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    Mein großes Häschen, du bist ja nun ein paar Tage älter als ich. Denke in meinem zarten Alter hättest du den Verzicht darauf auch nicht so pralle gefunden

    Hältst Du das für ein sinnvolles Argument?

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    Hältst Du das für ein sinnvolles Argument?

    Durchaus geeignet, dir begreiflich zu machen, warum für mich allein sein wie für den Teufelskreis das Weihwasser ist.


    Ich fühle mich scheiße. Ich denke immer mehr über seine Fehlerhaftigkeit nach. Und das, obwohl er für mich alles tut.

    Und was bringts Dir, mir das begreiflich zu machen? (davon abgesehen ist es mir bekannt)


    Es ist wies ist, und sei es noch so scheisse. Und wenn Du weiter kommen willst musst Du das verstehen und da durch. Es gibt keinen anderen Weg.


    Ausserdem ist es auch nur logisch, dass es in der Tat "wie für den Teufel das Weihwasser" ist. Immerhin hat es durchschlagenden, destruktiven Einfluß auf das verhalten in Partnerschaften und richtet viel Schaden an. Die Angst muss also in der Tat sehr groß und das Gefühl sehr beschissen sein, wenn DAS, was die Realität ist, dann die Folge ist. Also, völlig klar, einfach ist das nicht.

    Nö, es ist nicht wie Weihwasser für den Teufel. Du löst dich dann nämlich nicht auf. Du befürchtest das nur und vermutlich würdest du dich eine ganze Weile nicht gut spüren. Denn jetzt spürst du dich ja nur in der Reibung mit dem Partner. Aber du wärest noch da und könntest lernen dich auch ohne ein Gegenüber wahrzunehmen und wärest damit einen riesen Schritt raus aus der Abhängigkeit. Mich deucht aber, dass wäre gerade so etwa der 5 Schritt vor dem ersten.

    Ich kann in der Tat bestätigen dass das eigentlich belastende immer nur Angst und Anspannung war. Die sache an sich (was das Thema "Abhängigkeiten in der Partnschaft / alleine sein" angeht hat sich in der Regel als weitgehend bis vollkommen harmlos und sogar tendenziell positiv herausgestellt. Früher hab ich das gefürchtet, mittlerweile suche ich es ganz bewusst.

    Ich meine, ich gehe zu Selbsthilfegruppen und warte auf meinen Therapieplatz. Ich versuche, das Positive an ihm zu sehen und meine Zustände zu ignorieren. Ich fühle mich wirklich schlecht. Ich will trotz des Schwundes des Hormonirrsinns bei ihm bleiben. Es mit ihm probieren. Trotz dessen dass ich am liebsten wieder weg will. Aber ich weiß, dass er gut zu mir ist, zu mir hält und verständnisvoll ist. Ich will dem ganzen eine Chance geben.

    wir reden hier auch über verschieden sachen ;-).


    Du redest ständig von der Beziehung (die ja eigentlich auch Thema des Fadens ist), alle anderen stellen die prioritätenmässig weit nach hinten und reden von den ganzen anderen Aspekten.


    Man könnte die Beziehung auch in den Therapieprozess mit einbeziehen. Du könntest mit ihm klar und offen reden und einen Pakt schließen, der sowohl der Beziehung auf gesunde Beine helfen soll, als auch Dich auf dem richtigen Weg bestärken. das könnte z.B. sein


    - er soll niemals mehr eigene Interessen hinter Deine stellen. Er soll weder Freunde noch Hobbies noch Job für Dich vernachlässigen. Er soll tun, was er WIRKLICH will (wobei "ich will wirklich dass es Dir gut geht" da aussen vor bleibt) und nichts sein lassen Dir zuliebe.


    - wenn Du ihn nieder machst, ihm Angst machst, ihn unter Druck setzt oder sonstwas soll er sofort sagen "Halt stopp" und das nicht mit sich machen lassen und ggf die Situation verlassen


    - es gibt Tage, wo man bewusst alleine bleibt. Wo man weiss "der andere ist zwar erreichbar im Notfall, aber ich versuche alleine klarzukommen" usw usf.

    Ich habe mich gestern mit dem anderen getroffen, er hat mir Ritalin gegeben. Es war sehr schön. Ich hab aber nichts schlimmes gemacht, also kein Sex. Ich bin so :-X :-X :-X :-X


    An ihm reizvoll ist, dass er mir Grenzen setzt, und dabei nett und lieb ist. Das fasziniert mich.

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    An ihm reizvoll ist, dass er mir Grenzen setzt, und dabei nett und lieb ist. Das fasziniert mich.

    Diesen Vorgang brauchst Du ohnehin, damit sich Augenhöhe zwischen beiden Partnern entstehen kann. Das hatte ich bereits in einem meiner ersten Beiträge geschrieben, dass Du keinen Partner langfristig an Dich binden kannst, dem Du nicht vertraust, der Dir genug Grenzen setzen kann und der Dich dennoch als Mensch und Person mit Deinen Handikaps respektiert.


    Gerade dieses grenzenlose Treiben in Deinen Beziehungen hat in diesen ungesunden Kreislauf austauschbarer Männer geführt. Einer Lebensmittel-Verkostung gleich, wer nicht bereit ist für Dich "schmackhaft" zu werden, fliegt aus der Probierküche wieder raus, ohne Gnade und Mitleid.


    Dass Du als angenehm findest, Dir mal so eben nebenbei im Kennenlernprozess Ritalin einem Cocktail gleich, verpassen zu lassen, oh man Mädel. :(v %-| :[] Im eigenen Interesse lass solche Experimente.


    https://www.zeit.de/studium/uni-leben/2013-03/ritalin-medikament-studenten


    Ohne Rezept, Medikation und Notwendigkeit, ist das eine maßlose Dummheit, und zwar von beiden Seiten. So fangen verhängnisvolle Affären und Suchtentwicklungen an. Mach so einen Scheiß nie wieder, das ist für all das was Du in Angriff nehmen willst kontraproduktiv. Wenn Du auf dem Pfad weiter machen willst, ist Deine angestrebte Therapie bereits im Kern erstickt. Also überlege Dir gut, wie Du weiter machst. Bei den Männern sowieso und in Bezug auf Dich selbst explizit.