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    Eben auch dieses hoffen, helfen zu können

    Helfen wollen ist aber auch keine Basis für eine Beziehung.


    Dafür gibt's Therapeuten.


    Partner die glauben, ihr gegenüber selbst auf eine Art therapieren zu können, einfach durch ihr Verhalten etc. jemand der psychisch krank ist verändern zu können, sind nicht selten plötzlich wütend und frustriert , wenn sie merken dass es eben nicht so funktioniert wie sie sich das vorgestellt haben.


    Nur liegt der Fehler da nicht unbedingt beim "Kranken" sondern an der Anspruchshaltung des Partners.


    Nicht selten sind es latent Co-Abhängige, die sich solche Partner suchen und dann vehement darauf hinweisen dass sie ja nicht der "kranke " Part der Beziehung sind....was leider so nicht stimmt.


    Auch Co-Abhängigkeit ist krankhaft.

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    Borderliner ziehen ihrerseits scheinbar auch immer wieder Leute an die selber oft psychische Probleme haben...

    (Interessanter Gedanke. Ich hatte tatsächlich schon oft das Gefühl, dass ich (Borderline/ PTBS) nur noch psychisch angeschlagene um mich rum habe. Seit es mir besser geht/ besser im Griff habe, ist das nicht mehr der Fall.)

    Kommt denn für dich auch eine Psychotherapie in Frage oder möchtest du das nicht?


    So geht es mir gut hab keine Symptome oder so bin eigentlich Normal. Also Dringend wäre das nicht.


    Hab da ne Seite gefunden wo alles gut erklärt wird. Mann das macht einem ja Fertig so eine Beziehung hätte ich nicht gedacht das das so heftig sein kann. Ich glaube das ich das so nicht will. Ich habs so verstanden das man dabei in eine art Abhängigkeit rutscht. Da wurde was mit Glücks und Stresshormonen Bildung erklärt. und all sowas und das das eigentlich immer nur Kurzfristig hält so eine Beziehung, das man "ausgesaugt" wird vom erkrankten das er im Prinzip Besitz von einem ergreifen will. Da stand zuviel um das hier richtig zu erklären. Also lasse ich das besser das würde mir und meiner Psyche schaden glaub ich.

    Ich hatte mal eine Freundin deren Schwester war BL: Hatte also direkt nix mit ihr zu tun. (Meine Freundin war schon 25) - Alles was ich so mit bekommen habe, denke ich auch, dass Du die richtige Entscheidung getroffen hast.

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    Also lasse ich das besser das würde mir und meiner Psyche schaden glaub ich.

    Gut, dass du dich vorher informiert hast. Man will ja keinem Borderliner was Böses und im Prinzip sind das auch ganz tolle Menschen, nur kann nicht jeder mit ihnen umgehen. Man muss sich im Prinzip erst mal selbst so gut kennen und richtig einschätzen, um entscheiden zu können, ob einem ein "Borderliner" gut tut oder eher nicht. Mit Helfersyndrom ist man absolut fehlt am Platz, da schadet man sich selbst mehr, als man dem anderen helfen kann.


    Trotzdem gibt es Menschen, die auch mit Borderlinern als Partner zurecht kommen, das sind aber nicht sehr viele. Jenseits der 30 haben sich die meisten Borderliner aber immer besser im Griff, zwischen 20 und 30 ist es meist extrem schwierig. Außerdem gilt, Borderliner ist nicht gleich Borderliner, bei manchen würde man einfach nur eine Macke vermuten, bei anderen fährt man ständig gegen die Wand. Das muss man aushalten wollen und, noch viel wichtiger, auch können.

    Der Borderliner mit den ich kurz zusammen war war 35.


    Wirkte zuerst charmant. Das Borderline Verhalten ging dann los. Hat von mir ein 1. Warnung gekriegt - Grenzen zeigen. Beim 3. Warnung war es aus. Dauerte nicht mal 2 Wochen.


    Mit einer Borderliner braucht man viel Kraft und Energie und man muss sich deutlich durchsetzen können. Und sich auch ohne schlechtes Gewissen trennen können.

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    Also lasse ich das besser das würde mir und meiner Psyche schaden glaub ich.

    Für euch beide, behaupte ich mal.


    Dieses spezielle berechnend daherkommende "Helfen wollen, um Nähe zu jemanden zu bekommen" und selbst psychische Probleme haben, bei denen man wegsieht bei sich, finde ich offen gesagt gruselig.


    Da würde ich mich doch erstmal um dich selbst kümmern, dann kannst du später auch andere Menschen auf einer anderen Ebene als über das "Helfen-wollen" kennenlernen. (Dass man jemanden soweit gewünscht von demjenigen und einem möglich unterstützt, wenn man sich schon gut kennt, ist etwas ganz anderes imho.)


    Ich habe einmal als Teenager jemanden einmalig getroffen, der auch so diese Helfer-Schiene hatte und mir ständig Essen angeboten hat (auf merkwürdige Weise von der Gesamtatmosphäre her, kann ich schlecht mit Worten beschreiben, sodass bei mir so ein Warnlicht angegangen ist) und dann auch noch von seiner Ex anfing, die ja magersüchtig gewesen wäre und die Dank ihm wieder ordentlich gegessen hätte. => Der konnte mich als Person/Persönlichkeit gar nicht sehen und ich habe dann unter einem Vorwand zugesehen, da weg zu kommen. Und der Typ hatte einen Haufen Probleme während ich ganz normal war, das war ja noch die Härte an der ganzen Geschichte. Es wäre aber auch nicht ok gewesen, wenn ich tatsächlich Probleme gehabt hätte. ... Übergriffig und gruselig sowas. %:|

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    Also lasse ich das besser das würde mir und meiner Psyche schaden glaub ich.

    Eine sehr gute Entscheidung! Das hieße aber auch, völliger Kontaktabbruch! Borderliner sind sehr fesselnd und wenn man einmal was von einem Borderliner wollte, funktioniert es nicht, nur auf Low-Level weiterzumachen, sondern es muss erstmal Gras über die Sache wachsen und die eigenen Gefühle müssen 100% verschwunden sein. Ob dann viel später noch ein "normaler" Kontakt möglich ist, wird sich zeigen, denn so ein Kontaktabbruch kann ein Borderliner als persönlichen Angriff werten und Borderliner haben ein Elefantengedächtnis.

    Kontaktabbruch ist unmöglich da ich als ehemaliger Bewohner der Wohngruppe wo sie drin Wohnt großen Kontakt zu habe (Werde nachbetreut) Wohne da aber nicht mehr. das mit den Gefühlen halte ich schon aus. Ich werde sie Sonntag sehen auf der Feier zum 70. bestehen der Einrichtung ( Wohngruppe ist eine Außenwohngruppe das "Dorf ist weiter weg ca. 20km. Falls das jemand kennt Heidehaus in Augustdorf. also ein Kontakt wenn auch kein großer ist unumgänglich. Hab mich damit schon abgefunden das das viel zu schwierig würde und komme so damit gut klar.

    An deinen Äußerungen merkt man, dass du keine Ahnung von der Borderline Erkrankung hast. Lass die Finger von ihr. Wie es schon andere geschrieben haben: "Du brauchst bald selbst eine Therapie". Kann natürlich auch sein, dass du keine Therapie brauchst sondern einen guten Sarg, denn ich kenne eine Bziehung, da hat die borderlinekranke Frau einen Bekannten in den Selbstmord getrieben (ok, der war auch schon recht labil). Lass einfach die Finger von ihr, wenn dir etwas an deiner Gesundheit liegt.

    Geil wie hier auf dem Mädchen rumgehackt wird, das genau gar NICHTS falsch gemacht hat. Kann zumindest aus der Erzählung des Beitragerstellers nichts herauslesen. Aber sie hat ja Borderline und das erklärt ja alles, weil sind ja alle anscheinend gleich. Treiben ihre Freunde in den Selbstmord und sind sowieso ganz und gar durchtrieben.

    ja da gehts schnell wenn das Wort Borderline fällt, dennoch ist in dem Fall wohl wirklich eher abzuraten. Als selbst ziemlich verkorkster Mensch finde ich das zwar auch net schön wenn da immer so kategorisch abgeraten wird aber es ist halt auch wirklich schwierig und luetke ist vermutlich selber noch nicht sonderlich alt (usw). Das abraten ist ja auch nicht gegen ihren Willen sondern im Gegenteil ganz in ihrem Sinne.

    Aus der (an sich legitimen) Forderung, nicht alle Borderliner pauschal über einen Kamm zu scheren, abzuleiten, dass es nicht angemessen ist, pauschal warnend festzustellen dass eine Beziehung zu einem BLer mit einer hohen Wahrscheinlichkeit anstrengend und energiezehrend wird, ist aber auch kein sinnvolles Konzept. Man kann sehr wohl ganz pauschal sagen, dass bestimmte psychische Krankheitsbilder zu einem energiezehrenden Verhalten mit Ungleichgewichten in Beziehungen führen.


    Und wenn jemand naiv und verliebt genug wirkt, sollte man das auch tun.

    @ Elith

    Zitat

    Geil wie hier auf dem Mädchen rumgehackt wird, das genau gar NICHTS falsch gemacht hat. Kann zumindest aus der Erzählung des Beitragerstellers nichts herauslesen. Aber sie hat ja Borderline und das erklärt ja alles, weil sind ja alle anscheinend gleich. Treiben ihre Freunde in den Selbstmord und sind sowieso ganz und gar durchtrieben.

    Deine Verallgemeinerung macht es nicht besser. Habe in diesem Faden noch nicht gelesen, dass alle Borderliner gleich gefährlich sind. Der TE hat gefragt, Leute mit ihren persönlichen Erfayhrungen haben geantwortet. Worin besteht deine persönliche Erfahrung?