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    Schwierig stelle ich mir das bereits hier stattfindende in-Frage-Stellen des "ich-Konzeptes" vor - wenn man nach und nach erfährt, dass immer mehr Eigenschaften, die man als zu sich selber gehörend empfindet, als "so bin ich halt" (auch wenn sie eigentlich schlecht sind), eigentlich "nur" Folge der Krankheit sind. Was bleibt dann übrig?

    Genau das macht mir solche Angst. Wenn man Wiki in Bezug auf BPS glauben kann, so ist Instabilität des Ichbildes typisch. Schrecklich. Einerseits praktisch, da man anpassungsfähig ist, andererseits verstörend, da man nie weiß, wer man wirklich ist.


    Mein Freund sagte gestern, er habe Angst, sich richtig einzulassen und einiges an seinem Leben, das mich stört, für mich zu ändern, weil er fürchtet, dass ich ihn bald bzw. generell plötzlich verlasse. Ich weiß jetzt nicht, was ich machen soll. Einerseits kann ich ja nicht garantieren, bei ihm zu bleiben. Andererseits ist es schon gut, wenn man sich echt einlässt. Bin verwirrt.

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    Andererseits ist es schon gut, wenn man sich echt einlässt. Bin verwirrt.

    Das ist, denke ich, ganz normal. Das ist auch bei Paaren die nicht mit BpS verhaftet sind oft der Fall. Und eine Garantie gibt es ja bekanntlich in keiner Konstellation. Du kannst gut reflektieren. Das ist dein großer Vorteil. Nutze diesen.

    :-) ich denke, nur so bin ich einigermaßen erträglich. Wenn ich mir vorstelle bzw. auch lese, dass manche null Krankheitseinsicht und Reflexion haben, dann frage ich mich, warum sich das manche antun? Ich weiß, wie und warum ich oft so handle wie ich es tue, und kommuniziere das auch, auch wenn es so schwer fällt. Aber wenn ich mich dauernd im Recht sähe, wäre ich ja noch unaushaltbarer?!


    Wie kann ich ihm mehr Sicherheit vermitteln?


    Mein Kumpel sagte, ich solle ihm versprechen, dass ich für die Beziehung kämpfen (ich mag den Begriff auch nicht, aber es bedeutet eben für mich, dass ich nicht sofort aufgebe) werde. Noch Ideen? Ich merke einfach, dass ich mit meinen ständigen Zweifeln und Drohungen viel Stabilität kaputt gemacht hab bzw. dem Entstehen selbiger entgegenwirkte. :°(

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    Wie kann ich ihm mehr Sicherheit vermitteln?

    Indem du dir selbst mehr Sicherheit zugestehst. Selbstvertrauen. Sich selbst gerecht werden, dann klappt das auch meist mit dem Partner. Und: bei Fehlern nicht gleich in alte Muster verfallen. Der Mensch macht Fehler und man darf auch Fehler machen. Das ist so.

    @ Reizende

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    Mein Freund sagte gestern, er habe Angst, sich richtig einzulassen und einiges an seinem Leben, das mich stört, für mich zu ändern, weil er fürchtet, dass ich ihn bald bzw. generell plötzlich verlasse. Ich weiß jetzt nicht, was ich machen soll. Einerseits kann ich ja nicht garantieren, bei ihm zu bleiben.

    Wie er sich verhält, ist - finde ich - sein Ding… Er kann sich für Dich verbiegen, er kann es auch lassen, das ist allein seine Entscheidung, und Du bist ihm da auch kein bestimmtes Verhalten schuldig. Das bist Du eher Dir selbst schuldig, denn Dir geht es mit Deinen speziellen Verhaltensweisen ja nicht gut.


    Werde Dir Deiner selbst sicher, dann überträgt sich das auch auf den Partner.


    Ist ein bisschen wie mit Eltern und Kind - das Kind einer ängstlichen Mutter dürfte sich ziemlich schwer tun damit, selbstbewusst, selbstsicher und stark zu werden.

    Dafür müsste es ja erstmal so sein. Ihm etwas zu vermitteln, was nicht ist, dürfte schwierig werden…


    Außerdem gibt es ja wirklich keine Garantie. Er kann in Deinen Augen alles richtig machen und trotzdem kann sich ein Grund finden, warum Du nicht mehr willst. Der Grund kann durchaus auch sein, dass er alles richtig macht, zum Ja-Sager wird, Dir nur noch brav hinterher dackelt, sich selbst aufgibt… Dann denkst Du vielleicht "was für ein Waschlappen" und hast da gar keine Lust mehr drauf.

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    Dafür müsste es ja erstmal so sein. Ihm etwas zu vermitteln, was nicht ist, dürfte schwierig werden…


    Außerdem gibt es ja wirklich keine Garantie. Er kann in Deinen Augen alles richtig machen und trotzdem kann sich ein Grund finden, warum Du nicht mehr willst. Der Grund kann durchaus auch sein, dass er alles richtig macht, zum Ja-Sager wird, Dir nur noch brav hinterher dackelt, sich selbst aufgibt… Dann denkst Du vielleicht "was für ein Waschlappen" und hast da gar keine Lust mehr drauf.

    Das finde ich übrigens richtiggehend destruktiv.

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    Wenn ich mir vorstelle bzw. auch lese, dass manche null Krankheitseinsicht und Reflexion haben, dann frage ich mich, warum sich das manche antun?

    da gibt es einen legendären Artikel drüber:


    https://www.narzissmus.net/schuld-und-verantwortung-in-der-narzisstischen-beziehung/


    Dürfte sich aber durchgehend um Männer handeln, die mit gesundem Selbstwertgefühl nix am Hut haben.

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    sinnvolle Ideen

    Man kann die Beziehung und vor allem die Rollenmuster innerhalb dieser in diesem speziellen Fall (naja, eigentlich immer) nicht unabhängig von den Persönlichkeiten betrachten, und die eine Persönlichkeit beschließt ja gerade, massiv an sich arbeiten zu müssen.


    Insofern sind eruptive Auswirkungen auf die Beziehung nicht unwahrschelich.


    Ich halte es für sinnvoll, die Beziehung erstmal hintenan zu sellen und an sich zu arbeiten. Alles weitere findet sich dann eh.


    Meine Therapeutin meinte mal "Intime Beziehungen sind die Bühne für Persönlichkeitsstörungen" und das scheint mir auch so zu sein. So für sich alleine is alles immer irgendwie einfacher.