ja, stimmt, die Persönlichkeitssubstanz ist bei derartigen Störungen gering, viel Angst, und viel Einfluß von anderen. Seh ich ja bei meiner Mutter :D. Die ist wie ein Fähnlein im Winde und "gut" ist immer der, der gerade nützlich ist.


    Allerdings ist das Ausmaß an Einsicht, in Relation zum relativ jungen Alter der TE, gar nicht sooo schlecht. Bin da halbwegs optimistisch.

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    Natürlich ist das nicht alles einfach. M.E. ist das schwierigste immer, es einfach zu machen.

    Ich finde es mindestens genauso schwierig, herauszufinden, was man machen muss. Wenn man das weiss, dann muss man es "nur noch" tun, was in aller Regel "sich Ängsten stellen" bedeutet.

    Zitat

    Natürlich ist das nicht alles einfach. M.E. ist das schwierigste immer, es einfach zu machen.

    ist eine andere Aussage als:

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    Wie meinst Du das? Wie kann man etwas einfach machen, was nicht einfach ist?

    Und rr2017 hat es schon richtig erkannt. "Einfach machen" im Sinne von etwas zu tun, z.B. zu fliegen trotz Flugangst, aber auch im Sinne von komplizierte Dinge zu vereinfachen. Jeder Physiker wird dir die Relativitätstheorie erklären können, aber wirklich (didaktisch) gute Physiker werden es auch so erklären können, dass es auch Leute ohne Physikstudium verstehen bzw. etwas mehr nachvollziehen können.

    Zitat

    Ich finde es mindestens genauso schwierig, herauszufinden, was man machen muss. Wenn man das weiss, dann muss man es "nur noch" tun, was in aller Regel "sich Ängsten stellen" bedeutet.

    Könnte auch Typ-Sache sein. Ich habe schon das Gefühl zu wissen was ich zu tun habe, aber an der Umsetzung hapert es.

    Licht

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    Das Kind ist halt unbesiegbare Konkurrenz, denn egal was die TE tut - den Status, den das Kind hat, einfach nur weil es sein Kind ist, egal ob er mit dem Kind viel Kontakt hat oder nicht - wird sie nie erreichen. Deshalb sagt das Gefühl "muss weg". Da stecken ja aber keine echten Mordabsichten hinter.


    Erwachsenes Kind wäre wohl deshalb nicht so schlimm, weil es diese (automatische) Rolle "versorge mich ohne jede Gegenleistung einfach weil ich dein Kind bin" nicht mehr hat, sondern selbst lebensfähig ist (in der Regel). Damit wären wir wieder bei der Vater/Elternersatzfigur.

    Exakt. Die Angst, immer an zweiter Stelle zu stehen. Obwohl er mir durchaus das Gefühl gibt, dass ich für ihn seine Nummer 1 bin.

    Soldanelle

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    Und denkst du, dass deshalb in seinem Herzen für dich weniger Platz wäre?

    :°( ja.

    Shojo

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    Ich würde im Gegensatz zu Dir einen Partner, dem das Kind dann gar nichts bedeutet, dem es vollkommen egal ist, nicht ernstlich in Erwägung ziehen. Was ist das dann für ein Typ? Kann man aus einer bestimmten Perspektive womöglich okay finden, aber man muss sich dann nicht wundern, wenn sich diese Haltung dann womöglich in anderen Punkten, die für einen selbst dann sehr unangenehm sind, ebenfalls Bahn bricht.

    Es ist ihm nicht egal. Aber er akzeptiert die Entscheidung der Mutter und auch, dass der neue Papa das beste für das Kind ist. Er sagte auch, er hofft, dass dieser das Kind adoptiert. Und einmal sagte er, ihm wäre es lieber, er wäre vorbestraft als das Kind zu haben. Andererseits hofft er auch, dass wenn das Kind größer ist, er damit Kontakt hat. Für ihn ist die Geschichte seiner Aussage nach einfach Pech. Er zahlt aber natürlich Unterhalt und hat früher das Kind ab und zu gesehen, bevor der neue Papa kam.


    Der neue ist ein Psychopath. Ich werde ihn nie wieder treffen. Ich weiß jetzt aber wieder, was ich an meinem Partner habe. Ich möchte einfach nur umgehen können mit der Lage. Es ist primär Angst. Wenngleich auch unbegründet. Manchmal hatte ich auch Anflüge, dass ich dachte, wenn ich etwas reifer bin würde ich das Kind vielleicht sogar kennenlernen wollen. Andererseits würde ich die Mutter in ihm sehen. Das würde mich wahnsinnig machen, zumindest stelle ich mir das derzeit so vor. Und ich weiß dann in ruhigen Momenten, dass es keine Konkurrenz ist, da zwei verschiedene Ebenen. Und richtig, ich habe nie das Teilen gelernt. Zumal ich ihn ja gar nicht teilen muss.


    Ich habe wegen des Themas oft geweint und mich geschnitten. Es macht mich zum Teil kaputt. Manchmal ist es mir egal.

    Eigentlich geht es hier, wie bei ganz vielen Dingen, auch dem oben angesprochenen "einfach machen", auch "nur" darum, konsequent die richtigen Dinge zu tun (bzw die falschen zu unterlassen), ohne viel Rücksicht darauf wie man sich dabei fühlt (auch wenn in einem ganz viele Ängste dagegen an schreien), und das daraus resultierende Empfinden zu ertragen. Auf Dauer stellt sich dann eine Besserung ein.

    Ich war bei dem Typen (dem sog. Neuen, der es nicht ist) zuhause. Er hat meine Grenzen nicht respektiert und mich angefasst. Und mich manipuliert. Wie mein Ex. Ich habe das gespürt. Hatte ein ganz schlechtes Bauchgefühl. Er ist ein guter Lügner, aber ich bin insoweit leider erfahren und sensibel. Bin ehrlich froh, dass ich da heil rauskam. Tür hatte er zugeschlossen. Sogar die geliebten Katzen hat er ausgesperrt, damit ich mich ihm "widme". Gruselig. Aber er hat wohl schon seit 15 Jahren Probleme mit Kokain. Ich werde mein bestes tun, um mich von ihm fernzuhalten. Ansonsten freu ich mich auf mein Erstgespräch. Habe erstmal frei, muss schauen, dass ich die Zeit gut nutze. Ich muss ständig gegen die Depression kämpfen. :°(

    So fasziniert ich von dem war, so sehr ist es jetzt abgeflaut. Ich weiß die Ruhe, Sanftheit und die Geborgenheit meines Partners zu schätzen. Es ist schwierig, nicht mal primär wegen des Kindes, aber wegen meiner Art, dennoch will ich bei ihm sein. Ich vertraue ihm so sehr. Das ist ... selten und gut. Ich bin froh, dass ich das rechtzeitig begriffen habe, bevor ich noch mehr Dummheiten machte, wie den anderen um Stoff zu bitten %:|


    Mein Freund hat mir heut zum ersten oder zweiten Mal eine Grenze bei meinen Zickereien gesetzt. Ich bin beim einkaufen wie ein ungeduldiges Kleinkind, will weg, sofort, quengelig, schrecklich. Als ich im Auto wieder damit anfing, meinte er, wir fahren jetzt nach Hause, wenn ich mich nicht beruhige. Das hat mir irgendwie gut getan. Wir hatten auch schon vereinbart, fortan nur noch allein einkaufen zu gehen. Eben weil ich da wirklich unerträglich bin.