Ich nutze den Faden mal als mein Tagebuch weiter.


    Die Zeit rast gewaltig. Stunde um Stunde, Tag für Tag. Und trotzdem habe ich das Gefühl in einem Loch steckengeblieben zu sein. Unsere Trennung, oder "meine" Trennung läuft nicht voran. An freien Tagen bastle ich an der Wohnung und den Möbeln herum. Nicht weil es mir im Moment Spaß macht, nur weil es soll.


    Wir wollten versuchen, ein freundschaftliches Verhältnis aufrechtzuerhalten. Eigennützige Treffen, weil wir beide einsam sind. Eine skurrile Situation, in der ich weiß, dass ich mich aus den falschen Gründen darauf einlasse. Ich möchte UNS wiederhaben. Der Mann, der mir dann gegenübersitzt ist mir fremd und in seinen Ansichten teilweise zuwider. Ich weiß wirklich nicht, wann das alles passiert ist!?


    Ein Einkauf beim Möbelschweden ist als Single auch ein anhaltender Tritt in die Magengegend. Davon abgesehen, 50kg Pakete ins Obergeschoss zu verfrachten. Gut, ich will aufhören, mich in Selbstmitleid zu suhlen. Ich kann das auch alleine! Nur von wollen kann keine Rede sein. Ich fühle mich wie ein bockiges kleines Kind: "ich will, ich will, ich will!" schade, dass sich Gefühle dadurch nicht erzwingen lassen.

    Zitat

    Ich kann das auch alleine! Nur von wollen kann keine Rede sein. Ich fühle mich wie ein bockiges kleines Kind: "ich will, ich will, ich will!" schade, dass sich Gefühle dadurch nicht erzwingen lassen.

    Ich kann das soooo gut nachvollziehen. Gib dir Zeit – es ist völlig normal, dass du dich zurzeit so fühlst, aber das wird nicht immer so sein. So eine Trennung ist nicht von heute auf morgen bewältigt und verarbeitet, jedenfalls für die meisten Menschen nicht. Die Zeit arbeitet aber für dich.

    Danke die Serafina.


    Leider arbeitet sie nicht schnell genug. Immer wieder diese Rückfälle. Das Thema nimmt mich so ein. Und wenn wir telefonieren, dann geht's immer nur um Arbeit und Fachliches. Manno.