• Betrunken fremdgegangen, soll ich es ihm sagen oder nicht?

    Hallo ich brauche dringend Rat. Ich führe eine Fernbeziehung und mein Freund liebt mich wirklich sehr. Letztens war eine Freundin (mit welcher ich Streit bedingt ein halbes Jahr keinen Konatkt hatte) bei mir zu Besuch und abends waren wir zusammen aus. Sie hat einen Typen kennengelernt und die Gate Zeit nur mit ihm rumgeleckt. Sie verträgt nicht viel…
  • 459 Antworten
    Zitat

    Denn die aufgezählten Vorteile gelten nur, wenn es geheim bleibt.


    Zur Klarstrellung: Bei einer offenen Beziehung würde ich nicht von "Fremdgehen" sprechen.

    warum nur, wenn es geheim bleibt?


    Und deine Klarstellung muss ja nicht zwingend für die Menschheit gelten oder?


    Wo ist der Unterschied, zwischen Fremdgehen und offener Beziehung.


    In beiden Fällen befindet man sich in einer festen Beziehung und schläft mit jemand anderem.


    Die Frage des "geheim haltens" ist sicher bei einer offenen Beziehung nicht...aber das wars auch schon.

    Zitat

    Ich hab in dem Alter zuviel geraucht, getrunken, falsche bzw riskante Entscheidungen getroffen, hatte Gelegenheitssex, etc. All in a day's work.


    Jezebel

    Yo! Bitch. ]:D




    Hamlet! Wir brauchen hier dringend Hamlet! Nur gut, dass ich immer meinen Notfallvorrat dabei habe:


    Wenn du heiratest, so gebe ich dir diesen Fluch zur Aussteuer: Sei so keusch wie Eis, so rein wie Schnee, du wirst der Verleumdung nicht entgehn. Geh in ein Kloster, leb wohl! Oder willst du durchaus heiraten, nimm einen Narren, denn gescheite Männer wissen allzu gut, was ihr für Ungeheuer aus ihnen macht. In ein Kloster, geh, und das schleunig! Leb wohl!

    Zitat

    warum nur, wenn es geheim bleibt?

    Du weißt schon, was man unter (seriellen) Monogamie versteht, oder? Der man sich heutzutage, zumindest in Deutschland, freiwillig "unterwirft".

    Zitat

    Wo ist der Unterschied, zwischen Fremdgehen und offener Beziehung.


    In beiden Fällen befindet man sich in einer festen Beziehung und schläft mit jemand anderem.


    Die Frage des "geheim haltens" ist sicher bei einer offenen Beziehung nicht...aber das wars auch schon.

    Du vergisst das Entscheidene. Warum "muss" man es in einer mongamen Beziehung geheim halten? Weil es verboten ist. Ist es wirklich so schwer zu verstehen? Das Verbot erlegt man sich freiwillig auf, weil man Sex z.B. einen exklusiven Wert zuschreibt. Das kann durch explizites Aussprechen, aber auch ohne geschehen. Ein Seitensprung ist in diesem Falle ein Vertrauensbruch.


    Warum ist es in der offenen Beziehung nicht so? Weil die Partner Seitensprünge erlauben.

    So liebe Freunde jetzt ist aber mal gut hier. Die Diskussion reicht ja schon bis über den Tellerrand hinaus, das war doch gar nicht meine Absicht ":/


    Danke für die vielen Tipps, Aufmunternden Worte und die Moral Appelle.

    Zitat

    ... joa – da wird sich der Freund ganz sicher für bedanken. Soviel Rücksicht auf den betrogenen Partner sollte ausgezeichnet werden.


    Ist auch gar nicht eigennützig motiviert. :=o


    Snaiperskaja [VSS]

    Also ich war schon mal in dieser Situation, ich habe es verschwiegen, das bereue ich bis heute nicht. Ich bin mir darüber klar geworden, was es für mich bedeutet hat und was die Gründe gewesen sind, habe meinen Mann dann verlassen und gut ist.


    Warum man unbedingt "beichten" muss und dann dem betrogenen Partner die Wahl überlassen soll, bleibt mir schleierhaft. Klar kann man von Ehrlichkeit sprechen, juche. Ist ja auch eine feine Sache und wichtig. Ehrlich sein heißt aber nicht, jeden Müll ungefiltert dem anderen an den Kopf zu werfen.


    Und, btw: Ich würde es NICHT wissen wollen, wenn es nicht nötig ist.

    Zitat

    Also ich war schon mal in dieser Situation, ich habe es verschwiegen, das bereue ich bis heute nicht. Ich bin mir darüber klar geworden, was es für mich bedeutet hat und was die Gründe gewesen sind, habe meinen Mann dann verlassen und gut ist.


    MsGalotti

    Erkennst du da nicht auch einen gewissen Unterschied, wenn man dann selbst den anderen verlässt?


    Meine Häme richtete sich gegen diejenigen, die aus (berechtigter) Sorge, dass ihr betrogener Partner sie verlässt oder es zumindest sehr unangenehm für sie werden könnte, einen Seitensprung verschweigen – edelmütig wie sie sind – und die Beziehung fortsetzen.

    Zitat

    Warum man unbedingt "beichten" muss und dann dem betrogenen Partner die Wahl überlassen soll, bleibt mir schleierhaft. Klar kann man von Ehrlichkeit sprechen, juche. Ist ja auch eine feine Sache und wichtig. Ehrlich sein heißt aber nicht, jeden Müll ungefiltert dem anderen an den Kopf zu werfen.

    Dieser "Müll" tangiert den Partner sehr wohl, sonst müsste man ihn nicht verschweigen. Etwas anderes wäre es nur, wenn man sicher wüsste, dass der Partner nichts davon wissen möchte. So eine Vereinbarung wäre ja ok.

    Zitat

    Du weißt schon, was man unter (seriellen) Monogamie versteht, oder? Der man sich heutzutage, zumindest in Deutschland, freiwillig "unterwirft".

    Wer ist denn man? Ich kenne einige, die das nicht tun. Muss denen mal sagen, dass sie das gefälligst nicht in Deutschland tun sollen, hier macht man sowas nicht.

    Zitat

    Hamlet!** Wir brauchen hier dringend Hamlet! Nur gut, dass ich immer meinen Notfallvorrat dabei habe:

    Hervorragend, Herr Muff! Ich ergänze mit ein wenig Lärm um nichts:


    Klagt, Mädchen, klagt nicht Ach und Weh,
    Kein Mann bewahrt die Treue,
    Am Ufer halb, halb schon zur See
    Reizt, lockt sie nur das Neue.
    Weint keine Trän und laßt sie gehn,
    Seid froh und guter Dinge,
    Daß statt der Klag und dem Gestöhn
    Juchheisasa erklinge.


    Singt nicht Balladen trüb und bleich,
    In Trauermelodien:
    Der (Menschen) Trug war immer gleich
    Seitdem die Schwalben ziehen.

    Ihr solltet ausgleichend für die andere Seite noch was Macbeth machen. Wegen Untergang und so.

    Zitat

    Interessant zu lesen das fremdgehen mit 18 etwas anderes sein soll als beispielsweise mit 28.

    Interessant ist in erster Linie, dass man hier einer 18jährigen die gleiche Fähigkeit zur Reflektion und zu vorausschauendem Handeln zubilligt wie einer fiktiven 28jährigen.


    Da fragt man sich doch wirklich, warum 18jährige Minigangsta zu einem sehr großen Teil noch nach Jugendstrafrecht abgeurteilt werden? Natürlich weiß ein 18jähriger ziemlich genau, was richtig und falsch ist.


    Vor Gericht allerdings wird er – anders als ein 28jähriger – in den allermeisten Fällen als Heranwachsender behandelt – eben, weil man weiß, dass junge Menschen in diesem Alter noch nicht oder nur schwer in der Lage sind, die Konsequenzen ihres Handelns abzuschätzen.


    Und um nichts anderes handelt es sich doch hier.