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    Nach meiner Auffassung wirst du dich ohne Therapie nicht ändern können

    *nick


    und daraus resultiert auch ein Rat an alle Schreibenden hier -> seid nicht so naiv, anzunehmen, all die gut gemeinten Ratschläge würden irgendwas bringen. Wenns so einfach wäre, wärs kein Problem. Die TE ist kein böser Mensch, sondern schwer verletzt worden in ihrem Leben und die ganze Sache ist äusserst leidensbehaftet. "Mal einfach so" einsehen und was ändern wird vermutlich gar nicht oder nur in sehr kleinen Portionen funktionieren.

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    und ich kann nicht verstehen, warum dein Partner sich das alles gefallen lässt

    Es gibt solche Menschen (ich bin ein klein bisschen ja selber so einer). Selber stark minderwertig geprägt (in der Regel von Eltern, die selber stark narzisstisch sind), die irgendwie fühlen, sie hätten es nicht besser verdient und würden da eine Art Schuld abbüßen. Es gibt einen klassischen, allerdings nicht sehr schonenden Text darüber, den jeder Betroffene kennen sollte


    https://www.narzissmus.net/schuld-und-verantwortung-in-der-narzisstischen-beziehung/

    Kletterpflanze

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    Okay also wenn er dir das angeboten hätte, hätte es dir gereicht? Das klang für mich so, als hätte er von selber auf die Idee kommen müssen das du was brauchst und es dann kaufen sollen.

    Nee, das hätte gereicht. Damit hätte er ja gezeigt, dass er mir helfen will und sich kümmert. Aber er meinte, hätte ich was gesagt, hätte er sofort was geholt. Also Missverständnis wieder...

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    Was deiner Logik nach bedeteutet, dass du ihn nicht liebst oder? Denn wenn man liebt, will man die Bedürfnisse des anderen erfüllen deiner Definition nach bzw. wenn er was nicht macht was du willst stellst du gleich seine Liebe in Frage. Jetzt hast du zwei Möglichkeiten, entweder du sagst für dich gelten andere Maßstäbe weil du ... bist (du wirst schon was finden was du für das ... einsetzen kannst) oder du sagst dir oh okay das ist ja nicht in Ordnung und fair, da Liebe beidseitig sein sollte.


    Aus Möglichkeit zwei ergeben sich dann drei Möglichkeiten: Nummer 1 du kommst zum Ergebnis, dass du ihn also daher nicht liebst, weil dir seine Bedürfnisse nicht wichtig sind und ihn dann entweder verlässt oder dir sagst ist okay dann nutze ich ihn halt aus (was im Endeffekt irgendwie so wäre wie die vorherige Möglichkeit des ich bin halt einfach...). Nummer 2 du überdenkst deine Liebesdefinition und senkst dene Ansprüche an ihn, dass du also nicht immer seine Liebe in Frage stellst, sobald er mal nicht deine Bedürfnisse erfüllt. Nummer 3 du hältst dene Liebesdefinition aufrecht aber legst sie dann auch konsequent in beide Richtungen aus, dass heißt kein zweierlei Maß messen mehr bzw. cherry picking für dich, was bedeuten würde, dass du auch versuchst seine Bedürfnisse zu erfüllen und bei Überschneidungen dann gemensam Lösungen gefunden werden und keiner aus prinzip zurückstecken muss.

    Wow, Danke. Das ist toll analysiert. Ich tendiere spontan zu 1, haha. Mal sehen. Muss das sacken lassen.

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    Subsummierst du dich da selber eigentlich auch drunter? Oder würdest du tatsächlich behaupten, dass er mit dir so richtig Glück gehabt hat unabhängig davon, dass er immer wieder leidet und es so ausschaut als würdest du ihn mittelfristig verlassen, nachdem er beispielsweise seine Arbetszeit für dich gekürzt hat.

    Na, er sagte mir letztens,dass sein bester Freund ihn fragte, wie er sich mit mir fühlt, und dass er spontan sagen konnte "besser". Also denke ich durchaus dass ich bisher die beste bin. Er sagte auch, dass er noch nie so ne liebevolle und intelligente Frau wie mich traf 😌


    Und dass man sich streitet ist ja normal. Aber ich will weniger versuchen...er ist ja ein lieber. Und hat wohl mehr verdient. Also guck ich, ob ich mich zusammenreißen kann.

    paint-it-colourful

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    Und du kannst doch nicht ernsthaft verlangen, dass dein Partner weniger arbeitet und dabei Geldeinbußen in Kauf nimmt, nur damit er mehr Zeit für dich hat.

    Er sagte aber, dass er auch mehr Zeit für mich will.

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    Mit Liebe hat das alles nichts zu tun.

    Das weiß ich nicht. Ich hab ihn sehr gern und bin gern bei ihm, toller Sex und so.

    Ich denke übrigens, solange er mich liebt, ist das Intrigieren seiner Mutter egal. Er sagt selbst, ihm sei egal, was sie von mir denkt, er will einfach mit mir zusammen sein. Und wenn es ihm nicht mehr egal ist, liebt er mich offenbar nicht mehr genug, sodass ich mit ihm eh nichts mehr anzufangen weiß. Also alles halb so wild.


    Übrigens hat mir eine Nachbarin erzählt, dass die Mutter genau gleiches Verhalten bei ehemaligen anderen (den wenigen) Frauen von ihm heute. Das bestätigt mir, dass sie das verdammte Problem ist und nicht ich.


    Ich habe ihm auch gestern gesagt, dass ich mir manchmal wünsche, sie wäre tot. Er fand es zwar inhaltlich nicht schön, aber fand es gut, dass ich so offen mit ihm rede :-)

    Und ich freu mich, dass er so reagierte.


    ich werde sie so weit es geht ignorieren. Manchmal habe ich zwar nicht übel Lust, ihr die Meinung zu sagen, dass sie in meinen Augen ne faule gestörte Säuferin ist, die ihr Kind psychisch verkrüppelt hat und sich schämen sollte, meiner Mutter Vorhaltungen wegen derer Erziehung zu machen, aber ich weiß, dass es dann so richtig eskaliert (sie hat wohl früher regelmäßig mit Gegenständen geworfen) und ich weiß auch, wenn sie mich anfasst, schlage ich zurück, und dann wirds unschön. Daher lasse ich mich von ihr nicht provozieren, egal wie oft sie sagt, ich sei feige und verweichlicht. Ich bin einfach klüger als sie, was aber zugegebenermaßen nicht schwierig ist. Bei unserem ersten Date sagte er auch, sein Halbbruder habe die bessere Mutter.

    Das beantwortet jedenfalls die Frage weshalb er sich deinen Tanz gefallen lässt. Gut das er da Grenzen fühlt ab wo er gehen würde. Er hat also eine gute Chance so oder so auf die eigenen Füße zu fallen.


    Und es ist nicht entweder die Mutter das Problem oder du, ihr könnt beide ein Problem sein und viele davon haben. ;-)


    Ansonsten: Wie läuft das denn so mit der Selbsthilfegruppe und wie fühlst du dich in Bezug auf die Therapiesitzung?

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    Gut das er da Grenzen fühlt ab wo er gehen würde. Er hat also eine gute Chance so oder so auf die eigenen Füße zu fallen.

    Was meinst du?

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    Ansonsten: Wie läuft das denn so mit der Selbsthilfegruppe und wie fühlst du dich in Bezug auf die Therapiesitzung?

    Ich freu mich auf die Therapie :-) die spezielle BPS SHG ist erst morgen. Die anderen: wirklich hilfreich. Muss mich nur aufraffen...

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    Nee, das hätte gereicht. Damit hätte er ja gezeigt, dass er mir helfen will und sich kümmert. Aber er meinte, hätte ich was gesagt, hätte er sofort was geholt. Also Missverständnis wieder...

    Joah kann passieren, da ticken Menschen anders. Ich schätze mal du hast ihm gesagt du würdest es dir wünschen wenn er es in Zukunft anders macht und er hat zugestimmt. Nur ein kleiner Hinweis aber krieg keinen Anfall sollte er es mal vergessen, gewohnheiten zu ändern geht nicht so schnell.

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    Wow, Danke. Das ist toll analysiert. Ich tendiere spontan zu 1, haha. Mal sehen. Muss das sacken lassen.

    Ich bin halt en kluges Kerlchen. Wozu du tendierst überrascht mich jetzt auch nicht, die Frage ist eben wozu willst du tendieren, was ein Mensch willst du sein. Und dann versuchst das anzustreben. Nen das wird nicht von jetzt auf gleich gehen, wichtig ist das man es ernsthaft versucht und auch nicht das Gegenteil vom perfektionismus macht und quasi nurnoch Ausrutsche rhat und sagt ahjo kann halt mal passieren. Sich ändern ist scheiße anstrengend.

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    Na, er sagte mir letztens,dass sein bester Freund ihn fragte, wie er sich mit mir fühlt, und dass er spontan sagen konnte "besser". Also denke ich durchaus dass ich bisher die beste bin. Er sagte auch, dass er noch nie so ne liebevolle und intelligente Frau wie mich traf 😌


    Und dass man sich streitet ist ja normal. Aber ich will weniger versuchen...er ist ja ein lieber. Und hat wohl mehr verdient. Also guck ich, ob ich mich zusammenreißen kann.

    Hm dann ist die Messlatte tatsächlich nicht hoch, wenn die Dramen die er mit dir erlebt immernoch besser ains als die davor. Andererseits ist eure Beziehung ja noch nicht abgeschlossen, das dicke Ende kann also noch kommen und das er nach einer Trennung anders drüber spricht.


    Ob Streits normal und vor allem sinvoll sind, hängt davon ab wie man Streits definiert. Wenn Streit bedeutet das man sich anbrüllt und nicht daran interessiert ist das Problem zu lösen sondern den anderen nur ankackt dann sind sie nicht sinnvoll. Was ihr habt bzw. was du machst ist ja dann auch noch viel mehr eine Eskalationsspirale bzw. dass du Streits provozierst. Ich vermute mal das du dich da lebendig fühlst, du kannst deine Aggressionen rauslassen und spürst seine Zuneigung dadurch, dass er leidet und versucht dir alles recht zu machen. Das ist dann hochdysfunktional auf dauer bzw. wenn man eine Beziehung erhalten will.

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    Was meinst du?

    Na, er hat offenbar eine übergriffige, dominante und egozentrische Mutter. Er sucht sich ebensolche Freundinnen aus. Manipulativ und Kontrollierend. Das ist keine besonders tolle Perspektive für sein beziehungsleben, wenn er nicht ein Leben land der Fußabstreifer und die emotionale Krücke von jemand anderem sein möchte, deshalb ist es gut, dass er auf Abstand gehen wollte, dass er gesagt hat, dass er dies und jenes nicht mehr kann. Er kann da offenbar seine Grenzen fühlen, auch wenn sie noch deutlich zu weit gesteckt sind, wenn du mich fragst, aber immerhin, er kann sie fühlen. Und das bedeutet, dass er sich in Sicherheit bringen kann und damit hat er die Chance zu lernen Rückgrad zu beweisen und Beziehungen auf Augenhöhe zu führen. Wird ein ebenso weiter Weg für ihn wie für dich, aber er hat die Möglichkeit und das ist doch gut. :-)


    Schön das die anderen hilfreich sind. Ich bin gespannt wie die andere für dich läuft.

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    ch schätze mal du hast ihm gesagt du würdest es dir wünschen wenn er es in Zukunft anders macht und er hat zugestimmt. Nur ein kleiner Hinweis aber krieg keinen Anfall sollte er es mal vergessen, gewohnheiten zu ändern geht nicht so schnell.

    Ja, genau. Das zweite hat er mir auch genau so gesagt :-)

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    Was ihr habt bzw. was du machst ist ja dann auch noch viel mehr eine Eskalationsspirale bzw. dass du Streits provozierst. Ich vermute mal das du dich da lebendig fühlst, du kannst deine Aggressionen rauslassen und spürst seine Zuneigung dadurch, dass er leidet und versucht dir alles recht zu machen. Das ist dann hochdysfunktional auf dauer bzw. wenn man eine Beziehung erhalten will.

    Ja, richtig :-| ich bin da meist extrem verletzend und gemein, aber kaum laut. Ich weiß auch die Schwachstellen perfekt aufzuspüren.

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    Na, er hat offenbar eine übergriffige, dominante und egozentrische Mutter. Er sucht sich ebensolche Freundinnen aus. Manipulativ und Kontrollierend.

    :-|

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    Hast Du mittlerweile einen Therapieplatz? Ist dann wohl an mir vorbeigegangen.

    Nee aber bald das Erstgespräch.

    Er kam übrigens gestern von sich aus auf die Geschichte mit den Medikamenten zu sprechen und hat sich entschuldigt. Er sagte, er hätte es mir in der Tat anbieten müssen. Und dass er sowas nicht gewöhnt sei. Aber dass man in einer Beziehung zusammenhalten und dem anderen helfen müsse. x:)

    Na, anbieten kann man sowas schon ohne umzufallen. Aber wenn man es nicht tut ist es halt kein Grund für eine riesen Szene sondern ein freundlicher Hinweis, dass einem das eine Hilfe gewesen wäre, hätte durchaus gereicht.


    Es geht halt immer wieder um die Frage der Angemessenheit. ;-)

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    Aber wenn man es nicht tut ist es halt kein Grund für eine riesen Szene sondern ein freundlicher Hinweis, dass einem das eine Hilfe gewesen wäre, hätte durchaus gereicht.

    Wobei es auch da sehr viel Platz dazwischen gibt. Also hier gabs auch schon Threads wo die Partner/innen bei Krankheit auch nicht auf die Idee kamen, sich um den Partner/in zu kümmern oder ihnen anzubieten Medikamente einzukaufen. Dieses Angebot finde ich schon selbstverständlich und wenn man drüber gesprochen hat und der andere vergisst es ist es definitiv kein Grund zu Freude. Aber dann sollte man als Betroffener das in dem Moment konkret ansprechen und sagen das man medikamente braucht. Und dann die Reaktion abwarten ;-)