falls es was zur sache tut:


    er hat eine ausbildung auf dem bauernhof begonnen.


    dieser war in den neuen bundesländern, baufällig und hat nen appel und nen ei gekostet.


    nach der ausbildung hat er ihn gekauft.

    Ich kann den anderen nur zustimmen.


    Dennoch möchte ich dir noch einen anderen Ansatz mitgeben, der etwas komplexer ist und vielen so nicht bekannt ist.


    Es geht darum dass Erfahrungen vererbt werden (können). Das hat nichts mit spiritualität zu tun. Was die wenigsten wissen als Laien ist, dass wir wirklich wenig über Vererbung wirklich wissen aber immer mehr deutlich wird, dass Vererbung nicht nur 4 Basen codes im Genom sind die für irgendwelche körperliche Merkmale da sind.


    Auch Erinnerung hat eine molekularbiologische Grundlage. Das ist aber Nebensache und muss dich als Laie nicht interessieren.


    Falls du an meinen Worten zweifelst, kannst du dir die reportage über Resilience auf Arte mal angucken. Da geht es um das Phänomen aber auch darum, wie Traumata über Generationen verarbeitet werden und dass manche Menschen scheinbar in der Lage sind Traumata zu bewältigen ohne Schaden zu nehmen wo andere einen Schaden erleiden.


    Aber auch das manche Kinder vermutlich traumatisiert sind von Erlbenissen, die nur ihre Eltern erlebt haben und sich teilweise daran erinnern. Die Erinnerung also vererbt wurde.


    In Bezug auf deinen Bruder ist das von Beudeutung eventuel, da der Vater anscheinend schon eine Baustelle hat, wenn er sein Kind einfach liegen lassen hat.


    Das spricht schon mal gegen einen sehr emotionalen Menschen. Das kann auch andere Ursachen haben, aber ich denke mal da ist schon ein emotionales Defizit vorhanden in seiner biologischen Vorgeschichte. Auch eine emotionale Anfälligkeit bei Traumatiserung mit psychischen Symptomen zu reagieren ist vererbar.


    Dein Bruder hat ein Trauma erlebt, das ist das Verlassen werden vom Vater.


    Nun muss es nicht einmal so sein, dass seine restliche Kindheit mit den beiden Eltern schlecht war, was den Umgang der Eltern mit ihm angeht.


    Vielleicht hat das Trauma des Verlassen werdens bei ihm eine Schutzreaktion hervor gerufen, bei der er in einer Art psychischen Coocon abgedriftet ist.


    Als Beispiel z.b. gibt es Kinder von Menschen die Bombenkriege erlebt haben, die vor lauter Angst beim erklingen von Siren in einen Keller flüchten wollen und Todespanik bekommen, obwohl sie selber nie Kriegt erlebt haben. Durch das Erlebte der Eltern, hat sich ein Insinkt gebildet bei den Kindern, bei bestimmten Situationen auf eine Art zu reagieren.


    Bei deinem Bruder kann es auch sein, dass er einen Instinkt durch irgendwas in der Vergangenheit seiner Vorfahren hat, dass sobald er eine emotionale Verletzung erleidet, sich aus der Realität ausklingt irgendwo im Unterbewustsein bis er sich sicher fühlt, um sich vor mehr Schaden zu schützen.


    Das könnte erklären warum er trotz eventuel Missbrauchsfreier Jugen (emotionaler Missbrauch durch Schlagen, Vernachlässigung, Beschimpfungen, Psychoterror etc.) sich nicht an seine Jugend erinnert.


    Du wirst jetzt sagen, in euerer Familie war er doch sicher mit dem neuen Vater. Dazu musst du aber wissen, dass fremde Männer und neue Partner für ein Kind insinktiv eine Bedrohung sind.


    Auch wenn viele sagen ja Affen. Wir sind keine Affen. Hm doch... Wir haben die selben sozialen Grundlagen.


    Fremde Männchen bringen manchmal den Nachwuchs der Mutter von einem anderen Mann um, um platz für ihren Nachwuchs zu schaffen oder vertreiben sie aus der Familie wenn sie nicht zu klein sind. Noch dazu die Jungs um keine genetische Alpha Männchen Konkurrenz auf kommen zu lassen.


    Das ist jetzt der drastische Fall, aber eben deshalb haben Babys bestimmte Phasen, wo sie anfangen zu weinen wenn ein Fremder Mann der nicht verwandt ist sich ihnen nähert. Das ist oft länger und intensiver als das Fremdeln bei fremden Frauen. Diese Phase vergeht irgendwann.


    Aber die Grundlage ist das vorher gesagte. Fremde Männer sind eine Bedrohung für das Kind und es steht unter Stress eine gute Beziehung zu dem neuen Mann aufzubauen, damit es nicht verstossen wird.


    Diesen Stress hat dein Bruder erlebt. Da kam plätzlich ein fremder Mann als Alpphamännchen an.


    Noch dazu der enorme psychische Druck, wenn der neue Mann der Mutter nun ein eigenes Kind kriegt. Auch unbewusst wird er spüren rein instinktiv , dass der Vater das leibliche Kind richtig liebt.


    Im Falle des Falles, wird dieser Vater das leibliche Kind schützen und ihn opfern, wenn er sich zwischen beide entscheiden muss. Dramatisches Beispiel, aber das ist die Realität.


    Das sind keine Bewussten Prozesse. Das sind einfach nur Dinge die bei uns allen Menschen im Hintergrund ablaufen. Vordergründig werden wir anderes erzogen, aber am Ende ist alles etwas komplizierter und unbewusster.


    Ich könnte dir jetzt einen Assay dazu schreiben, was alles bei deinem Bruder belastenderweise abgelaufen sein muss. Mit schlechter psychischer Grundlage, geht dass dann eher in eine unschöne Richtung.


    Nimm es ernst, dass dein Bruder sich alleine gefühlt hat und gelitten. Du selber hast auch nie die Erfahrung gemacht, wie es ist, mit einem Vater, der nicht deiner ist, aufzuwachsen. Unterschätze dieses nicht.


    Dazu kannst du dich auch mit dem Thema Adoptivkinder mal befassen und die Probleme die einige, nicht alle ,damit hatten oder haben, mit Menschen aufzuwachsen, mit denen sie garnicht verwandt sind und sie deshalb selbst wenn sie es die ersten Jahre nicht wussten, spürten, dass sie nicht in die Familie gehören und leiden, obwohl die Familie ihnen Geborgenheit bietet. Oder teilweise Kinder ahnen und spüren, dass ihre Väter nicht die lieblichen sind etc...


    Es geht mehr im Unterbewusstsein ab als viele ahnen oder war haben wollen. Auch dass wir riechen und unser Unterbewusstsein asuwertet und erkennt, wer mit uns Verwandt ist und nicht ohne dass wir uns dessen bewusst sind.


    Das ist eine wichtige eigenschaft. Auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind, spielt es eine gravierende Rolle wie wohl wir uns mit anderen Menschen fühlen oder nicht. Das es unsere Partnerwahl beeinflusst, weiss heute jeder, dass das aber auch bedeutet, dass es uns beeinflusst als Kinder, wo wir schutzbedürftig sind, bei welchen Menschen wir uns sicher und geborgen fühlen, wird oft gar nicht erahnt.


    Was ich damit zeigen will, ist dass seine Geschichte hoch kompliziert zu sein scheint und er selber eventuel nicht einmal weiss was sein Problem ist.


    Ich würde ihn lassen. Er scheint psychisch irgendwo inststabil zu sein und es gibt Dinge in seinem Leben, die zu sehen ihn vielleicht zerbrechen würden.


    Kann man nur hoffen, dass er es trotzdem schafft seinem Kind ein guter Vater zu sein und dass sich das Trauma irgendwann über Generationen überwinden lässt.


    Wünsche ihm ein schönes Leben. Lieben heisst auch losslassen können. :)z

    @ knubbelinchen

    Zitat

    klingt größtenteil schlüsig, wa du schreibst. ich könnte mir vorstellen, dass es so war.


    was mich allerdings vollkommen ratlos macht: nach dem auszug haben wir wirklich viele schöne tage zusammen verbracht. gerade, al ich älter war (ich anfang, er ende 20), hatten wir viel spaß und uns prächtig verstanden.


    das kann doch nicht alles gespiel gewesen sein?

    Gespielt nicht, nein. Ich vermute eher, dass er lange etwas verdrängt hat, was dann aufgebrochen ist.

    Zitat

    oder brach da mit der geburt des kindes so viel wieder auf?

    Das könnte so sein. Vielleicht gab es auch einen anderen Auslöser. Vielleicht ist dann einfach sein "Beschützerinstinkt" angesprungen und er hat Kräfte, die er als destruktiv empfand, aus seinem Leben verbannt. Das heißt nicht, dass du zwingend destruktiv bist, sondern nur, dass ihr sehr verschieden seid, und aufgrund mangelndem Verständnis auf deiner oder auch euren beiden Seiten viele Verletzungen entstanden sind.

    Zitat

    ich hab ihn nun gefragt, warum er alles für so schlimm erachtet , wa ich als schön empfunden habe. ich bin mir sicher, dass ich eine boshafte und ungenügende antwort bekomme. ich dachte einfach, dass er mit zunehmendem alter vielleicht weniger frustriert ist und in der lage ist, kontruktiv über alles zu reden, damit ich wenigstens antworten bekomme. aber das ist wohl leider nicht so.

    Hm... Ich denke, dass es da auf beiden Seiten viele Verletzungen gibt. Du beschreibst ihn ja als frustriert und boshaft, dabei ist auch er vermutlich einfach nur verletzt, aber das kannst du jetzt gar nicht mehr sehen, weil du verletzt bist, und er wird dadurch dann weiter verletzt... Klingt schon sehr nach verhärteten Fronten. Vielleicht kannst du ihm eine Mediation vorschlagen @:) ?

    Zitat

    Das kommt mir seltsam vor, und die TE wirkt hier jetzt auch nicht so, als ob sie die "böse Halbschwester" wäre.

    Wenn es doch immer so einfach wäre. Natürlich gibt es Fälle, in denen Geschwister und/oder Eltern dem anderen objektiv Leid zufügen, ob nun psychisch oder physisch. Es gibt aber auch die Fälle, in denen Verletzungen begangen werden, die nicht gewollt sind, weil einfach das gegenseitige Verständnis fehlt und man so unterschiedlich ist, in unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten existiert. Und auch wenn das dann nicht objektiv messbar ist, sind diese Verletzungen dann trotzdem da.

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    Und wenn Eifersucht auf die Halbschwester im Spiel gewesen wäre, hätte sich diese doch viel früher bemerkbar macht.

    Hat es doch. Die TE schrieb ja, dass ihr Bruder schon immer eher kalt war, keine Umarmungen zuließ.

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    Vielleicht ist es ja auch beides: es gab eine Entfremdung von den Eltern der TE bzw., und es entwickelte sich im Laufe der Jahre eine psychische Erkrankung.

    Ausschließen kann man das nicht. Ich sehe es aber schon mehr als kritisch, ein Verhalten, welches man nicht versteht, mit einer psychischen Erkrankung in Verbindung zu bringen. Gerade wenn das in der eigenen Familie passiert, tut das sehr weh, und kann dann erst recht zu Entfremdung führen. Ich z.B. bin nachweislich psychisch gesund, habe aber Ähnliches erlebt. Ich habe auch sehr drastisch Grenzen zu meiner Familie gezogen, ja, ziehen müssen, weil sie anderes nicht verstanden hatten. Die Verletzung meines Selbstbewusstseins sitzt aber nach heute tief, wenn man als Teenager ständig hört, man sei nicht normal. Ich vermute, dass es dem Bruder der TE ähnlich ging, und er daher auch so auf die Formulierung "wahnsinnig" angesprungen ist. Vermutlich hatte er auch immer das Gefühl oder es wurde ihm sogar gesagt, er wäre nicht richtig, so, wie er ist. Das sind jetzt Vermutungen und die TE muss natürlich prüfen, was davon zutreffen könnte. Ich sehe an seinem Verhalten aber wirklich nichts Pathologisches.

    Zitat

    Ganz "normal" finde ich das Verhalten nach 17 Jahren plötzlich den Kontakt zur Halbschwester abzubrechen und dann einen solchen Brief (und vor allem auch in dem Ton) zu schreiben, jedenfalls nicht.


    Und das sage ich als jemand, der normalerweise sehr vorsichtig ist bei der Vergebung von derartigen "Labeln".

    Vielleicht nicht vorsichtig genug ;-)?


    Man weiß doch gar nicht, wie er mit sich selbst und anderen Menschen umgeht. Nur zu seiner Halbschwester und seinen Eltern ist er komisch. Das ist doch dann eher umfeld- als eigenabhängig. In kranken Umfeldern ist es mitunter gesund, sich "krank" zu benehmen.


    Damit will ich nicht sagen, dass die TE irgendwie böse wäre oder so. Ich schrieb ja schon, dass es da einfach massive Schwierigkeiten im (ein- oder gegenseitigen) Verständnis geben wir und daher im Miteinander.


    Und, wie gesagt, vermute ich auch, dass das schon viel länger in ihm schwelte, und sich dann zusammen mit einem neuen Lebensabschnitt bei ihm bahn brach.


    Wie die TE ihren Bruder beschreibt, ist er ein introvertierter Mann, der sich nicht in die Karten schauen lässt.


    Um das zu heilen, wird es Geduld brauchen und den Willen, sich nicht gegenseitig zu pathologisieren, sondern zu verstehen.

    Zitat

    ganz sicher ist da so. er ist absolut nicht in der lage, gefühle zu zeigen oder empathie. wahrscheinlich hat die trennung vom vater in so frühen jahren dort sehr viel kaputt gemacht, was nie "repariert" wurde.

    Das würde ich z.B. nicht denken. Nicht so eine Trennung erzeugt einen Knacks, sondern das, was danach passiert. Es gibt ja auch glückliche und gesunde Adoptivkinder. Und überhaupt von einem Knack zu sprechen... Wie der Bruder unabhängig vom Familienumfeld agiert, weiß doch gar keiner. Ich denke schon eher, dass das etwas Spezifisches ist. Aber auch das sind nur Spekulationen, klar.

    Irgendwas da zwischen drin ging an pelztier ^^.


    Was ich noch sagen wollte:


    Meine Familie und ich, wir sind auch sehr verschieden. Sie haben mir lange gesagt, ich sei krank, dann habe ich lange gesagt, sie seien krank und den Kontakt abgebrochen. Mittlerweile sind wir an dem Punkt, wo wir sagen, dass wir einfach total unterschiedlich sind und das okay ist, solange niemandes Grenzen mehr verletzt werden. Vielleicht schafft ihr das ja auch @:)!

    Mir kommt hier auch einiges bekannt vor und ich war auch eine Zeit lang krank. Bloß eben nicht organisch krank, sondern in Bezug auf meine Lebensgeschichte. Von daher ist der Begriff krank nur deskriptiv, aber erklärt nichts *:)

    @ cleasan-teine

    Letztlich sind das alles nur Spekulationen hier im Thread, auch du nimmst lediglich an.


    Es kann alles ganz anders sein, und ich schrieb wohlgemerkt von meinem subjektiven Eindruck.


    Ich persönlich finde das Verhalten bzw. den Brief selbst für jemanden, der unbeabsichtigt verletzt wurde, nicht ganz "normal".

    knubbelinchen,


    also ich hab mich zu Hause auch irgendwann ziemlich "ausgeklinkt". Ich habe dafür noch keinen "griffigen" Grund gefunden, aber es ist irgendwie so eine Mischung aus Desinteresse an meinen Bedürfnissen, permamente Abwesenheit meines Vaters und die fehlende Wertschätzung - ich sollte immer irgendwie funktionieren und liefern, ich hab nur nicht verstanden, wofür. Vielleicht ist es auch noch etwas archaisches, weil ja Männern sowieso gerne eingeredet wird, sie sollen mit ihren Problemen selbst fertig werden und bei vielen Raubtieren werden ja die Männchen auch irgendwann aus dem Rudel verjagt.


    Auf jeden Fall sind die Geschwister in dem Fall nur ein Kollateralschaden. Man kann es sich vielleicht vorstellen, wie ein Freundeskreis, in dem eine Partnerschaft unschön beendet wird - da wird man auch nicht in dem Freundeskreis bleiben, außer mit denjenigen, die sich bewusst auf deine Seite schlagen. Und das machen minderjährige Kinder gegen ihre Eltern ja meistens nicht, dafür müsste schon ein sehr reflektierter Umgang mit Erziehung und Verantwortung da sein. Es kann natürlich sein, dass sich auch wie überall geschwisterliche Konflikte entzündet haben, bloß liegt es eben in der Verantwortung der Eltern, allen zu vermitteln, dass genug für alle da ist. Und es gehört auch viel Geschick dazu, Kindern ihre Geschwister nachhaltig erträglich bis "schmackhaft" zu machen.


    Dass jemand plötzlich zu einer Neubewertung kommt, wenn alles Jahre lang in Ordnung schien, finde ich auch nicht verwunderlich. Es war dann eben nicht alles in Ordnung, aber man hat sich eben gefügt, manchmal bleibt da auch keine Wahl. Und als deutlich jüngere Schwester ist es durchaus möglich, dass du eben einfach den Anfang nicht bewusst mitbekommen hast. Und ja, kleine Kinder bringen einen schon zum nachdenken darüber, wie man selbst aufgewachsen ist. Wenn man sich unendlich abmüht und alles für die kleinen tut, dann kann einem schon mal auffallen, dass man es früher anders erlebt hat, oder dass man da gerade versucht, etwas zu kompensieren oder ungeschehen zu machen, gegen jede Vernunft des Zeitenlaufs.


    Es war natürlich trotzdem nett und mutig, den Brief zu schreiben. Wie du sie beschreibst, klingt die Antwort sehr negativ. Ich denke aber schon, dass es größtenteils um die Eltern geht. Vielleicht kriegst du es ja hin, einigermaßen konstruktiv zu bleiben und nicht zu sehr enttäuscht zu sein. Vielleicht kriegt er es ja irgendwann mal hin, den Familienkomplex ein wenig aufzudröseln und dich dabei auch als Individuum zu sehen. Bisher sieht er dich wohl eher als Anhängsel der Eltern, von denen er sich bewusst entfernt hat.

    Noch als Ergänzung: Es hilft natürlich, ihm seine Wahrnehmung zu lassen und auch ehrliches Interesse dafür zu zeigen. Was vielleicht auch nicht so leicht auszuhalten ist, wenn das eigene Bild im Gegensatz dazu deutlich positiv ist.


    Und Wertschätzung ist auch wichtig, wobei ich das aus deinen Beiträgen schon heraus lese.

    @ forensiker

    danke. du hast in vielen teilen denke ich recht, danke für deinen beitrag :)z


    ich habe ihm allerdings immer wieder zu verstehen gegeben, dass ich ihn vermisse und kontakt möchte - auch wenn ich es insgeheim fürchterlich daneben finde, da er den kontakt zu unserer mutter, die kreuzunglücklich deshalb ist und mir leid tut, abgebrochen hat. nie habe ich ihm einen vorwurf gemacht.


    dennoch kam nie was freundliches zurück.


    ich bin mir allerdings sehr sicher, dass das ein größeres psychisches problem ist.


    heute habe ich lange mit meinem papa drüber geredet. er hat von früher berichtet.


    mein bruder wollte immer anecken, immer. er wollte immer seine individualität rebellenhaft demonstrieren, auf kosten anderer.


    ein paar ganz typische beispiele, damit ihr vielleicht einschätzen könnt, wie er tickt:


    -als der leibliche papa (der kontakt war immer okay) einen großen runden geburtstag feierte und um "galarobe" bat, kam er mit zerrissenen klamotten, hat sich vorher die haare bunt gefärbt und seine ratten mitgenommen.


    -als die großeltern ihm zum 18. einen dicken scheck schenkten, zerriss er ihn vor deren augen mit den worten "auf eure kapitalistische scheisse scheiss ich."


    -ihren anderern großeltern wollte er mal eine tote maus zum geburtstag schicken.


    nicht normal, oder?


    ich dachte inzwischen, dass er mit 50 jahren geläutert ist und in unserem normaloleben einzug gefunden hat.


    er ist sehr intelligent und hat auch noch ein studium abgeschlossen...aber in seinem kopf scheint irgendetwas komisch zu sein, was ihn dazu bringt, soviel spaß am verbalen verletzen anderer hat :|N

    Ich möchte nur noch zu bedenken geben, dass es auch schon Fälle gab, in denen Menschen mit psychischen Problemen oder Menschen, die sich einfach nur in einer schwierigen emotionalen Situation befanden, erfolgreich eingeredet wurde, dass ihre Familie Schuld an ihren Problemen ist. Diese Menschen erinnern sich dann an Dinge, die nie passiert sind.

    :-o


    was es nicht alles gibt ":/


    danke


    ich habe nun eine nachricht geschrieben


    (sein brief endete mit: für weiteren austausch kannst du mich unter telefon xxxxx erreichen. aber glaub bloss nicht, dass das was an meiner entscheidung ändert)


    ich habe es sehr freundlich gehalten, auch wenns mir schwerfiel. ich möchte nun mal eine erklärung, und die kriege ich sonst nicht. ich habe drum gebeten, mir zu erklären, was genau 19 jahre lang so fürchterlich war, ohne dass ichs bemerkt habe :-(

    Hier ist auch noch der wissenschaftliche Hintergrund ausgeführt:


    https://www.false-memory.de/wissenschaft/was-ist-falsch-an-falschen-erinnerungen/


    https://www.false-memory.de/wissenschaft/arbeitsweise-gedaechtnis/