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    Wie bekomme ich das Vertrauen wieder ich möchte jetzt nicht bis er wieder kommt mir Tag täglich den Kopf zerbrechen......

    Ein zerstörtes Vertrauen ist ein enorm großer Schaden, der nur mit viel Zeit und viel Arbeit von beiden Seiten zu reparieren ist. Eine Möglichkeit wäre, ihn pausenlos zu überwachen. Das ist faktisch unmöglich und du wirst merken, dass du nie wieder davon loskommst. Quasi ein Dauerzustand. Oder du riskierst deine Beziehungszeit, die du in ihn investierst, indem du ihm blind (also ohne Kontrolle) vertraust. Und dann irgendwann nach Wochen, Monaten, vielleicht Jahren wieder das Gefühl hast, er ist aufrichtig zu dir. Oder wieder durch einen dummen Zufall auffliegt, dass er wieder woanders naschen war. Dazwischen gibt es nichts. Ob du diese Investition leisten kannst, musst du wissen.

    Zitat

    In der Zeit wurde mir klar, das ich ihn über alles liebe und das der Gedanke ihn zu verlieren sehr viel mehr weh getan hat wie das wissen das er mich betrogen (die Affäre hat er beendet)hat.

    Das bringt dich in eine sehr schlechte Verhandlungsposition. Du würdest eher sein Fremdgehen ertragen als eine Trennung. Wie alt seid ihr und was war denn seiner Meinung nach die Motivation für die Affäre? Nur weil er's kann? Weil er sich geschmeichelt fühlte? Mehr Sex? Weil er nicht Nein sagen kann?


    Meine erste Freundin damals hatte neben mir was laufen und eines Tages liefen ich und der andere Typ uns bei ihr zufällig über die Füße. Ich habe in sie keine Minute mehr investiert, obwohl ich sehr verschossen war. Bin noch am Tag gegangen - ob der andere Typ geblieben ist, habe ich nie erfahren.

    @ individuelleMeinung

    Sehr schön geschrieben. Nützen wird es aber trotzdem nix, weil die meisten Entscheidungen wohl unterbewusst in Sekundenbruchteilen getroffen werden. Der Rest ist nur noch die Simulation einer bewussten Entscheidung, aber alles Abwägen führt am Ende wieder zur bereits feststehenden Entscheidung. So die Hypothese. Man könnte allenfalls versuchen, den eigenen Blickwinkel zu verlassen und im Bewusstsein dieses Phänomens anders zu entscheiden, aber wie viele tun das?


    Insoweit ist es völlig egal, wie die TE zum Thema Untreue steht. Sehr wahrscheinlich wird sie das "Kribbeln im Bauch" nicht aufgeben, nur um dann bei Null zu stehen. Denn unterbewusst ist es genau dieses Zusammenspiel von Eigenschaften (inklusive dem Hang zur Untreue, der nie abreißen wird), was sie an ihrem Freund/Ex-Freund so anspricht. Besonders wahnwitzig daran ist, wie wenig solche Typen für den Bestand der Beziehung tatsächlich noch tun müssen, wenn sie einmal (entweder zufällig oder ganz gezielt) in so einer Konstellation gelandet sind. Da reichen schöne Worte, aber entsprechend handeln? Pff! Das Ganze fällt wohl auch unter evolutionäre Effizienz.