, dass ihr dann ja quitt seit. Ne ernsthaft man muss die Begleitumstände berücksichtigen, normalerweise gehen solche Drohungen und Forderungen gar nicht, aber in dem falle hat er sich das a)selber zuzuschreiben und b) machst du das ja nicht für dein ego, sondern weil du anscheinend massiv darunter leidest und dran kaputt gehst.

    Zitat

    Andererseits will ich ihn nicht verlieren.

    Nun man kann nicht immer alles haben, nicht immer gibt es Kompromisse. Du wirst dich entscheiden müssen, was dir wichtiger ist. Deswegen bringt auch sowas hier nix

    Zitat

    Oder kann es sein, dass er nicht glaubt ich mache mein "Drohen" war und wenn ich einfach gehe er vielleicht doch kündigt?

    wenn du nicht vorher entschieden hast, was dir wichtiger ist. Denn wenn er dann doch nicht kündigt und du es nicht ernst meinst geht es böse in die Hose. Deswegen solltest du wenn du gehst und die Hoffnung hast, dass er dann kündigt trotzdem bereit sein das durchzuziehen, auch wenn er sich nicht trennt. Von daher heißt das du solltest dich trennen, weil du dich trennen willst ohne die Absicht zu haben ihn zum einlenken zu bringen, sollte er dann doch einlenken okay Glück gehabt und toller Bonus, wenn nicht auch okay.


    Von daher solltest du wirklich dran kaputt gehen, fände ich es legitim ihm zu sagen, dass dus nicht aushältst, was ja die Wahrheit ist und du dich trennst oder aber eben sagst bis wann du es noch irgendwie erträgst ( wichtig es geht hier nicht um taktik, sondern einfahc nur darum zu sagenw as du fühlst und was eben wahr ist), wenn du es eben noch solange erträgst. Wobei ein klarer Schnitt wohl besser wäre.

    Also erst einmal..ich finde es nicht richtig, ihn zu einer Kündigung zu drängeln. Möglicherweise ist es wirklich sein Traumjob...und er hat auch noch sein Leben und möchte sicherlich nicht fremdgesteuert sein.


    Ich denke aber trotzdem, dass es jetzt an ihm liegt, dir aufrichtig und selbstbewusst zu zeigen, was du ihm bedeutest. Er sollte eindeutig Stellung beziehen und sich von weiteren Annäherungsversuchen der Kollegin distanzieren (und dies auch dir transparent machen). Ich denke..hier liegt "der Hund begraben". Es ist nicht DIESE Frau, die eure Beziehung gefährdet, sondern die Qualität der Beziehung im Allgemeinen. Und das ist eventuell nochmal ein ziemlicher Quantensprung..überlege vielleicht nochmal über diese Dimension heraus @:)

    Wui, welch Horror – mich würde das auch unglaublich fertig machen.


    Dennoch meine ich, dass man nicht von ihm verlangen kann, dass er sich einen neuen Job sucht.


    Wenn er schon nicht selbst auf diese Idee kommt und es auch nicht machen möchte, da es sein Traumberuf ist, sehe ich nur einen Ausweg: die Trennung.


    Biete ihm an, dass du ihn bei der Jobsuche unterstützen würdest, mache ihm klar, dass es wirklich nicht geht, was ja mehr als verständlich ist. Möchte er nicht, was ich auch ein wenig verstehen kann, dann leide nicht weiter :°_

    Zitat

    Und es außerdem sehr unmoralisch wäre von mir so etwas zu verlangen es ihm sehr leid tut, dass er weiterhin mit ihr zusammenarbeiten muss, aber wir das auch so hinbekommen werden.

    Er muss nicht weiterhin mit ihr zusammenarbeiten, er kann sich dafür oder dagegen entscheiden und er hat für sich entschieden, dass ihm der Job wohl wichtiger ist als eure Beziehung. Schließlich hast du ihm unmissverständlich mitgeteilt, dass es für dich kein tragbarer Zustand ist und du dich trennen "musst", wenn er weiterhin dort arbeitet, weil du sonst vor die Hunde gehst. Er scheint dich aber in der Tat nicht sonderlich ernst zu nehmen, wenn er das abtut und meint, dass ihr das auch so hinbekommt.


    Ich finde es nicht unmoralisch von dir, in der Situation, in die er euch durch sein Handeln gebracht hat, Rücksicht zu fordern. Ich wäre wahrscheinlich nicht so weit gegangen, das von ihm direkt zu "fordern", sondern hätte erwartet, dass er selbst zu dem Schluss kommt, den Job besser zu kündigen, wenn ich als Partnerin offenkundig darunter leide. Ihm scheint das aber egal zu sein. Er ist in meinen Augen nicht bereit, die Konsequenzen für sein Handeln zu tragen. Ich finde, du solltest es ihm nicht gleich tun. Du hast (zumindest hier) sehr klar formuliert, wie es dir damit geht und was du auf keinen Fall möchtest. Dann tu dir das auch nicht weiter an bzw. lass es dir nicht weiter antun :)*

    Naja wenn dein Kerl sich nicht beherrschen kann, lebe damit das er wohl öfters fremdgeht oder trenne dich, ich rede da gar nicht groß herum rum.


    Die Lösung das er den Job wechselt das er im Grunde keine Möglichkeit hat fremd zu poppen(darum geht es dir ja wohl) halte ich schon ein bisschen bizarr. Wenn er es einmal getan hat und es sogar verschwiegen hat und bestritten kann das auch nochmal passieren mit anderen Frauen oder meinst du er vögelt nur die eine in seinem Team da die und wohl du die Einzigsten kompatiblen wären...


    Was manche für Vorstellungen haben...

    Nach heftigen Streitereien, an denen du wohl die Hauptschuld hast, ist er fremdgegangen, woran er wohl die Hauptschuld hat.


    Jetzt verlangst du, er soll er seinen Job kündigen, damit er seine Arbeitskollegin nicht mehr sieht. Dann macht es wohl auch Sinn, daß er dir verbietet, zukünftig das zu tun, was bei dir damals enormen Streß ausgelöst hat.

    Hallo,


    ich verstehe dass du sehr verletzt bist und dir die Situation so sehr schwer fällt. Dennoch denke ich man darf niemanden drängen, seinen Job zu kündigen. Entweder er meint es ehrlich mit dir und lässt sich auf nichts mehr ein mit der Kollegin oder anderen Frauen, oder das Gegenteil ist der Fall, aber wenn dies so ist, ist es egal ob sie zusammen arbeiten oder nicht. Wer fremdgehen will, tut es.


    Und ich denke mal, während der Arbeit werden die schon nichts anstellen da sind ja auch andere Kollegen oder Chefs dabei.


    Wenn du es jedoch absolut nicht ertragen kannst und er dir zuliebe nichts ändern mag würde ich auch lieber die Trennung in Erwägung ziehen, als dass du dich damit total kaputt machst mit diesem Kopfkino.

    In meinen Augen hat das Wort einem Menschen zu verzeihen damit zu tun, dass man ihm eine faire Chance gibt. Bereit ist, der Beziehung einen neuen Status zu geben. Dein jetziger Partner hat für eure Beziehung gekämpft.


    Wäre er weiterhin intensiv an dieser Frau interessiert gewesen, die er als Kollegin täglich auf Arbeit sieht, wäre es ein leichtes gewesen, an der Stelle wo es raus kam den Cut zu ziehen. Eine Garantie für Treue gibt es nicht. Es gäbe auch an einem anderen Arbeitsort/platz die Möglichkeit, entweder diese Frau des Fehltritts weiter zu sehen oder etwas anderes im neuen Revier zu finden.


    Dein Freund hat eine klare Entscheidung getroffen, ohne Vorbedingungen an Dich, sondern seinen Gefühlen gehorchend. Das war keine Pflichtkür, sondern ein Bekenntnis für die Beziehung mit Dir.


    Wenn es Dir nicht gelingt, ihm wieder neues Vertrauen zu schenken, Deiner Verzeihung für seinen Fehltritt Raum zu geben, wird euer Neuanfang scheitern. Er hat einen gravierenden Fehler gemacht, zu dem ihm anfangs der Mut fehlte, dazu zu stehen.


    Mach Du jetzt nicht denselben, in dem Du ihm per se in Schuhe schiebst, diesen zu wiederholen. Arbeitet beide daran, eure Beziehung auf eine neue Basis zu bringen, statt den Energiefresser Eifersucht tiefer zwischen euch zu belassen. Es macht keinen Sinn dem Partner zu sagen, ich verzeihe Dir, aber nur wenn .....Dies bringt ihn dazu etwas tun zu müssen, wovon er selbst nicht überzeugt ist. Es gibt nur die Chance, sich entweder ganz zu Dir und damit zu euch zu bekennen, oder es zerbricht ohnehin, weil die Gründe zusammen zu bleiben und zu kämpfen nicht ausreichen.

    @ blauerdiamant

    Geht's dir denn überhaupt primär um die Angst vor einer Wiederholung, wie die meisten hier vermuten? Falls ja, dann haben sie wohl Recht, wenn sie sagen, dass eher am Grundvertrauen gearbeitet werden sollte. Mir persönlich ginge es bei der Sache aber gar nicht darum, dass sich das alles real nochmal wiederholen könnte. Ich würde ihm schon glauben, dass er es bereut und diesen Fehler kein zweites Mal machen möchte. Mich würde aber einfach stören, dass diese Frau so fester Bestandteil des alltäglichen Lebens bleibt. Die beiden verbindet dieses zurückliegende Erlebnis nun mal und ich hätte Mühe, die Sache zu vergessen, wenn diese Frau tagtäglich so präsent für mich wäre. Man kann natürlich am eigenen Denken arbeiten und versuchen, sich nicht ständig vor Augen zu halten, dass er Tag für Tag auf diese Frau trifft, aber ich wüsste nicht, wieso ich mir das antun sollte, wenn sich das Problem auch einfach lösen ließe, indem man sich nach einer anderen Stelle umsieht. Dabei geht's mir wie gesagt nicht um die Angst vor einer Wiederholung im eigentlichen Sinne, ich halte die Gefahr, dass sie im Kopierraum übereinander herfallen, auch für eher gering. Ich würde mir aber dennoch einen sauberen Cut wünschen, einfach damit das Thema nicht ständig so präsent ist und man tatsächlich neu anfangen kann.


    Halten einige vielleicht für Verdrängung und sind der Meinung, richtig verarbeitet und verziehen ist es erst, wenn die Kollegin absolut keine Rolle mehr spielt, egal wie oft er sie sieht, aber mir wäre das einfach too much, ihre Präsenz, Tag für Tag, so viele Stunden. Sie arbeiten ja wohl recht eng zusammen, es ist ein kleines Team, sie können sich nicht aus dem Weg gehen, er wird tagtäglich mit ihr zu tun haben. Ich täte mir da auch an seiner Stelle schwer, mit der Sache abzuschließen und sie ad acta zu legen. Nicht in der Hinsicht, dass die Dame eine permanente Gefahr in Form einer besonders verführerischen Möglichkeit darstellt, aber sie würde mich einfach permanent an den Fehltritt erinnern und vor allem daran, wie weh der Partnerin damit getan wurde. Wenn das für die Karriere so leicht ausgeblendet werden soll und kann, wüsste ich meinen Stellenwert...

    Das ist ganz großer Mist. Nur nach stundenlangem Drängen erzählt er es dir. Kündigen wird er nicht, aber die verliebte Arbeitskollegin tanzt weiter vor seiner Nase rum. Da kannst du dir ja denken, bei jedem Streit könnte er wieder fremdgehen.


    Verzeihen könntest du ihm den Ausrutscher zwar, aber durch die ständige Präsenz der Frau wirst du schlecht zur Ruhe kommen. Mach das, was dein Bauch dir sagt und nimm erstmal Abstand.

    Ich schliesse mich der Meinung der meisten hier nicht an. Ich finde es ziemlich armselig um ihn quasi zu nötigen um zu kündigen nur damit du mit deinen eigenen Ängsten umgehen kannst. Es ist deine Angst also trag sie auch selber. Wenn dir das zu schwer ist dann suche eine andere Möglichkeit. Aber die Kontrolle auf diese Art und Weise zurück haben wollen, ist ein ziemlich erbärmliches Zeichen, wie ich finde.


    Gucke was du jetzt brauchst für dich, aber instrumentalisiere andere doch nicht dafür.

    Da kann ich PeeKlee nur recht geben.


    Wenn sein Fremdgehen für dich eure Beziehung zerstört haben sollte, dann finde ich das nachvollziehbar und dann solltest du dich DESWEGEN trennen. Und zwar konsequent, egal, wie viel er "kämpft".


    Wenn eure Beziehung für dich zwar beschädigt ist, du aber wirklich glaubst, daß sie wieder "heil" werden könnte, dann beteilige dich aktiv an der "Heilung".


    Deine Kündigungsforderung trägt dazu nichts bei. Im Gegenteil. Ich halte das eher für einen Fall von "du hast mir was kaputt gemacht (das Vertrauen o.Ä.), jetzt mache ich dir auch was kaputt. Ich habe Schaden erlitten, du sollst auch Schaden erleiden."


    Ja, trenn dich – aber erst mal nicht von deinem Freund, sondern von der Vorstellung "ausgleichender Gerechtigkeit". Schaden Nr.2 macht Schaden Nr.1 niemals ungeschehen, es wird einfach nur in der Summe mehr Schaden angerichtet.


    Und trenn dich vom "Spielchenspielen": Er geht fremd, du trennst dich. Dann "kämpft" er (was immer das genau heißt), du kommst doch wieder zurück. Nun forderst du etwas, er will es nicht tun, du drohst mit Trennung. Würdest aber wieder zurückkommen, wenn er sich im Nachhinein doch noch deiner Forderung beugt. Das sind Machtspielchen. Es sollte aber um Liebe gehen, und das schließt Machtkämpfe per Definition aus.


    Findet lieber gemeinsam heraus, was passiert ist. Wieso es zu dem vielen Streit kam. Wieso er fremdgegangen ist (was an diesem WE in ihm vorging: War das ein geplanter Racheakt? Ist er spontan dem Bedürfnis nachgegangen, sein Selbstwertgefühl aufbauen zu lassen? Oder was sonst?).


    Ich finde es seltsam, sofort davon auszugehen, daß er gewohnheitsmäßig fremdgeht. Es KÖNNTE natürlich so sein. Ich denke, ich würde viel davon abhängig machen, wie offen er mit mir über das alles zu reden bereit ist. Wenn er alles abblockt, dann würde ich auch denken "da steckt was dahinter". Ansonsten würde ich von einem einmaligen Fehltritt ausgehen (daß man das nicht sofort freudig zugibt, finde ich verständlich).


    Und dann käme sozusagen der zweite Teil des Gesprächs: Was wollt ihr in Zukunft anders machen? Ich finde, es gibt momentan noch keinen Anhaltspunkt für die Unterstellung "er will nichts ändern". Vielleicht ist er ja zu Änderungen bereit – nur eben nicht zu DER Änderung, seinen Job zu kündigen. Also: Was willst DU anders machen, damit du nicht mehr so gereizt bist? Was will ER anders machen, um bei zukünftigen Konflikten nicht auf andere Frauen auszuweichen?


    Verliebt ist übrigens die Kollegin, nicht er. Und erzählt hat sie dir davon, damit du dich trennst. Willst du ihr diese Freude machen?

    Zitat

    "du hast mir was kaputt gemacht (das Vertrauen o.Ä.), jetzt mache ich dir auch was kaputt. Ich habe Schaden erlitten, du sollst auch Schaden erleiden."

    Ich habe das anderes gelesen.


    Sie zerbricht daran, dass die Zwei noch weiterhin Kontakt haben. Und wenn die Beziehung weiter bestehen soll, bleibt ihm nichts anderes übrig, als zu kündigen, weil sie daran zerbricht.


    Ergo, geht es doch darum die Beziehung aufrecht zu erhalten / zu retten, als ihm eine damit auszuwischen!? ":/


    Bin da leider auch so – es ist nicht mal die Angst, dass es wieder passieren könnte, sondern einfach nur das Wissen, dass die Zwei noch zusammen sind, fast täglich.