@ Black Gun:

    ich kann mir das, was du schreibst, durchaus vorstellen. :) Allerdings kannte und kenne ich selbst andere Beispiele – inklusive mir selbst. Ich habe ja ein paar meiner körperlichen Anbahnungen auch mit Männern gehabt, bei denen ich mir nicht sicher war, was die wollten.

    Black Gun

    Zitat

    sondern weil ich denke, dass die klare mehrheit der menschen, die in diesem alter noch ohne sexerfahrung sind, erst die emotionale sicherheit haben wollen, die mit einer (sich zumindest anbahnenden) beziehung einhergeht.

    Und genau beginnt meines Erachtens nach der Teufelskreis. Vor der emotionalen Beziehung schrecken dann aber viele zurück, weil sie sich durch ihre mangelnden sexuellen Erfahrungen gehemmt fühlen. So kommt es dann aber auch nicht zum Sex.

    "Einen sexuellen Verkehr mit einer Frau, mit der ich nicht fest verbunden bin, könnte ich mit meinem Denken und meinen Gefühlen nicht vereinbaren."


    Manche können das und mitunter basieren ihre Beziehungen darauf – was ich nicht "schlimm" finde. Irgendwo sollte man eben Gemeinsamkeiten finden, und wenn es eben Sex ist. (Das heißt aber nicht, dass mir das so ergangen ist.)

    Manni70

    Zitat

    Verstehst du "Ausgangspunkt" im Sinne einer notwendigen Bedingung?


    Eine feste Partnerschaft kann ohne vorherigen sexuellen Verkehr zustande kommen.

    Nein, nicht "notwendig". Aber ich persönlich halte nichts davon sich den Sex aufzusparen. Auch auf sexueller Ebene muss es für mich in einer Partnerschaft passen. Wenn ich merke, es entwickelt sich oder ist bereits sexuell nicht ähnlich (Vorlieben, Frequenz usw), dann macht es in meinen Augen auch keinen Sinn die Partnerschaft zu vertiefen.


    Für gehören Sex und Liebe aber auch nicht zwangsläufig zusammen.

    Zitat

    Für gehören Sex und Liebe aber auch nicht zwangsläufig zusammen.

    Für mich auch nicht. Ich kann mit jemanden Sex haben, mit dem ich nicht zusammen bin und für den ich keine tieferen Gefühle hege. In dem Fall gehts schlichtweg um Triebbefriedigung und mehr nicht.

    Zitat

    Für mich auch nicht. Ich kann mit jemanden Sex haben, mit dem ich nicht zusammen bin und für den ich keine tieferen Gefühle hege. In dem Fall gehts schlichtweg um Triebbefriedigung und mehr nicht.

    Das sei jedem freigestellt, aber manch einer verfährt eben nach anderen Spielregeln und es ist völliger Schwachsinn, Leute zu bewerten, die sich von vornherein nicht am gleichen Wettbewerb beteiligen.

    18 Prozent ist schon eine sehr hohe Zahl. Ich habe desöfteren schon was von 10% gelesen. Wie dem auch sei. Fest steht, es gibt viele männliche Jungfrauen und damit auch automatisch dauerhaft beziehungslose in einem fortgeschrittenen Alter.


    Als Argument, dass diese Männer allein selbst Schuld seien, kam unter anderem dieses:

    Zitat

    ein extrem schüchterner Typ ist, der vor lauter Introvertiertheit kein Gespräch mit mir führen kann

    Leute, bei denen das so ausgeprägt ist, machen sicherlich nur einen absolut geringen Teil aus. Es sind sicherlich keine 18% absolut kommunikationsgestört. Genauso kann man die Leute vernachlässigen, die asexuell sind oder sich den Sex für die Ehe aufheben, weil beides auch eine verschwindend geringe Anzahl an Personen ausmacht.


    Die Frage bleibt, wieso ist so eine große Anzahl an Männern Jungfrau und Single? Sicherlich gibt es auch Männer, die einen Geschmack bei Frauen, den sie sich nicht "leisten" können. Allerdings ist das dann eher ein Grund für die Beziehungslosigkeit, denn viele dieser Männer (so wie ich Männer kenne) hätten ab einem gewissen Alter zumindest mal irgendeine flachgelegt, wenn die Chance bekommen hätten.


    Ich finde Aeternums Kommentar sehr interessant und es steckt auch sehr viel Wahrheit drin:

    Zitat

    Das Problem ist, dass eben gerade diese Mauerblümchen Männer sehr viel Selbstbewusstsein suchen. Vermutlich um ihre eingen Defizite auszugleichen oder sowas.

    Ich kann das auch immer wieder beobachten.


    Wobei es anscheinend auch gewisse Typen von Männern geben muss, die bei den meisten nicht mauerblümlichen Frauen nicht gefragt sind. Wie sonst sollten Zahlen wie 18% zu stande kommen? Dadurch, dass alle Männertypen gleich beliebt sind, jeder Topf seinen Deckel findet, der Geschmack für das Aussehen ja sooo weit variiert und inviduell ist? Sicherlich nicht. Das geht gar nicht bei solchen Zahlen. Für mich fühlt es sich inzwischen eher so an als wären Liebe und Sex wieder zu einem Mülltrennungsverfahren geworden (wie es in der Natur eigentlich üblich ist), das natürlich nur diejenigen als solches wahrnehmen können, sie immer und immer wieder aussortiert werden.


    Beispiele für unbeliebte Männertypen, die das Mülltrennungsverfahren nicht überstehen?


    Es gibt den Typus, der bei jeder Frau auf die Freundschaftsschiene gerät. Das sind oft sehr liebe, diplomatische Männer. Ich rede nicht von Männern, die wie Hunde alles befolgen, aber einfach nicht so dominant sind. Irgendwie schafft es diese Art von Männern nicht, in Frauen etwas sexuelles zu wecken, werden aussortiert und als bester, oft unglücklicher Freund gepflegt. Ich kannte auch so ein Exemplar. Er hat dann irgendwann die Kurve bekommen, nachdem er viel frecher und bestimmender geworden ist. Ich habe ihn früher mehr gemocht.


    Ich kenne auch 2 Männer (bzw. zu einem habe ich keinen Kontakt mehr), bei denen ich mir sehr sicher bin, dass sie immerzu wegen ihres Aussehens abgelehnt wurden. Da könnte ich teilweise ziemlich diskriminierende Geschichten erzählen, die allerdings zu privat sind, um hier ausgebreitet zu werden. Einer von denen ist inzwischen total verbittert und der andere war, als ich das letzte mal Kontakt zu ihm hatte schon leicht depressiv.


    Hier noch meine persönliche Meinung zu dem Punkt, ob man es Frauen erzählen sollte, dass man Jungfrau ist: Ich würde das verneinen. Wie ein paar wenige Posterinnen hier schon schrieben, mag es sicherlich Frauen geben, denen das nicht so viel ausmacht. Aber ich finde hier im Forum wird nicht so ganz die breite Masse an Frauen (und auch Männern) widergespiegelt. Mir kommt es hier oft so vor als wären viele politisch korrekter (zumindest von dem was sie schreiben) als die Wirklichkeit aussieht. Und natürlich darf man nicht außer Acht lassen, dass hauptsächlich die Frauen z.B. auf das männliche Jungfrauenthema antworten werden, die eher kein Problem damit haben. Ich persönlich würde das keiner Frau erzählen, bei der man sich nicht hunderprozentig sicher ist, dass ihr das gar nichts ausmacht. Ich habe das Gefühl, Frauen betrachten Männer nach so einer Beichte plötzlich mit anderen Augen. Als jemanden, der für alle anderen Frauen uninteressant ist und man somit nicht vorzeigen kann, als jemanden der vielmehr den Stand eines Kindes hat und somit nicht reif für einen ist.

    Zitat

    Das Gute an Sexualität ist, dass sie für das Individuum nicht überlebensnotwendig ist.


    Somit kann ich von einer herkömmlichen Lebenserwartung ausgehen, ungeachtet meiner sexuellen und im weiteren Sinne sozialen Kompetenzen.

    Tja, das stimmt nicht so ganz. Hier mal ein paar Links zu Quellen, die das verneinen: Link 1, Link 2, Link 3, Link 4, Link 5


    Aber es gibt es nicht nur diese negativen Nebenwirkungen, sondern vor allem zieht all das Schöne an einem vorbei, ohne das man es richtig beeinflussen konnte und ohne dass es einem je wieder gebracht werden kann.

    @ DoN_

    Zitat

    Hmm, ich verstehe, was du meinst, habe aber nicht den Eindruck, dass wir die gleiche Kommunikationsfähigkeit meinen. Insbesondere würde ich zahlreiche Männer, die Erfolg bei Frauen haben, als nicht sonderlich kommunikationsfähig einschätzen. Was hat das bitte mit Kommunikation zu tun, inflationär mit platten Sprüchen und Standard-Komplimenten um sich zu schmeißen und dann möglichst schnell zur Sache zu kommen?

    Kommunikationsfähigkeit heißt nicht den anderen zu langweilen. Kommunikationsfähigkeit bedeutet in diesem Fall einen Subtext in seinen Worten zu verstecken der trotzdem für den anderen wahrnehmbar ist.

    @ TireTech

    Zitat

    Und bei Frauen muss man rabiat sein. Wer vorsichtig ist, kommt nicht zum Zug. Bei den kleinsten Anzeichen der Zuneigung, gleich Körperkontakt suchen und immer soweit gehen, bis sie verweigert. Und wenn sie gar nicht verweigert, dann am besten gleich bis zum äußersten.

    Hört sich für mich eher wie eine Vergewaltigung an. Würd ich dir eher nicht raten.

    Finde ich eigentlich nicht, das der Beitrag von negleGetus*86 gut ist. Ich zumindest bin überhaupt nicht seiner Meinung. Allein schon das mit dem Mülltrennugnsvorfahren und wie es die Natur vorgesehen hat ist ziehmlich unsinnig. Den von der Natur aus gesehen sind diese Männer komplett ok. Sonst wären sie nicht auf die Welt. Sie trägen die Gene in sich die von der Natur als fortpflanzungswert erachtet worden sind. Und das solhe lebenden Denkfabriken bei den Frauen nicht gefragt sind wundert mich ehrlich gesagt nicht. Ich hebe mir jetzt meine Inteligenz nur für die Uni auf und verschwende sie nicht mehr an die Frauen. Bei Frauen ist einfach plumpes Handlen gefragt. Und man muss lernen immer wieder aufzustehen wenn man auf die Schnauze gefallen ist. Irgendwann wird schon eine Frau dabei sein die schon zu einem gepasst. Ist ein hartes Stück Arbeit, aber ist der einzige Weg. Junmänner die mit logischen Argumenten versuchen ihre Jüngmännlichkeit zu ergründen sind in dem Sektor die ewigen Verlierer. Den Liebe und Sex lässt sich rational nicht begründen. Es passiert einfach. Man kann auch nicht steuern ob man jemanden sympatisch findet oder nicht. Das ist so wie das Wetter. Es ist so wie es ist.


    ich bin froh das ich das begriffen habe. und ich weiß wo ich die Arbeit ansatzen kann um irgendwann mal vielleicht erfolgreich zu sein.

    @ agent00

    Zitat

    Den von der Natur aus gesehen sind diese Männer komplett ok. Sonst wären sie nicht auf die Welt.

    Seltsames Argument. In der Natur sind auch Tiere am Leben, die sich aber nicht fortpflanzen können, weil sie von keinem Weibchen rangelassen werden. Das hat doch nichts damit zu tun, ob sie auf der Welt sind oder nicht. Laut deiner Logik kann sich alles Leben in der Natur fortpflanzen, wenn es am Leben ist, weil die Gene gut sind. Es gibt aber auch Selektion der Sexualpartner und Konkurrenzverhalten und nicht nur Selektion durch Überleben. Zudem wäre ein großer Teil der Menschen wahrscheinlich überhaupt nicht am Leben ohne die Medizin (Antibiotika, Impfungen, andere Medis und Operationen) und der modernen Landwirtschaft.

    Zitat

    Und das solhe lebenden Denkfabriken bei den Frauen nicht gefragt sind wundert mich ehrlich gesagt nicht. Ich hebe mir jetzt meine Inteligenz nur für die Uni auf und verschwende sie nicht mehr an die Frauen.

    Von solchen Leuten habe ich gar nichts in meinem Text geschrieben?

    Zitat

    Und man muss lernen immer wieder aufzustehen wenn man auf die Schnauze gefallen ist.

    Das haben meine Beispiele auch immer wieder gemacht. Aber irgendwann ist auch beim widerstandsfähigsten Menschen die Würde endgültig gebrochen. Deswegen ist auch beispielsweise der eine so verbittert, wodurch er erst Recht keine Frau mehr findet. Aber wenigstens muss er sich die Demütigungen nicht mehr antun.

    Zitat

    Irgendwann wird schon eine Frau dabei sein die schon zu einem gepasst.

    Wann denn? Die 500ste, 1000ste oder 3000ste, die einen dann großzügigerweise mal nimmt, obwohl alle zuvor nicht wollten (und die man dann vielleicht nicht mal mag)? Irgendwann ist bei einem Menschen auch mal das Selbstbewusstsein gebrochen, wenn die Ablehnung zu viel wird.


    Es ist zwar bewundernswert, wenn du immer und immer und immer wieder aufstehst und anscheinend genau weißt, welche Taktik dich ans Ziel führt, jedoch musst du selber zugeben, dass du damit bisher anscheinend nicht sonderlich erfolgreich warst.

    @ negleGetus*86

    Dieses von dir angesprochene "Mülltrennungsverfahren" läuft jedoch, zumindest in unserem Weichspül-Sozialstaat, total in die Sackgasse. Wir machen uns die konkurrenzfähig, die mangels Arbeitswillen und Kompetenz nicht mal in der Lage sind, sich selbst zu versorgen, jedoch aufgrund ihrer mangelnden intellektuellen Hemmschwelle äußerst "fortpflanzungsfreudig" sind. Das mag zunächst hocheffizient sein, kann aber nicht dauerhaft gut gehen, weil der prozentuale Anteil dieser Bedürftigen immer weiter wächst. Und diese Verschiebung weg vom Optimum des Eigenversorgers geschieht letztendlich zu Lasten vieler unter Normalbedingungen konkurrenzfähiger Personen und das sind wiederum hauptsächlich jene intellektuell-verklemmten Leute, die sich bei diesem Thema deutlich mehr Zeit und irgendwann aufgrund der veränderten Bedingungen den Anschluss verlieren. So sehen nämlich die Tatsachen hinter diesem angeblich naturgegebenen Mechanismus aus – unsere Gesellschaft verarscht sich selbst und das durch ein höchst widernatürliches Verhalten.

    Zitat

    Tja, das stimmt nicht so ganz. Hier mal ein paar Links zu Quellen, die das verneinen

    Natürlich ist das zugrundeliegende Thema soziale Isolation eng mit der Jungfräulichkeit verwandt und ein der Gesundheit kaum zuträglicher Auslöser. Die Frage ist, inwieweit man diese Gebiete hier miteinander vermischen sollte, denn nicht jeder sexuell unerfahrene Mensch ist auch asozial.

    neglectus Niederlagen gehören zum Leben dazu. Man wird wird immer wieder aufs neue zu Boden geworfen und muss lernen wieder aufzustehen. Und das meine ich nicht nur bei den Frauen. Wer aufgibt hat verloren. Das ganze Leben ist ein Kampf, und damit muss man Leben. Erfolg wird nur selten geschenkt und man muss was dafür tun.