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    Gar nicht soooo selten. Irgendwie kennt fast jeder so ein Pärchen zumindest flüchtig. Aus meiner Generation jedenfalls. :-/ Möglich, dass es heute nicht mehr ganz so oft vorkommt.

    Echt? Ich habe gerade kurz überlegt: ich kenne in meinem Alter niemanden, wirklich niemanden, nicht im Freundes-, nicht im Bekanntenkreis, der bis heute mit dem ersten Partner zusammen ist.

    Ich kenne auch einige, die ihren ersten Freund ganz jung geheiratet haben und auch jetzt nach 10 Jahren Ehe noch sehr glücklich sind. Und genau das finde ich sehr schön! Der Vorteil, wenn man so jung zusammen findet, ist, dass man sich zusammen ohne Zeitdruck richtig was aufbauen kann! Genau das hätte ich mir immer gewünscht! Aber so sollte es halt einfach nicht sein.


    Ich finde dass es im Bezug auf "schlampig" sein ja wohl einen riesigen Unterschied macht, ob man viele Männer hatte weil man es geil fand möglichst viele zu haben oder ob man immer nur DEN Lebenspartner gesucht hat, es aber leider einfach mehrmals der falsche war.


    Ich weiß aber aus eigener Erfahrung dass da in der Praxis kein Unterschied gemacht wird und einfach nur die Anzahl zählt.


    Aber kleiner Trost: Irgendwann habe ich dann doch noch DEN Mann gefunden. Ob es für immer hält weiß man natürlich nicht, aber zumindest ist er der Mann, mit dem ich die Familie gründe.

    Bei mir sieht wie folgt aus.


    Mit 18 zusammen gekommen und mit 23 geheiratet. Nächstes Jahr haben unseres 25 jähriges Zusammensein und unseren 20. Hochzeitstag. Aktuell sind wir sehr glücklich miteinander. Es gab zwischendurch auch mal eine nicht so optimale Phase. Aber es kam dann auch die Einsicht, dass etwas geändert werden muss.

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    ob man viele Männer hatte weil man es geil fand möglichst viele zu haben

    Und was ist daran schlimm?

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    Möglich, dass es heute nicht mehr ganz so oft vorkommt.

    Das ist allerdings mein Eindruck.

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    ob man viele Männer hatte weil man es geil fand möglichst viele zu haben

    Und was ist daran schlimm?

    Ich persönlich finde daran gar nichts schlimm, kann ja jeder machen wie er denkt.


    Ich stellte nur fest dass es von der Motivation her einen großen Unterschied macht, ob man immer schon viele verschiedene wollte, oder immer nur auf der Suche nach DEM EINEN war.


    Ich persönlich hatte einige, ich kann mir aber, aufgrund meiner inneren Einstellung, nicht vorstellen, dass ich das Gefühl hätte, was verpasst zu haben, wenn es beim ersten geblieben wäre.

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    Wenn jemand gerne oft mit unterschiedlichen Partnern verkehren möchte, dann ist das genauso in Ordnung wie wenn man sich nur auf ein paar wenige Partner in seinem Leben "beschränkt". Dieses vergleichen mit einer "Norm" wo es keine Norm gibt, ist einfach nicht zeitgerecht.

    Ich habe ja auch versucht, die Beschreibung von der Bewertung zu trennen.

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    Was mich nur sehr interessieren würde, ab welcher Anzahl man in deinem Umfeld eine "Schlampe" ist?! ":/

    Diesen Begriff oder diese Bewertung verwende ich nicht. Und mein Umfeld auch nicht. Und nein, ich bin kein Sexualtherapeut, noch sonstiger Therapeut. Ich verstehe gar nicht, wie manche von euch darauf kommen.

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    Welche Deutung fällt dir dann zu "100" ein

    "100" deutet aus meiner Sicht an:


    * er/sie maß bis zu diesem Zeitpunkt sexueller Exklusivität in einer Beziehung oder der Beschränkung seiner/ihrer Sexualität auf serielle Partnerschaften keine große Bedeutung zu (denn keiner kann wirklich 100 Beziehungen gehabt haben)


    * lebte sexuelle Freiheit aus


    * fand oder schaffte sich in der Vergangenheit auch die entsprechende Anzahl von Gelegenheiten dazu


    * hatte den Druck oder die Motivation und den Mut dazu, noch auf deutlich mehr potenzielle Sexualpartner zuzugehen, damit sich dann die 100 Sexualpartner ergeben haben, wo es von beiden Seiten passte


    Jede Zahl ist ja eine Art Zwischenstand, der noch weiter steigen kann, und man kann aus einem Zwischenstand ja nur die Entwicklung bis zu diesem Punkt einschätzen. Eine Prognose in die Zukunft kann man daraus erstmal nicht ableiten. Schimmelreiter's Kommentar - auch wenn mir erst flapsig scheinend, so doch auch mit einem wichtigen Aspekt - hat mich dazu motiviert, es so auszudrücken. Ich glaube schon daran, dass sich Menschen auch ändern können, in beide Richtungen: sexuell offener, aber auch wieder sexuell exklusiver.

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    und ab wann ist eine Frau deiner Meinung nach nymphoman bzw. was, wenn das erste Mal schon sehr früh stattfand?

    Schon der Begriff "nymphoman" wird von verschiedenen Leuten mit verschiedener Bedeutung belegt. Und dann kommt aus meiner Sicht auch unterschiedliches raus. Schon die Dudenbeschreibung ist mehrdeutig:


    "nymphoman = (von weiblichen Personen) von einem (krankhaft) gesteigerten Geschlechtstrieb beherrscht"


    Im DSM (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) ist Nymphomanie als Diagnosebestand entfallen, im ICD (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD, englisch International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems)) ist es noch drin unter Schlüssel F52.8.


    http://www.icd10data.com/ICD10CM/Codes/F01-F99/F50-F59/F52-/F52.8


    Wer sich gegen seinen/ihren eigenen Willen auf mehr Sexualpartner/kontakte eingelassen hat, als er/sie selbst wollte, der kann sich da einen Kopf machen, welche Ursachen das haben könnte. Und auch professionelle Hilfe suchen.


    Aber das würde ich nicht aus der Bewertung anderer aus dem eigenen Umfeld (Eltern, Freunde) ableiten, etwas was ja Lynette82 verunsichert hatte. Denn warum soll die moralische Bewertung anderer wichtiger sein als die eigene?

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    Ich hätte gerne etwas mehr Erfahrung gesammelt.

    Eben. Und ich glaube, damit bist du nicht allein.

    Ich glaube übrigens nicht daran, dass sich echte sexuelle Neugierde oder Entdeckungslust auf neue Menschen oder Abenteuer von einer bestehenden Beziehungen beschränken lässt, und dass dies daher auch eher eine verbreitete Ausrede ist. Ich denke, Libido/Lust findet ihren Weg, wenn sie gegen die eigene Disziplin und Kontrolle ankommt und der/die Gegenüber darauf eingeht. Ich lehne auch Worte wie "Fremdgehen" oder "Betrug" für sexuelle Kontakte außerhalb fester Beziehungen ab. Ob und wie es zu einer Beziehung passt, beurteilen die Beziehungspartner meiner Meinung nach ganz für sich.

    gauloise

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    ich kenne in meinem Alter niemanden, wirklich niemanden, nicht im Freundes-, nicht im Bekanntenkreis, der bis heute mit dem ersten Partner zusammen ist.

    Klar, kann es auch geben. Ich kenne ein Paar. Er ist ein paar Jahre jünger als ich. Mit ihm ging ich angeln als er ca. 15 war. In der Zeit lernte er sie kennen. Sie war seine erste Freundin. Einige Jahre später heirateten sie und sind bis heute zusammen. Wir haben kaum Kontakt, sehen uns vielleicht gelegentlich in der Stadt, von daher weiß ich, dass sie noch zusammen sind. Müssten inzwischen längst Silberhochzeit gehabt haben.




    irgendwie_anders

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    Ich finde dass es im Bezug auf "schlampig" sein ja wohl einen riesigen Unterschied macht, ob man viele Männer hatte weil man es geil fand möglichst viele zu haben oder ob man immer nur DEN Lebenspartner gesucht hat, es aber leider einfach mehrmals der falsche war.

    Nein, es macht keinen Unterschied, schon gar nicht einen riesigen. Die Motivation spielt nur für die eine Rolle, die das Konzept eines häufigen Partnerwechsels als unmoralisch ansehen. Dann soll die Erklärung, dass es leider immer der Falsche war, zu ein wenig Absolution verhelfen, so eine Art "mildernde Umstände". Allen anderen mit weniger moralischen Skrupeln diesbezüglich ist es ohnehin schnurzpiepegal, warum jemand häufig seinen Partner wechselt und infolgedessen macht es eben auch keinen Unterschied.




    Souha

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    ob man viele Männer hatte weil man es geil fand möglichst viele zu haben

    Und was ist daran schlimm?

    Nichts, eigentlich. Allerdings solltest du anerkennen, dass es Menschen gibt, für die die Intimität einer sexuellen Beziehung etwas ganz Besonderes darstellt, das man nur mit wenigen teilt. Diese Leute haben halt eine andere Moralvorstellung, so wie Moral ohnehin eine ziemlich individuelle Sache ist. Für diese Leute ist es eben "schlimm", aus deren Blickwinkel. Es ist nicht unsere Aufgabe, diese Menschen umzuerziehen.

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    Allerdings solltest du anerkennen, dass es Menschen gibt, für die die Intimität einer sexuellen Beziehung etwas ganz Besonderes darstellt, das man nur mit wenigen teilt.

    Ja, voll ok. Solang die mich nicht umerziehen wollen,hab ich selbiges auch nicht vor.

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    ich kenne in meinem Alter niemanden, wirklich niemanden, nicht im Freundes-, nicht im Bekanntenkreis, der bis heute mit dem ersten Partner zusammen ist.

    Also, wir gehören dazu. Und ich kenne auch ein paar Paare, bei denen es so ist. Alle noch glücklich miteinander. :)z

    Ich sehe dich ganz und gar nicht als Flitchen oder dergleichen...


    Das man mit einem Menschen schläft mit dem man zusammen ist/war, ist doch selbstverständlich. 2 ONS, was ist das schon. Wenn man Single ist und gerne Sex hat oder von einem Menschen mit dem man keine Beziehung haben möchte aber dennoch von ihm begeistert ist, soll man da auf Sex verzichten nur weil viele Menschen noch immer längst überholten Wertvorstellungen anhängen?! So ein Blödsinn! Da finde ich muss man auch als Frau selbstbewusst mit umgehen können.

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    Ich finde dass es im Bezug auf "schlampig" sein ja wohl einen riesigen Unterschied macht, ob man viele Männer hatte weil man es geil fand möglichst viele zu haben oder ob man immer nur DEN Lebenspartner gesucht hat, es aber leider einfach mehrmals der falsche war.

    Das regt mich auf. Man auch als Frau Sex haben, ohne DEN Lebenspartner zu suchen, und es ist trotzdem kein bisschen schlampig. Sex zu wollen und sich einen ebenbürtigen Sexualpartner zu suchen, mit dem der Sex gut ist, daran ist NICHTS verwerfliches. Auch wenn man den dann nicht gleich heiraten will. Das hat mit der Fähigkeit oder dem Willen zur Exklusivität übrigens gar nichts zu tun. Schlampig = lügen und betrügen, um entgegen von Vereinbarungen Sex zu bekommen.

    Die Männer, wo eine Frau als Schlampe bezeichnen, obwohl die denen gar nichts "böses" angetan hat, die sind nicht ganz dicht. Vielleicht bezeichnen die, ganz im Gegewntum, die als Schlampe WEIL se ihnen nix "Böses" angetan hätt sondern nur emandem ANDERST ]:D

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