Beziehung mit Arbeitskollegen

    Hallo zusammen.


    Ich habe vor einem halben Jahr einen Kollegen kennengelernt und ich hab mich quasi direkt in ihn verknallt. Haben dann öfter etwas zusammen nach Feierabend unternommen, auch mit mehreren Kollegen.


    Dann habe ich ihn mal zu mir eingeladen. Wir haben erzählt, gekocht und dann einen Film geschaut. Plötzlich zieht mich zu sich und nimmt mich in den Arm. Mehr ist nicht passiert. Zwei Tage danach waren wir im Kino und irgendwann hat er meine Hand genommen. Auch wieder nicht mehr passiert, als eine lange Umarmung zum Abschied. Dann war ich bei ihm. Wir haben gekocht, etwas gespielt und auch wieder Film geschaut. Er hat mich wieder zu sich gezogen. Naja...irgendwann haben wir uns geküsst. Ich habe auch bei ihm übernachtet, aber wir haben nicht miteinander geschlafen. Haben uns dann alle zwei Tage gesehen, aber nicht mehr gemacht als bei ihm miteinander rumzumachen. Er hat mich dann auch gefragt, ob ich mit ihm und seinen Freunden zum EM-Spiel möchte. Da war es dann irgendwie komisch. Hab mich etwas links liegen gelassen gefühlt. Keine Berührung. Habe dann wieder bei ihm übernachtet und es ging ganz schön heiß her - haben aber nicht miteinander geschlafen.


    Habe gefragt, was das zwischen uns ist. Er meinte, er weiß nicht genau. Es würde alles ziemlich schnell gehen. Er wäre auch nur fast wieder bereit für eine Beziehung. Und er habe wegen berufsbegleitendem Studium so wenig Zeit und würde sehr hinterher hängen. Wir haben uns vor dem allem irgendwie besser verstanden. Er war immer so aufmerksam. Ist er immer noch, aber ich habe nicht das Gefühl, dass er wirklich verliebt in mich ist.


    Kann daraus überhaupt etwas werden und ich soll Rücksicht auf seine Situation nehmen. Bin ich "paranoid" was schlechte Zeichen angeht?! Oder renne ich mich ins Unglück?

  • 20 Antworten
    Zitat

    Bin ich "paranoid" was schlechte Zeichen angeht?! Oder renne ich mich ins Unglück?

    Warum glaubst du, dass du ins Unglück rennst? Und glaubst du, dass dieses Unglück dann wie eine Lawine über dich wegrollt und du keine Chance hast, das zu überleben? Woher stammt diese Angst? Sie war vielleicht mal irgendwann sinnvoll, aber im Zusammenhang mit dem Kennenlernen dieses Mannes scheint sie mir überflüssig.


    Denn du selber hast doch alles in der Hand. Du selber kannst dann, wenn du spürst, dass du unglücklich wirst und diese Beziehung dir nicht gut tut, die Notbremse ziehen. Niemand bestimmt über dich, weder die Liebe, noch die Hormone, noch dieser Mann. Du selber kannst jetzt und jederzeit bestimmen, wann es noch gut für dich ist - und wann nicht. Ich nenne dieses Gefühl "Bewältigungsgewissheit". Wenn ich also die Gewissheit habe, dass ich mit den Herausforderungen, die das Leben an mich stellen wird, so umgehen kann, dass ich keinen Schaden dabei erleide, dann habe ich diese "Bewältigungsgewissheit" und dann kann ich auch etwas wagen, auch wenn alte Ängste dagegen stehen. Diese Ängste hatten mal einen Sinn in dem Kontext, in dem sie entstanden waren. Aber jetzt nicht mehr.


    Das, was du schilderst, scheint dir bis jetzt gut zu tun – bis auf seinen Umgang mit dir in seinem Freundeskreis. Und das kann man ansprechen. Achte also darauf, was dir gut tut und achte vor allem darauf, wenn dir etwas nicht gut tut.


    Dann kann dir nichts Schlimmes passieren und es wird vielleicht eine schöne Beziehung.

    Zitat

    Habe gefragt, was das zwischen uns ist. Er meinte, er weiß nicht genau.

    Hm, schlechtes Zeichen, leider. Hatte ich auch mal, und in seinem Freundeskreis das Gefühl, dass er plötzlich sehr weit weg ist.


    Nach gut zwei Jahren habe ich mich schließlich getrennt, weil ich mich bei meinem Partner gerne zu Hause fühlen möchte, egal wer dabei ist. Bei ihm war es immer so, als ob ich innerlich nicht an seine Seite dürfte...


    LG

    Ich habe gestern mit ihm geredet. Er sagte, dass er sich seiner Gefühle nicht sicher sei. Die seien sehr sprunghaft. Er wüsste nicht, ob ich nur eine gute Freundin bin oder ob er eine Beziehung möchte. Und deshalb würde es ihm zu schnell gehen. Er hat aber auch dazu gesagt, dass die Wahrscheinlichkeit steigt, dass er es beenet, je länger er sich Zeit lässt.


    Warum zieht er mich dann an sich, wenn wir TV schauen?! Mittlerweile ist noch viel mehr zwischen uns passiert. Ich habe auch bei ihm übernachtet.


    Ich habe ihm gesagt, dass ich nur Dinge tun kann, die meinen Gefühlen entsprechen. Er meinte dann, das er sich da bei sich nicht so sicher ist.


    Ich kann mir auf jeden Fall eine Beziehung mit ihm vorstellen, ich will sogar eine mit ihm. Ich weiß nun nicht, was ich tun soll.


    Ihn gehen lassen? Um ihn kämpfen?

    Zitat

    Um ihn kämpfen?

    Man kann nicht um die Gefühle einer anderen Person kämpfen.


    Es klingt nicht danach, dass er in Dich verliebt ist bei all dem Rumgeeier. Vor allem, dass es ihm unangenehm ist, vor seinen Freunden zu Dir zu stehen. Wären da tiefere Gefühle für Dich, könnte er nicht genug stolz sein und Dich gerade vor seinen Freunden "präsentieren".


    Mein Eindruck: Er nimmt jetzt mit, was er körperlich bekommen kann, aber Liebe bzw. erste Verliebtheit sieht anders aus. Ich würde mich von dem Gedanken verabschieden, mit ihm eine Beziehung zu führen und Abstand suchen, bevor es bei Dir noch mehr emotionale Scherben gibt.

    Zitat

    Er wäre auch nur fast wieder bereit für eine Beziehung.

    Zitat

    Habe gefragt, was das zwischen uns ist. Er meinte, er weiß nicht genau.

    Es tut mir leid, dir das so sagen zu müssen, aber das ist das typische Gefasel von Männern, die keine Beziehung mit dir wollen. Was aber nicht heißen soll, dass da nichts geht. Es ist nur so...


    ...Im Grunde hast Du alles falsch gemacht. Eine alte Regel lautet: Der Mann verführt, die Frau bindet. Die Einladung zum Filmgucken hätte von ihm kommen müssen. Deine Aufgabe wäre es dann gewesen, im Anschluss, während ihr euch zwanglos weiter trefft, nach außen und innen für den Eindruck zu sorgen, ihr wäret ein Paar. Subtile Andeutungen, einhaken in der Öffentlichkeit, "wir" statt "ich" benutzen. All die kleinen Dinge, das sind Bindungsaktionen.


    Dass er (wie die meisten Männer) ein ungutes Gefühl dabei hat, wenn dieser Vorgang umgekehrt abläuft, ist normal und hat auch nichts mit Altbackenheit oder Feigheit zu tun. Auf diese Abläufe sind wir genetisch programmiert, egal, wie die aktuellen gesellschaftlichen Konditionen aussehen.


    Wenn Du das Steuer rumreißen willst, dann werde wieder zur Frau. Lass dich bitten, lass dich einfangen, lass dich jagen. Vielleicht weckst Du seinen Trieb noch mal. Wenn nicht, dann wird das nix mehr.

    Ach was. Was hat das Rollenmodell, wer macht was damit zu tun? Ich kann mich doch auch in eine Frau verlieben, die mich einlädt. Umgekehrt ist es wohl sicher keine Garantie auf Liebe, wenn der Mann die Frau einlädt.


    Mal verliebt man sich, mal nicht. Für eine Beziehung muss das bei beiden funken, das hat es hier nicht getan. Da hiflt jammern, dass man eine Beziehung mit dem Mann eingehen wollen würde auch nicht weiter.

    Allein über "Rollenmodelle" zu diskutieren ist schon der falsche Ansatz. Sie sind nur herbeigeredet. Es gibt Männer und Frauen mit geschlechtsspezifischen Gedanken, Funktionen und Verhaltensweisen. Und da die unterbewusst ablaufen, hat das Rollenmodell nichts damit zu tun...weil der ganze Ablauf nichts mit Modellen zu tun hat. Es geht um ein genetisches Programm, dass auf die immer gleiche Weise abläuft. Natürlich kannst Du dich auch in eine Frau verlieben, die dich einlädt ebenso wie es im Umkehrschluss kein Garant ist, wenn Mann damit anfängt. Die Wahrscheinlichkeiten sind nur geringer. Und, nach meiner persönlichen Ansicht und Erfahrung, funktionieren echte Beziehungen auch nur mit einer bestimmten Verteilung von Dominanz und Unterwerfung (allerdings nicht im typischen Negativsprech, sondern schlicht als wertfreie Verhaltensweisen). Dominant wäre es, wenn der Mann "Jagd" auf die Frau macht, bis die Frau sich körperlich "unterwirft" (sich also vö*** lässt). Dafür braucht es aber einen dominanten Mann und eine unterwürfige Frau. Umgekehrt funktioniert es auch mit einer dominanten Frau und einem unterwürfigen Mann.


    Im vorliegenden Fall scheint der Mann aber ein Unbehagen dabei zu verspüren, dass die Frau eher forsch vorgeht. Und darauf kann sie sich eben einstellen oder nicht, ganz nach Belieben. Meine Tipps dienten zur Auflösung der Situation, Meinungen können wir anderenorts diskutieren.

    Zitat

    Dafür braucht es aber einen dominanten Mann und eine unterwürfige Frau. Umgekehrt funktioniert es auch mit einer dominanten Frau und einem unterwürfigen Mann.

    Oder zwei Menschen, die sich auf Augenhöhe begegnen. Soll es ja auch geben, habe ich mal gehört ;-D

    Zitat

    Die Wahrscheinlichkeiten sind nur geringer.

    Wahrscheinlichkeiten sind doch letzten Endes scheißegal. Üblicherweise will man ja einen Partner, der zu einem passt. So, wie man ist. Und nicht so, wie man sich verstellt.

    Zitat

    Habe gefragt, was das zwischen uns ist. Er meinte, er weiß nicht genau. Es würde alles ziemlich schnell gehen. Er wäre auch nur fast wieder bereit für eine Beziehung. Und er habe wegen berufsbegleitendem Studium so wenig Zeit und würde sehr hinterher hängen. Wir haben uns vor dem allem irgendwie besser verstanden. Er war immer so aufmerksam. Ist er immer noch, aber ich habe nicht das Gefühl, dass er wirklich verliebt in mich ist.

    Wie geht es dir damit? Und wie geht es dir bei dem Gedanken das mit euch noch ein Weilchen so weiterlaufen zu lassen, ohne dass ihr ein Etikett auf auf eure zwischenmenschliche Beziehung draufkleben müsst?

    Zitat

    Meine Tipps dienten zur Auflösung der Situation, Meinungen können wir anderenorts diskutieren.

    Wir können hier auch deine Tips diskutieren ;-)

    Zitat

    funktionieren echte Beziehungen auch nur mit einer bestimmten Verteilung von Dominanz und Unterwerfung (allerdings nicht im typischen Negativsprech, sondern schlicht als wertfreie Verhaltensweisen)

    Hm, dann hab ich wohl noch nie eine "echte" Beziehung gehabt ":/ {:(

    Zitat

    Das Programm ist bei mir vermutlich abgestürzt ...

    ;-D ;-D Vielleicht bist du kein Mann?

    Zitat

    Im vorliegenden Fall scheint der Mann aber ein Unbehagen dabei zu verspüren, dass die Frau eher forsch vorgeht.

    Ich finde das Verhalten der TE nicht forsch. Der Mann zieht sie dauernd zu sich her, und sie verweigert ihm dann den Sex. Eigentlich bilderbuchmäßig, nur vielleicht ein bisschen zu nachhaltig ;-D

    Im wesentlichen schließe ich mich den anderen mit ihrer Skepsis an. Aber ich bin über etwas gestolpert, wo ich nicht weiß, ob du es hier weggelassen hast oder nicht darauf reagiert hast:

    Zitat

    Plötzlich zieht mich zu sich und nimmt mich in den Arm. Mehr ist nicht passiert.

    Wie sah deine Reaktion darauf aus?

    Zitat

    Zwei Tage danach waren wir im Kino und irgendwann hat er meine Hand genommen. Auch wieder nicht mehr passiert, als eine lange Umarmung zum Abschied.

    Dito: deine Reaktion?

    Zitat

    Dann war ich bei ihm. Wir haben gekocht, etwas gespielt und auch wieder Film geschaut. Er hat mich wieder zu sich gezogen. Naja...irgendwann haben wir uns geküsst. Ich habe auch bei ihm übernachtet, aber wir haben nicht miteinander geschlafen.

    Reaktion?

    Zitat

    Haben uns dann alle zwei Tage gesehen, aber nicht mehr gemacht als bei ihm miteinander rumzumachen. Er hat mich dann auch gefragt, ob ich mit ihm und seinen Freunden zum EM-Spiel möchte. Da war es dann irgendwie komisch. Hab mich etwas links liegen gelassen gefühlt. Keine Berührung. Habe dann wieder bei ihm übernachtet und es ging ganz schön heiß her - haben aber nicht miteinander geschlafen.

    Hast du denn mal Kontakt aufgenommen?


    Falls du da nicht wesentliches weggelassen hast, nämlich deine Reaktion, liest sich das für mich sehr passiv deinerseits und irgend nach Einbahnstraße. Wenn von anderen nichts kommt, wundert es mich nicht, wenn Gefühle sehr schnell schwinden...

    blackheartedqueen schrieb:

    Zitat

    Oder zwei Menschen, die sich auf Augenhöhe begegnen. Soll es ja auch geben, habe ich mal gehört ;-D

    Da hast Du nicht richtig hingehört ;-)


    Wir reden hier über zwei verschiedene Ebenen. Natürlich haben wir Menschen den Vorteil eines Ich-Bewusstseins, können Entscheidungen treffen, die unseren Instinkten entgegenstehen. Das gelingt bei manchen Dingen aber schwieriger. Nämlich dann, wenn unsere Urinstinkte angesprochen werden. Sich emotional und intellektuell auf Augenhöhe zu begegnen hat nichts mit dem Urtrieb zu tun, der dafür sorgt, dass Du einen Mann attraktiv findest oder nicht.

    Zitat

    Wahrscheinlichkeiten sind doch letzten Endes scheißegal. Üblicherweise will man ja einen Partner, der zu einem passt. So, wie man ist. Und nicht so, wie man sich verstellt.

    :)^ Genau so!


    Sensibelman schrieb:

    Zitat

    Das Programm ist bei mir vermutlich abgestürzt ...

    Ich hoffe nicht (und ich glaube es auch nicht), denn es handelt sich um den Arterhaltungstrieb. Wäre der bei dir defekt, müsste man von einer schweren psychischen Störung sprechen. Ich vermute, Du meinst damit, dass dir dieser Trieb nicht so bewusst ist und Du (möglicherweise) öfter "gegen" ihn entscheidest als andere. Was ich für eine gute Eigenschaft halte, nebenbei bemerkt.


    CouteSavage schrieb:

    Zitat

    Hm, dann hab ich wohl noch nie eine "echte" Beziehung gehabt ":/ {:(

    Ich denke wohl eher, dir wird das nicht bewusst, weil Du nicht darauf achtest. Vielleicht hast Du aber auch eine verschwommene Vorstellung von Dominanz im Kopf. Das ist nicht schlagen und beherrschen, es ist sanft lenken, Entscheidungen treffen und sie dann auch zu tragen, seine Partnerin emotional und körperlich zu beschützen. All das Zeug, was sich Frauen von einem Mann wünschen, DAS ist Dominanz.


    Ihr erklärt mir hier Dinge zu schnell für absolut tauglich oder untauglich, insbesondere, wenn die Infos aus dem Evolutionsbiologischen oder -psychologischen Bereich kommen. Es mag zwar nicht jedermann schmecken, aber unsere Instinkte sind nun mal da.

    Zitat

    Ich hoffe nicht (und ich glaube es auch nicht), denn es handelt sich um den Arterhaltungstrieb.

    Die Art wird erhalten, wenn Mann und Frau zusammenfinden und Kinder zeugen und großziehen. Daraus ergibt sich für mich keine genetische Bevorzugung der männlichen Wesen bei der Aktivität der Partnerwahl.

    Zitat

    es ist sanft lenken, Entscheidungen treffen und sie dann auch zu tragen, seine Partnerin emotional und körperlich zu beschützen.

    Evolutionär hat sich vor allem der Mensch so stark durchsetzen können, weil er einen hohen Grad an sozialer Zusammenarbeit(Teamarbeit) entwickelt hatte- darin war der Mensch dem Löwen, dem Tiger, dem Mamut und dem Bär überlegen, obwohl er körperlich deutlich schwächer ist.


    Menschen, die gut zusammenarbeiten, die keine Hierarchie benötigen, die die Fähigkeit besitzen, im Team zu arbeiten sind diesbezüglich allen anderen sozialen Formen (hierarchischen Formen) überlegen, weil gegenseitig Schwächen ausgeglichen werden und Organisation und Planung auf mehrere Schultern verteilt wird und Fehlentscheidungen eher korrigiert werden. Das setzt ein eigenes Verantwortungsgefühl aller Beteiligten voraus.


    Ich führe nicht, sondern ich stimme mich mit meiner Frau ab- die Führung ist sozusagen wechselseitig beeinflusst.

    Zitat

    Nämlich dann, wenn unsere Urinstinkte angesprochen werden.

    Inwieweit Urinstinkte noch wirksam sind, ist nicht nachweisbar. In jedem Fall sind sie das was sie sind- Urinstinkte- also Instinkte aus grauer Vorzeit (wobei sich diese auch nicht nachweisen lassen, sondern reine These sind)


    Ich halte die Haltung, der Mann müsse bei der Partnerwahl der aktivere Teil sein für eine sehr antike Ansicht (oder sollte ich besser sagen: patriarchalische Rudimente?)

    Zitat

    Er wäre auch nur fast wieder bereit für eine Beziehung. Und er habe wegen berufsbegleitendem Studium so wenig Zeit und würde sehr hinterher hängen.

    Klingt für mich alles nach Ausrede. Ich würde sagen, so hart es auch klingt: Er steht einfach nicht auf dich. Wahrscheinlich will er es. Aber es hat nicht wirklich gefunkt.

    Zitat

    Ich halte die Haltung, der Mann müsse bei der Partnerwahl der aktivere Teil sein für eine sehr antike Ansicht (oder sollte ich besser sagen: patriarchalische Rudimente?)

    Vermutlich tue ich mich allgemein sehr schwer damit, wenn die eigene Sichtweise als die allgemein wichtige und richtige mit rhetorischen Überspitzungen dargestellt wird. Dadurch werden andere Meinungen unnötig abgewertet, die gleich-berechtigt ebenso stehen bleiben können. Es machen nicht alle Menschen durchgängig dieselben Erfahrungen im Umgang mit dem anderen/gleichen Geschlecht.


    Wie sollen sie bei unterschiedlicher Erfahrungsmentalität zu einer mehrheitlich übereinstimmenden Meinung kommen?


    Es gibt natürlich (auch) den Männertyp, der sich gern erobern lässt, sich anschaut wie selbstbewusst eine Frau aktiv werden kann. Grund dafür könnte u.a. eigene Schüchternheit, Introvertiertheit, Angst vor negativer Reaktion der Frau und/oder fehlende eigene Erfahrung sein. Aber selbst dieser Männertyp wird zu einem Zeitpunkt X eine Entscheidung kommunzieren, wenn es bei ihm aktives Interesse gibt an der/dem Frau/Mann gibt.


    Wie soll eine Frau sonst jemals für sich eine Entscheidung treffen können, ob dieser Mann für sie partnertauglich ist wenn diese Information fehlt?


    Aber bemüht er dann wirklich solche Argumente?

    Zitat

    Er wäre auch nur fast wieder bereit für eine Beziehung. Und er habe wegen berufsbegleitendem Studium so wenig Zeit und würde sehr hinterher hängen.

    Das klingt doch in der inhaltlichen Aussage alles andere als jemand der positiv inspiriert (verliebt?), neugierig auf die Kennenlernphase und aktiv interessiert an der betreffenden Frau ist, oder?

    uha, also eine romantische Geschichte mit einem Kollegen, gaaaanz gefährliche finde ich! Würde ich nie machen, wenn die Beziehung klappt ist es eine Belastung, das man sich quasie 24 Stunden sieht, auf der Arbeit und Privat und wenn die Beziehung nicht klappt ist es eine Belastzung das man den Typen auf der Arbeit ständig um sich hat