Beziehung beenden?

    Hallo liebe Leser,


    zunächst einmal zu mir: ich bin 21 Jahre alt und mein Freund ist 25 - wir sind jetzt bereits schon seit über vier Jahren zusammen, allerdings bin ich im letzten ca. halben Jahr bis Jahr schon öfters am Überlegen, ob die Beziehung nicht doch besser beendet werden sollte....


    ....zum Einen ist es das "Misstrauen", welches sich immer wieder in unserer Beziehung bemerkbar macht. Während ich vollstes Vertrauen zu meinem Freund habe und mir sogar WÜNSCHEN würde, dass er ab und an mal öfters wieder was mit seinen Freunden unternimmt und somit mal wieder "sein eigenes Leben" gestaltet, gibt es so gut wie jedes Mal Streit, wenn ich vorhabe mit Freundinnen alleine (wenn er dabei ist, ist es weniger ein Problem, gab aber auch schon einige Abende, an denen er dabei war mit Streit) wegzugehen oder was trinken zu gehen.


    Ich habe ihn am Anfang unserer Beziehung auch mal angelogen, was er mitbekommen hat, weshalb ich jetzt nicht ganz das Unschuldslamm spielen will... aber ich habe aus meinen Fehlern gelernt, war daraufhin immer ehrlich zu ihm und habe sogar ihm zuliebe unzählige Male auf das Weggehen mit Freundinnen verzichtet, weswegen ich jetzt auch mehr oder weniger alleine dasitze.


    Einerseits habe ich schon das Gefühl, ich liebe ihn noch, andererseits gibt es so viele Gesichtspunkte in unserer Beziehung, die mich massiv stören.... um es kurz zu halten:


    - wir sehen fast nur noch einander, wir beide haben unseren Freundeskreis extrem vernachlässigt und sitzen dementsprechend am Wochenende auch fast nur noch zu zweit vor dem Fernseher


    - andererseits ist es jedes mal ein Streitthema, wenn ich mit Freundinnen was trinken gehen möchte (da ruft er dann dauernd an, schreibt ständig, oder kommt ggf. sogar unangemeldet dazu, aber seiner Meinung nach ist das keine "Kontrolle" - er macht sich nur Sorgen ....)


    - des Weiteren sind unsere Familien total verschieden - trotz über vier Jahren Beziehung, in denen er allermeistens bei mir zuhause war, übernachtet und gegessen hat etc. (bei ihm herrschen etwas schwierige Verhältnisse) kennen sich unsere Mütter bzw. Familien NICHT; meine Mutter hat auch keine gute Meinung von ihm und auch das ist ein Punkt, welcher mich irgendwie stört... :(


    - er ist wie schon etwas angedeutet, ein sehr anhänglicher Mensch, er liebt mich glaub auch mehr wie ich ihn (hat er auch selbst schon öfters gesagt) und ich bin derzeit wirklich am Überlegen, ob ich nicht allein schon aus Fairness ihm gegenüber Schluss machen sollte, da ich zur Zeit echt an meinen Gefühlen zweifel ....


    Es tut halt verdammt weh, ihn so verletzt zu sehen, wenn wieder einmal das Thema aufkommt, wie es mit uns weitergehen soll.... während er sich total an unsere Beziehung festhält, fehlt mir etwas, um weiter darum zu kämpfen :-( seine ständige Präsenz und Anhänglichkeit gibt mir halt schon das Gefühl, dass er immer angerannt kommen wird, und selbst beim Kuscheln fühle ich mich öfters mal "erdrückt" von ihm....


    noch dazu habe ich letztens auch wieder die Nummer eines alten Freundes erhalten, mit dem ich den Kontakt vor 3 Jahren auch abgebrochen bzw. verloren hatte.... so gerne würde ich mich mit ihm treffen oder mal telefonieren, allein schon um eine außenstehende männliche Meinung zu hören, aber wenn mein Freund von dem Kontakt wüsste, würde er vor Eifersucht platzen.... und dabei möchte ich den Kontakt aber wieder aufbauen, da ich diese Person sehr mag.


    Ich habe manchmal das Gefühl, ich kriege keine Luft mehr, da ich meinen Freund einfach nicht verletzen möchte und er mir so unbeschreiblich wichtig ist, wir haben auch schon so einiges durchgemacht, aber ständig streiten wir uns, er lässt mir kaum Freiraum und ich bin gerade einfach nicht mehr glücklich ... :( sehr oft denke ich daran, wie es wäre, wieder single zu sein und sich für nichts mehr rechtfertigen zu müssen.


    Was denkt ihr darüber? Ist es eine Phase, ist es sogar egoistisch von mir so zu denken? Oder sollte ich doch überlegen, ob ich Schluss machen sollte?


    Dazu kommt, dass er bald Geburtstag hat und Anfang Februar meine Prüfungen anstehen, vor denen ich wahnsinnige Angst habe. Wenn meine Prüfungen vorbei sind, wird es bei ihm stressig - also wäre der Zeitpunkt zum Schluss machen eigentlich nur Mitte Januar, wenn ich nicht vor seinen Prüfungen Schluss machen will bzw. bis März warten und ihm was vormachen will.....


    ich bin mir so unsicher. Es sind halt auch meine ersten Prüfungen und es ist meine erste langjährige Beziehung, ich weiß nicht, wie stark der Liebeskummer mein Lernen und meine Prüfungen beeinflussen kann und wird.... denn es wird bestimmt nicht einfach für mich, ihm erstens so weh zu tun und dann noch mich an das Beziehungsende (nach Jahren) zu gewöhnen, kurz vor den Prüfungen .....? Oder könnte dies sogar eine Ablenkung in der Zeit sein?


    Ich habe auch schon mit ihm geredet - allerdings hat er seine Meinung dazu und die behält er auch. Er will unbedingt an die Beziehung festhalten, kann sich ohne mich nichts mehr vorstellen etc. .... aber andererseits meint er eben, dass ich an einigen der Streitereien Schuld trage, weil ich mich zum Beispiel an einem Abend mit Freundinnen falsch benommen habe (z.B. durcheinander getrunken und mit anderen Typen geredet). Er ist schon der Auffassung, dass wir beide etwas an uns ändern müssen.... jedoch stelle ich mir die Frage: WILL ich überhaupt etwas verändern für die Beziehung? Oder ist es Zeit, die Beziehung hinter sich zu lassen? Es ist ja nicht so, dass wir über o.g. Probleme nicht öfters geredet hätten, oder das, was mich stört.... erfahrungsgemäß hat er sich dann evtl paar Wochen im Griff gehabt, bevor das Nächste wieder kam oder er wieder in seine alten Gewohnheiten verfiel. Große Hoffnung auf Änderung habe ich ehrlich gesagt nicht....


    Wie seht ihr das denn so? Ich weiß, dass einiges zusammen gekommen ist und bedanke mich bei jedem sehr, der sich für meine Situation interessiert und antwortet. Ich bin derzeit total durcheinander und ein oder mehrere Ratschläge von Außenstehenden würden mir wirklich helfen.... :-)


    Liebe Grüße

  • 8 Antworten

    Deine Geschichte erinnert mich sehr an meine erste große Liebe damals. Wir waren 3 Jahre zusammen und nach 2 Jahren fingen die Probleme an, ständige Eifersucht, Kontrolle, Probleme durch seine schwierigen familiären Verhältnisse. Bei ihm kam noch ein Alkoholproblem dazu. Ich stand damals vor meinen Abiturprüfungen und hatte eigentlich keinen Kopf für ne Trennung. Habs dann aber doch durchgezogen und es war ne verdammt schwere Zeit. Obwohl ich mich von ihm getrennt habe und ich mir meiner Liebe ihm gegenüber nicht mehr richtig bewusst war, habe ich gelitten ohne Ende. Trotzdem ging es irgendwie und ich konnte mein Abi mit Erfolg abschließen. Im Nachhinein betrachtet, war es die richtige Entscheidung.


    Du bist noch jung, du hast dein Leben noch vor dir. Wenn du mit Freundinnen ausgehen willst, mach das, wenn du wieder Kontakt zu alten Freunden aufbauen möchtest, tu es :)z Ich finde du solltest dein Leben genießen :-)

    Zitat

    Was denkt ihr darüber? Ist es eine Phase, ist es sogar egoistisch von mir so zu denken? Oder sollte ich doch überlegen, ob ich Schluss machen sollte?

    Ich finde nicht, dass es egoistisch ist, so zu denken.


    Es ist deine erste große Liebe und auch wenn du ihn nicht mehr so stark liebst wie am Anfang, eine Trennung tut immer weh. Solltest du diese tatsächlich durchziehen. Du musst ja nichts überstürzen, denk in aller Ruhe noch einmal darüber nach.


    Auch der Punkt, dass deine Mutter nicht allzu viel von ihm hält, sehe ich auf Dauer etwas kritisch. Mir ging es damals mit meinem Partner auch so, meine Mutter wusste ziemlich gut über unsere Beziehung Bescheid und war mit vielen Sachen nicht gerade glücklich. Da mir ihre Meinung immer sehr wichtig war, hat mich dies auch ein Stück weit in meiner Entscheidung beeinflusst.

    Euer Altersunterschied ist 4 Jahre. Das ist im jungen Alter recht viel. Als ihr euch kennengelernt habt, war er ein junger Erwachsener und du gerade der Pubertät entsprungen. Es mag sein, dass sich bei ihm dadurch dieses erdrückende Verantwortungsgefühl aufgebaut hat, was du wahrnimmst. Vielleicht hat er mit deiner zunehmenden Selbständigkeit in den Beziehungsjahren nicht Schritt gehalten. Früher hast du sicher mehr zu ihm aufgeschaut und das schwindet zusehends. Er möchte für sich diese Rolle aber nicht verlieren.


    Dein Beitrag liest sich so, als hättest du eigentlich eine Entscheidung getroffen, aber suchst nur einen geeigneten Zeitpunkt, es für alle Beteiligten so angenehm wie möglich über die Bühne zu bringen.


    Es gäbe noch einen Zwischenweg - wenn das stimmt, dass du irgendwo noch Liebe für ihn verspürst (

    ): Schneide die alten Zöpfe von Verhaltensweisen radikal ab. Befrei dich von dem erdrückenden Gefühl, dass du keine Freiheiten hast. Darüber musst du natürlich nochmal mit ihm reden, aber dir nicht reinreden lassen. Vielleicht gibt es Regeln, die ihr zusammen trefft (z.B. dass du dich mal meldest, wenn du abends länger unterwegs bist). Aber lass dich nicht abhalten. Nimm dir deine Freiheiten und unternimm neben der Beziehung die Dinge, die dir Spaß machen. Vielleicht wirst du dann auch wieder einen anderen Blick auf die Beziehung bekommen. Wenn es schiefgeht (du dich gefühlsmäßig von ihm entfernst, es nur Streit gibt o.ä.), dann hast du nicht mehr verloren, als wenn du dich trennen würdest. Aber ihr könntet gewinnen, dass du die partnerschaftliche Seite wieder genießen könntest, wenn die Dosierung nicht mehr erdrückend ist, sondern bewusster.


    Wäre das eine Option für dich?

    Ich finde auch es liest sich sehr danach, dass du deine Entscheidung längst getroffen hast. Das Schreiben hier ist nur noch die letzte Unsicherheit deinerseits und du erhoffst dir insgeheim Bestätigung dafür, dich zu trennen. Das lese ICH hier jedenfalls heraus.


    Dazu passt wohl einer meiner Lieblingssprüche:


    Liebe es, ändere es, oder verlasse es!


    Wenn du es liebst, ist alles gut so wie es ist. Wenn du es ändern kannst, dann ändere es. Das kann heißen, dass du deine eigene Einstellung veränderst, oder (was natürlich in dem Fall meiner Meinung nach das Richtige wäre) du erzählst deinem Freund, dass du so wie es läuft sehr, sehr unglücklich bist und schaust, ob auch er bereit ist etwas zu verändern. Weiß er überhaupt, dass er dich so einengt? Bzw. wie sehr dich das belastet?


    Wenn die Situation nicht zu ändern ist, wirst du auch in weiteren 4 Jahren noch unglücklich sein, oder resigniert haben. Dann wäre es meiner Meinung nach das Beste, es zu beenden. Damit du wieder dein Leben leben kannst. Soziale Kontakte sind wichtig und Eifersucht macht viel kaputt.


    Ich habe nicht viele Freunde und mein Freund ist auch immer sehr auf gemeinsame Zeit mit mir bedacht. Aber... würde er mir das regelmässige Treffen mit meiner besten Freundin vermiesen, oder mir das Gefühl geben, dass es ihm nicht gefällt.. dann würde das bei mir auch eine ganze Menge kaputt machen. Ein gewisses Maß an Vertrauen gehört zu einer Beziehung eben dazu.

    Vielen lieben Dank erst mal für eure Beiträge und dass ihr euch Zeit zum Lesen genommen habt!

    @ julejuly:

    deine Geschichte hört sich wirklich ziemlich ähnlich an und ich habe auch ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Mutter, erzähle ihr wirklich fast alles und sie ist eben auch der Meinung, dass ich es beenden sollte, was mich schon sehr beeinflusst hat in meinen Überlegungen. Meine Mutter ist schon immer sehr tolerant gewesen und "erduldet" ihn jahrelang eigentlich nur mir zuliebe, aber mein Freund und meine Mutter können sich eigentlich überhaupt nicht leiden.... und das ist natürlich auch eine Belastung auf Dauer.

    @ Comran:

    auch dies wäre eigentlich eine Option, die ich gerne einschlagen würde. Allerdings habe ich leider immer wieder das Gefühl, dass ich bei den gemeinsamen Gesprächen mit meinem Freund auf keinen Nenner komme. Wir hatten schon öfters Kompromisse vereinbart, aber egal wie man es dreht und wendet, irgendwas mach ich dann doch immer falsch ODER meine Freundinnen verhalten sich falsch... :(


    aber vielleicht sollte ich dann doch nochmal mit ihm reden? Das Problem ist halt einfach, dass ich ja eigentlich gar keine Zeit habe ständig darüber zu reden (da er dann oftmals auch nicht mehr aufhören kann zu diskutieren) und nachzudenken, da ich in fünf Wochen meine ersten Prüfungen in meinem Studium schreiben werde - Weggehen ist bis dahin erst mal sowieso kein Thema für mich. Aber er macht sich beispielsweise schon wieder Sorgen, was ich nach den Prüfungen in seiner prüfungsvorbereitenden Zeit machen könnte. Und so vergeht es mir leider schon fast, nach den Prüfungen mit Freundinnen was trinken zu gehen, da ich jetzt schon weiß, dass wieder irgendwas sein wird...

    @ PradaTeufel:

    Leider bin ich mir in meiner Entscheidung schon relativ sicher, das hast du auf jeden Fall richtig heraus gelesen. Er weiß auf jeden Fall, dass ich so nicht glücklich in der Beziehung sind - ich glaube das erste Mal haben wir bereits vor über einem Jahr darüber gesprochen, indem ich ihm gesagt habe, dass ich viel mehr Freiraum brauche und wieder soziale Kontakte neben ihm aufbauen möchte. Aber leider muss ich zugeben, dass sich in der Hinsicht leider kaum was verändert hat.... sobald ich jemanden kennenlerne und mit derjenigen was unternehmen möchte, wird mir schon schlecht, wenn ich weiß, dass ich ihm da Bescheid sagen muss. Mal ganz abgesehen von dem Kumpel, Kontakt mit ihm könnte ich während unserer Beziehung sowieso vergessen.


    Es ist einfach auch ein verdammt saublöder Zeitpunkt für mich, solche Erkenntnisse jetzt zu haben. Kurz vor den Prüfungen Schluss machen? Es bleibt mir ja kaum etwas anderes übrig, oder...? :(

    Vielen lieben Dank erst mal für eure Beiträge und dass ihr euch Zeit zum Lesen genommen habt!

    @ julejuly:

    deine Geschichte hört sich wirklich ziemlich ähnlich an und ich habe auch ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Mutter, erzähle ihr wirklich fast alles und sie ist eben auch der Meinung, dass ich es beenden sollte, was mich schon sehr beeinflusst hat in meinen Überlegungen. Meine Mutter ist schon immer sehr tolerant gewesen und "erduldet" ihn jahrelang eigentlich nur mir zuliebe, aber mein Freund und meine Mutter können sich eigentlich überhaupt nicht leiden.... und das ist natürlich auch eine Belastung auf Dauer.

    @ Comran:

    auch dies wäre eigentlich eine Option, die ich gerne einschlagen würde. Allerdings habe ich leider immer wieder das Gefühl, dass ich bei den gemeinsamen Gesprächen mit meinem Freund auf keinen Nenner komme. Wir hatten schon öfters Kompromisse vereinbart, aber egal wie man es dreht und wendet, irgendwas mach ich dann doch immer falsch ODER meine Freundinnen verhalten sich falsch... :(


    aber vielleicht sollte ich dann doch nochmal mit ihm reden? Das Problem ist halt einfach, dass ich ja eigentlich gar keine Zeit habe ständig darüber zu reden (da er dann oftmals auch nicht mehr aufhören kann zu diskutieren) und nachzudenken, da ich in fünf Wochen meine ersten Prüfungen in meinem Studium schreiben werde - Weggehen ist bis dahin erst mal sowieso kein Thema für mich. Aber er macht sich beispielsweise schon wieder Sorgen, was ich nach den Prüfungen in seiner prüfungsvorbereitenden Zeit machen könnte. Und so vergeht es mir leider schon fast, nach den Prüfungen mit Freundinnen was trinken zu gehen, da ich jetzt schon weiß, dass wieder irgendwas sein wird...

    @ PradaTeufel:

    Leider bin ich mir in meiner Entscheidung schon relativ sicher, das hast du auf jeden Fall richtig heraus gelesen. Er weiß auf jeden Fall, dass ich so nicht glücklich in der Beziehung sind - ich glaube das erste Mal haben wir bereits vor über einem Jahr darüber gesprochen, indem ich ihm gesagt habe, dass ich viel mehr Freiraum brauche und wieder soziale Kontakte neben ihm aufbauen möchte. Aber leider muss ich zugeben, dass sich in der Hinsicht leider kaum was verändert hat.... sobald ich jemanden kennenlerne und mit derjenigen was unternehmen möchte, wird mir schon schlecht, wenn ich weiß, dass ich ihm da Bescheid sagen muss. Mal ganz abgesehen von dem Kumpel, Kontakt mit ihm könnte ich während unserer Beziehung sowieso vergessen.


    Es ist einfach auch ein verdammt saublöder Zeitpunkt für mich, solche Erkenntnisse jetzt zu haben. Kurz vor den Prüfungen Schluss machen? Es bleibt mir ja kaum etwas anderes übrig, oder...? :(

    Zitat

    Es ist einfach auch ein verdammt saublöder Zeitpunkt für mich, solche Erkenntnisse jetzt zu haben. Kurz vor den Prüfungen Schluss machen? Es bleibt mir ja kaum etwas anderes übrig, oder...? :(

    Wann ist schon der "richtige" Zeitpunkt dafür, eine Beziehung beenden? Irgendwas ist doch immer. Klar gibt es günstigere Zeitpunkte, als vor deinen Prüfungen. Aber wenn du dir wirklich sicher mit deiner Entscheidung bist, dann wirst du auch das schaffen. Es wird sicher nicht einfach, das ist klar, aber eventuell fällt dir dann sogar ein Stein vom Herzen und du musst dich nicht mehr mit den ständigen Gedanken quälen, ob du die Beziehung beenden sollst oder nicht und könntest so mehr Raum für den Prüfungsstoff schaffen. Auch wenn du dazwischen trotzdem (vermutlich) immer wieder Grübeln bist.

    Zitat

    Meine Mutter ist schon immer sehr tolerant gewesen und "erduldet" ihn jahrelang eigentlich nur mir zuliebe, aber mein Freund und meine Mutter können sich eigentlich überhaupt nicht leiden.... und das ist natürlich auch eine Belastung auf Dauer.

    So war das mit meiner Mutter damals auch. Mütter wollen halt das Beste für Ihre Kinder und im Nachhinein betrachtet, haben sie oft Recht mit dem, was sie sagen. Ich finds generell schwierig, wenn sich die eigene Familie oder auch Freunde mit dem Partner nicht verstehen.


    Sehr schade, dass du schon vor nem Jahr mit deinem Partner über deinen dringend benötigten Freiraum gesprochen hast und sich seitdem nicht wirklich was verändert hat. Seine Freundinnen sollte man sich nie verbieten oder vermiesen lassen, meistens halten Freundschaften länger als die ein oder andere Partnerschaft.

    Zitat

    Allerdings habe ich leider immer wieder das Gefühl, dass ich bei den gemeinsamen Gesprächen mit meinem Freund auf keinen Nenner komme.

    Du sollst ja nicht mit ihm auf Teufel komm raus auf einen Nenner kommen. Du sollst Dinge ändern, damit du dich wohler fühlst, und den gemeinsamen Nenner auch mal vergessen. Wohin das eure Beziehung trägt, wirst du dann sehen. Aber verlieren kannst du nichts, nur einen Strohhalm gewinnen. Vielleicht überrascht er dich ja und kann sich mit deiner neuen Selbständigkeit anfreunden. Ich finde Frauen, die offen, direkt und selbstbewusst sind z.B. attraktiver als solche, die sich konfliktvermeidend zurückhalten und dann still die Laune verlieren.

    Zitat

    Das Problem ist halt einfach, dass ich ja eigentlich gar keine Zeit habe ständig darüber zu reden (da er dann oftmals auch nicht mehr aufhören kann zu diskutieren)

    Man braucht nicht viel Zeit dafür. Du musst ihm nur bei der nächsten Gelegenheit sagen, dass du dich mit XY triffst, dich zwischendurch melden wirst, wenn du wieder zuhause bist, und Diskussionen darüber einfach abbrechen (spart auch Zeit).

    Prüfung hin, Prüfung her... Es wäre auch nicht fair jetzt gute Mine zum bösen Spiel zu machen, bis du die Prüfungen hinter dir hast ;-) Abgesehen davon raubt dir dieses ewige "Verstellen" auch viel Kraft und die Gedanken kreisen immer wieder um das Thema. Wenn du eine Entscheidung getroffen hast, dann zieh sie auch durch. Den richtigen Zeitpunkt gibt es eben leider nie für sowas...


    Andere Möglichkeit... Zieh dein Ding durch! Rede mit ihm, erklär ihm nochmal, dass es NUR DANN eine Chance für euch gibt, wenn du ein Privatleben auch mal für ein paar Stunden ohne ihn führen kannst. Sprich, du kannst mal mit einer Freundin weggehen, ohne dich alle halbe STunde bei ihm zu melden und OHNE, dass er auftaucht und dich kontrolliert (oder sich Sorgen macht wie er es nennt ":/ ) und OHNE, dass er hinterher ausflippt, dich ausfragt etc... Wird voraussichtlich nicht funktionieren, wäre aber ein Versuch falls du doch noch irgendwie an ihm und der Beziehung hängst.


    Aber ich denke, wenn du die Entscheidung getroffen und durchgezogen hast und anfängst, wieder zu atmen und frei zu leben, wird dir die Trennung zwar auf der einen Seite leid tun, aber die wiedergewonnene Freiheit wird sich gut anfühlen!


    Ich weiß wovon ich spreche, ich war selbst schon in einer Beziehung mit einem krankhaft eifersüchtigen Mann. Was war ich froh, ihn los zu sein!!! Klingt gemein, aber so konnte ich einfach nicht leben!