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    Kurz gesagt absoluter Unsinn, und dafür werden dir noch einige Userinnen hier ordentlich auf die Finger klopfen. Diese Vorurteile treffen nicht auf alle mit BL zu!


    weihnachtssternchen3

    Wer mir auf die Finger klopft, den lege ich übers Knie, ich lasse mir nichts mehr gefallen. Ich kenne einige Männer, die sehr unglückliche Beziehungen mit BL hatten, und daran fast zugrunde gegangen sind.

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    Ich mach dann mal den Anfang...wievielte Borderline Frauen hattest du denn bitte schön um dir so ein Urteil leisten zu können ?

    Eine hat gereicht, um mich vor ein paar Jahren an den Rand meiner Existenz zu bringen. Mann wäre ja schön doof, den Fehler noch einmal zu machen, mit einem psychisch instabilen und kranken Menschen eine Beziehung einzugehen. Es gibt durchaus Verhaltensmuster, die das verraten. Ich war vier Jahre mit einer Kranken zusammen, habe mit ihr wegen unseres Kindes immer noch zu tun, kann aber mittlerweile damit umgehen. Auch wenn sie mich mehrmals schlug, hinterrücks im Schlaf. Ich war froh, als das zuende war, auch wenn sie mir unser Kind nahm.

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    Das ist absoluter Quatsch was du schreibst. Mein Kerl hält es, trotz Borderline und am Anfang heftigem SVV, seit 13 Jahren mit mir aus und er ist weder runtergezogen wurden, noch geht er auf dem Zahnfleisch. Du wirst es nicht glauben, aber er kann damit umgehen und weiß wann er mich in Ruhe zu lassen hat, weil ich grad mal wieder meine an ihm meine Phasen auslassen zu müssen.

    Gratulation! Er hat sicher auch seine Ventile und jemanden, mit dem er darüber reden kann, wie es in eurer Beziehung ist. Vielleicht ist er aber auch abhängig von deinen Launen, hm?

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    Wer mir auf die Finger klopft, den lege ich übers Knie, ich lasse mir nichts mehr gefallen. Ich kenne einige Männer, die sehr unglückliche Beziehungen mit BL hatten, und daran fast zugrunde gegangen sind.

    Du weißt doch aber auch, dass es hier im Forum auch therapierte/sich in Behandlung befindliche Fälle gibt, die sehr stabile, lange Beziehungen führen und auch Kinder haben.

    Es ist doch völlig egal, Tatsache ist doch, dass die Freundin des TE jetzt schon nach 2 Monaten ein großer Stressfaktor ist durch ihr Verhalten. Meine Schwägerin ist BL und ich bin jedesmal froh, sie von hinten zu sehen, sorry, aber da reicht ein Nachmittag. Zum Glück hat ihr Mann gelernt, sie in Schranken zu weisen, das klappt besser als alles, was sie je in einer Therapie gelernt hat, denn genau dieses "ich bin BL ..impliziert ich kann nichts dafür.. " hat jahrelang alle mundtot gemacht. Diese Frau führt von außen betrachtet eine sehr lange Beziehung, aber nur deshalb, weil ihr Mann sich so weit es geht in sein eigenes Leben verkrochen hat.

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    . Borderline ist nunmal eine schwere psychische Krankheit, das ist nunmal so. Ja hier im forum gibt es eine recht starke ich nenne sie mal Borderlinelobby, da hier einige Borderlinepersonen aktiv sind

    Ja, den Eindruck teile ich auch.

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    Boderline ist wie andere Sachen eine Persönlichkeitsstörung, also eine psychische/seelische Krankheit/Störung. Boderliner sind also von der Definition her krank (oder gestört, aber ich bezweifle, dass der Begriff es da besser macht), sonst wären sie keine Borderliner. Dementsprechend ist eine Therapie auch beispielsweise sehr sehr ratsam. So zu tun als wären solche Menschen nicht krank, sondern einfach nur besonders halte ich nicht für zielführend (Dann sind auch alle anderen persönlichkeitsstörungen keine Krankheiten, sondern alle einfach nur besonders. Und sind nicht alle Menschen besonders... . Dann wird alles ziemlich difuss)

    :)^ Dasselbe läuft doch gerade bei Behinderungen: es heißt nicht mehr schwerbehindertes Kind, sondern Kind mit "besonderen Fähigkeiten" :-X Nun, manche brauchen derartige Euphemismen. Ich finde, sie verklären die Sachlage. Als jemand, der psychisch komplett anders tickt (=psychisch krank ist, schätze ich) als die meisten Menschen kann ich nur sagen, dass ich mich auf eine Beziehung mit mir nicht einlassen würde. Nun, das hat bisher niemand gehindert, es gab auch nicht wenige Anwärter. :-D ;-) Aber gelitten haben sie. Fast alle, einige extrem, und ich bin auch nicht stolz drauf, aber sie waren ziemlich abhängig. Ich konnte machen was ich wollte mit ihnen. Ich verstehe auch, was einen so anzieht - das Ursprüngliche, die starken Gefühle, die Symbiose - dennoch denke ich inzwischen, dass nur selbst psychisch angeknackste Menschen sich so stark zu persönlichkeitsgestörten Menschen hingezogen fühlen - meiner Erfahrung nach ist "unser" Reiz bei komplett gesunden Personen eher gering. Für sie sind wir zu "anstrengend" und diese Menschen haben auch andere, gesündere Bedürfnisse. Ich denke sogar, man sollte sich selbst fragen, warum man ausgerechnet einem BL so verfällt - schwaches Selbstwertgefühl?


    Lange Rede, kurzer Sinn: ich würde es lassen. Aber jeder macht eh was er will. :)-


    Dennoch möchte ich mit meinen Beitrag diesem "ach, BL ist doch so ein Zuckerschlecken, voll normal, kann jeder mit umgehen" etwas entgegensetzen. Zumal Menschen verschiedene Intensitäten der Krankheit haben. Vielleicht sind diejenigen, die hier schreiben, eher weniger betroffen oder reden sich was ein. Ich bin fest dieser Meinung.

    Ich sehe das ganz pragmatisch. Jeder hat nur ein Leben, und das Leben an der Seite eines psychisch kranken Menschen ist nunmal schwerer, als mit einem gesunden Partner. Man wird immer mehr geben, als man bekommt und wird auf eine Gefühlsachterbahn geschickt. Daher würde ich Abstand nehmen, bevor man emotional zu tief involviert ist. Ich hatte 2 Beziehungen mit psychsch Kranken ( nicht BL) , im Nachhinein haben sie mir nicht gut getan und ich habe Lebenszeit verschwendet.

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    Dennoch möchte ich mit meinen Beitrag diesem "ach, BL ist doch so ein Zuckerschlecken, voll normal, kann jeder mit umgehen" etwas entgegensetzen. Zumal Menschen verschiedene Intensitäten der Krankheit haben. Vielleicht sind diejenigen, die hier schreiben, eher weniger betroffen oder reden sich was ein. Ich bin fest dieser Meinung.

    In welchem Beitrag hast du denn gelesen oder herausgelesen, dass eine Beziehung mit einem BPS Menschen ein "Zuckerschlecken" ist. Verharmlost hat hier niemand etwas. Nur haben nicht alle ins gleiche Horn geblasen, von wegen "Lauf-ganz-schnell-weg!".


    In JEDEM Beitrag lese ich den Hinweis darauf, dass das eine schwierige Kiste ist. Richtig ist, und genau das ist auch ein entscheidender Punkt, dass es höchst unterschiedliche "Intensitäten" von BPS gibt. Ich behaupte mal, dass fängt bei deiner besten Freundin mit einem Tick an und hört beim "Mega-BPS" auf, mit dem absolut keiner kann.


    Gerade bei psychischen Erkrankungen bzw. Störungen sollte man mit "Totschlagdiagnosen" vorsichtig sein. Die helfen weder dem eingebildeten Gesundem noch dem stigmatisierten Kranken.


    Wie bitteschön erklärt man einem BPS denn seine "Krankheit"? Gibt es da ein Bakterium oder Virus? Wie ist diese "Krankheit" in seinen Kopf hinein gekommen? Da möge man sich einmal Gedanken darüber machen, speziell über die Begriffe "Krankheit" und "Gesundheit" im allgemeinen, deren Verwendung, und vor allem darüber, wer diese Begriffe definiert.

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    In JEDEM Beitrag lese ich den Hinweis darauf, dass das eine schwierige Kiste ist. Richtig ist, und genau das ist auch ein entscheidender Punkt, dass es höchst unterschiedliche "Intensitäten" von BPS gibt. Ich behaupte mal, dass fängt bei deiner besten Freundin mit einem Tick an und hört beim "Mega-BPS" auf, mit dem absolut keiner kann.

    Mit einem Tick...genau diese Behauptungen machen es psychisch Kranken so schwer, weil ja jeder heutzutage irgendwas hat, sei es ADS, BPS, NPS, Autismus und Burnout. Und Depressionen natürlich. Und das verwischt die Grenze zwischen einer pathologischen Störung und einem ich nenne es mal Unwohlsein. Zulasten der tatsächlich Erkrankten. Die werden dann noch weniger ernst genommen als sonst, da ja jedes Mädchen, das sich mal ritzt und heult in der Pubertät, natürlich Borderlinerin ist.

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    Wie bitteschön erklärt man einem BPS denn seine "Krankheit"? Gibt es da ein Bakterium oder Virus? Wie ist diese "Krankheit" in seinen Kopf hinein gekommen? Da möge man sich einmal Gedanken darüber machen, speziell über die Begriffe "Krankheit" und "Gesundheit" im allgemeinen, deren Verwendung, und vor allem darüber, wer diese Begriffe definiert.

    Es ist eine Abweichung von der Funktion bzw. Struktur eines Gehirns bei der ganz breiten Masse. Kleinwuchs ist auch eine Normabweichung. Oder sehr hohe bzw. niedrige Intelligenz. Die Pathologisierung braucht man in Deutschland wohl, damit die Kassen es bezahlen. Genau dasselbe mit Transidentität. Und ich sehe all das als Normabweichung. Ob es pathologisch ist, darüber kann man streiten. Und ob eine solche Bezeichnung notwendig ist, auch.

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    Ob es pathologisch ist, darüber kann man streiten.

    Ich denke, dass sollte man emotionslos und pragmatisch sehen. wenn etwas nicht pathologisch / krankhaft ist, dann bedarf es auch keiner ärztlichen / therapeutischen Behandlung. Manchmal haben die Betroffenen jedoch aber einen Leidensdruck und möchten ab einer gewissen Ausprägung der BPS und den daraus resultierenden Konsequenzen auch Hilfe in Anspruch nehmen.Wäre doch bitter, wenn diese dann garnicht oder nur für Selbstzahler zur verfügung stehen würde.


    Bei uns in der Klinik versorgen wir häufig chirurgisch die selbst zugefügten Wunden, die zum Teil beachtliches Ausnmaß haben.


    Würde sich die Kasse auf den Standpunkt stellen: selbst zugefügt-wieso sollen wir dann die Kosten tragen - das wäre fatal!