Beziehung beenden wegen Hund?

    Ich habe da ein großes Problem!


    Zu meinem Leben gehört schon immer ein Hund. Mein Freund kennt mich also nicht ohne. Nun ist es so, dass er Hunde zwar mag, aber nicht auf die gleiche Art und Weise wie ich. Es fängt schon damit an, dass er Hunde in der Wohnung eigentlich gar nicht haben mag. Für ihn gehören sie raus. Mein Hund lebt aber schon immer bei mir und dieses Privileg will ich ihm da jetzt auch nicht nehmen. In meiner Wohnung konnte sich mein Hund immer frei bewegen. Er durfte in jeden Raum, außer ins Bad. Am Anfang meiner Beziehung schlief der Hund auch noch mit im Schlafzimmer. Irgendwann kam mein Freund dann damit, dass er eine leichte Tierhaarallergie habe und der Arzt ihm geraten hätte, zumindest auf ein Tier im Schlafzimmer zu verzichten. Gut, ok, ich quartierte meinen Hund um ins Wohnzimmer. Nun hatte ich aber ein großes Problem, wenn ich bei ihm war: Der Hund musste auf dem Balkon schlafen... Passte mir anfangs überhaupt nicht, aber da er bald eine neue Wohnung bekommt, dachte ich: Ok, ist eh nur eine Übergangslösung. In der neuen Wohnung kann er ja einen Platz im Flur bekommen.


    Gestern gabs dann einen riesen Streit. Er war bei mir und wir unterhielten uns über die Wohnung und kamen schließlich auf den Hund zu sprechen. Er meinte dann, warum ich den Hund eigentlich überall hin lassen würde und warum ich nicht mit meinen Eltern reden würde, dass der Hund draußen bleiben könnte (Der von meinen Eltern lebt draußen - meiner haut dort immer ab und ich möchte es halt auch einfach nicht) und warum ich nicht einfach alle Türen schließen würde, damit er halt nur noch in den Flur könne usw. Dann teilte er mir mit, dass er in seiner Wohnung keinen Platz für den Hund habe. Wenn solle ich die Transportbox mitbringen und ihn da übernacht einsperren. :-o Ich entgegnete ihm, dass mein Hund kein Fahrrad ist, was man mal eben so von einem Schuppen in den nächsten schiebt und dass er auch jedesmal wieder Zeit braucht um sich an einen neuen Platz zu gewöhnen, wenn ich seinen Korb umstelle. (War anfangs schon ein riesen Streß, als er plötzlich im Wohnzimmer bzw bei ihm auf dem Balkon schlafen sollte, inzwischen hat er sich dran gewöhnt) Er konnte, nein noch schlimmer er wollte es nicht verstehen. Er sagte mir: Ich hab dazu halt eine andere Meinung, die hab ich schon immer und ich will Dich da einfach nicht verstehen! Das war ein Schlag ins Gesicht. Im Prinzip war es für mich nun die Entscheidung: Hund oder Freund!


    Ich bin bereit Kompromisse einzugehen (Hund halt nicht mehr ins Schlafzimmer), aber er fordert immer mehr. Irgendwann kommt wahrscheinlich: Geb den Hund ab! Das werde ich aber nicht tun.


    Es ist vielleicht nicht der beste Vergleich, aber man würde von einer Mutter ja auch nicht verlangen, dass sie ihr Kind abgibt, nur weil ihr neuer Partner keine Kinder mag! Ich seh mein Hund zwar nicht als mein Kind, aber ich habe damals die Verantwortung für ihn übernommen und ich möchte ihn so artgerecht wie nur irgendwie möglich halten. Kompromisse ok, aber halt nur bis zu einem gewissen Grad!


    Ich frage mich nun ernsthaft, wie es weitergehen soll! Sonst läuft die Beziehung wirklich perfekt. Der Hund ist der einzige Streitpunkt! Ich kann ihn verstehen. Ich kann verstehen, dass es Menschen gibt, die keine Hunde mögen. Genauso möchte ich aber von ihm verstanden werden. Schließlich hat er mich mit Hund kennengelernt! Hat mir am Anfang sogar noch erzählt wie toll er Hunde findet! In einer gewissen Weise stimmt das auch. Es ist nicht so, dass er meinen Hund hasst. Er mag nur keinen Hund in der Wohnung...


    Er muss meinen Hund auch nicht auf die Art mögen wie ich. Ich werde ihm auch keinerlei Verantwortung übertragen o.ä. aber er kann doch auch nicht von mir verlangen, dass ich meinen Hund aus meiner Wohnung ausquartiere, oder?


    Ich bin heute echt am Boden, denn mein Hund ist auch erst drei Jahre alt. ich hoffe also, dass ich ihn noch ein paar Jährchen habe, aber wie soll das in Zukunft weitergehen? Ich bezweifle ernsthaft, dass wir da auf einen Nenner kommen! Beziehung beenden, obwohl sonst wirklich alles stimmt?! Es würde mir sehr schwer fallen, aber mir ist irgendwie das Wohl meines Hundes wichtiger!


    Wäre dankbar für ein paar Meinungen von Euch. Egal ob Hundebesitzer oder nicht. Im Gegensatz zu meinem Freund, möchte ich die "Gegenseite" nämlich so gut wie nur irgendwie möglich verstehen.

  • 143 Antworten

    Tiere haben halt meiner

    Meinung nichts im Schalfzimmer zu suchen. Selbst jeder Hundetrainer bzw. Lehrer für hunde wird dir das sagen. Desweiteren besteht die Gefahr, dass sich die Tierhaare langsam in der "Lunge" ansiedeln bzw. best. Atembeschwerden mit der Zeit auftreten. Von der Hygiene will ich gar nicht erst sprechen.

    @ Zwergine

    Zitat

    wenn ich bei ihm war: Der Hund musste auf dem Balkon schlafen

    Also ich hab auch einen Hund und ich hätte mich schon darauf nicht eingelassen! Das wär für meinen im Winter auch viiieeel zu kalt, da sie es ja nicht gewöhnt ist! Aber auch sonst wäre sowas für mich NIE in Frage gekommen!

    Zitat

    Dann teilte er mir mit, dass er in seiner Wohnung keinen Platz für den Hund habe. Wenn solle ich die Transportbox mitbringen und ihn da übernacht einsperren

    Geht's noch??? Also da hört ja alles auf!!! Da hätte ich ihm gesagt, daß ich ihn dann nie (über Nacht) bei ihm zu Hause besuche! Und das würde ich auch durchziehen!


    Mann da hab ich echt Glück, daß mein Freund meinen Hund gleich so gut angenommen hat und sie jetzt so innig "liebt".

    Ich befürchte, der Hund ist für Deinen Freund nur der Aufhänger für irgendwas, was in SEINEN Augen im Argen liegt. Dein Freund versucht sich gerade mit allen, ihm zur Verfügung stehenden Mitteln durchzusetzen und das hat sicher einen Grund. Und ich würde wetten, dass es nicht wirklich am Hund als solchen liegt ...


    Möglicherweise ist Dein Freund auf Deinen Hund eifersüchtig, spürt, dass Du ihm - seiner Meinung nach - zuuuu viel Aufmerksamkeit und Liebe zukommen lässt, an ihm alles duldest etc. ... nur ihm nicht. Ist schon oberdoof, wenn sich Menschen mit Tieren gleichsetzen, kenne das aber, weil ein Ex von mir allen Ernstes auf meine Katzen eifersüchtig war ... :-/

    Zitat

    Tiere haben halt meiner


    Meinung nichts im Schalfzimmer zu suchen. Selbst jeder Hundetrainer bzw. Lehrer für hunde wird dir das sagen. Desweiteren besteht die Gefahr, dass sich die Tierhaare langsam in der "Lunge" ansiedeln bzw. best. Atembeschwerden mit der Zeit auftreten. Von der Hygiene will ich gar nicht erst sprechen.

    Was ist denn das für ein Quatsch! :-o


    Und ob der Hund nun auf dem Wohnzimmerboden oder auf dem Schlafzimmerboden liegt macht für die Hygiene nun mal gar keinen Unterschied?!


    Und auch Hundetrainer sind nicht allwissend! Was ich da manchmal gesehen oder gehört habe, da haben sich mir aber auch die Haare zu Berge gestellt!


    Es kommt auch immer auf das Dominanzverhalten des Hundes an, wie und wo er sich aufhalten darf!

    also ich finde hunde und katzen haben nichts im schlafzimmer zu suchen, sollte ich mir mal tiere zulegen, zig gründe, u. a. würde mich beim schlafen stören, auch beim sex würde es mich stören wenn tiere "zugucken" , dann hygienisch usw. die haare auf dem bett bei katzen usw. , asthma ...... und und


    mann kann doch im wohnzimmer usw. das tier sich austoben lassen , zusätzlich ist es auch schön, wenn man auch in einer mietwohnung einen kleinen garten zum toben und spielen hat für den hund:-)


    nachts wenn es kalt ist, hat aber ein tier nichts im balkon zu suchen, sondern im warmen wohnzimmer sollte es schlafen

    Ach ja, dem (neuen) Partner zuliebe den Hund aus dem Schlafzimmer auszuquartieren, hätte ich wohl auch gemacht, auch wenn ich es nicht verstanden hätte! Aber den ganzen Rest hätte ich nicht gemacht, da hört es irgendwo auf!


    Aber für mich stand immer fest, uns gibt's nur "zusammen" und derjenige muß es so akzeptieren!


    Falls jemand je so eine Entscheidung, ich oder der Hund, von mir verlangt hätte, dann hätte ich mich für den Hund entschieden, da ich den schon länger hab und mich damals für diese Verantwortung entschieden habe. Und so eine Verantwortung gibt man nicht einfach wieder ab! Denn so ein Hund ist ein Lebewesen und kein Gegenstand den man einfach wegwirft wenn er einem nicht mehr gefällt!

    Zitat

    Selbst jeder Hundetrainer bzw. Lehrer für hunde wird dir das sagen

    Dazu gibt es Meinungen wie Sand am Meer! Während die einen sagen ein Hund hat nichts im Schlafzimmer verloren, sagen die anderen: Der Hund ist ein Rudeltier und sollte bei seinem "Rudel", also dem Menschen, schlafen.

    Zitat

    Desweiteren besteht die Gefahr, dass sich die Tierhaare langsam in der "Lunge" ansiedeln bzw. best. Atembeschwerden mit der Zeit auftreten. Von der Hygiene will ich gar nicht erst sprechen.

    Ich vermute jetzt mal, Du hast kein Hund, oder?! Ich habe mein ganzes Leben lang schon Hunde. Selbst neben meinem Kinderbett hat immer seligst ein Hund geschlafen... Bisher habe ich keinerlei Probleme mit Allergien. Meine ganze Familie nicht! Zur Hygiene: Das witzige ist: Durch meine Hund sauge ich täglich, spätestens alle zwei Tage. (Hab auch nur glatte Böden) Bei meinem Freund liegen teilweise 4 Wochen lang die Staubflocken auf dem Boden... Ich frag mich, was da hygienischer ist!

    Zitat

    Also ich hab auch einen Hund und ich hätte mich schon darauf nicht eingelassen! Das wär für meinen im Winter auch viiieeel zu kalt, da sie es ja nicht gewöhnt ist!

    Das ist ja auch mein nächstes Problem! Diese Vereinbarung haben wir erst seit dem Frühjahr! Ich zerbrech mir schon die ganze Zeit den Kopf, wie wir das im Winter regeln könnten! Da kann ich ihn auch unmöglich nur auf einer Decke draußen liegen lassen!

    Zitat

    Da hätte ich ihm gesagt, daß ich ihn dann nie (über Nacht) bei ihm zu Hause besuche! Und das würde ich auch durchziehen!

    Naja, das wäre eine Massnahme, die ich mir auch bereits überlegt habe. ich denke jetzt halt nur noch einen Schritt weiter: Irgendwann wollen wir vielleicht mal zusammenziehen und dann?!

    Zitat

    Am Anfang meiner Beziehung schlief der Hund auch noch mit im Schlafzimmer.

    Zwergine, entscheiden mußt Du. Ich würde mir das nicht bieten lassen - ich bin sogar noch viel viel extremer als Du. Ein Mann hätte bei mir keine Chance, wenn er nicht akzeptieren würde, dass meine Katzen bei mir im Bett schlafen.

    @Übeltäter

    Zitat

    Von der Hygiene will ich gar nicht erst sprechen.

    ich bin durchaus ein Fan von Sauberkeit - aber das ist in meinen Augen reichlich übertrieben. Dann kann ich ja gleich überall mit Desinfektionsmittel rumrennen und es versprühen (was für das Immunsystem viel viel schädlicher ist - denn es braucht ab und zu mal einen Sparringspartner).

    Zitat

    Desweiteren besteht die Gefahr, dass sich die Tierhaare langsam in der "Lunge" ansiedeln

    ich atme jetzt schon fast 40 Jahre nächtlich im Schlafzimmer rumfliegende Katzenhaare ein. Warum lebe ich noch ?


    Wenn ein Mann meine Haustiere nicht akzeptiert - auch wenn er es erst nach einer Weile sagt, wäre das für mich ein ganz klarer Trennungsgrund.

    Übrigens: Nur weil der Hund im Schlafzimmer schläft, heißt das nicht, dass er im Bett liegt!!!


    Mein Hund darf weder ins Bett noch auf die Couch!


    Und dank artgerechter Rohfütterung habe ich sowieso einen Vertreter, der extrem wenig haart!

    Ok aber Tiere im Schlafzimmer heißt ja nicht zwangsläufig Tiere im Bett!


    Und nur mal was ganz einfaches: Wenn ich im Winter nur das Wohnzimmer heize, bleibt die Tür zu. Ich kann ja den Hund nicht ins Wohnzimmer einsperren! Wenn er z.B. mal muß, dann höre ich ja nicht, wenn er sich bemerkbar macht.


    Aber auch ich würde für mein Tier eine Übernachtung außerhalb des Schlafzimmers finden und würde es auch tun, wenn es dem Partner lieber wäre!

    Zitat

    Ich befürchte, der Hund ist für Deinen Freund nur der Aufhänger für irgendwas, was in SEINEN Augen im Argen liegt. Dein Freund versucht sich gerade mit allen, ihm zur Verfügung stehenden Mitteln durchzusetzen und das hat sicher einen Grund. Und ich würde wetten, dass es nicht wirklich am Hund als solchen liegt ...

    Weiß ich nicht. Würde ich jetzt so aber nicht denken. Er sieht Tiere halt mit anderen Augen. Für ihn gehören sie raus, nicht in die Wohnung!


    Ich kann ihn schon irgendwie verstehen, da es mir z.B. mit Katzen so gehen würde. Meine Oma hat Katzen und ich finde es furchtbar, dass die überall raufspringen. Selbst in der Küche! Das wollte ich jetzt auch nicht! Ich wollte nicht, dass die Katze, die vorher im Garten rumgetigert ist, mir später über die Anrichte hüpft...

    Zitat

    mann kann doch im wohnzimmer usw. das tier sich austoben lassen, zusätzlich ist es auch schön, wenn man auch in einer mietwohnung einen kleinen garten zum toben und spielen hat für den hund

    Mein Hund soll sich in der wohnung sowieso nicht austoben! Gespielt und gearbeitet wird immer draußen! Die Wohnung ist der Ruhepol!

    Keine Angst

    ich hatte mein ganzes Leben Katzen und die haaren auch ganz schön. Trotzdem hatten sie im Schalfzimmer nichts zu suchen. Diese Tiere (Hunde, Katzen) haben die Eigenart nunmal ihre Nase überall "hineinzustecken". Des weiteren sitzen sie direkt auf ihren After und zwischen den Pfoten ist auch immer etwas. Dies hat im Schalfzimmer einfach nichts zu suchen. Fertig und aus.