Ich glaube, hier geht es nicht drum, Ratschläge zu geben. Sunny weiß ja ganz genau, was Sache ist - sie hat es ja von ihren Freundinnen offenbar oft genug gehört. Vielleicht sollten sich daher die Leute hier vom Forum, die das können (ich kann es nicht, ich bin zu sehr Ratschlag-Geberin :=o), ihr doch einfach mal beim Auskotzen zuhören. Sunny hat zumindest in meinen Augen klar gesagt, dass sie sich nicht trennen will/kann, obwohl sie selbst sieht, dass es einen - wenn auch schweren - Weg geben würde. Wenn man halt will, denn wo ein Wille ist, da ist auch der Weg. Aber sie möchte ihn nicht gehen. Das muss man akzeptieren, auch wenn es als Außenstehender schwer ist. Ich denke aber, dass ihre Freundinnen, die sie besser kennen als wir es hier jemals anhand eines Textes können, ihr schon sämtliche guten Ratschläge mit auf den Weg gegeben haben.


    Also ist das einzige, was ich sagen kann: Eine Beziehung ist dann gut, wenn das Positive gegenüber dem Negativen überwiegt. Und wenn es für Sunny irgendwann so unerträglich wird, dass das Negative überwiegt, dann halte ich sie für reflektiert genug, sich auch lossagen zu können. Bis dahin müssen halt alle Außenstehenden "ertragen", dass sie bei diesem Mann bleibt, der sie nicht gut behandelt. Man muss ertragen, dass sie erträgt. Aber solange sie das freiwillig macht und nicht von ihm unter Zwang gesetzt oder bedroht wird, hat keiner das Recht, sie in Richtung Trennung zu drängen.


    Menschen treffen die Entscheidungen, die sie für richtig halten. Das kann auch eine Entscheidung zwischen zwei Übeln sein. Das kann auch eine Entscheidung sein, die nicht logisch sondern aus emotionaler Verklärtheit heraus getroffen wird. Aber im Grunde sind es Emotionen, mit denen sie leben muss. Und wenn es ihr mit diesem Mistkerl als Partner besser geht als ohne ihn und sie sich daher entscheidet, bei ihm zu bleiben, dann ist das ihr Recht, ihre Entscheidung und ich maße mir in keinster Weise an, festzustellen, dass es eine falsche Entscheidung ist. Natürlich denke ich das, aber es gibt Menschen, denen es auch in solch total kaputten, elenden, manipulativen und furchtbaren Partnerschaften besser geht als ohne Partner oder mit einem anderen Partner.


    Ich habe eine Frau erlebt, die sich nach vielen Jahren von ihrem Mann, der sie vorne und hinten betrogen und hintergangen hat (nicht nur wie hier, sondern auch im finanziellen Sinne), getrennt hat. Alle haben ihr gratuliert, dass sie das geschafft hat, sie hat eine Therapie gemacht, hat auch einen neuen Partner gefunden und der ist wirklich superlieb und eine treue Seele. Trotzdem sagt sie bis heute, dass der Mistkerl von Ex ihre große Liebe war. Sie hasst ihn und sie liebt ihn trotzdem noch immer, obwohl sie jetzt auch weiß, wie eine gute Partnerschaft laufen kann. Und sie liebt auch ihren neuen Partner. Aber dennoch sagt sie, dass sie sich seit der Trennung irgendwie verloren fühlt und nicht wüsste, ob sie es nochmal machen würde, denn trotz allen Leids war der Mistkerl eben ihr "Mann fürs Leben" (der mittlerweile natürlich mit einer anderen Frau zusammenlebt und diese auch betrügt...). Nachvollziehen kann ich das nicht. Ich wäre zu stolz und auch zu verletzt, um mit so einem Mann zusammenzusein. Aber jeder Mensch fühlt anders und für jeden sind andere Dinge wichtig und essentiell, um zu (über-)leben, zu funktionieren und zufrieden zu sein.

    Zitat

    Ich würde mir einfach wünschen, dass er einmal absolut ehrlich wäre. Es zugibt und mir erklärt warum es ihn dazu treibt und er darauf nicht verzichten kann.

    Überleg dir mal genau, was das für dich ändern würde. Du WEISST doch was er macht. Würde das an deiner Grundentscheidung irgendwas ändern wenn er es dir gegenüber offiziell zugeben würe? Was und warum? Offenbar willst du mit ihm zusammenbleiben, weil du ihn faszinierend findest und weil du deine Tiere nicht verlieren willst. Wäre das anders wenn er dir sagen würde, dass er das tut wovon du eh weißt dass er es tut?

    Danke für deine Erfahrungen Blackwidow


    Und dir danke für deine Worte Melpomene....


    Es ist ja auch nicht so, dass er mich ansonsten schlecht behandelt. Klar haben wir Höhen und Tiefen und mal Streit, wo gibts den nicht... aber wir unternehmen tolle Sachen zusammen und leben sonst harmonisch zusammen. Ich habe quasi ein perfektes Leben, so wie ich mir gewünscht habe. Wir haben uns beide unsere Träume/ Lebensziele verwirklichen können. All das würde ich dann vermutlich weg werfen...


    Meine Freundinnen wissen nicht, dass das Thema noch so akut ist. Weil ich eben weiss was sie raten würden und es sie treffen würde wenn sie denken würden, dass ich leide.


    Vielleicht werde ich auch noch daran wachsen. Gestern abend als er (sorry) dann erstmal keinen hoch bekommen hat musste ich ihn innerlich schon irgendwie auslachen. Das Wissen über solche Verfehlungen gibt irgendwo auch Macht... es ist nur für mich eine Gratwanderung dieses Wissen ihm gegenüber für mich zu behalten... ich bin wohl oft recht durchschaubar... aber selbst darin bekomme ich Übung ":/

    @ ----Sunny----

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    Das Problem für mich ist, dass an dieser Beziehung und diesem Haus viele Tiere mit dran hängen... Klar kann man da raus kommen und die Mühe machen sie zu vermitteln oder ins Tierheim stecken... Wo ein Wille ist, ist ein Weg. Aber ich denke, ich leide noch nicht genug um mich davon trennen zu können.

    Habt ihr euch weitere Tiere angeschafft, seitdem du weißt, dass er pathologisch untreu und verlogen ist? Das geht immerhin schon einige Jahre so, wie du sagtest.


    Und wenn ja, wer von euch beiden hat das angeschoben?

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    Das Wissen über solche Verfehlungen gibt irgendwo auch Macht... es ist nur für mich eine Gratwanderung dieses Wissen ihm gegenüber für mich zu behalten... ich bin wohl oft recht durchschaubar... aber selbst darin bekomme ich Übung ":/

    Das ist keine Macht, sondern auch nur Teil deiner Abhängigkeit.

    Zitat

    Von dem was du schreibst, ist der Mann ein Oberlappen, der sein Ansehen überwiegend der Tatsache zu verdanken hat, dass er seine relative Überlegenheit gegenüber absolut Unterlegenen ausspielt und Bestätigung irgendwelcher weiblichen Abenteuer bitter nötig hat. Keine Kunst, so kann man natürlich schön in seiner Seifenblase leben, der Obermacker zu sein.




    So, jetzt warte ich geduldig, dass Typen wie er diesen Faden entern und dir eintrichtern, dass du auf Liebe und Respekt das so hinnehmen solltest, da Männer so seien o:)

    Hi, Du hast mich gerufen - ich machs kurz.


    Ich war auch mal in einer sehr liebevollen Beziehung, andere Frauen waren da für mich total uninteressant. Eindeutige Flirtversuche blockte ich ab, denn ich hatte ja meine Superfrau schon gefunden. Auch wenn wir uns nicht oft sahen, war ich in der Zeit sexuell völlig zufrieden - dachte ich, und dann war diese eine, so ne kleine blöde naive junge Dame. Sie kontaktierte mich nach und nach immer öfter, fand dann einen Vorwand, um sich mal mit mir zuverabreden.


    Sie hat sich so dämlich dabei angestellt mir näher zukommen, dass ich jetzt noch darüber kichern muss, aber ihre Augen haben so enorm geleuchtet dabei. Es lag in meiner Hand, ob ich dieses Leuchten fürn kurzen Moment in ein Feuer verwandle oder nicht - und jap ich habs getan und wie ichs getan habe, anfangs noch ständig mit einem schlechten Gewissen.


    Meine Superfrau ist mir natürlich kostbarer, als jede junge Dame/kurze neue Erfahrung auf der Welt und ich hab sie 'hintergangen', weils mein Leben ist und ich durch diese junge Dame ein paar Aggressionen losgeworden bin - diese Erfahrung, war mir völlig neu und weder fühlte ich mich danach bestätigt, noch wuchs mein Ego - die Männer, die das so empfinden/so sehen oder gar sich damit profilieren, dürfen sich selbst gern als Obermacker sehen/aufführen - das ist heiße Luft.


    Ich würde es auch wieder tun, dennoch kommt mir nichts über meine Frau. Wir alle befinden uns in einem Leben ständiger Wiederholungen, auch wenn wir uns geborgen darin fühlen, ist eine permanente Monotonie nicht gesund für uns. Seht euch doch mal die Themen die hier erstellt werden an, Depressionen, Burn-out, Zwänge und blabla. Die Gehirne einige Menschen drehen durch, weil sie in einem Kreislauf leben. So n kurzes Abenteuer hält das Gehirn frisch.




    Sunny, ziehe es in Betracht, Dich mit ihm nicht darüner zu steiten, wenn Du ihn liebst. Gib ihm n Klapps auf den Hintern, sag ihm mit nem Augenzwinkern, er soll gefälligst ordentlich verhüten - das wird ihn irritieren.


    Er setzt Treue voraus, weil er eventuell, schon solch eine Erfahrung mit einer vergebenen Frau hatte und die findet er höchstwahrscheinlich eklig - das macht Dich wertvoller, auch wenn er von Dir Treue verlangt und sich selbst nicht daran hält.


    Und das, was ihm vielleicht fehlt, was Du ihm niemals geben kannst - ist nunmal das Jagen nach ner neuen kurzen Erfahrung, erfolgreiche Männer brauchen das gelegentlich.




    So, jetzt warte ich geduldig, dass Damen diesen Faden entern und mir eintrichtern, dass ich nicht weiß, was Liebe und Respekt bedeutet o:) ;-D

    Zitat

    ich durch diese junge Dame ein paar Aggressionen losgeworden bin - diese Erfahrung, war mir völlig neu und weder fühlte ich mich danach bestätigt, noch wuchs mein Ego

    Was meinst du denn damit dass du "ein paar Aggressionen losgeworden" bist? Was für Aggressionen, gegen wen waren die gerichtet?

    Wenn ich das so lese, wird immer deutlicher, dass an Trennung gar nicht gedacht wird, weil....Tausend Gründe sprechen doch dafür, es so zu lassen wie es ist.


    Man müsste sich ändern. Wenn man nämlich wirklich tief in sich reinhören würde, sehr ehrlich dazu, da würde man auf ** Wut stoßen, so behandelt zu werden, auf **Verzweiflung, dass man das mitmacht, sich duckt, so einem Kotzbrocken auch noch dWuie 7. 8. oder 23. Frau zu sein, in die er immer mal seinen Trieb entleert.


    Man müßte bei eigener Ehrlichkeit traurigst sein, sein Leben so zu bestimmen (es ist ja die eigene Entscheidung). Man müßte sich eingestehen, dass man Angst hat, mal den A.sch in der Büx zu zeigen und zu sagen: mit mir

    Zitat

    nicht

    Ganz gewiß nicht.


    'Die ganze Selbstachtung ist doch im A.sch.


    Und ja, es zu ändern kostet rigorose Verädnerungen, wo ich mich anschließe an den Vorschlag, dies zum Thema einer Therapie zu machen. Wie kann ich Selbstachtung erlangen, wie ziehe Grenzen zu meinem eigenem Guten.


    Dann braucht man auch nicht von sich zu geben, dass man ja mit niemandem reden kann...


    Was genau willst Du hier eigentlich für Dich rausziehen? Dass man Mitleid mit Dir hat, dass man das versteht?


    Nö, ganz ehrlich muß man nicht verstehen, warum man sich so vera.schen läßt. Das ist selbstgemachter Mist und von dem kann man sich nur lösen.


    Oder nicht. Aber dann sollte man nicht so weltfremd sein, von anderen aufheischend betreut zu werden.


    Harte Worte. Aber so genau isses.

    Zitat

    Und wenn ja, wer von euch beiden hat das angeschoben?

    Möchtest Du ihm jetzt unterstellen, er möchte sie damit beschäftigen?


    Ich ergreife mal Partei für ihren Mann und sage Dir, Tiere sind ehrliche Geschöpfe und ich umgebe mich gern mit ihnen.

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    Nun ja,so ists halt wenn Frau sich so ein starkes ALPHA-TIER nimmt,die heben halt überall mal das Bein!!!


    Und LIEBEN, nein Lieben tut er dich nicht, eher BESITZEN!!!

    Na, wie alt sind wir denn?

    Am Anfang einer Ehe steht eigentlich immer Ehrlichkeit, Liebe und Respekt. Wenn man hier manchen Usern glauben kann, teilen sie einem fast täglich mit, wie wunderbar und toll ihre Ehe noch nach 30 Jahren ist. Das ist ne große Leistung.


    Ok, leider ist dies nicht jedem Menschen gegeben und man kommt irgendwann am Ende eines gemeinsamen Weges an. Und da muss man sich entscheiden, ob man weiterhin die Ehe aufrecht erhalten will, wohlwissend, daß man bedingt durch Lügen innerlich erstarrt und kaputt geht, oder aber den Partner loslässt, wenn er trotz eindringlicher Bitte von anderen Frauen nicht lassen will und kann.


    Und genau da hört dann für mich der Begriff Liebe bei der anderen Person auf. Wie kann man von Liebe reden, wenn man den Partner verletzt? Wie kann man von Liebe reden, wenn man gleichzeitig seine sexuelle Lust auslebt und nachhause zurückkommt und in den Ehealltag zurückschlüpft? Wenn man doch merkt, daß es dem Partner weh tut, warum nimmt man es in Kauf und verkauft ihn für doof? Ist das fair?

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    Und genau da hört dann für mich der Begriff Liebe bei der anderen Person auf. Wie kann man von Liebe reden, wenn man den Partner verletzt? Wie kann man von Liebe reden, wenn man gleichzeitig seine sexuelle Lust auslebt und nachhause zurückkommt und in den Ehealltag zurückschlüpft? Wenn man doch merkt, daß es dem Partner weh tut, warum nimmt man es in Kauf und verkauft ihn für doof? Ist das fair?

    Dieses knallharte Sehen würde Konsequenzen erfordern, aber die will man ja nicht nur eigentlich nicht. Sonst wäre doch alles klar und man müßte nicht posten....

    @ Vorzeigeuser

    Zitat

    Möchtest Du ihm jetzt unterstellen, er möchte sie damit beschäftigen?


    Ich ergreife mal Partei für ihren Mann und sage Dir, Tiere sind ehrliche Geschöpfe und ich umgebe mich gern mit ihnen.

    Nur leider hat das auch was mit Verantwortung zu tun. Sich einerseits Tiere anzuschaffen und gleichzeitig mit dem Bestand der Ehe herumzuexperimentieren, obwohl man weiß, dass das eine vom anderen abhängig ist... Aber so ist es in dem Fall in dem Fall hier nicht, da er sich seiner Sache 100 % sicher sein kann und ist. Wie man die Sache aber auch dreht und wendet - das macht es nicht besser.


    Stichwort ehrliche Geschöpfe - bist du ein ehrliches Geschöpf bzw. weiß deine Frau mittlerweile von dem Geschehenen? Ansonsten fände ich diese Aussage doch ziemlich bigott. Was du tust, ist selbstverständlich dir überlassen, aber A zu tun und das alles schön als B zu verklären, funktioniert bei mir nicht.