• Betrogen mit Kollegin - Verlangen dass er kündigt?

    Hallo, mein Freund und ich sind seit 4 Jahren zusammen und wohnen seid 2 Jahren in der gemeinsamen Wohnung. Eigentlich sind/waren wir sehr glücklich. In den letzten 3 Monaten kam es vermehrt zu heftigen Streitereien, an denen ich wohl die Hauptschuld habe durch enormen Stress. Wir hatten uns daraufhin irgendwie entfernt. Vor ca. 1,5 Monaten verbrachte…
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    Schade. So schaffst du es vor deinen eigenen Ängsten davon zu laufen. Durch die Chance für eine Beziehung an die Arbeit zu koppeln, legst du die Verantwortung weg von dir auf ihn: wenn er kündigt, dann gibt es eine Chance, wenn nicht dann halt nicht. Die Arbeit und die Kollegin sind doch nur ein Stellvertreter für dass was dich beängstigt, nämlich von einem geliebten Menschen belogen zu werden.


    Es ist nicht die Situation die dich kaputt macht, das bist du selbst die dich kaputt macht.

    Das hat doch nichts mehr mit der Angst zu tun belogen zu werden. Er arbeitet mit der Frau, mit der er sie betrogen hat, mindestens 8 Stunden am Tag zusammen. Er sieht (wenn man das Schlafen wegrechnet) diese Frau mehr wie seine eigene Freundin.


    Mir würde auch super schlecht werden wenn mein Mann Tag für Tag seinen Seitensprung sehen würde. Egal was er von der Arbeit erzählt (Projekte etc.) würde diese Frau miteinbeziehen.


    Ich glaube es vollkommen normal zu sagen "Ich ertrage es nicht das du jeden Tag diese Frau siehst.". Ich würde es sogar eher verwunderlich finden wenn es sie gar nicht stören würde. :|N

    Natürlich ist es normal das man nicht gerne belogen wird. Aber das dann an die Arbeitsstelle zu knüpfen, ist eben ein Ausdruck grosser eigener Unsicherheit. Und die darf dann der Partner tragen indem er sich abhängig macht und die Umstände so regelt dass die Ängste nicht mehr so gross sind. Die Angst ist doch nicht wegen der Kollegin sondern die Angst geht um das nochmals belogen werden. Und da ist die Kollegin halt einfach das rote Tuch.


    Wenn die TE es nicht erträgt, dann erträgt sie es nicht. Dann müssen dazu ja keine sonstigen Randbedingungen erfüllt sein um es doch erträglich zu machen.

    Sehe ich anders. Es geht ihr nicht darum, dass er sie noch einmal betrügen könnte. Das hat sie ja nun oft genug betont. Es geht ihr einfach darum, dass er mit der Frau letztendlich viel mehr Zeit verbringt, als mit ihr. Sie hat jedes Recht der Welt, damit nicht leben zu können.


    Ich sehe auch nicht, wo sie vor ihrer Angst davon läuft, sie hat sich meiner Meinung nach für den härteren Weg entschieden, nämlich ohne ihn zu leben, obwohl sie ihn offensichtlich noch liebt. Bleibt nur noch, ihr für die Zukunft nur das Beste zu wünschen und dass sie hoffentlich bald jemanden findet, der sie zu schätzen weiß. @:)

    Blauer Diamant,


    ich finde Deine Einstellung und auch Deine Entscheidung absolut in Ordnung.


    Diejenigen, die hier von unbegründeter Angst, Besitzdenken etc reden, räumen Beziehungen nicht den Stellenwert ein wie Du, ich und ein paar andere. Das merkt man auch daran, dass viele ihren Job über die Beziehung stellen. Das ist legitim, nur sind diese nicht die "richtigen" Diskussionspartner in diesem Thread, denn es geht nicht um sie sondern um Dich.


    Wie schon vorher beschrieben, ich kann Dich und Deine Gefühle vollkommen verstehen. Nicht Du machst Dich selbst kaputt, wie hier einige unterstellen wollen sondern die Situation macht Dich kaputt, die er ausgelöst hat. Diejenigen, die hier so klug daher reden, waren wahrscheinlich nie in der Situation, in der Du gerade bist - oder für sie sind Beziehungen nicht mehr als ein schmückendes Beiwerk zu ihrem Leben, aber eben nicht der wichtigste Bestandteil eines erfüllten Lebens (der wichtigste, nicht der einzigste!), es ist ein Unterschied, ob man nur eine Beziehung hat oder ob man in einer Beziehung lebt.


    Es ist gut, dass Du gehst und Dir weder diese Situation noch diesen Mann länger zumutest, ich wünsche Dir alles Gute und dass dieser Kerl in Dir nicht zu viel Schaden für die Zukunft angerichtet hat. Solche Menschen möchte man eigentlich nur ohrfeigen.


    Alles Liebe Dir :)* @:)

    blauerdiamant,


    den guten Wünschen für die kommende Zeit schließe ich mich an. Smaragdauge hat das sehr schön ausgedrückt.


    Was ich noch ergänzen wollte:


    Vielleicht kann ich dich deshalb so gut verstehen, weil ich durch ein Vorkommnis in meiner Beziehung selbst mal durch ein ähnliches Gefühlschaos gegangen bin wie du jetzt. Dabei ging es bei mir noch nichtmal um tatsächlich ausgeführten Sex mit einem Anderen, sondern mehr so um die emotionale Sache, die aber auf dem besten Wege war, zum "richtigen" Fremdgehen zu führen. Zum Glück bin ich "rechtzeitig" dahinter gekommen, aber die Sache hat mich wochen-, ja monatelang beschäftigt. Meine Freundin ist in dieser Zeit nur ein paar Mal wieder mit dem anderen Mann zusammengetroffen, aber schon das hat mir gereicht.


    Und auch da war es bei mir nicht die Angst, dass sie mit ihm (wieder) etwas anfangen könnte. Es war irgendwas anderes - das Gefühl ist schwer zu beschreiben, du weißt was ich meine...


    Aber ich muss zugeben, dass ich vor dieser Geschichte vielleicht auch nicht so richtig gewusst hätte, wie es dir jetzt geht. Deshalb kann ich auch die Schreiber teilweise verstehen, die deine Reaktion für überzogen halten. Lass dich davon nicht ins Zweifeln bringen - du selbst kannst am Besten beurteilen, was du empfindest!


    Alles Gute für dich, irgendwann wird die Sonne wieder scheinen! Und versuche möglichst, die verständliche schwere Verletzung deines Vertrauens nicht mit in eine irgendwann kommende neue Beziehung zu schleppen.

    blauerdiamant

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    Denn anders sehe ich keine Chane für uns. Ich bin nicht bereit, vermutlich monate oder sogar jahrelang zu leiden, das ist für mich kein Leben mehr.

    Finde ich legitim. Wenn du Deine Einstellung nicht ändern willst, dann bleibt wohl nur das entweder oder.

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    Nicht weil ich mein Drohen in die Tat umsetzen will und ihm was schlechtes will, sondern weil ich wie in meinem ersten Betrag schon geschrieben habe, es für mich untragbar ist.

    Dass es eine Konsequenz gibt, wenn der Beziehungsrahmen nicht mehr passt, liegt ja auf der Hand. So enden Beziehungen. Ausgesprochen ist es halt mehr oder minder ein Ultimatum. Ich meine, ich muss nicht sagen, dass es aus ist, wenn mir jemand fremdgeht, wenn der Beziehungsrahmen auf gegenseitige Treue basiert.


    Für mich wäre es sofort aus gewesen.

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    Es ist schade, nach zu langer Zeit die Beziehung zu beenden und mir geht es wirklich nicht gut. Die Trauer wird aber vergehen und ich denke ich werde damit nicht so sehr zu kämpfen haben, wie mit dem Betrug umzugehen (ich vermute ja es würde in Jahren auch immer wieder ab und an hochkommen)

    So ist es. Es ist eine Chance, den richtigen Partner zu finden, vor allem, wenn Du eben noch gar nicht entschieden hast, ob Du ihm verzeihen willst. Da hätte eine Paartherapie helfen können.

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    So nun nochmal zum "kündigen": Ich hab ihm nicht gesagt entweder kündigst du oder ich trenne mich. Es war viel mehr so: Ich denke ich muss mich trennen, denn es ist für mich nicht mehr auszuhalten. Ich könnte jedoch eine Chance, sogar eine große Chance für uns sehen, würdest du kündigen. Dass er nicht kündigt ist vollkommen in Ordnung und ich verstehe und respektiere seine Entscheidung auch. Aber man muss auch meine Entscheidung respektieren, dass ich die Situation wie sie jetzt ist nicht mehr aushalten kann. Und ich halte es auch für legitim zu sagen, ich würde der Beziehung auf jeden Fall eine Chance geben wenn du kündigst. Nicht weil er er mich dann nicht mehr mit ihr betrügen kann, ich glaube würde er das wirklich wollen kann er das auch außerhalb der Arbeit. Und nicht weil das ein "Liebesbeweis" ist.

    Es ist auch völlig legitim, wenn Du es so siehst.

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    Sondern einfach nur um mir zu helfen eine Situation die mich kaputt macht aus der Welt zu schaffen.

    Sicher, nur wart ihr wieder dort, einen gemeinsamen Beziehungsrahmen zu finden und der hat sich nun offensichtlich nicht mehr finden lassen.

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    Wäre es andersrum gewesen, hätte er mich nicht einmal bitten müssen zu kündigen. Ich wäre mit der Idee selbst zu ihm gekommen und hätte gefragt ob es für ihn tragbar ist. Wäre das unter gar keinen Umständen so, hätte ich gekündigt.

    Er ist nicht Du. Insofern wirst Du ja sehen, ob er das auch als Chance für Euch sieht oder es anders sieht.

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    Nun viele hier hatten eine andere Einstellung dazu, das respektiere ich und verstehe ich auch. Nur für mich ist es leider nicht aushaltbar und da kann man sich schlecht reinversetzen, wenn man es nicht selber erlebt hat.

    Ich finde es nicht schwer nachzuvollziehen, wie Du denkst und fühlst. Alles absolut verständlich für mich. Wenn es Dir nur darum geht – völlig nachvollziehbar. Du hattest allerdings nach der Meinung anderer gefragt.

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    Das hat doch nichts mehr mit der Angst zu tun belogen zu werden. Er arbeitet mit der Frau, mit der er sie betrogen hat, mindestens 8 Stunden am Tag zusammen. Er sieht (wenn man das Schlafen wegrechnet) diese Frau mehr wie seine eigene Freundin.

    Naja, so wie sich die Frau verhalten hat, sehe ich das eher als eine Strafe an ]:D . Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass er besonders viele positive Gefühle hat, wenn ihr Verhalten dazu beigetragen hat, dass seine Beziehung ins Schwanken gekommen ist bzw. jetzt dann wohl beendet sein wird. Wäre allerdings für mich trotzdem kein Kriterium, meinen Job aufzugeben, wenn ich damit sachlich umgehen kann.

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    Wäre allerdings für mich trotzdem kein Kriterium, meinen Job aufzugeben, wenn ich damit sachlich umgehen kann.

    Wenn man mit jemandem Geschlechtsverkehr gehabt hat, kann man m.E. kaum mehr sachlich damit umgehen. Es wird nie mehr so sein, wie es vorher war, so wie, als ob nichts passiert wäre. Vielleicht wird Sex überschätzt, aber ein Sexualakt ist sehr viel mehr als jemanden einfach die Hand zu geben.

    Mir ginge es gar nicht darum, wie sachlich er damit umgehen könnte, sondern allein, ob ich es könnte. Die TE will sich damit nicht länger belasten, ich kann das sehr gut verstehen.

    Ich kann das, so wie du es jetzt geschildert hast, auch sehr gut verstehen. Ich kann auch deine Gedankengänge und Gefühle gut verstehen, auch wenn ich selber noch nie in so einer Situation war. Du scheinst das alles recht gut reflektiert zu haben, daher ist es bestimmt in deinem Sinne das Richtige, was du jetzt vorhast.

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    Es ist nicht die Situation die dich kaputt macht, das bist du selbst die dich kaputt macht.

    und deswegen ändert sie ihr verhalten und geht! für mein gefühl hat das eben gerade nichts damit zu tun, dass sie vor ihrer angst davon läuft, sondern dass sie auf sich selber acht gibt!


    das hat auch gar nicht damit zu tun, welchen stellenwert wer der beziehung und dem job gibt, wer recht oder unrecht hat... sie zieht genau die konsequenzen, mit denen sie besser leben kann – respect *:)

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    und deswegen ändert sie ihr verhalten und geht!

    sehe ich nicht so. Ich denke sie geht weil es nicht tragbar ist so wie es jetzt ist aber tragbar wäre wenn er nur den job wechseln würde. Der Retter wirft den Retttungsanker nicht. So liest es sich auf jeden Fall für mich.

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    sondern dass sie auf sich selber acht gibt!

    auf eine erwachsene, stabile Art und Weise ist es das nur wenn sie ihre eigen Unmöglichkeit erkennt mit dieser Angst umzugehen. Sie erkennt jedoch vor allem an mit dieser Situation nicht umgehen zu können. Die Angst nämlich übersteigt doch die Situation mit der Arbeitskollegin.

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    Schade. So schaffst du es vor deinen eigenen Ängsten davon zu laufen.

    Was für Ängste? Sie erträgt es nicht, dass ihr

    Freund mehr Zeit mit dem Seitensprung verbringt als mit ihr. Die dauernde "Anwesenheit"/Präsens dieser Person macht ihr zu schaffen, die ständige Erinnerung an sein Fehlverhalten.

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    Es ist nicht die Situation die dich kaputt macht, das bist du selbst die dich kaputt macht.

    Wieso ist sie selbst diejenige, die sich kaputt macht? Was soll sie machen? Es "tapfer" aushalten, weiter leiden, bis es vielleicht irgendwann nicht weh tut? In meinen Augen ist ihr Freund kein Schritt auf sie zugegangen. Er hat mit einer anderen geschlafen, seine Freundin leidet darunter, dass diese Frau weiterhin Teil seines Lebens ist, und er nimmt es schulterzuckend hin. Ich verstehe nicht, wo sie sich da kaputt macht. Im Gegenteil: Sie schützt sich nun selbst, weil ihr Freund tatenlos zusieht, wie sein Fehltritt ihr Schmerzen bereitet.

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    Der Retter wirft den Retttungsanker nicht. So liest es sich auf jeden Fall für mich.

    Vielleicht versteh ich den Satz auch falsch...aber so ist es doch auch. Er tut nichts, lehnt sich zurück und sagt quasi "Leb damit. Mir doch egal ob du leidest. Mir ist wichtiger, dass es so läuft, wie ich es will. Wie es dir dabei geht ist mir egal". Entsprechend zieht sie für sich die Reißleine. Sie erträgt die Präsens der anderen Frau nicht, was mehr als verständlich ist. Ich sehe nicht, dass sie an sich arbeiten muss, damit sie diese Frau erträgt, nur damit der Mann es ach so bequem hat und ja keinen Finger rühren muss, wo er doch der Verursacher all dessen ist.

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    Ich denke sie geht weil es nicht tragbar ist so wie es jetzt ist aber tragbar wäre wenn er nur den job wechseln würde. Der Retter wirft den Retttungsanker nicht.

    Ähem. Seit wann ist jemand, der fremdpoppt der Retter? Ist das nicht etwas verdreht? Wie ich schon schrieb, unter diesen Umständen eine Beziehung retten zu wollen ist wie ne Herz-OP im vordersten Frontabschnitt.

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    auf eine erwachsene, stabile Art und Weise ist es das nur wenn sie ihre eigen Unmöglichkeit erkennt mit dieser Angst umzugehen

    Was soll das? Willst Du ihr jetzt noch unterstellen, dass es an ihr liegt, dass die Beziehung auseinandergeht? Weil sie so furchtbar unzulänglich ist und mit der Situation nicht umgehen kann? So liest sich das für mich. Muss man auf Biegen und Brechen irgendwem irgendwas beweisen? Es ist kein Ideal, so unantastbar hoch auf einem Sockel über den Dingen zu schweben, das schafft man wohl nur, wenn einem der andere scheißegal ist.


    Hört bitte auf, der TE Schwäche vorzuwerfen. Ich finde das unmöglich. Sie ist eine starke Frau mit einem gesunden Verstand, die eine Entscheidung getroffen hat, für die sie sich vor niemandem zu rechtfertigen braucht. Punkt.