• Betrogen mit Kollegin - Verlangen dass er kündigt?

    Hallo, mein Freund und ich sind seit 4 Jahren zusammen und wohnen seid 2 Jahren in der gemeinsamen Wohnung. Eigentlich sind/waren wir sehr glücklich. In den letzten 3 Monaten kam es vermehrt zu heftigen Streitereien, an denen ich wohl die Hauptschuld habe durch enormen Stress. Wir hatten uns daraufhin irgendwie entfernt. Vor ca. 1,5 Monaten verbrachte…
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    das ist das eine aber den Job kündigen weil der andere Angst hat da könnte nochmal was laufen?

    Darum geht es doch hier vermutlich gar nicht vordergründig! Vielleicht muss man so etwas schon mal selbst durchgemacht haben, um zu verstehen, warum die weitere enge Zusammenarbeit für die TE unerträglich ist...

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    Man ist drauf angewiesen, weil wie heißt es so schön: GEld regiert die Welt..wenn jemand was anderes sagt, dann ist es sehr naiv..

    Nach den Worten der TE wäre es kein Problem für ihren Freund, eine andere, möglicherweise sogar besser bezahlte Stelle zu bekommen. Darum dürfen wir hier davon ausgehen, dass die Alternative für ihn nicht die Arbeitslosigkeit wäre!

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    wer bereit ist alles mögliche aufzugeben, nur der Beziehung wegen, der wird das früher oder später bereuen meiner Meinung nach.

    Von "alles mögliche" war ja nicht die Rede, hier ging es "nur" um den Job (und auch nicht generell um Berufstätigkeit vs. Arbeitslosigkeit, sondern um einen ganz bestimmten Arbeitsplatz). Wieso soll es weniger fatal sein, den Job über "alles mögliche" zu stellen? Ich kenne z.B. mehr Beispiele von Leuten, die es irgendwann bereut haben, den Job über die Partnerschaft, die Familie oder die Gesundheit gestellt zu haben. Aber da muss einfach jeder sein persönliches Glück finden, es gibt auch Menschen die glücklich mit ihrem Job verheiratet sind und damit gut fahren. Mir ist mein privates Glück aber definitiv wichtiger als das berufliche und ich wüsste auch nicht, wieso ich das je bereuen sollte.

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    Ich würde aber auf die Beziehung verzichten wenn mein Freund so dieses Ultimatum stellen würde.

    Darauf könnte er antworten, ich müsste dir nicht dieses Ultimatum stellen, wenn du nicht den ganzen Tag jemanden um dich hättest, mit dem du vor kurzem noch ausgiebig das Wochenende genossen hast.. Man kann es drehen und wenden, wie man will, der Freund der TE wird diese Frau länger am Tag um sich haben als die TE selbst, denn der Abend ist im Vergleich dazu kurz. Eine für sie nachvollziehbar unmögliche Situation.


    Ich habe ja schon durchblicken lassen, dass ich nicht mehr viel auf diese Beziehung gebe, weil man es in der Tat wenden kann wie man will, es wird keiner von beiden mehr glücklich werden damit. Vom Partner erwarten, dass er etwas aufgibt, birgt immer die Gefahr eines Sargnagels, beim nächsten Streit hat er das auf dem Tablett.


    Aber so leben mit dem Wissen kann die TE eben auch nicht, das muss sie nicht können. Für den Freund ist die Situation noch am leichtesten, er macht weiter wie bisher, hat im besten Fall seine Freundin weiterhin und sein übliches Leben, muss keine Wohnung aufgeben etc. und seine nette Kollegin ist auch noch in seinem Leben vorhanden. Im Grunde ist er im Moment der Gewinner, wenn man es so sehen will.

    Ich schließe mich hier absolut wusch und smaragdauge an.


    Wäre ich in der Situation der TE, ich würde es nicht von meinem Freund verlangen, aber ich könnte damit definitiv nicht leben, dass er mit der Frau dann gezwungenermaßen mehr Zeit verbringt, als mit mir.


    Und entweder er merkt selbst, dass ich so nicht leben kann oder ich muss eben meine Sachen nehmen und gehen.


    Und nein, ein Seitensprung ist keine Kleinigkeit und wer hier von einer Mücke redet, der besitzt die Empathie einer solchen.


    Man kann doch nicht für andere entscheiden, wie sehr diejenigen etwas verletzt. :|N

    blauerdiamant hat sich seit dem eingangsbeitrag noch nicht wieder gemeldet, oder? mich würde nämlich sehr interessieren, wie die beziehung in diesen drei monaten der streitereien so gelaufen ist. was sie damit meint, dass sie viel verantwortung für die diharmonie trägt!?

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    ich finde die Aussage: "der Job ist ihm wichtiger als die Beziehung" auch total dämlich, wer bereit ist alles mögliche aufzugeben, nur der Beziehung wegen, der wird das früher oder später bereuen meiner Meinung nach. das hat auch nichts damit zu tun dass einem die Beziehung nicht wichtig genug ist.

    Tja und andere finden es total dämlich alles aufzugeben nur des Jobs wegen. Der Satz ist jetzt genauso pauschal und berücksichtigt nicht, dass es hier nicht um alles mögliche, sondenr nur um Beziehung vs Job geht.


    Ich kenne genug Leute die alles dem Job untergeordnet haben und dann nachher ziemlich alleine dastanden und sich teilweise noch darüber gewundert haben. Und wie hier immer wieder betont wird, es geht nicht darum das er arbeitslos wird, sondern nur um nen anderen Job, wo er womöglich noch mehr verdient.

    Ein "Job" kann auch die Beziehung kosten. Bei mir war es auch so. Mein Mann hatte nur noch "Job". Familie war ganz, ganz hinten. Natürlich ist viel Geld schön ;-D , aber mit Geld kann man sich nicht unterhalten.


    Im nachhinein weiß ich, mit einem anderen Job und damit weniger Geld wären wir noch glücklich.

    blauerdiamant

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    Nach ca. 3 Wochen um mich kämpfen, während ich bei meinen Eltern wohnen blieb und einigen Treffen mit ihm habe ich ihm noch eine Chance geben, denn ich glaube wirklich, dass wir es nochmal schaffen können. Ich bin dann auch wieder in unsere Wohnung zurück.

    Naja – ich würde davon ausgehen, dass noch eine Chance bedeutet, dass Du ihm verzeihst. Ansonsten wird das nichts. Wie seid ihr verblieben – was wird er ändern und was Du, damit Eure Beziehung wieder funktioniert?

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    Ich habe darauf gar nichts mehr gesagt. Nun ist er im Bett und ich überlege was ich tun soll. Einerseits will ich uns noch eine Chance geben, auf der anderen Seite ertrage ich es nicht, dass er mit dieser Frau zusammenarbeitet die auch noch in ihn verliebt ist und sicher versuchen wird ihn für sich zu gewinnen.

    Was heißt das konkret? Willst Du etwas an Deiner Einstellung ändern? Deine Eifersucht und Dein fehlendes Vertrauen kann er nicht aufbauen. Ich sehe überhaupt keinen Zusammenhang zwischen der Aufgabe seines Jobs und Eurer Beziehung, nur das eröffnen eines zusätzlichen Kriegsschauplatzes. Wenn er sich erpressen lässt, wird er es Dir immer vorwerfen, dass er seine Stelle wegen Dir aufgegeben hätte. Nur Du kannst an Deiner Eifersucht etwas ändern. Ansonsten gibt es ja wohl nur Schluss machen oder kaputt gehen.

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    Oder kann es sein, dass er nicht glaubt ich mache mein "Drohen" war und wenn ich einfach gehe er vielleicht doch kündigt?

    Wenn er nicht schwer von Begriff ist, dann wir er es schon verstanden haben. Das heißt ja nicht, dass er deswegen unbedingt seine Existenz aufgibt.

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    Findet ihr das wirklich so verwerflich so etwas zu verlangen?

    Nein, ich finde es nicht verwerflich, genauso wenig wie seine Arbeit nicht zu kündigen.

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    Es ist nicht so, dass er woanders keinen ähnliche Stelle mit sogar mehr Gehalt bekommen würde.

    Er sieht es anders. Unterstellst Du ihm, dass er lügt?

    Hallo,


    hier melde ich mich wieder und es ist einiges passiert.


    Mal vorab: ich wollte nicht dass er kündigt, weil ich Angst habe, dass er wieder etwas mit ihr anfängt. Das hat damit gar nichts zu tun. Sondern, dass er einmal mit dieser Frau mehr Zeit verbringt als mit mir, was ja auch klar ist. Mit Kollegen verbringt man meist mehr Zeit. Dass sie weiterhin Annäherungsversuche machen wird. Das heißt ich muss mich nicht nur damit rumschlagen, damit klar zu kommen, sondern auch noch weitere Versuche gerade von ihr ertragen. Zudem möchte ich einfach einen Neuanfang. Wie denn denn wenn sie in unserem bzw. in seinem Leben herumpfuscht. Ich kann darüber nicht hinwegkommen, wenn sie ständig noch in irgendeiner Art und Weise Bestandteil unseres Lebens ist, so kann ich das nicht vergessen. Ich habe heute Nacht kein Auge zugetan, denn diese Situation ist für mich so untragbar. Ich dann damit nicht Leben, auch wenn ich ihn sehr liebe und mit ihm gerne zusammenbleiben würde. Aber wer weiß wie lange ich dieses schreckliche Gefühl noch aushalten muss, wie gesagt das kann ich nicht ertragen.


    Deshalb bin ich heute früh zum Baumarkt gefahren, habe mir einige Umzugskartons geholt und den Großteil meiner Sachen schon mal zu meinen Eltern gebracht. Ja ich trenne mich, denn es geht leider nicht anderes. Ja ich würde es mir vermutlich anders überlegen, würde er tatsächlich kündigen.


    Denn anders sehe ich keine Chane für uns. Ich bin nicht bereit, vermutlich monate oder sogar jahrelang zu leiden, das ist für mich kein Leben mehr. Ich könnte es viel besser verarbeiten, wäre sie nicht mehr Bestandteil unseres Lebens. Ich möchte aber in jedem Fall die Trennung, da er nicht kündigt und es sich vermutlich auch nicht mehr anders überlegt. Nicht weil ich mein Drohen in die Tat umsetzen will und ihm was schlechtes will, sondern weil ich wie in meinem ersten Betrag schon geschrieben habe, es für mich untragbar ist.


    Viele hier konnten das nicht verstehen und meinten ich würde ihn bestrafen wollen oder ähnliches. Das ist aber nicht wahr, ich kann das Gefühl nicht beschreiben, aber ich zitter schon förmlich wenn ich mir vorstelle, dass er mit ihr zusammenarbeitet und das obwohl ich nicht glaube, dass er noch einmal etwas mit ihr anfangen würde.


    Es ist schade, nach zu langer Zeit die Beziehung zu beenden und mir geht es wirklich nicht gut. Die Trauer wird aber vergehen und ich denke ich werde damit nicht so sehr zu kämpfen haben, wie mit dem Betrug umzugehen (ich vermute ja es würde in Jahren auch immer wieder ab und an hochkommen)

    Zu diesem Beitag noch:


    blauerdiamant** hat sich seit dem eingangsbeitrag noch nicht wieder gemeldet, oder? mich würde nämlich sehr interessieren, wie die beziehung in diesen drei monaten der streitereien so gelaufen ist. was sie damit meint, dass sie viel verantwortung für die diharmonie trägt!?


    Ich hatte sehr viel Stress und es gab immer Situationen, in denen er mich etwas verarscht oder mich mit Absicht geärgert hat. Das war schon immer so und fand ich eig immer recht süß oder lustig. Es war eben so im Spaß. Nur in Situationen in denen ich enorm gestresst bin und einfach nur eine normale Antwort auf meine Frage will weiterhin diese Späße zu machen immer und immer weiter bin ich meist ausgerastet und bin rasend vor Wut oft sehr laut geworden und hab ihm fiese Sachen an den Kopf geworfen.


    Ansonsten gab es Streit, da er viel weniger im Haushalt macht, obwohl ich eigentlich mehr zu tun hatte als er. Es gab keinen Streit wegen anderen Frauen oder ähnliches. Bevor er mich mit seiner Kollegin betrogen hat, wäre ich im Traum nicht auf die Idee gekommen er könnte mich jemals betrügen.


    So nun nochmal zum "kündigen": Ich hab ihm nicht gesagt entweder kündigst du oder ich trenne mich. Es war viel mehr so: Ich denke ich muss mich trennen, denn es ist für mich nicht mehr auszuhalten. Ich könnte jedoch eine Chance, sogar eine große Chance für uns sehen, würdest du kündigen. Dass er nicht kündigt ist vollkommen in Ordnung und ich verstehe und respektiere seine Entscheidung auch. Aber man muss auch meine Entscheidung respektieren, dass ich die Situation wie sie jetzt ist nicht mehr aushalten kann. Und ich halte es auch für legitim zu sagen, ich würde der Beziehung auf jeden Fall eine Chance geben wenn du kündigst. Nicht weil er er mich dann nicht mehr mit ihr betrügen kann, ich glaube würde er das wirklich wollen kann er das auch außerhalb der Arbeit. Und nicht weil das ein "Liebesbeweis" ist. Sondern einfach nur um mir zu helfen eine Situation die mich kaputt macht aus der Welt zu schaffen. Wäre es andersrum gewesen, hätte er mich nicht einmal bitten müssen zu kündigen. Ich wäre mit der Idee selbst zu ihm gekommen und hätte gefragt ob es für ihn tragbar ist. Wäre das unter gar keinen Umständen so, hätte ich gekündigt.


    Nun viele hier hatten eine andere Einstellung dazu, das respektiere ich und verstehe ich auch. Nur für mich ist es leider nicht aushaltbar und da kann man sich schlecht reinversetzen, wenn man es nicht selber erlebt hat.

    Ich verstehe es, ich könnte so auch nicht einfach weiter machen in dem Wissen, dass die beiden gezwungenermaßen zeit miteinander verbringen.


    Da gibt es auch keine Lösung. Er hat es eben einfach kaputt gemacht.

    @ blauerdiamant:

    Ich finde deine Entscheidung toll, sehr überlegt und reif. Niemand kann von dir erwarten, mit dieser Situation klarzukommen.


    Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg für deinen Neuanfang, so weh er auch tun kann. @:)

    BlauerDiamant, ich verstehe dich total :)_


    Ich kann das total nachvollziehen dass die Situation für dich total belastend ist, wenn er weiterhin mit dieser Frau zusammenarbeitet.


    Ich könnte das auch nicht verkraften.


    Da er nicht kündigen möchte ist es wohl leider die einzige Möglichkeit zu gehen.


    Sehr sehr traurig, aber besser einen Schlussstrich setzen als durch die Situation kaputt zu gehen.


    Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die nächsten Wochen! :)*

    Ich kann deine Reaktion sehr gut verstehen. Du konntest es nicht ertragen und hast eine Entscheidung getroffen, um dein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Einige hier haben es eben nicht verstanden, weil sie noch nicht in der Situation waren oder es sich nicht vorstellen konnten.


    Viel Glück für die Zukunft @:) .

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    Und ich halte es auch für legitim zu sagen, ich würde der Beziehung auf jeden Fall eine Chance geben wenn du kündigst. Nicht weil er er mich dann nicht mehr mit ihr betrügen kann, ich glaube würde er das wirklich wollen kann er das auch außerhalb der Arbeit. Und nicht weil das ein "Liebesbeweis" ist. Sondern einfach nur um mir zu helfen eine Situation die mich kaputt macht aus der Welt zu schaffen

    Schade. So schaffst du es vor deinen eigenen Ängsten davon zu laufen. Durch die Chance für eine Beziehung an die Arbeit zu koppeln, legst du die Verantwortung weg von dir auf ihn: wenn er kündigt, dann gibt es eine Chance, wenn nicht dann halt nicht. Die Arbeit und die Kollegin sind doch nur ein Stellvertreter für dass was dich beängstigt, nämlich von einem geliebten Menschen belogen zu werden.


    Es ist nicht die Situation die dich kaputt macht, das bist du selbst die dich kaputt macht.