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    Das ist ungleich dem Versprechen, dass ich auf ewig bei ihm bleibe.

    Das halte ich auch für falsch, da man ein solches Versprechen nicht ehrlich abgeben kann, da die zukünftige Entwicklung insbesondere die Entwicklung der Bedingungen überhaupt nicht vorausschaubar ist.

    Ich hab auch selber das Gefühl, dass therapeutische Veränderungen zarte Pflänzchen sind, aber die Wucht des ganzen Getriigers und Beeinflussens, welche eine Beziehung auf einen ausübt, dieses brutal wieder plattwalzt. Insofern wäre es für eine Phase der persönlichen Veränderung wohl sinnvoll, erstmal deutlich weniger Kontakt zu haben. Sonst fällt man jeden Abend wieder aufs neue in die alten Muster zurück und alles wird viel viel schwieriger.. denk ich so.

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    Das halte ich auch für falsch, da man ein solches Versprechen nicht ehrlich abgeben kann, da die zukünftige Entwicklung insbesondere die Entwicklung der Bedingungen überhaupt nicht vorausschaubar ist.

    Ja. Eben.

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    Ich hab auch selber das Gefühl, dass therapeutische Veränderungen zarte Pflänzchen sind, aber die Wucht des ganzen Getriigers und Beeinflussens, welche eine Beziehung auf einen ausübt, dieses brutal wieder plattwalzt. Insofern wäre es für eine Phase der persönlichen Veränderung wohl sinnvoll, erstmal deutlich weniger Kontakt zu haben. Sonst fällt man jeden Abend wieder aufs neue in die alten Muster zurück und alles wird viel viel schwieriger.. denk ich so.

    Ich will aber nicht. Er hilft mir ja. Und ich reflektiere durch ihn viel mehr. Sonst würde ich mir einfach immer wieder neue Männer suchen, und die erste Phase genießen, und dann wieder was neues, und zwar ohne Veränderung. Ich will jetzt nicht allein sein.

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    Man kann die Beziehung und vor allem die Rollenmuster innerhalb dieser in diesem speziellen Fall (naja, eigentlich immer) nicht unabhängig von den Persönlichkeiten betrachten, und die eine Persönlichkeit beschließt ja gerade, massiv an sich arbeiten zu müssen.


    Insofern sind eruptive Auswirkungen auf die Beziehung nicht unwahrschelich.


    Ich halte es für sinnvoll, die Beziehung erstmal hintenan zu sellen und an sich zu arbeiten. Alles weitere findet sich dann eh.

    Nein, s.o.


    Und warum eruptive Auswirkungen? Inwiefern?

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    Meine Therapeutin meinte mal "Intime Beziehungen sind die Bühne für Persönlichkeitsstörungen" und das scheint mir auch so zu sein. So für sich alleine is alles immer irgendwie einfacher.

    Ja. Natürlich. Wobei meine Probleme auch wenn ich allein bin zutage treten oder im Umgang mit Freunden oder Kollegen.


    Dafür ist Nähe einfach wunderschön. Ich schau mal, ich finde, er hilft mir durchaus durch seine Gefühle und dass er zu mir hält und für mich da ist. Das baut mich extrem auf.

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    Und warum eruptive Auswirkungen? Inwiefern?

    na wenn zwei gut zusammen passen weil sie sind, wie sie sind, passen sie vermutlich nicht mehr gut zusammen, wenn der eine sich stark verändert hat.


    Ich würd mir da ansonsten, wenn möglich, erstmal nicht allzu viele Gedanken drüber machen. Das hat was von "Unbedingt etwas planen wollen, was einfach nicht planbar ist". So als würde ich jetzt schon das Grilffest für den 14. August vorbereiten wollen, ohne zu wissen, ob da überhaupt Grillwetter ist. Wenn Du nicht alleine sein willst, dann sei halt alleine. Inwiefern sich das alles durch therapeutischen Einfluß ändert, wird sich dann einfach zeigen.

    Und auch auf die Gefahr hin dass das aneckt -

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    Und ich reflektiere durch ihn viel mehr

    manchmal denkt man das auch nur oder es ist nur die halbe Wahrheit. Die Reflektion durch den Therapeuten fördert durchaus Aspekte zutage, auf die man sonst gar nicht gekommen wäre, und die einen teils sehr überraschen.


    Alleine (auch "zu zweit alleine) steckt man doch ein wenig im eigenen Sumpf fest aus dem man sich bekanntlich nicht selber herausziehen kann.

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    na wenn zwei gut zusammen passen weil sie sind, wie sie sind, passen sie vermutlich nicht mehr gut zusammen, wenn der eine sich stark verändert hat.

    Stimmt. Aber da wir uns noch so wenig kennen, halte ich das für ein zu vernachlässigendes Risiko und es hält mich auch nicht von einer Veränderung ab. Und die grundsätzlichen Muster unserer Persönlichkeiten ändern sich nicht einfach so, er wird also weiterhin hilfsbereit und "dienend" sein während ich egozentrisch und fordernd bin. Dass sich das jemals ändert halte ich für nahezu ausgeschlossen ;-D

    Also man hat ja schon seine Grund-Persönlichkeit, klar. Du wirst immer eher temperamentvoll sein. Das ist ja auch gut so.


    Allerdings ist "egozentrisch und fordernd" ja auch Ausdruck einer starken Bedürftigkeit, und es gibt keinen Grund, an dieser festzuhalten. Von daher kann sich das durchaus ein Stück weit ändern.

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    eher temperamentvoll

    ;-D das hast du nett gesagt.

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    Allerdings ist "egozentrisch und fordernd" ja auch Ausdruck einer starken Bedürftigkeit, und es gibt keinen Grund, an dieser festzuhalten. Von daher kann sich das durchaus ein Stück weit ändern.

    Das wäre schön. Ich mag selbst egozentrische Leute nicht (klar, wer tut das schon...) und diesen Zug an mir schätze ich tatsächlich durchaus nicht.

    Er sagte mal, dass er weder mit mir noch ohne mich könne...das hat mich einerseits glücklich, andererseits traurig gemacht. Denn das bedeutet ja, dass es für ihn auch schwierig ist? Nur zur Einordnung, wir haben fast täglich (oft mehrmals am Tag, wenn es mir schlecht geht) Debatten und Zustände, die ich erleide, also heftige Stimmungsumschwünge innerhalb kürzester Zeit und oft für ihn absolut unverständlich, da ist etwas in meinem Kopf, wie ein Schalter, der sich umlegt, wenn er was falsches sagt oder falsch guckt oder nicht so agiert, wie ich will; ferner massive Aggressivität ihm gegenüber, Kälte, oft auch pure Verzweiflung mit nicht endenden Heulkrämpfen und purer Angst, Abwesenheit (ich entgleite ihm im übertragenen Sinne), Anklagen...aber andererseits, wenn es schön ist, ist es sehr schön. Innig und vertraut. Und er sagt, das positive überwiegt. Dennoch merke ich, wie sehr es ihn belastet und das macht mich so unglücklich. Besonders, da sich diese Gefühle meiner Kontrolle entziehen. Zumindest die, die eine bestimmte Ausprägung hinter sich lassen.


    Das ist so unglaublich anstrengend. :°( und mit ihm ist es ausgeprägter als mit vielen Männern, die ich hatte. Was bedeutet das?

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    Was bedeutet das?

    Ich würde vermuten, dass er psychisch ebenfalls äußerst labil ist. Ein "gesunder" Mann (oder eine gesunde Frau) würde jenseits der akuten Verliebtheitsphase eine Trennung in Erwägung ziehen, weil diese Beziehung schädigend ist.


    Reizende, wenn ich deine Beiträge lese, dann merke ich selbst schon als absolut Außenstehende, wie ich mich von dir abgrenzen möchte. Das tut mir leid und du tust mir sehr leid, denn so zu leben stelle ich mir wirklich sehr anstrengend und traurig vor. Und das meine ich aufrichtig.