• Betrunken fremdgegangen, soll ich es ihm sagen oder nicht?

    Hallo ich brauche dringend Rat. Ich führe eine Fernbeziehung und mein Freund liebt mich wirklich sehr. Letztens war eine Freundin (mit welcher ich Streit bedingt ein halbes Jahr keinen Konatkt hatte) bei mir zu Besuch und abends waren wir zusammen aus. Sie hat einen Typen kennengelernt und die Gate Zeit nur mit ihm rumgeleckt. Sie verträgt nicht viel…
  • 459 Antworten
    Zitat

    Echt, ich mag dich!

    Jetzt hast du ja doch dein Wort gebrochen und dich auf meine Stufe gestellt.


    Du, ich mag einfach diese Einstellung, die du hast, nicht. Du hast das letzte Wort, ich muss jetzt wirklich los. Bittesehr:

    Zitat

    Nope. Wenn man sich die Verwendung und Einführung des Wortes anschaut, bin ich mir ziemlich sicher, dass es aus einem eindeutig rechten Kontext kommt und dafür geschaffen wurde, linkes Suchen nach menschwürdigeren Alternativen zu desavouieren. [Quelle liegt zu lange zurück; kA]

    Oh! Beizeiten mal recherchieren!

    @ MsGalotti

    Zitat

    Klar, es ist aber immer ein Notbehelf, weil Fremdgehen scheiße ist. Und das ist ja auch das Problem mit der Thematisierung im Vorfeld: In glücklichen Zeiten einer Beziehung diskutiert man ja nicht immer ausführlich, was man macht, wenn einer den anderen betrügt. Und wenn eine Seite sehr darauf drängt, diese Regeln auszuloten, dann kommt natürlich auch schnell der Verdacht auf, dass man sich quasi eine Erlaubnis einholt.

    Kann natürlich Zufall sein, aber da ich mich mit anderen recht viel über Beziehungsvorstellungen unterhalte, wird das Thema relativ früh angesprochen. Und es ist zwar nur meine subjektive Meinung, aber ich kann mich mit der Variante, über einen Fehltritt, den der andere einem gesteht, hinwegzusehen, wesentlich mehr identifizieren. Ist sicherlich auch davon abhängig, wie man seine diesbezüglichen Prioritäten setzt, und Sexualität verbuche ich nun man als absolute Nebensache.

    Irgendwie ist die Diskussion hier schon einigermaßen schwachsinnig. Einige meinen ernsthaft verschweigen wäre eine Lösung. Ist es nicht. Und wenn der Freund durch ein Geständnis verletzt werden würde, wäre das trotzdem besser als die ganze Zeit belogen zu werden. Und vor allem nicht so Feige, das aus egoistischen Gründen zu verschweigen. Dann wird ihm wenigstens die Entscheidung überlassen seine Konsequenzen zu ziehen. Ich drücke ihm alle Daumen damit es ans Licht kommt. Oder ne bessere Kennenlernt.


    Wenn die TE auf die Fernbeziehung nicht klarkommt ist es wohl eh nicht so gut um die Beziehung bestellt. Sollte beendet werden.

    Zitat

    Irgendwie ist die Diskussion hier schon einigermaßen schwachsinnig. Einige meinen ernsthaft verschweigen wäre eine Lösung. Ist es nicht. Und wenn der Freund durch ein Geständnis verletzt werden würde, wäre das trotzdem besser als die ganze Zeit belogen zu werden. Und vor allem nicht so Feige, das aus egoistischen Gründen zu verschweigen. Dann wird ihm wenigstens die Entscheidung überlassen seine Konsequenzen zu ziehen. Ich drücke ihm alle Daumen damit es ans Licht kommt. Oder ne bessere Kennenlernt.

    :)^


    Fremdgehen ist scheisse.


    Es nicht zu gestehen ist scheisse.


    Aber dann allen ernstes zu behaupten, dieses Gelüge hat auch nur irgendetwas gutes, da fehlen mir echt die Worte.


    Dann aber bitte auch im gleichen Atemzug dazu stehen, dass man nun mal die rückgratlose Sorte Mensch ist, die sich selbst am nächsten steht.

    @ MsGalotti

    Danke für deinen Versuch etwas rational zu erklären, was aber scheinbar von den geifernden Horden immer nur mit "Schei*e", "Schwachssinn" und anderen eienr guten Diskussion "zuträglichen" Begriffen kommentiert wird.

    @ Alle wie wärs mit Zuhören,

    mit echter Diskussion, anstelle selbstgerechtem Schaum vor dem Mund?

    Zitat
    Zitat

    Nur dass man im Fall von Ehrlichkeit mit dem Verlassenwerden rechnen muss, und das umgehst du ja elegant, wenn du's verschweigst, gell :=o


    (Luis08)

    Mal im Ernst: Erwartet man das ernsthaft, ist die Beziehung doch eh für'n Arsch. Dann sollte man sie nach reiflicher Überlegung ganz ernsthaft in der Tat beenden. (MsGalotti)

    :-o Wow, da muss man aber schon echt ein Riesenego haben, wenn man findet, dass Fremdgehen für den Partner quasi sowieso kein Grund sein kann, sich zu trennen. ":/ :-o


    Ich finde diese Einschätzung ganz schön dreist. Und außerdem unterstellt sie so ganz nebenbei quasi allen, die sich in Folge von Fremdgehen trennen, dass sie ihren Partner / ihre Partnerin ohnehin nicht richtig geliebt haben. (Weil sonst ja nicht eine Trennung anstünde, "nur" weil sexuelle Treue gebrochen wurde.)

    Zitat

    MsGalotti: Und wenn eine Seite sehr darauf drängt, diese Regeln auszuloten, dann kommt natürlich auch schnell der Verdacht auf, dass man sich quasi eine Erlaubnis einholt.

    Oder dass die nur abstecken will, dass sich der andere darüber im Klaren ist, dass es eine exklusive Beziehung ist? Vielleicht will der Gesprächspartner auch noch deutlich machen, dass er einen Beziehungspartner nicht wegen eines einmaligen Fehlers nicht komplett verurteilt, aber der wichtige Teil des Gesprächs war dann wohl das mit der exklusiven Beziehung und dass er wissen will, wenn er betrogen wird?


    Eine differenzierte Betrachtungsweise des (potentiell) Betrogenen wäre doch genau in eurem Sinne...


    ... aber nee, da werden solche im Vorfeld geführten Gespräche zwischen Beziehungspartnern direkt als unnormal abgetan und der will sich ja nur eine Erlaubnis einholen ":/

    zum Thema Gutmensch:

    Zitat

    "Gut"-Mensch ist dann (gelinde gesagt) das Sich-lustig-Machen über jene, die glauben, es gäbe eine Möglichkeit menschlich miteinander umzugehen, durch jene, die um die Hackordnung allen Menschlichen wissen und deshalb frühzeitig gelernt haben, das zu den eigenen Gunsten auszunützen bzw. – koste es (besonders moralisch), was es wolle – (wie Scheiße) obenauf zu schwimmen.

    Das ist echt eine gute Zusammenfassung der üblichen Wortverwendung. :)= :)^


    Dass irgendwer Abtreibungsgegener als Gutmenschen bezeichnet habe ich auch noch nie gehört.


    Fest steht jedenfalls: Wenn etwas mit "Gutmensch" NICHT gemeint ist, dann ist es ein "guter Mensch". Wobei es natürlich nicht gerade eine leichte Übung ist, sich die letztere Bezeichnung ernsthaft zu verdienen. Und viele haben sowieso schon ein so negatives Menschenbild, dass sie ohnehin überhaupt niemandem zutrauen ein guter Mensch zu sein...

    und noch mal kurz zum Thema "Egoist als Schimpfwort" (@ Dumal)


    Ich finde das schon sehr nachvollziebar, dass Egoist als Schimpfwort und Abwertung verwendet wird.


    Natürlich ist in einem grundlegenden Sinn jeder Mensch Egoist. Folglich kann bei der Verwendung von "Egoist" als Schimpfwort logischerweise nur ein Übermaß an Egoismus gemeint sein. Ich verstehe darunter jemanden, der skrupellos seine Interessen verfolgt, egal was er damit bei anderen anrichtet. Wenn jemand seine Interessen verfolgt, aber gleichzeitig bereit ist, dabei auf alle möglichen anderen Menschen und Werte Rücksicht zu nehmen, ist die Person im ganz allgemeinsten Sinn zwar auch ein Egoist, aber eben nicht im Schimpfwort-Sinn. ;-)

    Zitat

    @ MsGalotti


    Danke für deinen Versuch etwas rational zu erklären, was aber scheinbar von den geifernden Horden immer nur mit "Schei*e", "Schwachssinn" und anderen eienr guten Diskussion "zuträglichen" Begriffen kommentiert wird.

    Da möchte ich gleich mal widersprechen. Die Einstellung, in bestimmten Fällen über den Kopf des Partners ohne dessen Zustimmung zu entscheiden, inwieweit dieser informiert wird, halte ich keineswegs für einen Versuch, dem Thema mit rationalen Argumenten zu begegnen, sondern für eine selbstgerechte unangenehme Einstellung.

    Zitat

    und noch mal kurz zum Thema "Egoist als Schimpfwort" (@ Dumal)


    Ich finde das schon sehr nachvollziebar, dass Egoist als Schimpfwort und Abwertung verwendet wird.

    Ich auch, zumal es in bestimmten Fällen einfach mal deskriptiv zutreffend ist (abgesehen von der nachvollziehnbaren subjektiven Wertung).

    Ich habe vielmehr den Eindruck, dass die Fraktion hier, die es für vertretbar hält, jemanden zu betrügen und das zu verschweigen, mit aller Kraft nach Rechtfertigungsgründen und Entschuldigungen sucht.


    Respektieren würde ich diese Haltung allerhöchstens, wenn man dann auch dazu stehen würde, dass man ein ausgemachter Egoist ist und sich nicht drum schert, wie es anderen geht. Aber diese Schönseierei ist ja wirklich kaum auszuhalten.

    Mir fehlen da die Worte.


    Ich führe seit (bald) 9 Jahren eine monogame (Fern-) Beziehung und fühle mich langsam wie ein Sonderling, wenn ich Threads wie diesen lese. Weder finde wir Treue anstrengend, noch fühlen wie uns dadurch irgendwie eingeschränkt in unserer persönlichen Freiheit.


    Als Jugendlicher habe ich sicherlich viel scheiße gebaut, aber ich hätte niemals eine Person vorsätzlich betrogen, der ich angeblich mein Herz geschenkt habe. Gefühle können sich ändern, aber wer sagt, dass er dies nur durch Fremdgeherei bemerkt, dem werfe ich vor ein Lügner zu sein. Solche Situationen verbuche ich nicht unter "wilde Jugend".