Ich kann diese Ansicht auch nachvollziehen. Was die TE sucht, kann ihr Mann selbst mit Biegen und Brechen nicht bieten. Das dürfte etwas sein, was für manche akzeptabler ist, eben weil diese Frage "Was hat sie/er was ich nicht habe" da von vornherein geklärt ist. Eine individuelle Frage, wie man damit umgeht, bleibt es natürlich. Denn wenn der Partner konsequent jede Art vom "Fremdvergnügen" ablehnt, hilft auch diese Begründung nicht.

    Zitat

    Und natürlich kann ein Partner innerhalb der Beziehung andere Rechte und Pflichten haben als der andere, sofern beide das gut so finden.

    Kann ja. Aber es gibt keinen Anspruch darauf. Deswegen trifft man ja Vereinbarungen, was geht, und was nicht geht. Hier scheinen ja Vereinbarungen vorzuliegen (oder von ihr unterstellt zu sein), mit denen sie immer schwieriger leben kann.


    Da Alias so wenig geschrieben hat, weiß ich auch noch nicht, was ihr Ziel ist. Möchte sie ihren Partner überreden, einen Freibrief zu bekommen? Sucht sie Tipps, wie sie mit dem Verlangen umgehen kann? Sucht sie die Absolution, fremd gehen zu dürfen?

    Ich sehe das genauso wie Comran. Denn genau solche "Bisexuellen", sind der Grund warum sie in so manchen (vielen) Lesben- und Schwulenkreisen so verhassten sind. Für Sex(zum großen Teil auch ausschließlich zum Fremdvögeln) sind wir gut genug, aber wenn es Richtung ernst zu nehmender Beziehung geht, schwupps, schon ist das Interesse am gleichen Geschlecht verschwunden.


    Für mich geht es bei Bisexualität um viel mehr als Sex. Aber leider ist es ja mittlerweile so normal BI zu sein, dass die wahren Bisexuellen wirklich darunter leiden, weil ihnen so wirklich keiner mehr traut(denn man geht eh schon davon aus, dass er/sie am Ende eh wieder in einer hetero Beziehung landen wird usw).


    Und dann könnte man sich ja noch um die Eigenheiten auslassen, dass es bei Frauen total okay ist zu betrügen(weil Frauen und Frauen geil, sind, oder halt einfach keine Konkurrenz sein können zu einer richtigen hetero Beziehung) bei Männern aber meistens nicht. :(v


    Back to topic:


    Der erste Schritt sollte sein mit dem Mann zu reden, alles andere halte ich für unfair und nicht Zielführend.


    Und als Tipp, bitte starte keinen Aufruf in einen Lesbenforum, das kann nur nach hinten losgehen ;-D

    Das tut mir echt leid für dich, so ein Verlangen kann sehr heftig sein und die Möglichkeit, dass es vielleicht niemals wieder zur Erfüllung kommen könnte, macht einen verrückt.


    Ich verstehe dich sehr gut in dieser Hinsicht. Ich würde mich zwar nicht direkt als bi bezeichnen, aber ich hatte auch schon hin und wieder etwas mit einer Frau, und fand es sehr schön. Mein Ex-Freund war diesbezüglich im Laufe unserer Beziehung sehr offen. Es war okay für ihn, wenn ich hin und wieder etwas mit einer Frau hatte (Solange es kein anderer Mann war! Da unterschied er sehr stark!Das war vollkommen okay für mich!)


    Mein jetztiger Freund, würde so einem Vorschlag niemals zustimmen. Da tickt jeder Mensch anders.


    Wie hat dein Partner reagiert, als du mit ihm darüber geredet hast? (Ich vermute du hast mit ihm geredet, da du dir sehr sicher zu sein scheinst, dass er es nicht wollen würde, wenn du mit anderen Frauen schläfst )


    Hast du deinem Partner schonmal so explizit mitgeteilt, dass du das Bedürfnis danach hast?

    @ Comran

    Zitat

    Kann ja. Aber es gibt keinen Anspruch darauf. Deswegen trifft man ja Vereinbarungen, was geht, und was nicht geht. Hier scheinen ja Vereinbarungen vorzuliegen (oder von ihr unterstellt zu sein), mit denen sie immer schwieriger leben kann.

    Du hast gefragt, warum ein Bisexueller mehr Rechte genießen sollte. Darauf habe ich geantwortet. In einer Beziehung hat man auf nichts nen Anspruch, was nicht vereinbart wurde. Darum ging es ja aber auch gar nicht, sondern nur darum, warum jemand Bisexuelles mehr Rechte genießen sollte/könnte.

    Zitat

    Da Alias so wenig geschrieben hat, weiß ich auch noch nicht, was ihr Ziel ist. Möchte sie ihren Partner überreden, einen Freibrief zu bekommen? Sucht sie Tipps, wie sie mit dem Verlangen umgehen kann? Sucht sie die Absolution, fremd gehen zu dürfen?

    Naja... sie hat gefragt, ob ihre Empfindungen jemand nachvollziehen kann. Vermutlich wollte sie sich nur mal ausheulen.

    @ YaHbb

    Zitat

    Ich sehe das genauso wie Comran. Denn genau solche "Bisexuellen", sind der Grund warum sie in so manchen (vielen) Lesben- und Schwulenkreisen so verhassten sind. Für Sex(zum großen Teil auch ausschließlich zum Fremdvögeln) sind wir gut genug, aber wenn es Richtung ernst zu nehmender Beziehung geht, schwupps, schon ist das Interesse am gleichen Geschlecht verschwunden.

    Äh, ja, genau. Die TE würde bestimmt nie mit einer Frau eine Beziehung eingehen, hat sie ja auch genau so geschrieben %-| .


    Hast du selber schlechte Erfahrungen gemacht oder warum diskriminierst du hier Menschen?


    Soll ich mal ein paar Vorurteile über Stockschwule rausholen? Lesben sind ja so anstregend, wollen nach einem ONS gleich Haus und Hof kaufen....


    Und selbst wenn die TE mit Frauen nur vögeln will, ist das ihr gutes Recht. Solange sowas ehrlich kommuniziert wird, ist das überhaupt kein Problem. Unehrlich zu sein ist scheiße. Aber da ist es total egal, ob dein Gegenüber nun bisexuell ist oder homosexuell oder asexuell oder was auch immer.


    Echt mal... Leute aufgrund ihrer Sexualität so zu diskriminieren :(v . Und das vermutlich als Lesbe, die doch eigentlich wissen sollte, wie scheiße sowas ist.

    Zitat

    Für mich geht es bei Bisexualität um viel mehr als Sex. Aber leider ist es ja mittlerweile so normal BI zu sein, dass die wahren Bisexuellen wirklich darunter leiden, weil ihnen so wirklich keiner mehr traut(denn man geht eh schon davon aus, dass er/sie am Ende eh wieder in einer hetero Beziehung landen wird usw).

    Ist das jetzt so wie mit Vegetariern und Veganern, wo nur die Veganer wirklich "true" sind?


    Als Bisexueller kann es nun mal sein, dass ich mich trenne, und danach eine Beziehung mit dem anderen Geschlecht eingehe. So what? Muss ich mich jetzt für meine angeborene Sexualität schämen, oder wie?

    Zitat

    Und dann könnte man sich ja noch um die Eigenheiten auslassen, dass es bei Frauen total okay ist zu betrügen(weil Frauen und Frauen geil sind, oder halt einfach keine Konkurrenz sein können zu einer richtigen hetero Beziehung) bei Männern aber meistens nicht. :(v

    Ja, das sind aber Idioten, die sowas denken. Und der IQ und die sexuelle Ausrichtung fallen normalerweise nicht auf eine bestimmte Art und Weise zusammen.


    Krass, das manche Bisexuelle/Homosexuelle so intolerant sind.

    Zitat

    Und natürlich kann ein Partner innerhalb der Beziehung andere Rechte und Pflichten haben als der andere, sofern beide das gut so finden.

    Das Wort "Rechte" ist hier meiner Meinung nach falsch und sorgt für Misverständnisse: Es geht um Bedürfnisse aller Parteien die gleichbereichtigt nebeneinander stehen und dann eben dazu führen können - wenn sie nicht zusammen passen - das Beziehungen wieder auseinander gehen. Keiner hat ein "Recht" auf Sex oder auf emotionale Nähe einer selbstgewählten speziellen anderen Person. Der andere kann weder zum einen noch zum anderen gezwungen werden, wenn er dem nicht nachkommt. Es gibt ja auch kein Recht auf Treue - es gibt nur eine gemeinsame Vereinbarung treu zu sein oder nicht. Wenn diese Vereinbarung dann gebrochen wird ist das ein Vertrauensbruch großen Ausmaßes und korrodiert dann zwangsläufig die Beziehung. Beziehungen in denen man sich nicht auf vereinbartes verlassen kann sind im Alltag zusätzlich belastend. Das brauchen glaube ich die wenigstens Menschen. Ein entscheidender Vorteil von Beziehungen gegenüber dem Singledasein sind ja normalerweise Synergien. Ohne Vertrauensbasis funktionieren die nicht.


    Jeder Einzelne kann seine Bedürfnisse in einer Beziehung anmelden und Konsequenzen in Kauf nehmen oder selbst ziehen, wenn die nicht erfüllt werden. Dazu hilft es die eigenen Bedürfnisse zu kennen und eine gute Priorisierung für sich selbst gefunden zu haben zu der man dann auch stehen kann. Die meisten Probleme entstehen eigentlich, solange man diesbezüglich recht unsicher ist und sich selbst sehr wenig kennt, geschweige denn das was man möchte dem anderen verbal oder non-verbal kommunizieren kann.


    Ich sehe es auch so, dass es völlig egal ist ob jemand bisexuell, homo oder hetero ist: Die Frage ob eine Beziehung sexuell offen gestaltet werden kann hängt immer daran ob beide das wollen oder nicht. Es gib da kein " weil ich das brauche musst Du das akzeptieren" - für keine Partei.

    Zitat
    Zitat

    Ich sehe das genauso wie Comran. Denn genau solche "Bisexuellen", sind der Grund warum sie in so manchen (vielen) Lesben- und Schwulenkreisen so verhassten sind. Für Sex(zum großen Teil auch ausschließlich zum Fremdvögeln) sind wir gut genug, aber wenn es Richtung ernst zu nehmender Beziehung geht, schwupps, schon ist das Interesse am gleichen Geschlecht verschwunden.

    Äh, ja, genau. Die TE würde bestimmt nie mit einer Frau eine Beziehung eingehen, hat sie ja auch genau so geschrieben %-| .


    Hast du selber schlechte Erfahrungen gemacht oder warum diskriminierst du hier Menschen?

    Das Problem was Yahbb hier anspricht ist wohl eigentlich das, dass viele das "nur Sex" auf Internetplattformen nicht offen kommunizieren, weil sie dann weniger Chancen haben oder gleich durchs Suchraster fallen. Das gilt ja z.b. auch für Heteroplattformen.


    Was ich interessant finde ist, dass sich anscheinend bislang keine starke Plattform entwickelt hat, wo Bisexuelle untereinander nur Sex suchen. Das wäre eigentlich völlig naheliegend und unkompliziert? Oder sind die alle im Joyclub unterwegs?


    Statt dessen scheint es eine nicht kleine Gruppe Bisexueller zu geben, die gezielt nur nach Schwulen / Lesben für "nur Sex" suchen und da verstehe ich Schwule und Lesben, die dem einen Riegel vorschieben, weil es dabei eindeutig seitens der Bisexuellen nicht nur um unkomplizierten Sex geht, sondern irgendeine Form von psychologischem Problem (Minderwertigkeit, Narzissmus und so weiter) hier auf Kosten anderer gezielt über Sex ausgetobt werden soll. Psychologisch ist das Müll der auf den Schwulen und Lesben da abgeladen werden soll. Da kann es u.a. darum gehen sich über die bisexuelle Orientierung irgendeine verquere Form von sexueller Überlegenheit herbeizudefinieren. Insofern hat Yahbb da den richtigen Instinkt: Finger weg von speziell dieser Gruppe - psychisch auf Dauer ungesund. Das es eine Gruppe mit ähnlicher psychologischer Motivation auch auf Heteroplattformen gibt ist ihr vermutlich nicht so deutlich klar. Aus meiner Sicht gibt es da manchmal bei Schwulen und Lesben eine Art "wir kennen unser Geschlecht und so sind wir nicht" Erleben, was Begegnungen mit der genannten Personengruppe wohl manchmal noch traumatischer macht als für Heteros. Unter Heteros werden diese verqueren Motivationen und negative Folgen daraus öfter mal (objektiv gesehen fälschlich) auf den Geschlechterunterschied projeziert ("so sind Männer/Frauen eben" - Verallgemeinerungen). Das führt dazu, dass die eigene Geschlechteridentität nicht in Frage gestellt wird ( wenn "das andere Geschlecht" sich mies verhält ist das eigene "das Gute") was natürlich angenehm ist.


    Homosexuelle haben da anfangs wohl häufig einen größeren unbewussten Selbstanspruch daran, genau zu wissen wie ihr eigenes Geschlecht tickt und deshalb ganz sicher zu sein, dass "so etwas" (beliebig negatives) nicht in ihrem Geschlecht vorkommt. Das ist "nur" ein Heteroproblem, so die mehr oder weniger unbewusste These. Je mehr das dann doch anders erlebt wird desto schwieriger wird es die eigene geschlechtliche Identität positiv abzugrenzen. Das führt häufig zu einem früheren erkennen davon worin Geschlechterunterschiede und Charakterunterschiede tatsächlich bestehen, einfach weil die Möglichkeit die Illusion der Verallgemeinerung zu nutzen wie es die Heteros zeitlebens tun können ( im schlimmsten Fall), entfällt. Gleichzeitig ist das auch der Grund dafür, dass Schwule und Lesben statistisch ein höheres Maß an Differenzierungsfähigkeit und sozial Kompetenz aufweisen als der Durchschnittshetero, wobei der Unterschied unter Männer krasser ausfällt als unter Frauen.


    Sicher gibts auch ganz normale Bisexuelle, die nur Sex suchen. Die sind dann aber nicht gezielt auf Schwulen/Lesben Fang sondern einfach nur auf Sexsuche - völlig egal wie das Gegenüber sexuell tickt. Die gaukeln auch keinen Beziehungswunsch vor, wenn keiner vorhanden ist.


    Die erstgenannte Gruppe ist eben nur sehr aufällig auf Internetplattformen unterwegs, weil sie vermutlich beim normalem Kennenlernen deutlich geringere Chancen hat ihre Bedürfnisse auszuleben, während das bei der zweiten Gruppen wohl ganz gut funktioniert.

    Zitat

    Ich würde hier nicht posten, wenn das der Fall wäre ;-)

    das hat Alias gepostet auf die ansage, dass es doch gar kein problem ist, wenn der mann das okay findet - sie scheint also schon mit ihm darüber gesprochen zu haben!


    ich selber bin ein wenig zwiegespalten. wenn Alias beim eingehen der beziehung mit ihrem mann exclusivität ausgemacht hat, spielt es für mich auch keine rolle, ob sie nun sehnsucht nach eine frau (ist damit eigentlich wirklich nur die sexuelle nähe gemeint?) hat, oder mal mit einem anderen mann vögeln will.


    geht es denn nicht darum, wie sie eine "neuverhandlung" mit ihrem mann anpacken könnte? die sehnsucht scheint so groß geworden zu sein, dass sie die beziehung gefährden könnte!

    Zitat

    wenn Alias beim eingehen der beziehung mit ihrem mann exclusivität ausgemacht hat, spielt es für mich auch keine rolle, ob sie nun sehnsucht nach eine frau (ist damit eigentlich wirklich nur die sexuelle nähe gemeint?) hat, oder mal mit einem anderen mann vögeln will.

    Wer eine bislang feststehende Vereinbahrung in einer Beziehung ändern will spricht das an. So einfach ist das. Und dabei ist es völlig egal, obs um Sex oder etwas anderes geht.


    Wenn einer ohne es dem anderen mitzuteilen etwas Vereinbartes nicht einhält, führt das früher oder später zwangsläufig zum Vertrauensbruch. Dieser Vertrauensbruch erschüttert dann die Beziehung und kann eben zum Aus führen, nicht die Bisexualität oder die möglicherweise unterschiedlichen Bedürfnisse.

    @ NotMichaelCaine

    Zitat

    Das Problem was Yahbb hier anspricht ist wohl eigentlich das, dass viele das "nur Sex" auf Internetplattformen nicht offen kommunizieren, weil sie dann weniger Chancen haben oder gleich durchs Suchraster fallen. Das gilt ja z.b. auch für Heteroplattformen.

    Nee, genau DAS hat sie eben nicht gesagt. Es war ein Rundumschlag gegen Bisexuelle und... mich schüttelt's... "Bisexuelle". Wie kann man sich nur dazu erdreisten, zu entscheiden, wer ein "echter" Bisexueller ist?!


    Hätte sie gesagt, dass manche Menschen auf der Suche nach Sex zu Unehrlichkeit neigen und sie das scheiße findet - klar, ist auch scheiße. Aber sie hat explizit geschrieben, dass Bisexuelle in homosexuellen Kreisen unbeliebt sind, weil das eben ein Steckenpferd der Bisexuellen wäre, nur auf Sex aus zu sein. Und das ist hochgradig diskriminierend und respektlos.


    Wenn sie gesagt hätte... "Europäer sind dumm." würdest du ja jetzt auch nicht hingehen und sagen: "Ja, sie meinte bestimmt auch Asiaten."

    Zitat

    Was ich interessant finde ist, dass sich anscheinend bislang keine starke Plattform entwickelt hat, wo Bisexuelle untereinander nur Sex suchen. Das wäre eigentlich völlig naheliegend und unkompliziert? Oder sind die alle im Joyclub unterwegs?

    Nee, wäre nicht naheliegend, weil es eben beschissene Vorurteile sind.

    Hi,


    da sind ja wirklich ein paar tolle und hilfreiche Beiträge zusammengekommen.


    Ich versuche mal, euch ein bisschen mehr preiszugeben.


    Ich habe bis ich meinen Mann kennen gelernt habe, ausschließlich lesbisch gelebt. Ich habe Männer zwar sexuell interessant gefunden, zum Verlieben reichte es aber nie. Im Gegensatz zu Frauen. Mein Mann ist also der erste Mann, mit dem ich eine Beziehung führe.


    Ich liebe ihn sehr und wir haben uns hier etwas Großes aufgebaut, das ich nie auf's Spiel setzen würde und wie einige schon richtig gedeutet haben, ist das Öffnen der Beziehung keine Option. Ich würde es an seiner Stelle auch nicht wollen, ich bin ihm gar nicht böse.


    Es ist aber so ganz klischeemäßig so, dass mir mein Mann nicht das geben kann, was eine Frau mir gibt und genau das fehlt mir phasenweise so sehr, dass ich mir nicht vorstellen kann, ein Leben lang darauf verzichten.


    Ich bin auf der Suche nach Tipps, wie ich damit besser umgehen kann, denn es gibt ja angeblich so viele Bisexuelle auf der Welt, irgendjemand muss doch die selbe Erfahrung gemacht haben :-/


    Ich glaube, ich könnte auch mit der Erlaubnis meines Mannes nicht zweigleisig fahren. Ich bin eher der Typ für alles oder nichts. Ganz bestimmt würde ich mich total verrennen und könnte meine Gefühle nicht klar trennen.

    P.S.: Mir geht es einfach darum, dass ja auch niemand sagen würde: Ein wahrer Schwuler ist nur, wer sich die Nägel lackiert. So kann man halt auch nicht sagen: Ein wahrer Bisexueller ist nur, wer zu beiden Geschlechtern Beziehungen eingeht (bzw. ist das laut YAHbb ja auch nicht erwünscht, weil der Bisexuelle dann ja "eh wieder ne Hetero-Beziehung anfängt" - also soll der Bisexuelle eigentlich homosexuell werden).


    Das sind einfach beschissene Vorurteile und ich verbitte mir, dass mir jemand aufgrund der Außenwirkung sagt, was IN MIR vorgeht. Meine Gefühle und Neigungen gehören mir und die kenne nur ich und nur, weil ich etwas Bestimmtes tue oder sage, was jemand anderes nicht in den Kram passt, darf der/die mir meine Gefühle und Neigungen nicht absprechen >:( ! ich bin bisexuell und nicht "bisexuell", selbst wenn ich 10 x mit Frauen nur schlafen will und selbst wenn ich 10 x nach ner Frauenbeziehung wieder ne Männerbeziehung anfange. Und wem das nicht passt, halt halt Pech, aber kein Recht, das irgendwie schlecht zu machen oder Bisexuelle zu diskriminieren.

    @ Alias

    Zitat

    Ich habe bis ich meinen Mann kennen gelernt habe, ausschließlich lesbisch gelebt. Ich habe Männer zwar sexuell interessant gefunden, zum Verlieben reichte es aber nie. Im Gegensatz zu Frauen. Mein Mann ist also der erste Mann, mit dem ich eine Beziehung führe.

    So viel zu "Bisexuelle sind immer mehr hetero als homo." ]:D . Sorry, konnte ich mir gerade nicht verkneifen. Zurück zu dir und weg vom OffTopic:

    Zitat

    Ich bin auf der Suche nach Tipps, wie ich damit besser umgehen kann, denn es gibt ja angeblich so viele Bisexuelle auf der Welt, irgendjemand muss doch die selbe Erfahrung gemacht haben :-/

    Wie gesagt, kann ich dir nur sagen, dass wir die Beziehung geöffnet haben. Da das aber für euch keine Option ist, fallen mir eigentlich nur drei Varianten ein:


    1. Eben ein Dreier mit einer Frau. Das ist ja dann kein Betrügen in dem Sinne. Könnte ja auch eine Professionelle sein, dann kann man das gefühlsmäßig vielleicht besser trennen.


    2. Rollenspiele. Keine Ahnung, ob das was bringen würde. Ich weiß ja auch nicht, was du genau am Sex mit Frauen vermisst. Jetzt mal ganz plump gesagt, könnte er sich ne Perücke aufsetzen und du nimmst ihn von hinten mit nem Umschnalldildo. Klingt jetzt total albern, aber du weißt, worauf ich hinaus will. Klar, Brüste und ne Vulva/Vagina kann er dir einfach nicht geben, aber wenn es ums weibliche Aussehen geht oder auch bestimmte Praktiken, kann man da vielleicht was mit Rollenspielen machen.


    3. Pornos. Ist sicher auch nicht so toll wie echte, fremde Haut - kann aber beim Druckabbau helfen. Manches Mal macht es das aber auch schlimmer, weil man dann einfach sieht, was man so schmerzlich vermisst

    .


    Alles in allem sind deine Bedürfnisse eben einfach da und ihr müsst schauen, wie ihr das löst. Vielleicht seid ihr ja auch einfach noch nicht bereit für eine offene Beziehung, oder lehnt ihr das prinzipiell ab?


    LG

    Was soll man dir hier raten?


    Wusste dein Mann vor der Ehe dass du auch Beziehungen mit Frauen hattest?


    Wenn das mit deinem Mann so toll wäre,wie du hier schreibst sollte es doch eigentlich nicht so sein, dass du etwas vermisst. Begehrst du deinen Mann denn auch sexuell?


    Es gibt ja auch Lesben die sich nicht outen und immer nur heimlich was mit einer Frau haben und dann auf


    einen Mann treffen der ein super Kumpel ist und der wird dann geheiratet.


    Und dann wundert es nicht, wenn sie was vermissen.

    Zitat

    Es ist aber so ganz klischeemäßig so, dass mir mein Mann nicht das geben kann, was eine Frau mir gibt und genau das fehlt mir phasenweise so sehr, dass ich mir nicht vorstellen kann, ein Leben lang darauf verzichten.

    was ist es denn genau, was du vermisst? geht das eher in die reine sexuelle richtung, oder geht das viel tiefer?