• Beziehungs Problem, es passiert nix Intimes

    Hi, hoffe kann mich kurz fassen: Sind seit 10 Monate zusammen wir verstehen uns echt blendend, denken sehr oft gleich, sagen oft das selbe und sind sozusagen voll auf der selben Welle. Die Zeit in der wir zusammen sind ist auch absolut super harmonisch usw. Wo allerdings alles schöne endet ist der Körperkontakt ! Küssen – extrem wenig, nur mal ein…
  • 141 Antworten
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    Unmenschliche Folter. So Empfinde ICH es nach mittlerweile 1 Jahr

    Das kann ich sehr gut verstehen. Aber niemand zwingt Dich, in einer Beziehung auszuharren, die Dich so kreuzunglücklich macht. Und das macht sie ganz offensichtlich, auch wenn irgendwelche WG- und Freundschaftsaspekte klappen.


    Deine Entscheidung pro Kälte und Grausamkeit ist eine absolut freiwillige.

    Zitat

    Ich stimme dir vollkommen zu.


    Ich sage nur von mir, dass ich mehr als 10% sexueller Zufriedenheit brauche. Das ist ja bei jedem anderst. Ich gehöre zu den Menschen, denen Sex in der Beziehung unglaublich wichtig ist und die Sex auch nur innerhalb der Beziehung haben.

    Benutzerin, mir war nicht bewusst wie sehr du unter der Situation leidest. Man kann hierüber wohl wirklich nicht diskutieren: Es gibt nun mal Menschen, denen Sex wichtiger ist als anderen. Und während für mich die Sexuelle Zufriedenheit nur 10% einer Beziehung ausmacht, sind es für dich vielleicht 50%, und das ist absolut in Ordnung so.


    NUR: Sich für einen anderen Menschen zu verstellen, oder andersherum, von einem anderen Menschen zu erwarten, sich für einen zu verstellen, ist kein Zeichen von Respekt dem anderen gegenüber. Ich verlange damit von jemandem, der auf etwas so Intimes wie Sex gerade keine Lust hat (aus welchem Grund auch immer!), seine Gefühle zu ignorieren und mir zuliebe Sex zu haben. Das kann ich von einem Menschen den ich liebe nicht verlangen.

    Zitat

    warum muss der Zwangsenthaltsame sich weiter enthalten?

    Muss er nicht. Er kann gehen. Es muss sogar gehen, wenn er Selbstrespekt hat, sich bewusst ist, dass ihm Sex so wichtig ist, und seine eigenen Bedürfnisse nicht missachten will.


    ABER: Er darf sich dann nicht wundern, wenn beim nächsten Partner vielleicht der Sex super ist, dafür aber unterschiedliche Lebensvorstellungen vorherrschen, man nicht die gleichen Hobbies hat, der andere vielleicht nicht die anderen "Idealvorstellungen" erfüllt, die man an eine Beziehung stellt.

    HannahWe

    Grundsätzlich hast du finde ich recht mit all dem was noch zu einer Beziehung dazu gehört, und für die meisten ist Sex auch nicht alles. Aber solche Prozent-Rechenspiele gehen an der Realität vorbei. Zufriedenheit kann man nicht in Zahlen berechnen, und außerdem gibt es neben Faktoren die sich positiv oder negativ auf die Zufriedenheit auswirken auch Killerkriterien. Ich nehme mal mich als Beispiel. Ich mag Sex sehr gerne, aber ich muss ihn nicht unbedingt allzu oft haben. Zwar habe ich nix gegen häufigen Sex ;-D , aber es ist kein Muss. Seltener Sex ist für mich etwas das die Beziehung weniger aufregend macht – es sind dann eben keine 100% mehr, um bei deinen Zahlen zu bleiben. Dann sind's eben 90%. Werde ich aber was Leidenschaft, Erotik und Sex angeht ein halbes Jahr lang abgeblockt, dann werden aus 90% durchaus 0% Zufriedenheit. Wenn diese Beziehungsebene der leidenschaftlichen Verbindung komplett wegfällt, fällt auch langsam das Gefühl weg noch in einer Liebeseziehung zu leben. Es fühlt sich dann wie der einseitige Zwang zu nur guter vertrauter Freundschaft an. Und das macht auf Dauer nicht glücklich. Auf Dauer führt das zur Trennung.


    Andere Killerkriterien sind z.B. Kinderplanung, Geld, Alkohol/Drogen usw. Da geht es dann oft nicht mehr darum dass diese von dir genannte Prozentzahl absinkt, sondern sie geht auf 0, auch wenn viele anderen Faktoren weiterhin passen.

    Benutzerin005

    Er soll sich nicht zu weniger Sex zwingen. Wo hab ich das geschrieben? Ich hab geschrieben wenn SIE sich zu mehr Sex nur zwingt, dann wird das wohl nix.


    Was deine eigene Situation angeht, die kenne ich gut. Ich hab das in meiner Ehe über ein paar Jahre mitgemacht, bevor ich aufgegeben habe dass sich noch was ändert. Jetzt als Single ohne Sex fühle ich mich einfach gut, während die Ehe ohne Sex sehr frustrierend war. Dieses Gefühl körperlich abgelehnt zu werden ist ganz schön grausam, wie du leider gerade selbst erleben musst. :)*

    Wenn sexuelle Differenzen in einer Beziehung zu groß werden, dann kommt man früher oder manchmal auch zu spät an den Punkt, sich zu fragen – will ich mich weiter selbst verleugnen oder nicht. Das es bei Männern wie Frauen Menschen gibt, denen aus den verschiedensten Gründen (die werden und können nie gleich sein), körperliche Nähe, Intimität nicht den gleichen Stellenwert behält, wie in den Anfängen der Verliebtheit, erkennen wir aufgrund der vielen Threads im Forum.


    In meinen Augen macht es sehr wenig Sinn, den der weniger Lust hat per "Definition" zu verdonnern, zur Beziehung gehört auch zufriedener regelmäßiger Paarsex. Ebenso wenig ist es sinnvoll, dem/derjenigen, denen zum eigenen Wohlgefühl eine ausgelebte erfüllte Sexualität wichtig ist, einzureden sie fühlen falsche Bedürfnisse.


    Den allermeisten geht es nicht darum überhaupt Sex im Sinne von Druckabbau/Rein-Raus-Fertig zu haben. Dies wird in meinen Augen vielfach häufig fehlinterpretiert. Ginge es einzig nur darum, ließe sich bei Gelegenheitssex egal in welcher Form schnell woanders finden. Gerade in unserer heutigen Zeit mit den vielfältigen Möglichkeiten, wäre es das kleinste Problem das anderweitig auszugleichen.


    Allerdings geht es den meisten die intime Nähe vermissen, nicht einzig um eigene Bedürfnisbefriedigung, sondern darum ihre Gefühle dem Partner auch auf dieser Ebene zu zeigen. Es hat auch etwas mit dem stetigen Umwerben des Partners zu tun, wenn andere Bereiche der Beziehung harmonisch und respektvoll gelebt werden. Mir ist bewusst, dass auch Ausnahmen gibt. Gerade die Sexualität bietet viele subtile Arten der Machtausübung übereinander.


    Fallen Möglichkeiten, wie falsche Verhütung, Krankheit, sehr akute Stressmomente im Leben (Todesfälle in der Familie, Arbeitslosigkeit, Konkurs, Fehlgeburt uvm. in der Richtung) weg, dann sollten beide überlegen, wie ein Entgegenkommen füreinander möglich ist.


    Jemanden Libido "anerziehen" zu wollen, nach dem Motto, mach doch erst mal mit, der Spaß kommt währenddessen (kann im Einzelfall durchaus mal so sein) funktioniert auf Dauer nicht.


    Es gibt in meinen Augen dies bzgl. keine Bring/oder Unterlassungsschuld, die man dem jeweiligen Partner gegenüber anerkennen muss. Was ich allerdings als gegenseitig respektvoll empfinden würde, und auch für unerlässlich in einer auf Augenhöhe geführen Beziehung halte, dass man sich selbst ehrlich hinterfragt, was möchte ich, wie sind meine Bedürfnisse in Bezug auf den Partner. Sex z.B. zu verweigern, weil die Anziehung fehlt, sich keine Lust auf den eigenen Partner einstellt, dies aber zu verdrängen, und verschweigen, weil die Angst verlassen zu werden allgegenwärtig ist, ein NoGo für mich.


    Wenn man für sich selbst weiß bzw. erkennt, dass die Bedürfnisslage sich von der des Partners deutlich unterscheidet, und nach eigener Ursachenforschung keine eigenen Kompromissmöglichkeiten eingehen will/kann dann ist der Punkt gekommen Klartext zu reden.


    Ja, dass mag ein schmerzvoller Prozess sein, aber dann wenigstens kein auf Dauer angelegter. Denn dieser ist vorprogrammiert, wenn der Mut unterbleibt dem Partner einzugestehen, was man selbst nicht an den Bedürfnissen des anderen stillen kann. An dieser Stelle gibt es für mich keine andere Lösung. Weder Verzicht auf eigene Bedürfnisse, noch Unterdrückung selbiger machen für den Einzelnen dauerhaft Sinn.


    Fairness füreinander zeigt sich auch darin, dass man mit schmerzvollen Dingen respektvoll umgeht. Sexuell nicht kompatibel zu sein, ist sehr sicher eine tiefgreifende Erkenntnis füreinander als Paar, aber eine die man sich offen eingestehen muss.


    Nur dann hat man diese eine Möglichkeit wieder ergebnisoffen miteinander zu reden. Das muss dann nicht zwangsläufig die Trennung sein, aber es kann eine Option sein, wenn alle anderen Arten der Kompromissfindung an dieser Stelle scheitern. Alles andere ist krampfhaftes Verdrängen von Fakten für beide Seiten, die jedoch niemand von beiden weiter bringen.


    Je länger dieser Zustand beidseitig anhält, sich bedrängt bzw. abgewiesen fühlen, macht es möglich sich im Nachgang auch in den Bereichen zu verletzten, entfremden, respektloser zu benehmen, (aus der Erkenntnis egal was ich tue, mein Partner versteht mich doch nicht), die bis dato noch harmonisch gelebt werden konnten.


    Es kommt irgendwann immer der Punkt, wo einer von beiden konsequent handeln wird, weil er/sie keine andere Lösung sieht. Mit Egoismus hat dies dann allerdings nichts mehr zu tun, sondern mit Selbstrespekt/schutz.

    Zitat

    Wenn man dann als sexsüchtige Schlampe hingestellt wird, wenn man jegliche Form der Annäherung zulässt, außer sie könnte ins Sexuelle abrutschen (beim auskitzeln zb oder mal.am.Hals Knabbern wird man abgewehrt oder plötzlich muss man(n) ganz schnell essen kochen...


    Da ist man doch im falschen Film.

    Bitte?! Das hat er gesagt? Würde der Mann, der sich mein Partner schimpft, das zu mir sagen, und sei es in einem genervten Moment.. Ich wär weg.


    Benutzerin, du hängst noch in dieser Beziehung drin? Ich meine, natürlich habe ich kein Recht darüber zu urteilen oder dir zu sagen was du tun sollst, aber: Warum lässt du dir das gefallen?


    Gemeinsame Hobbies, schöne Stunden, etc. das kann ich auch mit guten Freunden oder Kollegen haben. Aber solch ein ablehnendes Verhalten wie du es beschreibst, als Krönung diese Aussage.. Da mag sonst noch alles gut zusammen passen, bei sowas wär Schluss. :|N

    @ Benutzerin

    Auch ich hatte mal so eine beziehung - einmal kam sogar die Aussage das er Angst vor meinen Brüsten hat ???


    Nicht kompatible sexuelle Bedürfnisse, nicht kompatible sexuelel Vorlieben, und das ständige Gefühl in dem Bereich geblockt zu werden, können wirklich wirklich frustrierend sein. Und obwohl ich zwischendurch auch ganz andere Beziehungen hatte und ist es auch Jahre später bei mir immer noch ein wunder Punkt.


    Damals war ich soweit, wenn er sporadisch (ca. alle 3-4 Monate) doch Sex wollte ich hysterisch geworden bin.


    Schau das du da schnell rauskommst- denn so ein Beziehung "wird nicht wieder" - noch schlimemr du machst dir dein körperliches Selbstvertrauen kaputt und es dauert lange bis es wieder aufgebaut ist...


    Ein ähnlicher Tipp geht an googly: schau dass du deine völlig verständlichen & normalen Bedürfnisse mit (d)einer geliebten/sehr gemochten Frau zu schlafen nicht einfach zur Seite schiebst - egal warum.


    Sonst endet man in einer geschwisterlichen Beziehung, aber in keiner in der man glücklich sein kann.