@zwergine

    Ich ziehe meinen Hut!


    Das, was du da gestern gesagt und getan hast, gehört in jedes Lehrbuch für Partnerschaft.

    Zitat

    Ich betonte dann nocheinmal, dass es mich eben nur mit Hund gibt und dass er nicht von mir verlangen kann, dass ich mein Leben ihm zuliebe so abstimme, wie er es möchte! Er meinte dann, ob ich von allen erwarten würde, dass sie meinen Hund in ihrer Wohnung dulden würden. Ich sagte dann, nicht von allen, aber von meinem Partner und wenn der nicht gewillt ist, dann ist er nicht der Richtige für mich!

    Du hast das ausgeübt, was man "Begrenzungsmacht" nennt. Es ist eine der drei Machtformen in Beziehungen, aber eine, die auch sehr konstruktiv wirken kann. Und in deinem Fall wird das so sein. Es herrschen jetzt völlig klare Verhältnisse, eine Basis, auf der man über konkrete Lösungen sprechen kann und nicht jedes Mal wieder ans Eingemachte muss.


    Auch das:

    Zitat

    Worauf er meinte: Toller Grund um eine Beziehung zu beenden! Ich hatte sie ja nicht beendet, also fragte ich: Beendest Du die Beziehung hiermit?

    zeugt von deiner Entschlusskraft und Distanzierungsfähigkeit. "Du hast sie nicht beendet" Du hast nur deine Grenzen aufgezeigt. Beenden müsste er dann. Allerdings bist du mit all dem an die äußerste Grenze dessen gegangen, was einem Partner zuzumuten ist. Du hast auch ein Stück mit dem Feuer gespielt und du wirst jetzt auch deine Toleranz beweisen müssen, sonst entsteht eine Schieflage in den Machtverhältnissen eurer Beziehung. Aber das weißt du. Und jetzt ist es auch an der Zeit, liebevolle Dinge miteinander zu tun.


    Hochachtungsvolle Grüße


    :)^

    Zitat

    Es erscheint mir aber auch logisch, dass er Zeit zum Nachdenken braucht und möglicherweise auch noch brauchen wird. Vielleicht ist er einfach beim Grübeln eingeschlafen. Das würde ich jetzt nicht unbedingt "überbewerten".

    Nein, das bewerte ich auch nicht über! Ich fand es gut, dass er sich Gedanken macht und dass er Abstand brauchte! Mich hat auch nicht gestört, dass er auf der Couch geschlafen hat, sondern wie... Also mit dem Kopf am Hundekorb! ;-) Normalerweise sitzt er immer am anderen Ende!

    Zitat

    woher weiß Dein Freund jetzt schon, dass in Eurer gemeinsamen Wohnung Wohnzimmer und Küche nicht getrennt sein wird?

    Seine neue Wohnung wird so aus sehen. Er meinte dann, dass es aus dem Grund, dass er den Hund nicht in der Küche haben möchte, auch nicht möglich wäre, ihn ins Wohnzimmer zu lassen, da es ja praktisch ein Raum ist. Also rein optisch sieht man schon eine Trennung nur man kann halt keine Tür schließen.

    Zitat

    Ich wünsch Dir viel Kraft beim "Dich-nicht-verbiegen-lass" und viel Spass mit Deinem Hund (wie heißt er eigentlich?)

    Danke! Er heißt Tigger.

    Zitat

    Das, was du da gestern gesagt und getan hast, gehört in jedes Lehrbuch für Partnerschaft.

    Wow!!! Danke für die Blumen! Ich hätte doch studieren sollen! |-o

    Zitat

    Du hast das ausgeübt, was man "Begrenzungsmacht" nennt.

    Hab ich noch nie gehört.... Würde gerne mehr darüber erfahren! Seit ich in dem Forum hier fleißig mitlese habe ich schon einige interessante Dinge erfahren. Hast Du das aus einem Buch, oder bist Du beruflich in der Psyschologischen Ecke, oder einfach - wie ich auch - sehr interessiert an sollchen Dingen?! @:) Habe z.B. mal einen sehr langen Bericht über Kommunikation gelesen. Seitdem ist mir bewusst, wieso man überhaupt streitet und auf keinen Nenner kommt. Man ist ja ständig damit beschäftigt sich zu rechtfertigen, statt sich mit dem eigentlichen Problem auseinander zu setzen! Auf sachlicher Ebene!

    @zwergine

    Näheres über mich persönlich gibt’s nur als PN. Ein paar gute Buchtipps auch.


    Du möchtest mehr über Macht in der Partnerschaft wissen? Okay, ganz kurz.


    Dass Macht und Ebenbürtigkeit in den meisten Partnerschaften eine herausragende Rolle spielen, wird oft nicht ernst genug genommen.


    Die 3 Formen der Macht:


    Behinderungsmacht = immer destruktiv, dem Partner werden Verbote erteilt; er wird von Geld, Kommunikation und Einflussnahme (z.B. auf die Kinder) abgeschnitten. Es gibt aber auch viel subtilere Formen.


    Begrenzungsmacht = kann destruktiv sein, wenn die angestrebten Grenzen den anderen behindern. Auch dein Partner hat sie teilweise ausgeübt, aber er hat destruktive Formen gewählt, indem er immer wieder neue "Verbote" bzgl. des Hundes gefunden hat. Die haben dich dann behindert.


    Konstruktiv ist sie immer dann, wenn man sich mit dieser Machtausübung schützen will und muss, ohne den anderen zu behindern. ("Ich will nicht dass du Geld von meinem Sparbuch abhebst, ohne mich zu fragen" "Ich brauche Abends nach dem Dienst eine halbe Stunde nur für mich – dann bin ich auch wieder belastbar" usw.).


    Ermöglichungsmacht = Kann konstruktiv und destruktiv sein. "Ich möchte heute Nachmittag mit dir einen Stadtbummel machen, weil ich weiß, dass er dir gut täte. Und bitte keine Ausreden!" Kann sein, dass das sehr wichtig und gut für die Beziehung ist, diesen Stadtbummel zu machen. Kann sein, dass es gut für den Partner ist, weil der sonst im Haus versauert und den Dreh nicht kriegt. Kann aber auch sein, dass es für den Partner eine Belastung ist, weil der sich wirklich nicht dazu imstande sieht (aus welchen Gründen auch immer).


    Alles klar?


    Sorry für den Oberlehrerton. Aber vielleicht kannst du was damit anfangen. Wichtig ist eben, dass immer beide bei der Ausübung ihrer Machtmöglichkeiten auf Augenhöhe bleiben und die Wippe nie zu lange in eine Richtung ausschlägt.


    Wie gesagt, alles andere als PN


    Viel Glück beim Ausloten von Macht, Ebenbürtigkeit und Toleranz.

    Mag Dein Hund Senf?

    Nun, ich geb meinen einfach mal dazu.


    Auch wenn hier vielerorts nach anderen Hintergründen gesucht wird, die Dein Freund haben könnte, um den Hund als Vorwand für etwaige Probleme zu nehmen, denke ich, dass er tatsächlich ein Problem mit dem Hund hat, zumindest dahingehend, dass er ihn nicht überall in der Wohnung dulden möchte.


    Ob möglicherweise Deine aufwändige Freizeitgestaltung mit Hund dem Ganzen noch ein bisschen zusätzlichen Zunder gegeben hat, ist schon möglich oder gab vielleicht sogar den Ausschlag zu seinem Widerstand gegen den Hund.


    Trotzdem, denke ich, ist seine Toleranz dem Hund gegenüber unglich der Deinen. Punktum.


    Insofern werdet Ihr gezwungen sein, ein KLARE und gemeinsame Lösung für den Fall für Euch beide zu finden, der dann eintritt, wenn Ihr beide zukünftig doch irgendwann einmal zusammenziehen wolltet.


    Ich denke, Ihr solltet Euch zusammensetzen und beide feststellen, was für Euch grade noch durchgeht oder was bereits zuviel ist. Wenn das vom Partne nicht akzeptiert werden könnte, dann gebe ich Dir Recht, wäre ein Aufrechterhalten dieser Beziehung verlorene Zeit.


    Deshalb, je eher Ihr eine vernünftige Lösung findet, um so eher wird der Hund keine Belastung in Eurer Beziehung mehr darstellen. Nur, um irgendwelchen Streit in der Zukunft auszuschließen, solltet Ihr Euer letztendiges Protokoll vielleicht auch schriftlich festhalten und von beiden unterzeichnen.


    Schafft Ihr das nicht in absehbarer Zeit, würde Eure Beziehung wahrscheinlich sowieso über kurz oder lang abebben, da ein Dauerstreit um das immer gleiche Thema so sehr an der Psyche nagen würde, dass irgendwann die letzten Bände Eurer Beziehung von alleine sich lösen würden.


    Viel Glück!


    PS: Ich mag Hunde übrigens nicht, weshalb ich Deinen Freund - wie aber auch Dich - gut verstehen kann.

    Danke Oldie für Deine Ausführliche Beschreibung! Kam für mich jetzt auch nicht Oberlehrermässig rüber! :)^

    @Kokoskern

    Ich weiß nicht, ob Du es überlesen hast, oder ob ich jetzt gerade falsch verstehe, aber wir haben uns gestern zusammengesetzt und es hat jeder gesagt, was sein Optimum wäre und auch jeder, was er komplett ablehnt. Bei mir war es die reine Hof/Gartenhaltung, bei ihm das Schlafzimmer... Mit den Räumen dazwischen müssen wir uns jetzt eben etwas an den anderen annähern. Es ist ja auch nicht so, dass er Hund gar nicht mag. Ich glaube, dann hätte er mit mir wirklich schlechte Karten, oder ich mit ihm, je nachdem wie man es sieht! ;-)


    Heute abend fahr ich zu ihm. Natürlich mit Hund. Bin gespannt, was dabei rauskommt.

    hey

    herzlichen glückwunsch! scheint ja doch alles gut auszugehen! ich glaube dadurch, dass du ihm die pistole auf die brust gesetzt hast, hat er kalte füße bekommen wegen seinen forderungen und ihm wurde klar, dass er dich lieber mit hund nimmt, also gar nicht!

    @KuschelDom:

    sorry, hab gar nicht auf das geburtsdatum geschaut! :-) die betonung sollte nicht auf leider liegen, bin nämlich eigentlich sehr glücklich mit meinem schatz, ich fand nur deine frage so süß! ;-)


    so, ich kriech jetzt wieder ins bett, das hält grad mein kater warm während ich vorm pc sitze, bin nämlich krank und fühl mich schlecht, krieg antibiotikum! :-(


    liebe grüße

    Friederike123

    Zitat

    herzlichen glückwunsch! scheint ja doch alles gut auszugehen! ich glaube dadurch, dass du ihm die pistole auf die brust gesetzt hast, hat er kalte füße bekommen wegen seinen forderungen und ihm wurde klar, dass er dich lieber mit hund nimmt, also gar nicht!

    Ich finde genau das hat sie nicht gemacht, ihm "die Pistole auf die Brust gesetzt". Sie hat sich abgegrenzt. Das ist für mich ein eklatanter Unterschied. :-/

    ich mein damit jetzt nicht, dass sie ihn erpresst hat oder sonstiges, sondern sie hat ihm ganz klipp und klar ihre position klar gemacht, dadurch hat sie sich mit sicherheit abgegrenzt und ihm den ernst der lage klar gemacht!


    liebe grüße