Wäre aber ein erster Weg aus der Schleife raus. Statt all das in der jetzigen Beziehung auszuagieren, in der die Probleme gar nicht gelöst werden können, weil sie da gar nicht wurzeln, könntest du anfangen die Konfliukte da zu lösen wo sie mal entstanden sind.

    Na, ein Teil von dir hängt da noch fest, ist mit der Trauer nicht durch, idealisiert und das belastet, durch den städnigen vergleich, auch die heutige Beziehung. Und natürlich belastet es jede weitere Beziehung mit Angst, denn wenn schon diese - so perfekte - Beziehung nicht gehalten hat, wie soll dann irgendwas halten? Dieser Gedanke macht es weitgehend unmöglich locker zu lassen und zu vertrauen und Sicherheit zu empfinden. Aus der Unsicherheit aber resultiert ja ein großer Teil deines Tanzes der es am Ende ruiniert.


    Wenn du der Angst nicht nachgehst, sie aufspürst, ans Licht zerrst und dich damit beschäftigst, dann frisst sie alles was du versuchst dir aufzubauen.

    Na, du könntest deine Sichtweise ergänzen, nämlich um seine Sichtweise woran es gescheitert ist und wie die Beziehung so war und so. Es wäre dann kein mehr oder minder unabwendbares Ende mehr, sondern halt die logische Folge aus diesen und jenen Verhaltensweisen/Gefühlslagen/Bedürfnissen und und und. Es wird also kontrollibar.

    Zitat

    Welche Dinge?

    Kleine Kinder sind ja noch ohne eigene Wertesysteme, quasi (weitgehend) wie ein unbeschriebenes Blatt, und was richtig und falsch ist, wird dann erlernt. Wenn die Mutter eine arge Narzisstin ist, dann lernt das Kind "richtig ist es, sich zu unterwerfen und meiner Mutter zu dienen" (denn wenn es das tut, ist sie ja glücklich, muss also richtig sein).


    Von daher wird tief im hirn verankert "wenn ich mich unterwerfe und den Bedürfnisse anderer, speziell Personen die wie meine Mutter sind, diene, bin ich ein guter und wertvoller Mensch".


    Wenn so jemand also jemanden findet, der der Mutter in diesen Mustern ähnelt, und er da auch wieder in das erlernte Muster (Unterwerfung, Minderwertigkeit) begeben kann, sendet sein Gehirn ganz massiv das Signal "das ist RICHTIG, tue das!!!"


    Von daher fügen sich dann oft solche Bezieh7ungen zusammen.


    Ob und inwiefern man da von "Liebe" sprechen kann, weiss ich nicht. Ich denke auch nicht, dass das eine Rolle spielt.

    Zitat

    Na, du könntest deine Sichtweise ergänzen, nämlich um seine Sichtweise woran es gescheitert ist und wie die Beziehung so war und so. Es wäre dann kein mehr oder minder unabwendbares Ende mehr, sondern halt die logische Folge aus diesen und jenen Verhaltensweisen/Gefühlslagen/Bedürfnissen und und und. Es wird also kontrollibar.

    Stimmt. Muss eruieren wovor ich da solche Panik hab.

    Zitat

    Ob und inwiefern man da von "Liebe" sprechen kann, weiss ich nicht. Ich denke auch nicht, dass das eine Rolle spielt.

    Warum spielt es keine Rolle?


    Er hat seinen kompletten Urlaub mit mir verbracht. Den Job abgestockt. Ab Mai jetzt. Er ändert seine Pläne um bei mir zu sein, wenn ich leide. Er sagt er erträgt es nicht, mich so zurückzulassen. Er sagte mir aber, er macht das nicht, weil er unterwürfig sei, sondern weil er nicht will dass es mir noch schlechter geht. Ist das keine Liebe?!

    Weiss nicht was ich darauf antworten soll. natürlich ist er unterwürfig. Das ist doch kaum überehbar. Und es ist natürlich Teil der Unterwürfigkeit, Dir dies nicht als unterwürfig zu verkaufen.


    Man ist etwas ratlos. Entweder Du begreifst diese ganzen Mechanismen und gehst dagegen an, oder halt nicht.


    Insgesamt gehts darum, dass es Dir irgendwann mal besser geht, und dafür ist die Frage ob dieser eine Kerl Dich nun "auch liebt" oder "nur unterwürfig ist" wirklich vollkommen egal.

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    Insgesamt gehts darum, dass es Dir irgendwann mal besser geht, und dafür ist die Frage ob dieser eine Kerl Dich nun "auch liebt" oder "nur unterwürfig ist" wirklich vollkommen egal.

    :)z :)^


    Reizende Du bist eine emotionale Switscherin, sicher auch aufgrund Deiner schwer steuerbaren Emotionen, bei denen es Dir schwerfällt zu differenzieren und negative Impulse kontrollierend auszuhalten.


    Mir scheint, dass in Dir eine lange gesäte Wut, die eigentlich die Falschen trifft, in solchen Momenten aus Dir raus bricht.


    Du hast den Ursprungskonflikt nie für Dich aufklären können, sondern weiter in Dir versteckt und nicht offen ausgetragen, den mit Deinen Eltern. Diesen überträgst Du in Deiner Partnerbeziehungen und lebst die erlernten Muster weiter. Du belohnst gutes und Dir wohlwollendes Verhalten (Elternverhalten), Du versinkst in tiefe Traurigkeit, Depression, selbstverletzendes Verhalten, wenn Du an Grenzen stößt, Dich wie das junge Kind unverstanden, unterdrückt und nicht akzeptiert fühlst in Deinen Wünschen/Ansprüchen.


    Die Spirale wird sich für Dich immer schneller drehen, in der Du nach Anpassung und Gleichschaltung Deiner Wünsche vorangehst. Auch deswegen ist dieser Mann nur bedingt für Dich und Deine Weiterentwicklung geeignet.


    Wenn Du Anteile Deines nicht aufgeklärten Konflikts überwunden hast (sofern Du die Therapie als ernsthaftes Angebot Deiner Probleme ansiehst), wirst Du in Deinem jetzigen Partner nur Deine Vergangenheit symbolisiert sehen, nämlich stellvertretend für Dein Kindsein (Versagen) mit Wut und negativer Energie sehen.


    Er ist so wie ihr jetzt in eurer Dynamik zusammenlebt Dein Stellvertreter für all das was Du nicht überwunden hast. Du bleibst an der Stelle mit Deinen Konflikten, die ungelöst geblieben sind, somit auch die Wut, die nicht Kontrollfähigkeit Situationen friedfertiger und empatischer aushalten zu können.

    Also. Es ist die Angst, dass es rauskommt, dass es doch nichts so besonderes war. Nur eine Beziehung von vielen. Dass es sich für ihn auch abgenutzt hat. Dann will ich es gar nicht wissen.

    Zitat

    Weiss nicht was ich darauf antworten soll. natürlich ist er unterwürfig. Das ist doch kaum überehbar. Und es ist natürlich Teil der Unterwürfigkeit, Dir dies nicht als unterwürfig zu verkaufen.

    Hm.

    Zitat

    Reizende Du bist eine emotionale Switscherin, sicher auch aufgrund Deiner schwer steuerbaren Emotionen, bei denen es Dir schwerfällt zu differenzieren und negative Impulse kontrollierend auszuhalten.

    Was meinst du damit? Aber meine Widersprüchlichkeit fällt fast allen auf, die mit mir näher zu tun haben.

    Also... bei einer SHG hab ich da jemand kennengelernt. Er fährt richtig auf mich ab. Aber ich blockiere näheren Kontakt, da er ja auch weiß dass ich vergeben bin. Es fällt mir nur grad ein, da er komplett das Gegenteil ist. Setzt mir viele Grenzen und behandelt mich wie eine erwachsene Frau. Alles blöd. Zum Glück ist bald das Gespräch.

    Zitat

    Also. Es ist die Angst, dass es rauskommt, dass es doch nichts so besonderes war. Nur eine Beziehung von vielen. Dass es sich für ihn auch abgenutzt hat. Dann will ich es gar nicht wissen.

    Warum nicht? Weshalb ist es wichtig, dass diese eine Beziehung so absolut besonders und wichtig und einzigartig war?