Klar OT

    Seherin

    Zitat

    was ist es denn genau, was du vermisst? geht das eher in die reine sexuelle richtung, oder geht das viel tiefer?

    Das kann sie doch nur induviduell empfinden. MMn hat sie eine tiefe Liebesbeziehung beschrieben.


    Ich habe in einer einmalig tiefen Liebesbeziehung auch den "tiefsten" Sex erlebt. Das Eine war vom Anderen untrennbar.

    Alias

    Kannst du Liebe und Sex trennen? Ich vermute ja. Dann ahne ich, was dich zur weiblichen "Liebes"partnerin treibt.**

    Zitat

    1. Eben ein Dreier mit einer Frau. Das ist ja dann kein Betrügen in dem Sinne. Könnte ja auch eine Professionelle sein, dann kann man das gefühlsmäßig vielleicht besser trennen.


    2. Rollenspiele. Keine Ahnung, ob das was bringen würde. Ich weiß ja auch nicht, was du genau am Sex mit Frauen vermisst. Jetzt mal ganz plump gesagt, könnte er sich ne Perücke aufsetzen und du nimmst ihn von hinten mit nem Umschnalldildo. Klingt jetzt total albern, aber du weißt, worauf ich hinaus will. Klar, Brüste und ne Vulva/Vagina kann er dir einfach nicht geben, aber wenn es ums weibliche Aussehen geht oder auch bestimmte Praktiken, kann man da vielleicht was mit Rollenspielen machen.


    3. Pornos. Ist sicher auch nicht so toll wie echte, fremde Haut - kann aber beim Druckabbau helfen. Manches Mal macht es das aber auch schlimmer, weil man dann einfach sieht, was man so schmerzlich vermisst

    .

    Erstmal danke, dass du dich so engagierst, vor allem da du so genau nachvollziehen kannst, wie ich mich fühle.


    Zu 1:


    Nein, ein Dreier kommt für uns nicht in Frage. Das ist etwas, das wir beide schon immer abgelehnt haben, ganz unabhängig von meinem Wunsch nach einer Frau.


    2: ;-D das ist eine ganz gute Idee, aber es wäre einfach nicht das Gleiche. Ich vermisse einfach die Frau an sich. Ihren Körper, wie sie sich bewegt, den Sex an sich.


    Meine Erfahrungen mit Frauen sind so ganz anders als mit Männern. Mit Männern ist es immer etwas plump gewesen. Männer waren auch immer leichter erregbar, vor allem wegen den optischen Reizen. Bei Frauen musste ich mir mehr Mühe geben, einfühlsamer sein. Die Frauen waren grundsätzlich auch viel anspruchsvoller beim Sex und zu guter Letzt einfach schöner anzusehen.


    So sind meine Erfahrungen gewesen, also bitte nicht schon wieder die Klischeekeule rausholen :)_


    Zu 3: Ja, so in der Art komme ich auch durch diese Phasen durch. Bei mir sind es keine Pornos, sondern Geschichten/Fanfiction die ich dann lese oder Filme.


    Ich frage mich nur, wie lange das ausreicht.

    Zitat

    Wenn das mit deinem Mann so toll wäre,wie du hier schreibst sollte es doch eigentlich nicht so sein, dass du etwas vermisst. Begehrst du deinen Mann denn auch sexuell?

    Er ist toll, ich begehre ihn sexuell und wir sind glücklich. Ich würde ihn immer wieder heiraten, ohne darüber nur eine Sekunde nachdenken zu müssen.


    Ich versuche gerade zu ergründen, ob das so ein "Bi-Ding" ist und wie ich damit umgehen kann...


    Meine Hoffnung ist auch, dass mein Mann irgendwann zustimmt, dass wir die Beziehung in meine Richtung etwas öffnen, aber ich weiß nicht, ob ich dann damit umgehen könnte. Ich schrieb oben schon einmal, dass ich ein "Alles-oder-Nichts-Typ" bin und ich bin glaube ich nicht für Affären geeignet.


    Scheinbar irgendwie unlösbar bei mir, aber es tut gut, das mal von der Seele zu lassen. Verständlicherweise kann ich mit niemandem darüber reden. Meine Familie und Freunde vergöttern meinen Mann, die würden mich häuten wenn sie das wüssen :-o

    Zitat

    Erstmal danke, dass du dich so engagierst, vor allem da du so genau nachvollziehen kannst, wie ich mich fühle.

    Gern @:) !

    Zitat

    Zu 1:


    Nein, ein Dreier kommt für uns nicht in Frage. Das ist etwas, das wir beide schon immer abgelehnt haben, ganz unabhängig von meinem Wunsch nach einer Frau.

    Kann ich nachvollziehen. Wäre ja auch zu schön gewesen ^^. Wie wäre es denn, wenn ihr mal in einen Swinger-Club geht, nur so zum Gucken und "Appetit holen"? Oder ist das dann auch zu viel?

    Zitat

    2: ;-D das ist eine ganz gute Idee, aber es wäre einfach nicht das Gleiche. Ich vermisse einfach die Frau an sich. Ihren Körper, wie sie sich bewegt, den Sex an sich.

    Klar, das Gleiche wäre es nicht. Aber vielleicht hilft sowas ja ein bisschen? Vielleicht wird ihm bei so einem Vorschlag zumindest der Ernst der Lage bewusst ;-D !

    Zitat

    Meine Erfahrungen mit Frauen sind so ganz anders als mit Männern. Mit Männern ist es immer etwas plump gewesen. Männer waren auch immer leichter erregbar, vor allem wegen den optischen Reizen. Bei Frauen musste ich mir mehr Mühe geben, einfühlsamer sein. Die Frauen waren grundsätzlich auch viel anspruchsvoller beim Sex und zu guter Letzt einfach schöner anzusehen.


    So sind meine Erfahrungen gewesen, also bitte nicht schon wieder die Klischeekeule rausholen :)_

    Ja... hm... vielleicht harmonieren dein Mann und du dann sexuell einfach nicht so gut, auch wenn ihr euch liebt? Ich meine... es soll ja auch einfühlsame Männer geben, die hübsch anzusehen sind ;-) !


    Aber klar... eine Frau ist eine Frau und ein Kerl ein Kerl - sonst gäbe es sowas wie Bisexualität ja gar nicht, wenn es so egal wäre.

    Zitat

    Zu 3: Ja, so in der Art komme ich auch durch diese Phasen durch. Bei mir sind es keine Pornos, sondern Geschichten/Fanfiction die ich dann lese oder Filme.


    Ich frage mich nur, wie lange das ausreicht.

    Ja, das ist halt der Knackpunkt. Um nochmal auf den Vergleich mit den Kindern zurückzukommen: Natürlich kannst du erstmal die Kinder von Freunden hüten, dich als Tante für deine Nichten/Neffen engagieren, Erzieherin werden. Aber es ist eben nicht dasselbe, wie ein eigenes Kind zu haben. Klar kannst du auch ohne glücklich werden - gibt ja auch Paare, die einfach keine Kinder bekommen können. Aber wenn es möglich ist und es scheitert eigentlich nur am Partner, wird da immer dieses Nagen in dir sein...

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    Meine Hoffnung ist auch, dass mein Mann irgendwann zustimmt, dass wir die Beziehung in meine Richtung etwas öffnen, aber ich weiß nicht, ob ich dann damit umgehen könnte. Ich schrieb oben schon einmal, dass ich ein "Alles-oder-Nichts-Typ" bin und ich bin glaube ich nicht für Affären geeignet.

    Hast du es denn schon mal probiert? Man kann ja genau vereinbaren, wie man eine Beziehung öffnet, sodass es für beide passt. Aber klar, wenn er da nicht zu bereit ist, nutzen auch Kompromisse nichts.

    Zitat

    Scheinbar irgendwie unlösbar bei mir, aber es tut gut, das mal von der Seele zu lassen. Verständlicherweise kann ich mit niemandem darüber reden. Meine Familie und Freunde vergöttern meinen Mann, die würden mich häuten wenn sie das wüssen :-o

    Würden sie das? Das ist aber traurig.


    Ich denke... ganz blöd gesagt... wirst du dich am Ende entscheiden müssen. Man bekommt im Leben leider nicht immer alles, was man möchte. Anscheinend schließen sich "Sex mit Frauen" und "Beziehung zu deinem Mann" gegenseitig aus. Umso eher du das akzeptierst, auch emotional, umso besser wirst du hoffentlich eine Entscheidung treffen können, mit der du leben kannst. Wie auch immer die aussieht.

    Es gibt tatsächlich viele lesbische Frauen, die eine Affäre/Beziehung mit einer bisexuellen Frau nicht eingehen würden. Es gibt immer mal wieder sehr plumpe Suchaufrufe in einschlägigen Foren und auch die Frage nach einem Dreier hört man öfter...


    Allerdings ist es ja jedem selbst überlassen, ob man auf solche Angebote eingeht oder nicht. Ich verurteile niemanden für seine Sexualität, muss aber zugeben, dass ein Teil unserer Szene da sehr intolerant ist.


    Es gibt keine perfekte Lösung für dein Problem, liebe TE. Entweder ihr öffnet die Beziehung oder du lebst diesen Teil deiner Sexualität nur in deiner Fantasie.

    Zitat

    Allerdings ist es ja jedem selbst überlassen, ob man auf solche Angebote eingeht oder nicht. Ich verurteile niemanden für seine Sexualität, muss aber zugeben, dass ein Teil unserer Szene da sehr intolerant ist.

    Das ist aber echt krass. Woran liegt das denn? Ich meine, ich renne ja auch nicht der Meinung rum, "Alle Männer sind Schweine!", nur, weil es in Internetforen einige perverse Kerle gibt, die einen sexuell belästigen. Für mich ist "die Szene" eigentlich immer der Inbegriff von Toleranz gewesen. Aber vielleicht ist es ebenso ein Vorurteil, jemand Homosexuelles prinzipiell für tolerant zu halten, wie jemand Bisexuelles für unehrlich.

    Ich vermute das liegt einfach an schlechten Erfahrungen, die die betreffenden Personen gemacht haben. Ich habe schon öfter im Freundeskreis mitbekommen, dass sich da schwierige Konstellationen ergeben haben. Frauen, die es nur mal mit einer Frau ausprobieren wollen, sich dann ewig nicht entscheiden können etc.


    Das kann dann schon dazu führen, dass die lesbischen Frauen dann für sich beschließen, dass sie keine bisexuellen Frauen mehr daten wollen.


    Das wäre natürlich schön, wenn die diskriminierte Gruppe der Homosexuellen über jegliches Schubladendenken erhaben wäre - aber das entspricht nicht der Realität ;-)


    Auch alle nur Menschen, die ihr eigenes Päckchen an Erfahrungen (und leider auch Vorurteile und Schubladen) mit sich rumschleppen.

    Zitat

    Verständlicherweise kann ich mit niemandem darüber reden. Meine Familie und Freunde vergöttern meinen Mann, die würden mich häuten wenn sie das wüssen

    Den Satz finde ich nun doch sehr bedenklich, denn es ist keinesfalls "verständlich". Du solltest nämlich mit deinem Partner darüber reden können, wenigsten nach meiner Vorstellung von Partnerschaft. Daraus resultiert nicht unbedingt, dass er deinen Bedürfnissen nachkommt und Sex mit Frauen zustimmt. Aber es ist nunmal so (soweit ich das verstanden hab) bei euch, dass ihr den monogamen Ansatz einer Beziehung gewählt habt, Du dabei aber ein deutliches Defizit verspürst und, wenigstens nach meinem Empfinden, auch beginnst darunter zu leiden. Wenn er nun auf sein Exklusivrecht besteht, dann sollte er sich wenigsten an der "Arbeit" beteiligen, wenn es darum geht, dir mit dieser Sehnsucht und dem Unwohlsein im Umgang damit zu helfen. Das kann er selbstverständlich nur, wenn er davon weiß.


    Andere Frage: was ist dir denn wichtiger im Zweifel, der äußere Familienfriede (und die Fremdbestätigung, dass Du nach öffentlicher Familienmoral alles richtig machst), oder dein innerer Friede (indem Du deiner inneren Stimme folgst, die wohl langsam aber sicher immer lauter ruft vor Sehnsucht)?

    Zitat

    Ich glaube, ich könnte auch mit der Erlaubnis meines Mannes nicht zweigleisig fahren. Ich bin eher der Typ für alles oder nichts. Ganz bestimmt würde ich mich total verrennen und könnte meine Gefühle nicht klar trennen.

    Ich denke, mit diesen drei Sätzen hast Du ziemlich die ganze Misere und die darin enthaltenen Zielkonflikte beschrieben. Der mittlere Satz scheint mir der entscheidende, es gibt hier weder alles noch nichts.


    Das "nichts" macht keinen Sinn, das ist destruktiv und nicht erstrebenswert. Das scheint deine Befürchtung zu sein als Ergebnis, solltest Du tatsächlich deiner inneren Stimme folgen und dir eine Liebhaberin suchen (kennt deine Familie deine sexuelle Neigung, weiß sie von deiner lesbischen Vergangenheit?). (Achtung: meine Interpretation, da kann ich natürlich auch völlig daneben liegen)


    Das "alles" scheint ebenfalls unmöglich zu sein, lehnt es ja dein Mann ab (wobei Du keine Aussage gemacht hast zu den Gründen und Motiven). Hier sehe ich aber auch dich in der Rolle derer, die sich das auch selbst nicht vorstellen kann, sagst Du es ja über dich selbst. Das "alles" müsste ein "und" (also deinen Mann und Sex mit einer Frau) oder ein "sowohl als auch" beinhalten, mit einem "entweder oder" geht ein "alles" nun mal nicht. Und genau das erscheint mir merkwürdig.


    Es scheint auch für dich ein Motiv zu geben als Grund für diese Aussagen. Aber ich hab noch nicht verstanden, was dich im Kern davon abhält deiner inneren Stimme zu folgen.


    Mir drängt sich da so ein inneres Bild auf, ein Bild von der Liebe deines Herzens deinem Mann gegenüber, ein Bild der Sehnsucht und dem Begehren deines Körpers und deiner Sexualität nach Sex mit einer Frau, Sicherheit und Geborgenheit mit deinem Mann, Abenteuer und Lust bei einer Frau.


    Was ist für dich das "alles"?


    Ich denke, je detaillierter Du darauf eine Antwort für dich findest, desto klarer wird dabei auch eine mögliche Lösung und die Auflösung der Zielkonflikte. Es wird kein "alles" geben, wenn dein Mann eine kategorisch anlehnende Haltung zum Thema hat. Dann kannst Du dir aber auch (und vielleicht auch ihm) die Frage stellen, wie wichtig ihm dein innerer Friede ist. Kann er aber Verständins und die Bereitschaft aufbringen von kategorischen Dogmen abzuweichen und eine individuelle Konstellation zu akzeptieren, dann könnt ihr beginnen nachzudenken, unter welchen Bedingungen und Konstellationen ein "alles" möglich wäre. Wobei ich denke, dass ein "alles" auch immer ein "alles" der Kompromisse sein wird, aber immer noch mehr als ein "Inneres nichts".

    Zitat

    Ich vermute das liegt einfach an schlechten Erfahrungen, die die betreffenden Personen gemacht haben. Ich habe schon öfter im Freundeskreis mitbekommen, dass sich da schwierige Konstellationen ergeben haben. Frauen, die es nur mal mit einer Frau ausprobieren wollen, sich dann ewig nicht entscheiden können etc.

    Ja, aber Bisexualität und "etwas einfach mal ausprobieren wollen" sind ja auch zwei Paar Schuhe. Und wenn man das ehrlich kommuniziert, ist das ja auch okay. Blöd wird es erst, wenn man rumtrötet, man wäre bi, obwohl man sich noch nicht sicher ist.

    Zitat

    Das kann dann schon dazu führen, dass die lesbischen Frauen dann für sich beschließen, dass sie keine bisexuellen Frauen mehr daten wollen.


    Das wäre natürlich schön, wenn die diskriminierte Gruppe der Homosexuellen über jegliches Schubladendenken erhaben wäre - aber das entspricht nicht der Realität ;-)


    Auch alle nur Menschen, die ihr eigenes Päckchen an Erfahrungen (und leider auch Vorurteile und Schubladen) mit sich rumschleppen.

    Ja, das stimmt wohl. Wäre halt cool, wenn man sich trotzdem erstmal die individuelle Geschichte von dem Menschen anhört, der da vor einem steht.

    Cinnamon4

    Zitat

    ich bin bisexuell und nicht "bisexuell", selbst wenn ich 10 x mit Frauen nur schlafen will und selbst wenn ich 10 x nach ner Frauenbeziehung wieder ne Männerbeziehung anfange. Und wem das nicht passt, halt halt Pech, aber kein Recht, das irgendwie schlecht zu machen oder Bisexuelle zu diskriminieren.

    :)=

    Neues-Glück

    Zitat

    Kannst du Liebe und Sex trennen? Ich vermute ja. Dann ahne ich, was dich zur weiblichen "Liebes"partnerin treibt.**

    Ich vermute genau das kann sie nicht. Deswegen sagt sie ja, dass sie fürchtet, sich zu verrennen und Gefühle nicht trennen zu können.

    Alias

    Ich sehe es da wie Cinnamon: du wirst eine Entscheidung treffen müssen, und irgendjemand wird mit der Entscheidung möglicherweise nicht glücklich sein. ":/


    Was ich jetzt noch nicht ganz herausgelesen habe, weil du das immer etwas umschiffst, ist die Frage, wie dein Mann das genau sieht. Du sagst "ist keine Option" o.ä., aber wurde dieses Thema konkret bei euch behandelt? Kam es mal auf den Tisch, weiß er das überhaupt, weiß er was dir fehlt? (Ist okay, wenn du dazu nichts sagen willst, aber falls das nur zufällig untergegangen ist wären ein paar Infos sicher hilfreich für weitere Ratschläge. :)* )

    Zitat

    Nein, ein Dreier kommt für uns nicht in Frage. Das ist etwas, das wir beide schon immer abgelehnt haben, ganz unabhängig von meinem Wunsch nach einer Frau.

    Darf ich fragen warum?


    Leider ist mir immer noch nicht klar, wieviel er von deiner Sehnsucht weiß und wie euer Kommunikationsstand dabei ist. Vielleicht ändert sich ja eure Auffassung über den Dreier. Auf deiner Seite, wenn du erkennst, dass dies vielleicht die einzige Möglichkeit ist, ohne Fremdgehen nochmal Sex mit einer Frau zu haben. Auf seiner Seite, wenn er erkennt, dass dein Verlangen dadurch gestillt werden könnte und er ja auch auf eine gewisse Weise was für sich mitnimmt.


    Ein einvernehmlicher Dreier hätte extrem viele Vorteile. Er hat nicht das Gefühl, dass du dir mehr rausnimmst als du ihm zugestehen würdest. Und er ist dabei, was ihm eine gewisse Sicherheit gibt. Allein zuhause zu sitzen, während die eigene Partnerin mit einer fremden Frau im Bett ist, ohne dass er Einblick in diese Gefühlswelt hat, ist vermutlich furchtbar.


    Vertausche immer mal in Gedanken die Rollen: wenn dein Mann bi wäre, wäre es dir Recht, dass dein Mann sich zwischendurch andere Männer gönnt und du im Gegenzug nichts bekommst?

    Zitat

    Meine Erfahrungen mit Frauen sind so ganz anders als mit Männern. Mit Männern ist es immer etwas plump gewesen. Männer waren auch immer leichter erregbar, vor allem wegen den optischen Reizen. Bei Frauen musste ich mir mehr Mühe geben, einfühlsamer sein. Die Frauen waren grundsätzlich auch viel anspruchsvoller beim Sex und zu guter Letzt einfach schöner anzusehen.

    Autsch. Es scheint, als hättest du im Bett klare Präferenzen. ":/


    Meinst du, dass das auf Dauer gutgehen kann, diesen Verzicht zu üben?

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    Meine Hoffnung ist auch, dass mein Mann irgendwann zustimmt, dass wir die Beziehung in meine Richtung etwas öffnen, aber ich weiß nicht, ob ich dann damit umgehen könnte. Ich schrieb oben schon einmal, dass ich ein "Alles-oder-Nichts-Typ" bin und ich bin glaube ich nicht für Affären geeignet.

    Nochmal: wurde über eine Öffnung schon gesprochen? Würdest du ihm in einer offenen Beziehung zugestehen, andere Frauen haben zu dürfen, oder soll es nur dein Recht werden?


    Ein einvernehmliches Sextreffen ist übrigens keine Affäre. Ein Dreier auch nicht ;-) . Wenn du aber überhaupt nicht mental in der Lage bist, Sex mit jemandem zu haben, zu dem du keine Gefühle hast, dann befinde ich diese ganze Diskussion als eher theoretischer Natur. Oder du müsstest im Leben immer mal wieder den Partner wechseln. Einen Tod wirst du sterben müssen.

    Zitat

    Meine Familie und Freunde vergöttern meinen Mann, die würden mich häuten wenn sie das wüssen :-o

    Ach je, es gibt Dinge, die gehen auch Familie und Freunde nichts an. Wenn unsere Familien wüssten, dass wir im Club neben anderen Menschen gemeinsam den Sex genießen, wären sie auch entsetzt. Wir müssen damit klarkommen, also muss ich auch niemanden mit Details belasten, den es nichts angeht.

    Wir waren eine ganze Weile in Swingerclubs u.ä. unterwegs und ich habe daraus die Erkenntnis mitgenommen: Im Grunde ist so ziemlich jede Frau entweder bi oder doch zumindest interessiert daran, das mal auszuprobieren. Und: die Männer stört das nicht, im Gegenteil, der Gedanke macht an, das zusehen ist die Krönung des ganzen. Um das mal zu genießen muss man sich nicht in eine Schublade packen lassen. Wen interessiert es, ob man nun bi ist oder nicht?


    Nun bist Du in einer Partnerschaft, die weit davon entfernt ist, dass man sich in solchen Clubs amüsiert. Du befindest Dich in bester Gesellschaft mit bestimmt >90% aller Paare, die einerseits zwar Treue als das wichtigste in der Beziehung ansehen, andererseits aber unglücklich sind mit unerfüllten Phantasien. Das Standard Rezept, wie man dem begegnet gibt es nicht, die Möglichkeiten sind vielfältig. Entscheiden musst Du Dich, welchen Weg Du gehst.


    Ich würde mal vorsichtig andeuten, dass Dich der Gedanke anmacht, mal was mit einer Frau zu machen. Bestenfalls stimmt der Gatte dem freudig zu und lässt Dir freie Hand, denn das stellt ja nun auch nicht die ganze Ehe in Frage. Ich würde übrigens keinen Dreier daraus machen!


    Wenn der Mann so offen nicht ist, und auch auf konkrete Nachfrage, ob er so etwas tolerieren würde nein sagt, musst Du entscheiden, ob Du treu bleibst und mit unerfüllten Wünschen lebst, oder ob Du ihn betrügst und es mal probierst. Ich denke, rein von der Statistik her scheinen die meisten doch irgendwie im Laufe des Lebens mal bei der Variante zu landen, es mal zu probieren.


    Ich würde allerdings sagen, dass Dich das verlangen nach einer Frau nun absolut nicht berechtigt, Dich bzw. Deinen Wunsch für etwas ganz besonderes zu halten und daraus irgendwelche Rechte abzuleiten. Ein Mensch, der fremdgeht weil der Sex zu selten ist, weil der Wunsch nach SM oder dom/dev Spielchen unerfüllt bleibt, weil die Frau kein Analverkehr mag oder der Kerl nicht lecken mag, was auch immer, am Ende bleibt es fremdgehen. Die Ausrede "war ja nur eine gleichgeschlechtliche Erfahrung" zählt nicht.


    Am Ende ist es eine Entscheidung die Du einzig und alleine mit deinem Gewissen abmachen musst.

    @ Cinnamon

    Entweder habe ich mich wirklich so falsch ausgedrückt oder du willst mich mit Absicht falsch verstehen. Nie niemals nie, habe ich an der Existenz von Bisexuellen gezweifelt, wie denn auch, so kenne ich doch recht viele von denen ;-D Und bei denen ist es auch bunt gemischt, also sowohl mit ner Präferenz zum anderen als auch mit Präferenz zum eigenen Geschlecht.


    Wahrscheinlich hat das Wort Bisexuell in Gänsefüßchen für Verwirrung gesorgt, aber hiermit meine ich genau wie NotMichaelCaine netterweise aufgeführt hat um diese extrem laute Gruppe der BI-curious Mädels(die sich natürlich immer und ausschließlich als Bisexuell outen, aber es eigentlich nur um den SEX geht), die meinen sie brauchen unbedingt ne richtige Lesbe. Erfahrungsgemäßes ist es genau die Gruppe, die immer mal wieder in irgendwelchen Foren von ihrer Lust nach Frauen jammert, mit natürlich viel viel Zustimmung des männlichen Geschlechts(die Bisexualität und auch Lesben zumeist nur auf die sexuelle Ebene reduzieren, die die sie aus Pornos kennen %:| ). :(v


    Außerdem heißest Bisexuell nicht immer automatisch, dass man beide Geschlechter braucht um glücklich zu sein, denn genau das halte ich für eines der größten Vorurteile gegenüber von Bisexuellen.


    Aber ich kann wenigstens nachvollziehen, dass jemand der damit nicht tagtäglich konfrontiert ist, meine Irritation nicht nachvollziehen kann.


    Nochmal zusammenfassend, obwohl mittlerweile dank weiterer Infos der TE total OT, mir ging es darum zu sagen, dass durch den ganzen selbsternannten Bisexuellen, die meinen sie müssten für Sex, wahren frauenliebenden Frauen, die große Liebe vormachen, die wirklichen Bisexuellen in einem sehr sehr schlechten Licht darstehen lassen. Und genau das wollte ich kritisieren, nicht mehr und nicht weniger :)z

    @ Alias

    ich weiß auch nicht was man dir raten kann, speziell wenn eine Öffnung der Beziehung nicht gewünscht ist. Kann man so auf Dauer ueberhaupt glücklich sein ":/

    YaHbb

    Zitat

    mir ging es darum zu sagen, dass durch den ganzen selbsternannten Bisexuellen, die meinen sie müssten für Sex, wahren frauenliebenden Frauen, die große Liebe vormachen, die wirklichen Bisexuellen in einem sehr sehr schlechten Licht darstehen lassen.

    Und wer legt jetzt fest, welcher Bisexuelle "selbsternannt" ist und welcher "echt"?


    Ja, wer Sex mit dem gleichen und dem anderen Geschlecht möchte ist nun mal auch bisexuell. Nicht umsonst heißt es bisexuell, homosexuell, heterosexuell - es hat natürlich auch was mit Sexualität zu tun. Die große Liebe mit dem gleichen Geschlecht zu suchen ist hierbei keine Voraussetzung. Ein Typ, der ausschließlich an Frauen interessiert ist und diese nur für Sex abschleppt, aber keine Beziehung will, ist ja dennoch heterosexuell. Deiner Einstufung nach wäre das wohl ein "selbsternannter Heterosexueller". ;-)


    Jemandem Liebe vormachen, um ihn/sie ins Bett zu kriegen ist keine Frage der sexuellen Orientierung. Das findest du bei Heteros wie bei Homos wie bei Bis. ":/ Das Pech, in einen Kontakt mehr zu investieren als der andere Beteiligte kannst du überall haben, auch in nicht-sexuellen Zusammenhängen. Daraus jetzt so eine Wertungsskala echter und falscher Bisexueller abzuleiten...nun ja. ":/