Beziehung ist nahezu urplötzlich gekippt

    Hallo.


    Ich schreibe unter einem Alias-Namen, damit gewisse Dinge nicht durch ältere Beiträge von mir verfälscht werden und da es gewisse User gibt, die eine vorgefertigte Meinung von mir haben, die hier aber keine Rolle spielen soll. Ich wünsche mir einen "objektiven" Austausch. Nein, eigentlich wünsche ich mir Hilfe. Das Thema schmerzt mich derzeit so sehr, dass es sein kann, dass ich manchmal (falls denn ein Austausch zustande kommt) ein, zwei Tage nicht antworten werde, da ich Ruhephasen brauche.


    Es geht um Folgendes: Ich bin in gewisser Hinsicht leicht bipolar. Stimmungsschwankungen sind mir nicht fremd und ich habe Jahre und zwei Therapien gebraucht, um einen gesunden Umgang mit mir selbst zu finden. Nun bin ich Anfang 30, beruflich absolut angekommen, habe Routinen im Alltag, eine schöne Wohnung und einen beständigen Freundeskreis. Insgesamt würde ich mein Leben als ordentlich und lebenswert bezeichnen.


    Vor etwa 1,5 Jahren kam es zu einer sehr schwierigen Trennung, die ich vollziehen musste, da er sich nicht mehr sicher war. Er verweigerte damals aber jede Entscheidung, sodass ich sie treffen musste, obwohl ich die Beziehung eigentlich fortführen wollte. Diese Trennung hat sehr viel zu meiner momentan eigentlich stabilen Gesundheit beigetragen, weil ich viel über mich lernte und mein Leben ins Gesunde drehte.


    Mitten hinein in diese Phase der Gesundheit trat ein Mann. Er war anders, als ich mir immer meinen Partner vorstellte (er ist sehr extrovertiert und selbstbewusst, ein Alphamännchen nach vorne hin), aber wir harmonierten sehr. Er zeigte mir auch seine ganz andere Seite, das Ruhige, Zweifelnde, mit der ich umzugehen wusste. Er machte schnell Nägel mit Köpfen, sprach über das Zusammenziehen und wir vereinbarten, dass wir nach etwa einem Jahr diesbezüglich Entscheidungen treffen würden. Wir führten eine Wochenendbeziehung, die von großer Zuneigung und Innigkeit geprägt war. Ich muss dazu sagen, dass uns über 20 Jahre trennten, was für mich aber nicht ungewöhnlich oder hinderlich war.


    Ich lernte konstruktives Streiten, das Beharren auf meine Bedürfnisse und viele weitere "Skills". Ja, ich kann es nicht anders sagen: Wir liebten einander und ich könnte kaum sagen, wer den anderen mehr liebte. Es war alles gut. Ich fühlte mich zum ersten Mal in meinem Leben sicher gebunden, fasste tiefes Vertrauen, ließ mich ein Stück für Stück. Bei ihm im Haus am Wochenende putzte ich mein Gefieder, wurde ruhig, hatte kein Gedankenkreisen mehr, war fröhlich, gefestigt und hatte keine Stimmungsschwankungen. Es kam halt alles Gute zusammen, mein Genesungswunsch und dann diese äußere Chance, einen tollen Mann getroffen zu haben.


    Dann stellte er fest, dass das noch nicht alles gewesen sein konnte. Vielleicht ist es eine Midlife Crisis, keine Ahnung. Seine Eltern und sein bester Freund starben kurz bevor wir uns kennenlernten. Gemeinsam pflegten wir seinen sterbenden Cousin. Und plötzlich fing er an mit "Was, wenn ich bald sterbe? Ich will noch was erleben."


    Er kündigte seinen Job (was finanziell absolut möglich war, er ist wohlhabend) und plante eine Auszeit in einem südlichen, europäischen Land. Ich unterstützte ihn bei allem, hatte da aber auch schon Angst um uns. Das thematisierte ich sachlich und ohne Vorwurf,...eher zögerlich-ängstlich. Er sagte, dass er auf keinen Menschen Rücksicht nehmen würde, außer auf mich. Er ist insgesamt ein Hardliner, nicht kompromissbereit und sehr konsequent. Er sagte, an unserer Abmachung, dass wir uns in einem Jahr zusammensetzen würden und über ein Zusammenziehen reden würden, habe sich nichts geändert.


    Und so zog er dann für zwei Monate gen Süden. Mittlerweile sprach er immer häufiger davon, dass er sich dort selbstständig machen wolle. Mich packte die blanke Angst, ich thematisierte sie aber nur am Rande und sehr vorsichtig. Er hörte es immer weniger, seine Pläne verfestigten sich. Ich formulierte dann Kompromisse...dass ich bereit sei (und das bin ich auch!), dass er die Winter dort verbringt und wir den Sommer gemeinsam im Haus leben. Den Kinderwunsch begruben wir gemeinsam, denn auch ich will keine Kinder haben. Anfangs sah es so aus, als würden wir einen Weg finden, aber meine Angst blieb. Er stürzte sich immer mehr in diese Idee, sein Leben aufzusplitten und dann begann das Ende...


    Als ich ihn dort besuchte, sagte er plötzlich, er käme doch noch nicht nach zwei Monaten heim. Er könne nicht mehr versprechen wie es weitergehe. Er habe keine Ahnung, wie seine Pläne sich entwickeln würden. Ich bemerkte große Stimmungsschwankungen bei ihm, die mich wunderten: War er teilweise nahezu depressiv, konnte er zwei Stunden später schon wieder euphorisch Geschäftsideen schmieden.


    Das Ende vom Lied war, dass ich seine Planlosigkeit nicht mehr ertrug. Ich verließ ihn, denn ich geriet in pathologisches Kreisen, das ich von früher kannte...absolutes Chaos im Kopf, tiefe Verzweiflung abwechselnd mit absoluter Gewissheit, dass wir das schon schaffen. Ich sagte ihm, dass ich ins Hotel gehen würde, ich könne nicht mehr. Er fiel aus allen Wolken, weinte, beteuerte seine Liebe - wich aber nicht von seinen Plänen ab. Er liebe mich, biete Treue, aber Versprechungen wolle er mir keine machen. Alles, was er sagte, widersprach sich.


    Ich blieb dann doch bei ihm, wobei wir zwei Tage umeinander herumschlichen, beide weinten, noch Sex hatten. Es war völlig kurios. Auf dem Weg zum Flughafen einigten wir uns darauf, dass wir diese schöne Beziehung nicht wegwerfen und eine Lösung suchen wollen.


    Er schrieb mir in den Tagen darauf, als sei nichts gewesen. Ich rief ihn an und sagte, dass ich irgendeine Form der Gewissheit bräuchte, weil mein Kreisen überhand nahm. Er sagte, ich solle ihn nicht in Bedrängnis bringen. Er wolle das alles nicht mehr, er wolle frei sein. Ich bat ihn dann, konsequent zu sein und die Beziehung zu beenden, was er ebenfalls ablehnte. Er bat mich um Freundschaft, ich lehnte ab und er sagte, dass er sich eigentlich auch etwas anderes wünsche. Ich bat um eine Kontaktpause, er stimmte zu, wobei er mir am Schluss "Alles Gute und ein schönes Leben" wünschte - nicht gehässig, sondern ruhig und aufrichtig. Das wiederum verunsicherte mich zutiefst. Ich bat ihn dann heute darum, dass wir nach seiner Rückkehr noch ein Gespräch führen, weil es einfach so zu unklar. Er stimmte mir in einer deutlich unterkühlten Nachricht zu und sagte, er werde sich nach seiner Rückkehr (die jetzt doch am geplanten Termin stattfindet) bei mir melden. Er beendete die Nachricht mit "Gruß, Name".


    Nun gut. Ich akzeptiere. Ich versuche meinem Gehirn klar zu machen, dass es das war, aber mein Gehirn rafft es nicht. Das Kreisen quält mich so sehr, dass ich seit einer Woche wieder ein Neuroleptikum nehme. Ich weiss nicht, wo oben und unten ist. Heute erhoffte ich mir Ruhe, indem ich ihn um dieses Gespräch in ein paar Wochen bat. Er stimmte zu und ein Teil war erleichtert...


    Doch dann schrieb er, was er heute unternehmen würde, dass Freunde bei ihm seien, das Wetter toll sei....und dass er mir eine tolle Zeit wünsche. Was soll das? Was?


    Ich weiß, dass ihr mir raten werdet, es durchzuziehen. Und ich werde es durchziehen...keinen Kontakt mehr bis zur letzten Aussprache, mein Abschiednehmen geht weiter, ich lebe weiter....aber...


    Ich kann das alles nicht fassen. Mein Gehirn und meine Seele raffen es nicht.

  • 41 Antworten

    Das schreit alles nach Beziehungsangst bzw. der Angst vor Nähe. Und nach massiver Unsicherheit von seiner Seite aus. Solange es eine Fernbeziehung war war alles klar - das ist wenig bedrohlich. Und kaum geht es näher zusammen bricht er aus, schmeißt seinen Job, zieht weit weg - und macht Zukunftspläne ohne dich.


    Diese Schicksalsschläge die er zu verkraften hat machen die Unsicherheit wohl noch schlimmer.


    Und das Verhalten jetzt am Schluss - er will nicht mehr. Das ist schade, aber diese ganzen Unsicherheiten muss er für sich klären, da kannst du nicht helfen.

    Für mich ist so schwierig, dass er keine Trennung wollte. Diese Ambivalenz. Seine Verzweiflung.


    Mies finde ich, dass er mir bei dem Telefonat vorwarf, ich hätte durch die Trennung alles zerstört. Er habe sich doch immer auf mich verlassen. Das empfand ich als ironisch....denn wer war unbeständig geworden? Er war es doch...ER hat doch plötzlich alles weggeschoben.

    Nimue, danke für deinen Beitrag. Ich verstehe nur eines nicht: ER hatte die ganzen Pläne mit mir gemacht. ICH war vorsichtig und zögerlich. Er wollte ultimative Nähe. Er wollte mich öfter sehen.


    Als ich mich trennte, war er völlig aus der Fassung.

    Und als du auf seinen Nähewunsch eingegangen bist ist er zurückgewichen und konnte/wollte dann doch nicht mehr. :-|


    Er wollte Freundschaft, er wollte sich nicht festlegen. So blieb dir - wenn du Rückgrat haben willst - nur eine Entscheidung, die der Trennung. Dir das vorzuwerfen ist kindisch und unreif.

    Ich will jetzt nicht dauernd in die Position rutschen, ihn zu verteidigen, oder es mir schönzureden, aber wahrscheinlich tue ich genau das (eben aus der Verzweiflung heraus)...


    Das mit der Freundschaft wirkte nicht überzeugt. Er sagte "Wenn wir das eine nicht schaffen, weil du Sicherheit brauchst, die ich dir gerade nicht geben kann, dann müssen wir Freundschaft probieren."


    Die große, große Schwierigkeit ist, dass ich als latent bipolare Frau mit dieser Ambivalenz null umgehen kann. Null. Keiner kann das gut - ich aber besonders nicht.


    Das Kreisen hat mich in Beschlag genommen, und es wird nicht besser, wenn er mir so widersprüchlich schreibt. Ich wollte Ruhe im Herzen...die hatte ich in den Monaten mit ihm. Mein Herz kam völlig zur Ruhe, alles Pech wich meinem Gefieder, Stabilität entwickelte sich in mir.


    Dann das. Was für ein scheiss Timing. Was für ein scheiss Unglück.

    Wieso empfindest du es als urplötzlich? So wie du eure Geschichte beschreibst, war doch absehbar, dass sich etwas ändern wird. Wahrscheinlich überrascht dich nur die Richtung?!

    Zitat

    Und plötzlich fing er an mit "Was, wenn ich bald sterbe? Ich will noch was erleben."

    Du beschreibst ihn als jemanden der Nägel mit Köpfen macht, da ist es wenig überraschend, dass er das schnell umsetzt.

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    dass er die Winter dort verbringt und wir den Sommer gemeinsam im Haus leben.

    Was heisst das? Bis auf 4 Wochen eine Fernbeziehung? Oder wolltest du zu ihm ziehen?




    Das hin und her am Ende, nunja, selten laufen Trennungen von Beziehungen am Ende harmonisch ab. Ambilvalente Gefühle, ein Wechsel zwischen Liebesbeteuerungen und nüchternen Abschiedsfloskeln sollte man da nicht überinterpretieren.


    Das kann natürlich auch wahnsinnig viel bedeuten, aber das lässt sich auf Anhieb schwer sagen. Vielleicht hilft dir die Reflexion hier dabei, das aufzubröseln.

    Ob es überzeugt gewirkt hat oder nicht, ist egal. Er wollte dich zu einer Freundschaft überreden und das heißt, er will keine feste Beziehung mehr. Das ist hart und das tut weh, aber so ist es. Hätte er das nicht gewollt, hätte er das nicht vorgeschlagen. Es klingt als hätte er gerne gehabt dass du gewissermaßen erhalten bleibst - aber Beziehung hat er ausgeschlossen.

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    Die große, große Schwierigkeit ist, dass ich als latent bipolare Frau mit dieser Ambivalenz null umgehen kann. Null. Keiner kann das gut - ich aber besonders nicht.

    Ich denke, ein bisschen Ambivalenz bringt jeder Mensch mit. Allerdings ist das was du beschreibst zu viel für dich (wäre es auch für mich). Da wäre sicher ein stabiler Mann besser, der weiß, was er will.


    Du kannst ihm da nicht helfen, er hat sich entschieden. :)_

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    Ich wollte Ruhe im Herzen...die hatte ich in den Monaten mit ihm. Mein Herz kam völlig zur Ruhe, alles Pech wich meinem Gefieder, Stabilität entwickelte sich in mir.

    Das halte ich für einen Fehler - Stabilität und Ruhe musst du in dir finden, nicht in einer Beziehung. Natürlich kann eine Beziehung diese Stabilität wieder ins Wanken bringen - aber entstehen muss sie in dir.

    Zitat

    Er fiel aus allen Wolken, weinte, beteuerte seine Liebe - wich aber nicht von seinen Plänen ab. Er liebe mich, biete Treue, aber Versprechungen wolle er mir keine machen. Alles, was er sagte, widersprach sich.

    Kannst du mal Beispiele für seine Widersprüchlichkeit nennen? Du verlässt ihn (plötzlich?) und er ist traurig, weil er dich liebt, will aber an seinen Plänen festhalten. Daran erkenne ich erstmal keinen Widerspruch.

    Ja, wir hatten die lose Planung, dass ich zu ihm ins Haus ziehe (es ist nah an meinem jetzigen Wohnort). Ich hätte meine Freundschaften und meine Arbeitsstelle behalten. Die Abmachung war in Bezug auf das Ausland, dass er den Sommer immer hier verbingen würde (genauer gesagt mindestens 6 Monate). Ein komplettes Auswandern hatte er nicht vor. Nur wurden nach und nach die Aussagen immer vager...


    Ja, er ist ein Mann, der Nägel mit Köpfen macht.


    Dennoch haben alle irritiert auf ihn reagiert. Seine Geschwister und seine Freunde haben ihn mahnend angesprochen (ohne dass ich sie darum gebeten hätte, ich war da außen vor!), sie sagten, er verrenne sich. Er bestätigte das sogar teilweise...auch mir gegenüber. In depressiven Phasen, während ich bei ihm war, lag er in der Finka und stand nicht mehr auf, hatte Erektionsprobleme und Albträume. Dann kam die Euphorie für ein paar Stunden, er war wieder der Hardliner, warf Phrasen a la "Einsamkeit ist der Preis meiner Freiheit" um sich und ließ uns alle quasi sprachlos im Raum stehen.


    Das Problem ist: Ich weiss, dass er gerade leidet. Er versteht sich selbst nicht. Er hadert mit sich, auch was uns betrifft. Er will mich nicht verlieren, aber er nimmt es billigend in Kauf.


    Wie man es dreht und wendet: Ich soll, muss es durchziehen, ihn loslassen und dieses eine letzte Gespräch in 3 Wochen klärend führen, damit mein Gehirn es wirklich rafft. Ich will nicht mehr hoffen....


    Weinen wäre wohl gut. Kann ich nicht. Meine beste Freundin sagt, dass sie sich Sorgen macht, weil ich alle Gefühle ausstelle, dafür aber in grauenvolles Gedankenkreisen alle Kraft investiere. Ich esse nicht mehr, die Periode bleibt aus.

    In solchen Situationen neigt man oft dazu, die Ansagen zu übersehen und den anderen zu entschuldigen. Ja, es mag sein dass das Auswandern ein großer Traum von ihm war. Ich bin sicher, die Trennung fällt ihm nicht leicht. Dennoch - er zieht diese (örtliche) Trennung durch und möchte eine Freundschaft mit dir. Somit entscheidet er sich fürs Auswandern und gegen dich.


    Und dieses "Hardliner-Sein" finde ich so unsympathisch, starrköpfig und engstirnig. Aber hier sagt er es doch ganz klar:

    Zitat

    "Einsamkeit ist der Preis meiner Freiheit"

    Er ist lieber ohne dich als "eingesperrt".

    Nimue, du hast vollkommen Recht. Das muss aus einem selbst erwachsen! Auf diesem Weg war ich ja bereits bevor ich ihn kennen lernte. Viele Monate war ich ausgeglichen und stabil, auch fröhlich. Dass er dann kam, kam einfach noch als "Plus" hinzu, in seinem Haus konnte ich "weiter an mir arbeiten." Insgesamt war es einfach eine verdammt gute Kombination aus "eigenem Genesen" und "äußeren, guten Umständen".


    Gato:

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    Er fiel aus allen Wolken, weinte, beteuerte seine Liebe - wich aber nicht von seinen Plänen ab. Er liebe mich, biete Treue, aber Versprechungen wolle er mir keine machen. Alles, was er sagte, widersprach sich.

    Kannst du mal Beispiele für seine Widersprüchlichkeit nennen? Du verlässt ihn (plötzlich?) und er ist traurig, weil er dich liebt, will aber an seinen Plänen festhalten. Daran erkenne ich erstmal keinen Widerspruch.

    Der Widerspruch war, dass er knallhart sagte, er gehe keine Kompromisse ein. Als ich mich trennte, sagte er, dass er das sinnvoll für mich fände. Traurig für ihn, aber richtig für mich. Wir sprachen ruhig und fair miteinander.


    Aber er wollte nicht, dass ich ins Hotel gehe. Er fiel in ein Loch, stand völlig neben sich. Alle Souveränität dahin. Er wollte mich dauernd anfassen, meine Hand halten. Er wurde eifersüchtig, als ich telefonierte (sowas gabs zwischen uns früher nie, wir vertrauten einander völlig ohne Zweifel, diese Eifersucht war mir völlig unbekannt). Und ich finde es auch widersprüchlich zu sagen "Wenn wir das eine nicht schaffen, dann lass uns doch Freundschaft probieren". Ich kann schon verstehen, was du meinst. Man kann eine Beziehung beenden wollen und trotzdem unglücklich darüber sein...ja, stimmt. Aber er hat die Beziehung nicht beendet, nicht klar, er hat es mir wortwörtlich verweigert zu sagen, dass es nun aus sei.

    @ hallo Alias @:)

    manchmal reicht die Liebe einfach nicht. Du willst Verbindlichkeit, einen sicheren Alltag, ein planbares Leben und er will Freiheit, das Recht neuen Pläne zu machen und sie wieder zu verwerfen um sich dann doch wieder (zumindest gedanklich) was Neuem zuzuwenden.

    Zitat

    ...Er könne nicht mehr versprechen wie es weitergehe. Er habe keine Ahnung, wie seine Pläne sich entwickeln würden.

    Das ist seine Position. In Bezug auf eure Beziehung und gemeinsamen Alltag kann und will er sich nicht festlegen.

    Zitat

    Ich rief ihn an und sagte, dass ich irgendeine Form der Gewissheit bräuchte, weil mein Kreisen überhand nahm.

    Mit deiner Forderung nach Gewissheit, hast du ihm wissentlich die Pistole auf die Brust gesetzt. Für ihn gibt es keinen Grund sich von dir zu trennen, denn anscheinend hat er für seine Gefühle bei dir ein "Zuhause" gefunden. Solange du seinen Freiheitsdrang nicht beschnitten hast, ging es ihm gut.


    Und als er dann weiter auf seiner Position beharrte, hast dann DU die Trennung ausgesprochen. Anscheinend war dir GEWISSHEIT wichtiger, als eine Liebesbeziehung nur im Jetzt und ohne konkrete Zukunftspläne.


    Ich finde euer beider Positionen verständlich. Nur sie passen halt nicht zusammen. Das tut mir insbesondere für dich sehr leid. Denn Trennungsschmerzen so grausam.


    Kannst du dich auf dich und deine Gesundheit und deine Zukunft ohne ihn konzentrieren? Gibt es Menschen die dir in dieser schweren Zeit zur Seite stehen?


    :)* :)* :)*