Wir sind jetzt 1,5 Jahre zusammen. Im Frühjahr fing es an, dass ihn der Hund störte...


    Erinner mich jetzt daran, was Sydney schrieb, von wegen Eifersucht: Habe im Frühjhar meine erste Prüfung mit ihm bestanden. Folglich musste ich im Winter dafür hart trainieren. War also jedes Wochenende 8-10 Stunden mit dem Hund weg. Das hat ihn schon gestört! Nach der Prüfung wurde das zwar wieder weniger, aber ohne regelmässiges Training geht es natürlich nicht. Vielleicht passt ihm das ja tatsächlich nicht. Habe ihn zwar schon zig mal drauf angesprochen, aber er sagte immer, dass es ihn nicht stören würde...:-/

    Vielleicht hat er sich vorher nur einfach nicht getraut was zu sagen?! Ich weiß es nicht!


    Als wir anfnags zusammen kamen hab ich den Hund nicht mit zu ihm genommen, sondern ihn bei meinen Eltern gelassen, weil ich nicht wusste, ob er es möchte. Das ging meinen Eltern irgendwann auf den Senkel, weil sie nicht ständig auch noch meinen Hund haben wollten... Also hab ich ihm gefragt, ob er etwas dagegen hätte, wenn ich den Hund mitbringen würde. Nein, er hatte nichts dagegen und so lag der Hund immer neben dem Bett, bis eben dieses Jahr im Frühjahr...


    Wenn er aber bei mir war, war der Hund immer da...

    Zwergine

    Du wirst dieses Problem alleine nicht lösen können. Entweder ist Dein Freund an einer für beide Seiten zufriedenstellende Lösung oder nicht und diesen Eindruck habe ich nicht. Ich sehe es ähnlich wie Sydney. Welches Problem sollte er mit so einem unproblematischen Hund haben, vor allem, nachdem Du ihm sowieso entgegen gekommen bist und er nicht mehr im Schlafzimmer schläft. Er will Dich nicht verstehen. Das hat er gesagt. Er muss Dich auch nicht verstehen. Es wird sicher mehr Dinge geben, die er nicht unbeding nachvollziehen wird können. Was mir fehlt ist der Respekt, auch wenn er etwas nicht versteht. Die Antwort hast Du Dir auch selbst gegeben. Du schreibst, dass Du in keine Beziehung investieren wollen würdest, die langfristig zu keinem Zusammenziehen führt und so sehr sich auch so noch Kompromisse finden, wie den Hund halt 3-4 Stunden zu Hause lassen, wenn Du bei ihm bist, den Hund in ein Zimmer einsperren, wenn er da ist, so hat er doch seinerseits klar gestellt, dass in seiner Wohnung kein Platz für einen Hund ist, es sei denn in einem Behälter. Du schreibst, dass ja alles passen würde, außer dieser einen Sache. Ich habe den Eindruck, dass für Dich diese eine Sache, eigentlich eine Lappalie ist. Ist es für Dich wirklich soo eine Lappalie, dass er Dich nicht respektiert?

    Zitat

    Ich habe den Eindruck, dass für Dich diese eine Sache, eigentlich eine Lappalie ist. Ist es für Dich wirklich soo eine Lappalie, dass er Dich nicht respektiert?

    Hab ich jetzt ehrlich gesagt nicht verstanden?! Die Sache mit dem Hund ist für mich eben keine Lapalie, sonst würde ich mir ja keine Gedanken drum machen... Oder wie hast Du das jetzt gemeint?

    Oldie49

    Zitat

    Dich gibt es nur mit Hund. Und nach dieser unumstößlichen Tatsache (andere Frauen gibt es nur mit alten Eltern usw., das halte ich für viel schwieriger) muss um jeden Kompromiss von beiden Seiten zu gleichen Teilen gerungen werden. Man kann fast alles in Frage stellen, nur nicht die Tatsache, dass du einen Hund hast und dieser Hund für dich wichtig ist.

    Das sehe ich auch so. Ich z. B. habe zwei Katzen, meine Mutter, die älter werden wird und um die ich mich kümmern werde, einen Job, Interessen, usw. usw. Das ist es, was mich ausmacht und so lernt mich jemand kennen. Es würde absolut keine Rolle spielen, was ich "jemandem zu liebe" aufgeben sollte. Auf was hinauf? Eine Beziehung entsteht doch dadurch, weil beide so sind, wie sie sind und sie zusammen passen. Es gibt gar nichts, was ich aufgeben würde für jemanden. Ich bin durchaus bereit für Kompromisse, also dass ich gewisse Dinge, die ich mache, mit denen ich mich beschäftige mit meinem Partner abstimme, aber aufgeben?? Klares nein. :(v

    Übeltäter

    Zitat

    Du warst zwischendurch anscheinend ohne Katze, aber dann den Freund erpressen Katze oder ich, finde ich mies.

    Ich finde diese Einstellung absolut klar. Somit kommt es auch zu keiner Beziehung zwischen jemandem mit dieser Einstellung und eine Tierbesitzer. Jeder hat seine subjektiven Kriterien für eine Beziehung.


    Ich für mich kann allerdings keine Erpressung darin sehen, wenn ich jemandem mitteile, wie ich bin und was zu mir und meinem Leben gehört. :-/

    Zitat

    Dabei bleibe ich. Dann sollen solche extremen Tierliebhaber, die nur sich und das Tier sehen alleine bleiben.

    Das ist ja auch in Ordnung, wenn Du das so siehst. Für Dich ist das extreme Tierliebhaberei. Für mich z. B. Normalität. Für andere wieder etwas anderes.


    Mein Exfreund z. B. hatte angeblich auch eine Katzenallergie. Einen Allergienachweis, den ich selbstverständlich sehen wollte, hat er mir nie gezeigt. Bei ihm war es ganz normale Eifersucht und gar nicht die Tatsache der Katzenhaare, die sich leicht vermeiden lassen, wenn jemand seine Sachen ordentlich wegräumt. Es hat ihm ganz einfach nicht gepasst, dass nicht alles nach seiner Pfeife tanzte, dass zwei Menschen Dinge besprechen müssen, wenn sie Lösungen finden wollen. Auch ohne Katzen hätten wir uns niemals einigen können, wie ein Zusammenleben möglich gewesen wäre. Für mich kein Problem, da ich selbst sowieso nicht unbedingt mit meinem Partner zusammen ziehen will. Auch sonst hatte ich wegen der Katzen noch nie Probleme. Sie waren noch nie der Grund, warum eine Partnerschaft nicht funktioniert hat. :-/

    Zitat

    aber mir ist irgendwie das Wohl meines Hundes wichtiger!

    Dieser Satz, wenn auch ein Nebensatz, ist in meinen Augen ein Schlüsselsatz. Das, was du hier verbal ausdrückst, das denkst du auch und das strahlst du auch aus.


    Ich habe den Eindruck, dein Freund spürt das, und bei euch ist der schönste Machtkampf entstanden. Jeder von euch denkt: "Wenn sie/er mich liebt, muss sie/er auf mich zugehen." So kommt man in der Tat nicht weiter.


    Im Gegensatz zu den vielen Tierliebhabern, die sich hier zu Wort gemeldet haben, komme ich z.B. auch mit Tieren in der Wohnung überhaupt nicht klar. Das ist nicht mein Ding. Und ich glaube nicht, dass mich ein Mann so faszinieren könnte, dass ich dafür sein Haustier in Kauf nehmen könnte...


    Wäre es für euch eine Möglichkeit, auf Dauer getrennte Wohnungen zu haben? Niemand sagt, dass man als - auch langjähriges - Paar unbedingt zusammen wohnen muss...

    Naja, wenn Du Tiere nicht magst, dann würdest Du auch sicher nicht 1,5 Jahre mit jemand zusammen sein, der Tiere hat (Hab ja nicht nur den Hund sondern auch noch Pferde...). Zumal er mich ja so kennengelernt hat! Bei unserem allerersten zufälligen Treffen hatte ich meinen Hund dabei! Er war damals so fasziniert von dem Tier, dass er sogar ein Stück mit ihm laufen wollte! Es ist ja nicht so, dass er Tiere generell nicht mag. Mit so jemand könnte ich überhaupt nicht! Bei meinen Pferden hilft er mir z.B. auch sehr oft!

    Zitat

    Wäre es für euch eine Möglichkeit, auf Dauer getrennte Wohnungen zu haben? Niemand sagt, dass man als - auch langjähriges - Paar unbedingt zusammen wohnen muss...

    Zur Zeit wohnen wir ja getrennt. Eine Lösung auf Dauer ist das für mich aber nicht. Ich möchte schon irgendwann mit ihm zusammen wohnen. Vielleicht noch nicht im nächsten Jahr, aber irgendwann schon! Getrennte Wohnungen auf Dauer könnte ich mirnicht vorstellen, er übrigens auch nicht....

    Zitat

    Ich habe den Eindruck, dein Freund spürt das, und bei euch ist der schönste Machtkampf entstanden. Jeder von euch denkt: "Wenn sie/er mich liebt, muss sie/er auf mich zugehen."

    Als Machtkampf habe ich es bisher noch gar nicht gesehen... Eben, weil ich ja schon bereit bin in gewissen Dingen auch auf ihn zuzugehen... Er weiß aber auch, dass der hund/die Pferde in gewissen Dingen über ihm stehen! Wenn es um Urlaub geht z.b. dann muss ich vorher abklären, ob jemand da ist, der tiere versorgt, sonst kann ich nicht weg! In gweissen dingen sind meine Tiere auf mich angewiesen und da kann es meinem Freund noch so "schlecht" oder sonst was gehen, dann muss ich nachhause um zu füttern o.ä..... Da kann er nicht verlangen: Wenn Du mich lieben würdest, würdest Du jetzt hier bleiben! Ich sag ja auch nicht: Wenn Du mich lieben würdest, würdest Du weniger arbeiten etc...

    Für mich wäre es auch

    ein gewisses Problem, wenn meine Freundin einen Hund hätte. Und ich würde definitiv verlangen, daß dieser nicht im Schlafzimmer nächtigt, der Rest wäre mir prinzipiell egal. Aber das geht schon deshalb nicht, da ich Katzennarr bin und meine Miez keine Hunde gewöhnt ist.


    Dafür hab ich meine Freundin zur Katzenliebe gebracht ;-)


    vg TW

    Schwimmerin

    Zitat

    Dieser Satz, wenn auch ein Nebensatz, ist in meinen Augen ein Schlüsselsatz. Das, was du hier verbal ausdrückst, das denkst du auch und das strahlst du auch aus.

    Ich finde es in einer gewissen Weise absolut logisch, wobei ich es für mich nicht als "wichtiger" bezeichnen würde, es aber der Partner durchaus so auffassen könnte. Ist eines meiner Katzen z. B. krank, dann unternehme ich etwas, sofort und natürlich wird alles abgeblasen. Ist mein Partner krank, hängt es davon ab, was es ist, denn er ist selbstverantwortlich und kann sehr gut alleine zum Arzt gehen, sofern es nicht etwas Gröberes ist. Genau das ist aber für mich auch der unterschied zwischen ein Partner und meinen Katzen. Für sie habe ich die Verantwortung, für ihn nicht. Er ist für sich selbst verantwortlich. Das kann durchaus zur Eifersucht führen, wenn jemand gerne umsorgt werden würde, was ich eben bei Menschen sehr bedingt tue. Ich erlaube mir mein Helfersyndrom an meinen Katzen zu praktizieren. ;-D Einen Mann mit "kätzischen" Eigenschaften würde ich auf den Mond schießen.;-D;-D

    Vielleicht erscheint es dir nicht wie ein Machtkampf, weil du dich "im Recht" fühlst?


    Tja, irgendwie kann ich deinen inneren Konflikt gerade gut nachfühlen, und auch das Gefühl, dass es eigentlich keine Lösung gibt, mit der beide gut und zufrieden leben können...


    Da dein Freund ja doch eine geraume Zeit deine Tiere akzeptiert hat, stellt sich mir die Frage, ob sich an seinem Gefühlsleben in der vergangenen Zeit etwas geändert hat. Vielleicht hat er ganz andere Gründe, mit eurer Beziehung unzufrieden zu sein und lebt diese Unzufriedenheit über das "Thema Tier" aus. So etwas kann bewusst oder auch unbewusst passieren...