Gestern war übel. Hab ihm eine fette Szene gemacht wegen Ex "Beziehung", 4 Wochen, Schwachsinn, jedenfalls war ich so hasserfüllt und aggressiv ich habe ihn fast geschlagen. Und auf Arbeit vor Wut gezittert. Ich hatte solchen Ekel vor ihm, im Moment mag ich ihn auch nicht anfassen. Und keine Zeit mit ihm verbringen. Mein Kumpel meint dass das Pech mit den Frauen sich bei meinem Freund offenbar fortsetzt. Das ist..gemein.


    Ich ertrage einfach nicht den Gedanken dass da...Frauen waren. Nicht mal viele oder nicht so attraktive und intelligente wie ich, aber... es ekelt mich an.


    Er war jedenfalls sehr verletzt und gekränkt. Aber geschieht ihm recht wenn er es wagt diese Nutten in neutral positiver Art zu erwähnen, schamlos mir ins Gesicht, nein, keine Lobeshymnen, dann wäre aber Polen offen. Und ja, ich hab das Thema initiiert. Ja, ich bin völlig bekloppt. Es ist nicht einfach, Freunde der Sonne.

    Ja, ich bin ein Freund der Sonne. Ich finde es auch alles nicht so einfach, und anstatt mir den Kopf anderer Leute zu zerbrechen, werde ich jetzt erstmal etwas Sonne tanken.


    Vielen Dank für die Erinnerung.


    *:)

    Oh Mann. Ich habe eine Freundin, die war genauso wie Du, auch dieser Hass/Eifersucht auf die vorherigen Freundinnen ihres Partners... Sie hat irgendwann begriffen, wie hirnrissig das ist. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du das auch bald schaffst. Aber Du ahnst es ja schon.

    Wie hat sie es geschafft?


    Mir macht meine Aggressivität etwas Sorge. Ich war wirklich kurz davor ihn zu schlagen. Also richtig, keine Ohrfeige. Und er ist deutlich kräftiger und größer als ich. Aber ich wollte ihm körperlich Schmerzen zufügen. Und er hatte wieder Tränen in den Augen. Das hat mir geholfen.

    Die Krux an Deiner Situation ist, so wenig anschaulich das sein mag. Du hast selbst mehr Angst als Vaterlandsliebe. Deine Angst, vor Ablehnung, nicht cool dazustehen, dass andere über Dich lachen oder versuchen Dich abzuwerten, ist ein tiefsitzender Anker in einem Leben geworden.


    Es ist die innere Ohnmacht eigene Unsicherheit hinnehmen zu müssen und die Orientierung über eine Situation zu verlieren. Es ist das Schutzschild, dass verhindert, dass Deine Emtionen Dich selbst wie ein Tsunami überschwemmen und im Nachgang negativ auffressen.


    Die Angst die Kontrolle zu verlieren, ist bei Dir immens und tief als Emotion angelegt. Deswegen drehst Du den Spieß, die Abläufe in all Deinen menschlichen Begegnungen und Beziehungen um.


    Kann man so machen, wie Du versuchst emotional zu überleben, denn nichts anderes ist es was Du versuchst. Glücklich macht es Dich nicht und davor bewahrt Dich weder optische Attraktivität, noch die Intelligenz und nicht die Überhöhung Deiner Person im Vergleich zu anderen. Du hast verlernt wie es ist, entspannt ohne zwischenmenschlichen Wettkampf zu leben. :)_


    Das meine ich völlig ohne Häme oder Bewertung, weil ich in Deinen Mustern verstehe, was Dich so ticken lässt wie Du lebst.

    Dein Kumpel hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Das ist nicht gemein, sondern ehrlich. Und wenn du ehrlich zu dir bist, dann weißt du das auch.


    Nur mal so als Gedanken: er darf sie nicht neutral erwähnen, aber du mit deinem Ex jeden Tag Kontakt haben und es ist sogar in Ordnung zu weinen, weil du ihn so vermisst?

    @ Reizende

    Zitat

    Wie hat sie es geschafft?

    Sie hat es erst gepeilt nachdem sie sich getrennt und noch drei Männer in relativ kurzer Zeit verschlissen hatte. Einfach durch Feststellen dass das so offensichtlich nicht zielführend ist. Aber auch durch Gespräche und Therapie und Reifung durch Lebensalter...

    krasse Sache. Aber kenn ich von meiner Mutter auch.


    Da hilft nur die klare Reflektion "ich verhalte mich hier völlig bekloppt und der Grund sind tief sitzende Probleme in mir, da will ich dringend dran arbeiten".

    Also es reicht dann quasi ein noch so banaler trigger-Reiz (wo halt ein wundes Thema irgendwie angerührt wird), dann legt sich im Hirn ein Schalter um und madame (in diesem Fall meine ma) gerät in den Hass-Modus und will nur noch zerstören. Dauert Stunden bis Tage.


    Klingt hier nicht viel anders.

    Zitat

    :-D das stimmt allerdings und ich freu mich aufrichtig darüber, dass es solche Menschen gibt. :-)

    Ich warte dann auf meine Karte, ich kriege gerne Dankeskarten ;-)

    Zitat

    :-| ja, leider wahr. Mir ist aber mein Fortkommen wichtiger als die Beziehung. Wenn diese daran scheitert, werde ich das auch überstehen.

    Habt ihr mal darüber gesprochen? Würde er nochmal ne Therapie machen? Und würdest du das wirklich wollen, also riskieren, dass er dadurch seine Abhängigkeit von dir reudziert? Wobei ich vermute, dass es eh egal ist, so schnell wie das gerade bei dir läuft was dene Gefühle und Eskalation ihm gegenüber betrifft ist das dann eh nicht mehr relevant. So Veränderungen dauern Jahre.

    Zitat

    Er war jedenfalls sehr verletzt und gekränkt. Aber geschieht ihm recht wenn er es wagt diese Nutten in neutral positiver Art zu erwähnen, schamlos mir ins Gesicht, nein, keine Lobeshymnen, dann wäre aber Polen offen. Und ja, ich hab das Thema initiiert. Ja, ich bin völlig bekloppt. Es ist nicht einfach, Freunde der Sonne.

    Ja stell dir einfach mal vor, er hätte so ne exbeziehung wie du sie hast und würde darüber so denken wie du und es dir erzählen. Dukennst ja meine Ausführungen zu dem zweierlei Maß messen. Bist du da mit dem Nachdenken weiter gekommen? Ich habe so ein bisschen das Gefühl du stimmst meinen Ausführungen zu, kannst dir dann auf die Schultern klopfen und dann ist es wieder weg wuuuusch ;-)

    Zitat

    Und auf Arbeit vor Wut gezittert.

    Wie schaffst du es eigentlich mit der Arbeit? Okay ich glaube ich habe irgendwo gelesen du arbeitest nur 6 Stunden am Tag, sollte das richtig sein. Aber trotzdem stellt sich die Frage wie du mit denen heftigen Schwankungen auf der Arbeit klar kommst, gerade wenn du Emotionen mit auf die Arbeit nimmst wie in diesem Fall. Gibt es da Strategien die du eher als gesund ansiehst die du auch auf das Private übertragen könntest oder sind sie eher ungesund und vielleicht Teil des Problems

    @ rr

    Zitat

    Also es reicht dann quasi ein noch so banaler trigger-Reiz (wo halt ein wundes Thema irgendwie angerührt wird), dann legt sich im Hirn ein Schalter um und madame (in diesem Fall meine ma) gerät in den Hass-Modus und will nur noch zerstören. Dauert Stunden bis Tage.

    Die Frage ist dann aber wie man damit umgeht. Hass zu verspüren führt nicht automatisch dazu das man den auch ausleben muss, auch wenn das gerne mal so dargestellt wird gerade von Leuten die es sich einfach machen (meist im Bezug auf Liebesgefühle bezogen in Richtung ich liebe ihn doch, daher muss ich auch mit ihm zusammen sein). Vor allem muss man ihn auch nicht automatisch gegen andere ausleben, man kann ihn auf unsgesunde Art und Weise an sich auslassen durch Selbstverletzung (wobei da die Grenzen nicht immer so klar sind, also gegen Sporttreben und auspowern an sich ist ja in gewissen Maße nichts zu sagen) oder eben auf gesunde Art zund Weise so wie in den Wald gehen und brüllen oder Sport treiben. Also lernen ihn auszuhalten ohne was kaputt zu machen.

    Kommt auf das konkrete Krankheitsbild an. Bei meiner Mutter machts klick und dann wird sie so "anders" dass ich befürchte dass sie da sogar dissoziativ ist. Sie hat da vermutlich tatsächlich keinen rationalen Zugriff drauf und kann da nicht gegensteuern.


    Ob das bei der TE auch SO krass ist, weiss ich nicht, ich vermute aber, es ist es nicht. Ihre Beiträge hier sind ja durchaus reflektiert.

    Zitat

    Kommt auf das konkrete Krankheitsbild an. Bei meiner Mutter machts klick und dann wird sie so "anders" dass ich befürchte dass sie da sogar dissoziativ ist. Sie hat da vermutlich tatsächlich keinen rationalen Zugriff drauf und kann da nicht gegensteuern.


    Ob das bei der TE auch SO krass ist, weiss ich nicht, ich vermute aber, es ist es nicht. Ihre Beiträge hier sind ja durchaus reflektiert.

    Hm ich glaube ja das es da einen sehr großen Graubereich gibt zwischen es ist ken Problem mene Gefühle un ter Kontrolle zu halten und geht gar nicht. Und je schwere es ist desto leichter ist es zu sagen ich habe da ja keine Kontrolle darüber. Und wenn es wirklich so sein sollte man aber das an sich nicht möchte dann müsste man gucken ob man da nicht was mit Medikamenten machen kann oder mit Therapie um dafür zu sorgen, dass man gar nicht erst in so Situationen kommt. Dein letzter Satz, dass die TE ja reflektiert sei lässt mich fragen, ob du hier nicht von verschiedenen Ebenen sprichst. Also reflektiert meint ja, dass man dann hinterher das reflektieren und darüber nachdenken kann. Das ist dann getrennt von der Situation. Und über die Situation haben wir aber ja gerae gesprochen, also das deine Mutter in der Situation nichts machen kann. Das beinhaltet aber nicht, dass sie hinterher nicht erkennt oh das war scheiße und dann eben versucht gar nicht mehr in die Situationen zu kommen. Wenn natürlich keine Selbstreflexion vorhanden ist bringt es auch nichts, wenn man sich in der Situation kontrollieren könnte, wenn man wollte, weil man es gar nicht erst will und nicht als Problem ansieht.

    Ich fand es manchmal erstaunlich schwer die Kontrolle nicht zu verlieren. Um sie zu behalten habe ich angefangen mich zu verletzen. Der Schmerz war das einzige was im Gehirn noch einigermaßen durchgestellt wurde. Keine Dauerlösung, aber wenn ich in öffentlichen Sitzungen war manchmal die einzige.

    Ich finds ja "sogar" auf meinem Level schwierig sich manchmal nicht hineinzusteigern.

    @ Kletterpflanze80

    Ja, genauso ist es, ein Entgleisen in bestimmten Situationen wäre verzeihlich, wenn der Umgang damit hinterher besonnen und reflektiert wäre (man könnte sich ja z.B. auch Entschuldigen). Alles, was komplett pathologisch passiert ohne dass der Betroffene da selber viel Eingriffsmöglichkeiten (und damit Verantwortung) hat, kann man irgendwie verzeihen, aber das, was bei vollem Bewusstsein dann im Nachgang dazu gesagt und daraus gemacht wird, eher nicht (denn da besteht ja die Möglichkeit der reflektierten, aufrichtigen Gestaltung).


    Wenn die TE da nicht reflektiert wäre, würde sie solche Stories hier ja auch gar nicht schreiben.

    Zitat

    Das beinhaltet aber nicht, dass sie hinterher nicht erkennt oh das war scheiße und dann eben versucht gar nicht mehr in die Situationen zu kommen

    gar nicht mehr in solche Situatione zu kommen klingt nach einem sinnvollen Vorhaben, dürfte in der Praxis aber unmöglich sein.