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    18 Prozent der Männer noch sexlos mit 30?

    Wundert mich, ehrlich, gesagt kein Stück. Gerade junge Frauen verlieben sich in aller Regel nicht in einen Menschen, sondern in einen Status. Der coole DJ Sinnestäter hätte die halbe Schule flachlegen können, der unscheinbare, aber nicht weniger attraktive, intelligente, oder gefühlvolle Nerd hingegen konnte sich die Eier zusammenkneifen.


    Eine Weile später waren brauchbare Familienväter "in". Das passende Einkommen, ein angemessenes Haus bzw. Wohnung, und der dazugehörige Kinderwunsch, das war sexy, deutlich mehr wert als Aussehen und Status. Passable Kandidaten übrigens für die alltäglichen "Sie will keinen Sex mehr"-Jammerer aus dem Beziehungsforum.


    Und, wieder eine Weile später, die Ansprüche um eine Äon zurückgeschraubt (irgendwann kommt die Realität auch bei Frauen an) waren die Männer interessant, die sich an einem vorhandenen Kind nicht stören, und sich primär als Versoger eignen.


    Für einen Mann unter 30 nicht wirklich schwer, durch diese Raster zu fallen, vor allem, weil von ihm erwartet wird, völlig unabhängig von seiner Ablehnungserfahrung immer wieder ihn interessierende Frauen anzusprechen, also quasi nicht lernfähig zu sein.

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    Bin Baff: 18 Prozent der Männer noch sexlos mit 30?

    Das Gute an Sexualität ist, dass sie für das Individuum nicht überlebensnotwendig ist.


    Somit kann ich von einer herkömmlichen Lebenserwartung ausgehen, ungeachtet meiner sexuellen und im weiteren Sinne sozialen Kompetenzen.

    Ich würde die Verhältnisse in bars und discos nicht wirklich representativ für die Realität nehmen. Eis ist so eine künstliche Umgebung die ihren eigenen regeln und cliches gehorcht. Das wäre wie von einer Bdsm party zu schließen, dass alle männer und frauen die verhaltungsweisen aufweisen, die man dort beobachten kann.


    Wenn man viele Menschen im alltag kennenlernt, dann sieht man, dass viele dieser bar cliches wie die von tausenden sexgeilen männern umworbene frauen, wirklich nur in die bars gehören.

    Was spricht dagegen, dass 1/5 aller Männer im Alter von 30 Jahren noch keine sexuellen Erfahrungen gesammelt haben?


    Es gibt durchaus nicht wenige Männer in diesem Land, meiner Einschätzung nach, die weder einen Verdienst noch eine Ehre noch eine erstrebenswerte Lebensalternative darin sehen, mit möglichst vielen Damen verkehrt zu haben.


    Wenn wir bedenken, dass die Zahl der Singles und der Singlehaushalte in Deutschland zunehmend ist und Menschen später heiraten als in früheren Zeiten, so erscheint mir eine solche Zahl (1/5) durchaus realistisch.


    Es gibt unter den Singles sowohl solche, die nicht können, obwohl sie wollen als auch solche, die nicht wollen. Zudem gibt es auch solche Männer, die zwar in einer Beziehung leben, jedoch den sexuellen Verkehr noch nicht vollzogen haben, da sie diesen erst innerhalb der Ehe genießen möchten.

    Das glaube ich eher weniger. Die meisten Männer sind in den Zwanzigern in der Blüte ihres sexuellen Lebens und wohl daher auch davon Gebrauch machen. Sicher gibt es Ausnahmen, aber die meisten sind mit ihrem AB-Leben wohl eher unzufrieden.

    :)^


    Selten so amüsiert :-)

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    Hier wird für mich ganz offensichtlich Respekt in Zusammenhang mit dem Nicht-erreichen von etwas gesetzt. Und ich sehe nicht wirklich ein, warum ich davor Respekt haben soll, dass jemand etwas nicht geschafft hat. Jedenfalls nicht, so lange ich nicht weiss, ob derjenige sich nicht wenigstens bemüht hat.


    Ich habe kein Abitur: hast Du deshalb Respekt vor mir?

    Die bloße Tatsache, Sex gehabt zu haben oder eben nicht, gewährt doch überhaupt keinen qualitativen Einblick. Es sagt nichts darüber aus, ob überhaupt ein grundlegendes Interesse daran besteht, welche Ansprüche man daran knüpft und wie man seine Prioritäten im Leben setzt. Ich kenne beispielsweise einige Akademiker, die unter diese 18 % fallen, aber alle mir bekannten Personen mit einem gerichtlich bestellten Betreuer hatten Sex. Letzteres sollte eigentlich jeglichem elitären Denken über Sex den Riegel vorschieben – von den völlig außen vor gelassenen Qualitäten in Sachen zwischenmenschlicher Interaktion einmal ganz zu schweigen :=o

    DoN_ Genau so ist es. Warum sollte jemand der noch keinen Sex hatte ein schlechterer Mensch sein als jemand der noch mit einer Dame im Bett war. Das sagt überhaupt nichts über die Person aus. und deshalb finde ich es nicht ok, solche Leute als wunderlich bezeichnen so wie es der Threadersteller getan hat. Und genau genau das habe ich mit Respekt gemeint.

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    Zudem gibt es auch solche Männer, die zwar in einer Beziehung leben, jedoch den sexuellen Verkehr noch nicht vollzogen haben, da sie diesen erst innerhalb der Ehe genießen möchten.

    Diesen Anteil an den 18% kann man wohl getrost im Promillebereich einordnen. :=o

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    Warum sollte jemand der noch keinen Sex hatte ein schlechterer Mensch sein als jemand der noch mit einer Dame im Bett war. Das sagt überhaupt nichts über die Person aus.

    Ich glaube, um "schlechterer Mensch" geht es hier gar nicht. Es geht vielleicht eher um die Perspektive einer potentiellen Partnerin. Und aus dieser ist ein Mann mit 30 Jahren, der noch nie Sex hatte, womöglich ein wenig wunderlich. Dabei geht es wiederum nicht um die Tatsache, dass er noch Jungmann ist, sondern vielmehr um die Gründe: Vielleicht ist er extrem schüchtern, ein wenig untalentiert im sozialen Miteinander oder sehr religiös. All dies könnte in die Kategorie "ein bisschen wunderlich" fallen.

    viele übertreiben in meinen Augen auch mit der Quantität der sexuellen Erfahrungen. Da es ja als uncool gilt, wenig erfahren zu sein, machen dann manche schon ne Story daraus, wenn sie jemanden bloß mal platonisch auf dem Zimmer hatten --- wer kann es demjenigen groß nachweisen, ob es stimmt oder nicht. Habe das im Wohnheim durchaus schon erlebt, dass harmlose Stories total hochstilisiert werden.


    Genauso wie manche schon Petting usw. als sexuellen Akt verkaufen... habe ich durchaus auch schon mal gemacht, um nicht völlig "daneben" da zu stehen.