Bye Bye Bye Bye meine Liebe des Lebens

    Hallo liebe Community,


    als selbst ernannter und oft deklarierter Frauenversteher steht mir so ein Thread hier eigentlich überhaupt nicht zu. Dennoch möchte ich hier über meine letzte Trennung berichten. Irgendwie hängt mir diese noch immer nach und als ich am Wochenende über ein paar Bilder gestolpert bin, merkte ich noch immer einen Schmerz, der etwas dumpfer sein mag wie am ersten Tag, aber dennoch klar zu spüren war.


    Wisst ihr, ich war jemand, der das Leben genossen hat. Dennoch war eine Übernahme an Verantwortung für mich damals nicht denkbar. Man muss die Frauen feiern wie sie fallen, sagte zuletzt auch Bud Spencer in "Zwei sind außer Rand und Band" :)


    Ich habe es genossen Frauen kennenzulernen. Vielleicht habe ich die Verantwortung gescheut da ich zuvor häufiger verletzt wurde, keine Ahnung.


    Jedenfalls kam irgendwann "SIE". Kennt ihr dieses Bild einer Frau welches jeder Typ vor seinem inneren Auge hat? Optik, Charakter, Mimik, Gestik, getoppt von absolut wahnsinnigen Augen, einer superschönen Stimme, der gleichen Prise an Sarkasmus und Ironie wie ich.


    Dummerweise war Sie in einem Punkt nicht ganz ehrlich. Sie hatte eine – zu dem Zeitpunkt – 5 Monate alte Tochter. Allerdings muss ich dazu sagen, dass mir das klar war bevor wir uns zu einem ersten wirklichen Treffen verabredeten.


    Ich und Kinder! Oh Gott. Da gab es bisher immer nur eine typische Handlung eines jeden Kindes. Anfangen zu heulen und wegrennen. Dann zudem noch ein so kleines, dann noch ohnehin mein Genuss unverbindlicher Treffen ohne Verantwortung.


    Um zu gucken in welche Richtung das Ganze läuft trafen wir uns und ich kann behaupten. Keine Frau zuvor hat mir innerhalb von 5 Minuten so dermaßen die Beine weggezogen. Ich war mir total sicher "Genau sie!" Sie schaute immer mal wieder auf ihr Handy, entschuldigte sich dafür, sagte nur – es wäre das erste Mal, dass sie ihre Tochter alleine bei der Oma lässt. Verstand ich natürlich. Nach einigen Monaten sagte sie mir, dass das nicht nur der Grund war. Sie hatte ihrer Mutter gesagt was sie treibt und schrieb ihr "Genau der Mann auf den ich immer gewartet habe!"


    Es war also diese sprichwörtliche Liebe auf den ersten Blick. Aber das Kind! Ich habe mir den Kopf zerbrochen, ob ich sowas kann – ob ich diese Verantwortung übernehmen kann. Beim zweiten Treffen fuhren wir mit der Kleinen in den Zoo, ich war gut nervös. Ich hatte zuvor noch absolut keine Erfahrungen mit Babys, ich wusste NICHTS! Heute kann ich sagen, dass das der Start einer Bindung war, die bis heute für mich absolut einzigartig war und ich noch nie zuvor und nie wieder bis jetzt so eine bedingungslose Liebe empfunden habe. Ich fühlte mich mehr und mehr verantwortlich und das tolle daran, es machte mir rein gar nichts aus. Ich wollte diese Verantwortung. Ich sorgte für sie, ich wechselte ihr die Pampers, gab ihr zu essen. Ich erinnere mich an weitere Treffen wo sie traurig schaute als ich heim fuhr, ich erinnere mich an so unfassbar schöne Momente, Situationen. Mich auf diesen kleinen Menschen eingelassen zu haben, war das aller Beste was ich hätte tun können.


    Auch die Beziehung zu Ihrer Mutter wuchs, es war einfach eine Wellenlänge, beidseitiger Invest, tolle Gespräche, wahnsinnig guter Sex, Zuneigung, Fürsorge. Ich war mir sicher die Frau gefunden zu haben, die ich so lange gesucht habe.

  • 4 Antworten
  • Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.

    Auf Grund einer sich ergebenden Situation redeten wir dann bereits nach gut 3 Monaten über das Zusammenziehen. Wir haderten damit, weil wir wussten, dass das vielleicht etwas voreilig sei und dadurch auch etwas kaputtgehen könnte. Dennoch entschieden wir uns dazu, weil ich sagte "Entweder es funktioniert oder es funktioniert nicht". Ich bezog zu der Zeit meine neue Wohnung und richtete ein Zimmer als Kinderzimmer ein. Bettchen, Wickelkommode, Schrank, alles. Den ersten Geburtstag feierten wir bereits in meiner neuen Wohnung. Zu diesem Zeitpunkt wohnten wir aber noch nicht zusammen. Uns trennten ca. 50 km, für sie war hier alles neu und egal wie euphorisch sie zuvor war, ja, es kaum erwarten konnte mich regelmäßig um sie zu haben, so sehr glaube ich heute, dass der Anfang unseres Todesstoßes war.


    Mit der Zeit wurden Zweifel laut, sie wollte doch erstmal nur pendeln, sie brachte aber für mich absolut nachvollziehbare Argumente dafür vor, bis wir schlussendlich, auf Grund der örtlichen Gegebenheiten zu dem Schluss gaben, dass wir in ihrer Stadt eine Wohnung beziehen.


    Natürlich war ich zuerst irritiert, ich hatte einen guten Job hier, eine neue Wohnung die mich gut Geld gekostet hat und ich habe ihr gesagt, dass ich nicht einfach jetzt den zweiten Umzug machen könnte. Wirtschaftlich und auch aus Selbstachtung hing da zu viel dran.


    Auf Grund meiner dann eintretenden Arbeitslosigkeit erübrigten sich diese Punkte. Ich kündigte die Wohnung und war bereit für einen Neuanfang. Einen absoluten Neuanfang. Meine Küche samt anderer Möbel wanderten zu ihr, den Rest verkaufte ich.


    Während dieser ganzen Zeit erlitt ich leider einen schweren Schicksalsschlag. Mein Vater erkrankte an Krebs, bevor er einen Kampf mit Höhen und Tiefen dann im Juli 2015 verlor.


    Zugegeben, das alles hat mich mitgenommen, verständlicherweise. Natürlich habe ich solche Dinge mit in die Beziehung getragen, natürlich stand ich nicht selten neben mir. Jedenfalls führte es dazu das wir uns beide unwohl fühlten. Ich zog vorerst nicht bei ihr ein, sondern zog zu meiner Mutter zurück (als mein Vater noch lebte) um auch hier helfen zu können.


    Es sind unendlich viele Dinge passiert, Dinge die sie nicht verstanden hat, Dinge die ich nicht verstanden hab, jedenfalls kam dann ein Brett, welches ich bis heute nicht vergessen kann. Ich musste sie fast darum bitten mit zur Beisetzung meines Vaters zu kommen. Das ging mir verständlich gegen den Strich. Ich merkte SEHR! deutlich, dass sie sich zurückzog. Und ja, ca. 2 Wochen nach der Beisetzung gab es dann ein Gespräch, sie würde Zeit brauchen, wäre sich ihrer Gefühle unsicher etc. Für mich war an diesem Punkt absolut alles klar.


    Der Vater der Kurzen, der sich zuvor nicht kümmerte, ganz im Gegenteil, ihrer Mutter sogar schlug, war wieder im Rennen. Das wusste ich zwar und ich habe ihr immer wieder gesagt, dass ein Kind einen Bezug zum Vater braucht, allerdings versinnbildlichte er, er hätte sich geändert.


    Was dann folgte war schwer für mich, sehr schwer! Sie gab ihm den Vorrang, mit den Worten "Ich habe das Gefühl, dass es so sein sollte, wie es sein sollte" Für mich war das nicht nachvollziehbar und so sehr sie mir auch versicherte, sie würde es nur für die Kurze machen, ich habe ihr KEIN! Wort geglaubt. Ich habe die ersten Schritte mitbegleitet, das erste Wort miterlebt, ich habe mich gekümmert, ich habe mir Sorgen gemacht, ich war zu jeder Tages- und zu jeder Nachtzeit für die Kurze da und dann will sie mir sogar erstmal den Kontakt verneinen, wegen "IHM". Es war nicht nur so, dass ich ein großes Bedürfnis hatte die Kleine zu sehen, das beruhte auf Gegenseitigkeit. Es folgten schmutzige Sätze, böse Wörter, rein materielle Dinge wurden geklärt, was mir allerdings noch zum Vorwurf gemacht wurde, denn mir ginge es anscheinend ja nur darum… und irgendwann, ja irgendwann herrschte einfach Funkstille.


    Ich habe die Welt nicht mehr verstanden, begann unverhältnismäßig viel zu trinken und lenkte mich mit anderen Frauen ab, was aber überhaupt nicht funktionierte.


    Nach ca. 5 Monaten erhielt ich dann eine Nachricht. Das sie mit einer Rate im Rückstand wäre, aber sie würde es bald überweisen, ich solle mich noch x Tage gedulden bitte. Ich reagierte nicht. Daraufhin meinte sie, es wäre schwer mit mir darüber zu reden, wenn ich nicht antworten würde. Keine Ahnung, irgendwie entwickelte sich ein kurzer Verlauf und am nächsten Tag telefonierten wir kurz deswegen. Ich wollte einfach ein paar Dinge klären, merkte aber nach anfänglichen – von uns beiden leicht unterkühlten Sekunden – dass wir uns im Laufe des Gesprächs immer besser verstanden, sogar lachten. Dann kam was kommen musste, die nächsten Tage wurden die "alten guten Zeiten" rausgeholt und irgendwann, ja irgendwann stand ich plötzlich wieder vor ihrer Tür.


    Die Kurze ist förmlich ausgeflippt und wir verstanden uns alle wirklich richtig gut. Als die Kurze schlafen ging blieb ich noch da, wir tranken noch ein Glas, redeten sehr viel und naja, ich habe einfach gemerkt, was sie in mir auslöst und dann, dann hats bei mir einfach irgendwie trotz der ganzen Scheisse wieder klick gemacht. Wir trafen uns immer wieder, immer häufiger und irgendwann führte einfach eines wieder zum anderen. Es war toll, es gab uns beiden etwas, es war anders, aber tat unheimlich gut. Irgendwie war es wie damals, irgendwie aber auch nicht, mal so, mal so. Mal gingen wir händchenhaltend vom Club heim, mal fragte sie mich was das denn nun wäre und wie sie das sehen würde. Man kann seine Muster nicht einfach ablegen so störten mich Dinge, sie störten Dinge, es gab immer mal wieder Streit. Ich hatte einfach das Gefühl sie würde nichts wertschätzen und und und. Irgendwann, nach ca. 6 Monaten knallte es wieder, nach einiger Zeit wieder Kontakt, es lief gut und dann, dann knallte es wieder und und und! Sex war ein Fremdwort gewesen, da ich das Gefühl hatte sie würde das terminieren wollen und ich einfach nicht auf Bestellung da bin.


    Dann hat man ihr da reingeredet, sie ist leider jemand, der sich extrem leicht beeinflussen lässt. Und plötzlich, ja, plötzlich hatten wir etwas was einer platonischen Beziehung glich. Ich wollte da nie hin, das habe ich ihr klipp und klar gesagt. Nach den ganzen Eskapaden war s für mich aber auch nicht sonderlich verwunderlich und ging davon aus, dass die Zeit es macht. Ein ständiges hin und her also, seit ca. 3 Jahren.


    Dann im Mai letzten Jahres in den Urlaub. Sie, die Kurze, Madame. Das war ein Geschenk zu ihrem Geburstag. 5 Tage die der absolute Horror waren weil sie sehr, sehr komisch darauf war. Sie war angespannt, leicht reizbar .. unnahbar.


    Und jetzt kommt das was mich einfach noch immer verletzt. Nach unserer Rückkehr, es war so der 22.05 machten wir weiter wie bisher (ich hatte noch Urlaub, wir sahen uns täglich) Ich habe aber gemerkt das irgendwas anders ist als sonst und am 27.05 EINEN TAG VOR MEINEM GEBURTSTAG, meinte sie wir müssten reden. Ich wüsste nicht worüber wenn für sie doch immer klar war was zwischen uns lief. Einen Tag vor meinem Geburtstag offenbart sie mir dann, dass sie einen Neuen hat und findet es VÖLLIG! Unverständlich das ich dort nicht mit Jubelgesängen reagiere. Ich habe an diesem Tag sämtlichen Kontakt beendet, alles dort gelassen und versucht nicht mehr auf sie einzugehen.


    1-2 Wochen gingen noch texte hin und her, die Kurze sehe ich in Abstimmung mit der Oma und diese H*** von Ex hat dann noch die Dreistigkeit mir zu sagen "Ich würde mir aber wirklich wünschen das du ihr Patenonkel wirst!" Küche steht dort, alles steht dort. Keine Rücksprache darüber, stattdessen sehe ich bei Facebook durch einen Freundschaftsvorschlag zufällig, dass sie bereits seit Mitte April einen Neuen am Start hatte. Neues "glückliches" Foto etc. und dann kriege ich noch zu hören sie hätte das ALLES nur wegen der Kurzen gemacht.


    Ich bin sauer, sehr sogar aber auch traurig. Das Ganze ist nun gut 7 Monate her, wir haben absolut gar keinen Kontakt mehr (will ich nicht) und wie gesagt, die Kurze sehe ich unregelmäßig.


    Ich glaube nach dem Ganzen Scheiss habe ich eine Störung entwickelt, mir ist nämlich seit 5 Monaten jeden Tag übel und kein Mediziner findet etwas! Sorry für den langen Text, musste einfach mal raus auch wenn es noch sehr stark komprimiert geschrieben wurde.


    Ich hätte niemals gedacht, dass so etwas so lange und so intensiv so weh tun kann.

    Wie ich das verstehe war oder ist sie Deine erste große Liebe? Und auch längere Beziehung?


    Das Problem an solchen Situationen ist unterm Strich immer dasselbe:


    Man glaubt nicht, dass man jemals wieder und dazu noch für einen anderen Menschen, so wird fühlen können. Er war doch der richtige Mensch, wie soll es noch so Jemanden geben können?


    Deswegen fällt das Loslassen so schwer. Geblendet von diesen Gefühlen verliert man aus den Augen, dass es eben doch nicht der richtige Mensch war, hätte es dann nicht geklappt? ;-)


    Wenn du Dir mal überlegst was sie so alles getan hat. Sie hat dich wieder an sich ran gelassen als es ihr passte um dich ohne mit der Wimper zu zucken wieder abzulegen als ihr ein Neuer über den Weg läuft. Ihre Kaltschnäutzigkeit dir vorzuschlagen doch der Patenonkel für das Kind zu sein zeigt doch deutlich, dass ihr überhaupt nicht klar ist was du fühlst. Auch dass sie sämtliche Handlungen auf das Kind schiebt, klingt nicht gerade sehr reif (wie alt ist sie eigentlich?).


    Denkst Du wirklich, dass so ein Mensch der richtige für dich ist? Kannst du ihr überhaupt noch vertrauen? Das hast du selbst schon beantwortet in deinem Text.


    Was übrigbleibt ist die wortwörtliche Ent-täuschung. Du hast dich in ihr getäuscht, in deinen Gefühlen getäuscht. Oder deine Gefühle haben dich getäuscht.


    Lasse dich davon nicht runterziehen. Und lasse es vor allem nicht auf deine Zukunft Einfluss nehmen. Entmystifiziere sie. Ist einfacher gesagt als getan, aber es geht.

    Wow, das es tatsächlich jemanden gibt, der sich diese Wall of Text gegeben hat. :-D

    Zitat

    Wie ich das verstehe war oder ist sie Deine erste große Liebe? Und auch längere Beziehung?

    Meine erste große Liebe durchaus, ja. Die "Richtige" eben. Ja und wenn ich so drüber nachdenke, auch meine längste Beziehung.

    Zitat

    Man glaubt nicht, dass man jemals wieder und dazu noch für einen anderen Menschen, so wird fühlen können. Er war doch der richtige Mensch, wie soll es noch so Jemanden geben können?

    Das ist mir durchaus bewusst und ich bin mir sicher, dass es nicht nur sie gibt. Es ist die wahnsinnige Enttäuschung einer Intrige aufgesessen zu sein, das Täuschen in einem Menschen für welchen ich ALLES umgekrempelt hätte und teilweise auch habe.

    Zitat

    Wenn du Dir mal überlegst was sie so alles getan hat. Sie hat dich wieder an sich ran gelassen als es ihr passte um dich ohne mit der Wimper zu zucken wieder abzulegen als ihr ein Neuer über den Weg läuft. Ihre Kaltschnäutzigkeit dir vorzuschlagen doch der Patenonkel für das Kind zu sein zeigt doch deutlich, dass ihr überhaupt nicht klar ist was du fühlst. Auch dass sie sämtliche Handlungen auf das Kind schiebt, klingt nicht gerade sehr reif (wie alt ist sie eigentlich?).

    29. JA natürlich ist ihr das alles überhaupt nicht klar, wenngleich sie meint mir nachfühlen zu können, sämtliche Verantwortung aber völlig von sich weist. Ihr ist ihr Verhalten überhaupt nicht klar, vllt auch nur ein Schutzreflex um nicht als das dazustehen was man ist.

    Zitat

    Denkst Du wirklich, dass so ein Mensch der richtige für dich ist? Kannst du ihr überhaupt noch vertrauen? Das hast du selbst schon beantwortet in deinem Text

    Nein und Nein. Das weiß ich selbst dennoch nicht minder schwer.

    Zitat

    Was übrigbleibt ist die wortwörtliche Ent-täuschung. Du hast dich in ihr getäuscht, in deinen Gefühlen getäuscht. Oder deine Gefühle haben dich getäuscht.

    Ich glaube sowohl als auch. Denn in meiner Welt ist es so, dass man einem Menschen - den man liebt, pardon - evt mal geliebt hat - nicht so krass in die Eier tritt.

    Zitat

    Lasse dich davon nicht runterziehen. Und lasse es vor allem nicht auf deine Zukunft Einfluss nehmen. Entmystifiziere sie. Ist einfacher gesagt als getan, aber es geht.

    Dem ist leider schon so, da ich es einfach nicht verarbeiten kann, meine körperlichen Symptome wie ständig Übelkeit sprechen da Bände.

    Manche Menschen verbindet so viel, dass sie nicht merken, was sie gleichzeitig noch so alles trennt. Der Nachteil, bei der Liebe auf den ersten Blick...


    Niemand ist davor gefeit, nach einer euphorischen Phase der Verliebtheit im Alltag doch zu merken, dass man zu verschieden ist, dass man nicht zueinander passt. Und bei gleichzeitig großer Verliebtheit, großer gegenseitiger Anziehung ist das wohl zwangsweise mit viel Schmerzen verbunden, das aufzulösen, wieder zu verbinden und wieder zu zerstören.


    Das mit dem Kind macht es nur noch schwerer. Kinder lieben ohne Bedingungen. Diese Liebe ist etwas einzigartiges und die Beziehung zu einem Kind aufzugeben ist wohl schwer, wie kaum etwas anderes. Das werden Dir alle Eltern nachvollziehen können, die sich trennen. Dabei ist es natürlich extrem unglücklich, dass Du als derjenige, der nicht der leibliche Vater ist, da keinerlei Umgangsrechte hat. Insofern wäre das mit dem Patenonkel eine Überlegung wert. Andererseits... Vielleicht lieber nicht. Die kleine wird neue Bezugspersonen finden und Du tust Dir mit der Verbinden vermutlich auf Dauer keinen Gefallen. Sowas funktioniert nur, wenn beide Erwachsene freundschaftlichen Umgang pflegen und mit den Gefühlen - positive wie negative - abgeschlossen haben.


    Vermutlich ist es das beste, das abschließend zu klären. So abschließend, dass sie da auch keine Raten mehr zahlen muss, für was auch immer. Sonst bekommst Du das nie bewältigt.


    Das mit Deiner Übelkeit... Nennt sich psychosomatisch, wenn einem die Psyche körperliche Beschwerden verursacht. Wenn Du da einen Arzt suchst, dann psychosomatische Reha oder dergleichen oder Psychotherapeuten. Aber mit Liebeskummer kommen die meisten doch früher oder später alleine klar.